Der finanzielle Jahresabschluss 24/25 der FC Bayern München AG – eine Analyse

Ich sehe das überhaupt nicht realistisch, dass die Stadt die Arena neben dem Oly als Venue für Konzerte und ähnliches zulässt.

Die Renovation wird mindestens 300 Mio. verschlingen (das meiste zwar für das Zeltdach, aber für den Rest werden auch noch ein paar Euros übrig bleiben). Dazu haben sie ja noch in Riem den Platz für ein mögliches Pop up Konzertstadion analog Adele. Das ist was der Stadt München das Geld bringt (was sie wohl dringend braucht).

Für die Investitionen will die Stadt auch Einnahmen generieren. Also müssen sie die Konzerte auf den eigenen Venues stattfinden lassen. Da wird der Fokus drauf sein.

Darum wird die Stadt München m.E. den Teufel tun und dem FC Bayern das Tor für Konzerte etc. pp nach der Renovation zu öffnen. American Football alle paar Jahre muss dann reichen.

Immerhin wird die Renovation nicht vor April 2029 beendet sein. Wahrscheinlich dauert es dann eh länger und in der Arena können noch Konzerte bis und mit 2029 stattfinden.

Bis dahin muss der FC Bayern eh neue Einnahmequellen gefunden haben. Mit der aktuellen Stagnation wird es schwer mit den Topklubs in Europa mitzuhalten.

Der größte Hebel wäre die Aktionärsseite. Ich denke darauf wird auch schon geschielt. Dafür holen sie ja den Rouven Kapar vom VfB der den Porsche Deal für den VfB wohl eingefädelt hat.

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Blockzitat
35 :wink:

Ups…Korrekturlesen hätte geholfen. Danke :wink

Zwei Veranstaltungsorte wären aus Sicht der Stadt nur besser, wenn sich dadurch die Zahl der Veranstaltungen dieser Art erhöhen ließe. Sonst greifen die von ChrisCullen angesprochenen Punkte. Ob man dadurch signifikant mehr Konzert nach München bekommt bezweifle ich aber massiv

Messen dauern meist mehrere Tage bis hin zu wenigen Wochen (plus Auf- und Abbau). Das dürfte im Saisonverlauf höchstens in der Sommerpause mal unterzubringen sein. Vielleicht ein- bis höchstens zwei pro Jahr möglich aber als nennenswerten Hebel halte ich das für unrealistisch

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Blockzitat
vielleicht auch so etwas wie ein eigenes Hotel für VIPs, kombiniert mit besserer (und teurerer) Hospitality, um die Zahlungsbereitschaft der immer zahlreicher werdenden Millionäre und Milliardäre auf dieser Welt abzuschöpfen, wären sicher Möglichkeiten.

Das hingegen finde ich einen sehr interessanten Vorschlag. Weißt du, ob das schon in irgendeinem Stadion so gemacht wird oder ob es da ein Konzept gibt? Wie viel das am Ende abwirft kann ich zwar nicht abschätzen, aber der initiale Investitionsbedarf dürfte nicht allzu hoch sein-die Lounges sind ja schon sehr chic eingerichtet. Könnte man mal im Auge behalten

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Beispiel.

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Neben den genannten Gladbacher war in Deutschland Leverkusen Vorreiter. Dort ist auch ein Hotel in die Bayarena integriert.

Hier ein Zimmer mit Ausblick im Marriott in Toronto. Die im Stadion beheimateten Blue Jays standen kürzlich in der Baseball World Series.

Aber es muss ja kein Hotel sein. Ultra-VIP für die Milliardäre dieser Welt geht auch anders.

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Prima Diskussion! Fassen wir noch einmal zusammen: Woher könnte für die Bayern neuer Umsatz kommen?

…Umsatz, den sie nicht brauchen, um möglichst viele Profite auszuschütten – obwohl: e.-V.-Dividende nicht vergessen! –, sondern um möglichst viel Geld für die Sicherung ihrer sportlichen Wettbewerbsfähigkeit zur Verfügung zu haben: neue und bessere Spieler, bessere Trainingsbedingungen etc.

Das nur als Randbemerkung, um klarzumachen: Umsatzwachstum, nicht Profitwachstum, muss das primäre Ziel der Bayern sein – und das ist es auch.

Woher könnte nun dieser Umsatz kommen?

Er hat zwei mögliche Quellen:

  1. Weiteres Wachstum in den bereits bestehenden Geschäftsfeldern (Spielbetrieb, Merchandise/Lizenzgeschäft, Werbung und Sponsoring, TV-Vermarktung, Transfergeschäft)
  2. Neue Geschäftsfelder

Für 2. hat die Diskussion folgende Ideen produziert:

  • Frauenfußball (aber Margenstärke vermutlich gering?)
  • NFL-Spiele, mit den Bestimmungen der Stadt München vereinbare Großveranstaltungen in der Allianz Arena
  • (VIP-)Hospitality: Hotel, teure Logen, teures Catering, organisierte An- und Abreise, …

Mit Blick auf 1. würde Ich noch ergänzen:

  • Merchandise-Geschäft mit Chancen: Nutzbarmachung der weltweiten Wohlstandssteigerungen. Anders etwa als ein Stadionbesuch oder eine Werbebande können Trikots in beliebig skalierbarer Menge auf der ganzen Welt verkauft werden.
  • Transfergeschäft mit Chancen: hervorragende Synergieeffekte mit einer entschlossenen Nachwuchsstrategie. Mehrere Fliegen werden mit einer Klappe geschlagen:
    • Chance auf hohe Transfermargen
    • Chance auf Identifikationsfiguren aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft
    • Chance auf potentiell exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis für Leistungsträger (keine Transferkosten!)
  • Spielbetrieb, Werbung und Sponsoring und TV-Vermarktung hingegen: Wachstumspotential unsicher bis mau.

