Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 1)

abgesehen gibt es den selbst den Nadelstich nur in seiner kruden Fantasie…

Ist doch aber schön wie Ermittlungsinternas an die Presse weitergegeben werden

Weil die Urteile darüber schon vorher gefällt sind. Also erübrigt sich jegliche Diskussion.

Nix ist da passiert. Pinsel Schwurbelallah, der kein einziges deutsches Gedicht nennen könnte, hatte keinen Bock mehr, und hat sich dann ein kleines Märchen ausgedacht. Da geht die Trump-Saat auf: erst erzählt man dem Dummvolk lange was von „Lügenpresse“ und „politisch motivierter Berichterstattung“, und dann fressen die AfDioten am Ende jeden Quatsch, egal was selbst Behörden sagen. Die Story vom „Safehouse“ und dem „geplanten Anschlag“ der Malle-Touristin Lille Weidel ist ja noch absurder.

Ist dem so? Der tendenziösen linken Berichterstattung des ÖR entnehme ich, dass heute keine Klatsche ansteht? Ausnahmsweise und womöglich erstmals in der Geschichte der BRD werde erst am Sonntag gewählt? Falls mich die tendenziöse linke Berichterstattung damit von der Wahlurne abhalten möchte, hat sie sich aber geschnitten. Ich bin Briefwähler.

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der Artikel ist von 16:58… jetzt haben wir 17:24…und du thematisierst es doch…

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Dieses Rekurrieren auf eine ominöse „Mehrheit“ finde ich wenig sinnvoll.
„Mehrheit“ wofür/wogegen? In welcher Sache?

Mehrere soziologische Studien weisen nach, dass das Wahlverhalten nicht mehr so klar, zuverlässig und stabil ist wie früher; die Leute vertreten Positionen teilweise munter quer durch alle Parteiprogramme.
Ich frage mich auch, was es aussagt, wenn bei nahezu jeder Umfrage rauskommt, dass sich die Leute mehr Klimaschutz wünschen, angeblich um die 70% wollen das - aber wenn es darum geht, dass man dann seine Lebensweise anpassen oder zumindest hinterfragen müsste (oder eben die Partei wählen müsste, die am offensichtlichsten die Klimaproblematik angehen will), dann entlarvt sich das Geplapper der Mehrheit als „Klimaschutz? Gerne - but not in my backyard, und auch nicht auf meine Kosten“.

Übrigens ist die allein auf Umfragen und Stimmungen basierende Definition einer „Mehrheit“ auch kein politisches Kriterium einer repräsentativen Demokratie. Hätte die Ampel keine Mehrheit, würde sie ja gar nicht regieren können. Zum Zeitpunkt der Wahl war die „Mehrheit“ also da, Punkt. Auffälligerweise kann ich mich erinnern, dass wir in Deutschland während der langen Jahre Unions-geführter Regierungen in der Wählerschaft eine strukturelle linke Mehrheit hatten, jetzt hingegen bei einer sozialdemokratisch geführten Regierung haben wir eine strukturell rechte Mehrheit, wenn man die Umfragen zugrunde legt.

Sei’s, wie’s will:
eine „Mehrheit“ hat so oder so nicht automatisch Recht. Und wer ernsthaft glaubt, dass unter einer Merz-Union eine bessere Regierung gebildet werden kann, muss schon viel Optimismus mitbringen oder Porsche-Fahrer sein… kleiner Scherz.

Dass die Ampel nicht gut funktioniert, würde ich übrigens gar nicht in Abrede stellen. Nur die Ursachen sehe ich freilich anders als viele, nämlich in handwerklichen und kommunikativen Fehlern und der völlig (hinsichtlich einer wirklich progressiven Politik) unverständlichen Hinwendung des Kanzlers zur FDP statt zu denen, die wirklich etwas bewegen wollen.

Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen, und das wird sich so schnell nicht ändern, im Gegenteil. Wer den Leuten suggeriert, dass sich rein gar nichts ändern wird, Hauptsache die Wirtschaft brummt wieder, leugnet schlicht die Realitäten und Herausforderungen unserer Zeit; aber damit hat die Union ja durchaus Erfahrung.

Bezüglich der „unglaublich tendenziösen linken Berichterstattung der ÖR“ kann ich dich beruhigen, das hab ich linke Socke zwar gar nicht bemerkt, aber das gleichen WELT, FOCUS, BILD und überhaupt alle Springer-Medien-Kanäle mehr als aus. Sogar hier im Forum hat dank eines gewissen @918 Focus und Bild eine großartige Verbreitung, das sollte die linken Träumer, die immer noch glauben, dass Leute die ÖR nutzen, um sich zu informieren, doch locker in die Tasche stecken… :wink:

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Cheffe, ich hätte gern 10 Herzchen vergeben. Frappierend, wie gleich wir in fußballerischer u weltanschaulicher Hinsicht ticken. :+1:

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Oh, Dankeschön, das tut auch mal gut…!
(Letzteres ist mir übrigens auch schon aufgefallen :wink:)

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Das ist ja super, das will ich auch. Ich will dann bitte eine Regierung unter grüner Führung, die Union darf wegen mir gerne den Junior-Partner machen. Sofern keine Hubsis, Markusse und Friedriche mitmischen, stattdessen Röttgen, Prien, Aigner und die eine und der andere, die haben schon gute Leute, so ist es ja nicht:..

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Gefällt mir. Flüchlingsheime nur noch in Gegenden mit überwiegend links-orientierter Gesellschaft. Wer A sagt muss auch B nehmen.

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Viele andere Parteien haben mittlerweile auch begriffen, dass sich in diesem Bereich Dinge ändern müssen. Und auch ohne großes Zutun der Grünen auf Bundesebene hat sich in den letzten Jahrzehnten durchaus vieles deutlich zum Besseren gewendet. Wenn man ehrlich ist, ist im Bereich Umweltschutz in Deutschland in den letzten Jahrzehnten doch schon einiges passiert, oder? Es gibt natürlich die Meinung, dass es noch schneller gehen muss und noch radikalere Einschnitte nötig sind, aber demgegenüber logischerweise auch die Bedenken derer, die sagen, wenn wir in Deutschland jetzt genau diese radikalen und schnellen (evtl. überschnellen?) Schritte gehen, dann wird das in erster Linie unseren Geldbeutel und unsere Wirtschaftskraft treffen aber weltweit gesehen nur einen mikroskopisch kleinen Unterschied machen.
Und dann kommt eben noch hinzu, dass man mit den Grünen nicht nur eine Politik wählt, die sich für die Umwelt einsetzt, sondern auch noch gesellschaftspolitische und einwanderungstechnische Meinungen dazubekommt, die scheinbar auch nicht von einer breiten Masse getragen werden.
Mag sein, dass all das Progressive, das du den Grünen attestierst der einzig richtige Weg wäre. Es kann aber auch sein, dass es wie so manche Utopie aus der linken Szene auch eine verheerende Sackgasse darstellt. Das Problem ist nur, dass man Fehler möglicherweise nicht so schnell korrigieren kann, weder in die eine noch in die andere Richtung.
Und da zeigt sich mMn die ganz große Problematik unserer Tage: viele die es mit den Grünen halten, sehen in jedem, der in ihren Augen erst einmal „bremst“ einen Umweltzerstörer. Viele, denen die Grünen nicht so sympathisch sind, sehen in ihnen den Hauptgrund dafür, dass Deutschland derzeit unter massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat (auch im Vergleich mit unseren Nachbarn). Diese Trennlinie ist gefährlich (und falsch), denn sie wird den Stimmenzuwachs von rechten Parteien noch weiter fördern. Wenn ursprüngliche Unionswähler, die eine Antipathie gegenüber den Grünen hegen, befürchten müssen, dass die Union mit den Grünen koaliert, dann wählen sie möglicherweise Parteien, die weiter rechts stehen.

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Du meinst das wirklich ernst, oder?

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Treibhausgas-Emissionen in Deutschland | Umweltbundesamt
40,4% Einsparungen im Bereich der Treibhausgas-Emissionen seit 1990 sind mMn schon ein Beweis dafür, dass man ein paar Dinge richtig gemacht hat, oder?
Es heißt nicht, dass man nicht noch mehr tun könnte. Es heißt aber auch nicht, dass man komplett auf dem Holzweg ist.
CO2-Ausstoß je Einwohner in Deutschland bis 2019 | Statista
Wenn ich das richtig lese, dann nimmt der CO2-Ausstoß in Deutschland kontinuierlich ab, während er anderswo auf der Welt steigt.
Frage: ist das nur Glück oder ist es ausschließlich auf die grüne Regierungsbeteiligung unter Schröders Kanzlerschaft zurückzuführen, oder haben sich möglicherweise auch schon andere Parteien Gedanken darüber gemacht?

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na dann ist ja alles dufte. Keine Ahnung, warum sich alle immer so aufregen.
Du meinst das also wirklich ernst. Dann lassen wir alles so wie es ist. Die anderen sind schuld…

Übrigens: Im Pro-Kopf Ausstoß stehen wir gar nicht so toll da. Circa doppelt soviel wie der Durchschnitt weltweit.

Hätte man das Thema 1990 schon entsprechend ernst genommen, wäre wir heute sicher weiter.

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Gedanken wurde sich sicher über akute Probleme gemacht. Stichwort: Einleitungen in Flüsse. Waldsterben und Katalysatoren. Das hat zum Rückgang beigetragen. Ob da allerdings das Klima schon das große Ziel war, wage ich mal zu bezweifeln.

quote=„cheffe, post:2363, topic:3249“]
Das ist ja super, das will ich auch. Ich will dann bitte eine Regierung unter grüner Führung, die Union darf wegen mir gerne den Junior-Partner machen. Sofern keine Hubsis, Markusse und Friedriche mitmischen, stattdessen Röttgen, Prien, Aigner und die eine und der andere, die haben schon gute Leute, so ist es ja nicht:…
[/quote]

Du bringst mich auf eine Idee: (nicht ganz ernst gemeint und auch nicht ganz ausgereift)
wir wählen die Regierung künftig selbst und entsenden nicht wie bisher „nur“ Abgeordnete in den Bundestag, die dann alles bestimmen.
Für jedes Ressort darf jede Partei, die bei der vorangegangenen Wahl mindestens 2,5 Prozent der Stimmen erreicht hat, bis zu 5 Kandidaten zur Wahl stellen. Und auch das Amt des Bundeskanzlers wird direkt vergeben. Auch hier darf jede Partei bis zu 5 Personen nominieren.
Kleiner, aber feiner Zusatz: Jeder Wahlberechtigte darf maximal 3mal für die gleiche Partei stimmen und muss seine restlichen Stimmen auf andere Parteien verteilen. Geschieht das nicht, ist der Wahlzettel ungültig. So wäre jeder Wähler gezwungen, auch Politiker anderer Parteien zu wählen.
Wir haben derzeit 17 Minister-Posten im Bundeskabinett und 7 Parteien, die über 2,5 Prozent hatten. Das würde zwar bedeuten, dass man auch Parteien eine Stimme geben muss, die man nicht gut findet (evtl. auch der AfD), aber stellen wir uns mal vor, was diese Wahlrechtsreform für manche AfD-Wähler bedeuten würde. :wink: Sie müssten 14 ihrer 17 Stimmen für Kandidaten von Parteien, die sie teilweise hassen, abgeben.
Kandidaten mit zu radikalen Positionen hätten es wahrscheinlich schwerer, in diesem System gewählt zu werden, als welche mit Meinungen, die eine größere Konsensfähigkeit versprechen.
Den Bundestag würde ich zudem radikal verkleinern und nur noch einen Direktkandidaten aus dem jeweiligen Wahlkreis wählen.
Gesetze werden natürlich wie bisher nur umgesetzt, wenn eine Mehrheit im Bundestag zustimmt. Allerdings müsste dann wieder viel mehr diskutiert werden, als wie wenn eine Regierungskoalition schon vorher alles in Hinterzimmern beschließt und ihre Abgeordneten zur Zustimmung vergattert.
Das ganze kann natürlich grandios in die Hose gehen, könnte aber auch ein Gamechanger sein.

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Es ging mir darum zu sagen, dass sich in den letzten Jahrzehnten schon einiges in Sachen Umweltschutz getan hat und es viele Verbesserungen gab. Das habe ich weiter oben so geschrieben:

und von dir dafür nur ein

bekommen.

Mit keinem Wort habe ich behauptet, dass nicht noch Notwendigkeit besteht, viele Dinge zu verändern und dass wir schon alles richtig machen und nur die anderen sich verbessern müssen.

Ich finde es schade, dass du sofort ins Unsachliche abdriften musst, oder ist das dein Verständnis von Diskussion?

Es ist genau diese Einstellung, die dafür sorgt, dass viele Menschen, die täglich umweltbewusste Entscheidungen treffen und etwas für die Umwelt tun (wahrscheinlich sogar mehr als so mancher hippe Grünen-Wähler aus der Vorstadt mit seinem E-SUV) nicht mal mehr im entferntesten Sinne daran denken, eine Partei wie die Grünen zu wählen.
Auf: „Nur wir haben recht und alle anderen sind lästige, engstirnige Bremsklötze.“ habe ich persönlich keine Lust und diese Einstellung schlägt bei dir ehrlich gesagt auch ganz vehement durch. Nichts für ungut.

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Das ist ja wunderbar, es muss von Klimaschützern auch nicht das Ziel Nummer eins sein, die grüne Partei in die Regierung zu bringen. Nein, die Einhaltung der Klimaziele wären schon ein feines Ziel, welches einzuhalten für mich sehr lohnenswert erscheint.

Die Umweltpolitik zwischen 1990 und 2020 war leider niemals darauf ausgelegt, Klimaziele zu erreichen. Ich bin mir sehr sicher das wirtschaftliche Interessen ökologische Interessen meist priorisiert wurden.

Falls ich dich hier falsch verstanden habe, dass du so manche Ziele aus der linken, grünen Szene als Utopie beziehungsweise Sackgasse verstehst oder verstehen könntest, tut mir das wirklich leid. Leider, und das muss ich dir wirklich sagen, erwecken deine letzten Posts diesbezüglich auf mich nicht den Eindruck.
Mit Verlaub, das wirkt auf mich immer sehr konservativ und relativierend.

Hier hast du natürlich recht. Leider können wir uns keine Bremsklötze mehr leisten. Ich hoffe ich liege hier falsch.

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:confounded:
#…´NuffSa!d(…oderEinPaarHolzwegeRichtigGemacht)!? :face_with_peeking_eye:
:face_with_raised_eyebrow:

…> „Derweil die (…Wohlstands-verwahr…-götzenden) Klammer-affen“ …:
:yawning_face: / :disguised_face: / :partying_face: / :woozy_face: / :sleeping: / :grimacing: / :no_mouth: / :expressionless: / :shushing_face: / :money_mouth_face:

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