Das könnten die Bayern tun. Was werden sie tun?

Vermutlich werden sie zunächst alle Hebel in Bewegung setzen (Priorität 1), um ihr Geschäft mit Werbung und Sponsoring wieder deutlich zu beleben. Man muss sich Folgendes klarmachen: Die Bayern haben derzeit etwa 30 Sponsoren. Mit drei davon – namentlich Telekom, Audi und Adidas – machen sie rund 75 Prozent des gesamten Umsatzes in dieser Kategorie (rund 180 von 240 Millionen Euro). Das heißt, mit den übrigen 27 Sponsoren erzielen sie zusammen so viel wie mit einem der drei großen alleine.

Ich denke, sowohl damit, die Verträge mit den drei großen Sponsoren von unten kommend an das Niveau von Real, Barça und den großen englischen Vereinen anzunähern, als auch damit, aus den Verträgen mit den kleinen Sponsoren individuell und in der Summe mehr herauszuholen, wird sich der neue Marketingvorstand in der kommenden Zeit intensiv beschäftigen.

Dann werden die Bayern versuchen, ihr zuletzt sehr erfolgreich gewachsenes Geschäft mit Merchandise und Lizenzen weiter auszubauen, indem sie ihre lokale Präsenz und ihre Markenstärke auf den globalen Märkten erhöhen. Die Eröffnung einer weiteren Niederlassung vor ein paar Wochen in Südkorea ist ein Fingerzeig.

Drittens werden die Bayern versuchen, der DFL auf die Füße zu treten, damit diese viel entschiedener als bisher dem schleichenden Bedeutungsverlust der Bundesliga auf dem internationalen Markt entgegentritt, der sich in den enttäuschenden internationalen TV-Erlösen, die nicht nur gering sind, sondern in den letzten Jahren auch noch geschrumpft sind, äußert. Die Bayern können und werden hier die Füße nicht stillhalten (auch wenn ihr Einfluss ultimativ begrenzt ist).

Viertens sollten (und hoffentlich werden) sie ihr Transfergeschäft und ihre Mannschaft so ausrichten, dass ein positiver Ergebnisbeitrag aus dem Transfergeschäft zu einer regelmäßigen Erscheinung wird. Die letzten drei Jahre sind ein guter Anfang, aber in diese Bemühungen kann noch sehr viel mehr Systematik Einzug halten, man denke nur an den Last-Minute-Transfer von Jackson, den man in dieser Beziehung nur als Rückschritt werten kann.

Parallel dazu werden sie in der Langfristplanung auch neue Profitchancen durch den Frauenfußball ausloten, die Möglichkeiten für ein neues Stadion untersuchen, Erweiterungsmöglichkeiten für hochwertige Hospitality prüfen und die Auslastung des Stadions mit Non-Football-Events zu erhöhen versuchen.

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber für Leute, die echt Bock haben, unternehmerisch etwas zu bewegen, wäre jetzt eine fantastische Zeit, beim FC Bayern in Verantwortung zu sein. So viele Herausforderungen! So viele Chancen! So viele Spielfelder! @Georg, es muss Dir doch in der Seele weh tun, dass Du das Ganze nur von der Seitenlinie aus anschauen kannst. (Das Foto von dem Stadion in Toronto ist übrigens der Hammer. So muss man übernachten!)

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Ich hatte mich selbst mit dem Thema etwas intensiver Anfang Oktober beschäftigt und damals auch einen Post dazu unter dem Dreesen Thread abgesetzt.

Für mich ist der größte Hebel nach wie vor die Aktionärsschaft (Kapitalerhöhung), neuer strategischer Sponsor, Ausbau regionaler Sponsoringrechte, Ausbau des digitalen Memberships, Merch mit Pop-up Stores weltweit. und die Hospitality.

Da könnten 200 Mio. plus X jährlich zusammenkommen. Nicht von heute auf morgen. Aber mit den richtigen Entscheidungen auf 5 Jahre ist das m.E. realistisch.

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Die bisherigen Ideen der DFL der letzten Jahre (Investor, eigene Streamingplattform) sind für mich bisher weder ausgereift noch erfolgversprechend. Heidenheim vs. Wolfsburg wirst du auch mit mehr Präsenz, Investor oder eigener Plattform nicht international gegen die Premier League, Real, die Champions League und die jeweiligen Heimatligen vermarkten können.

Ich muss sagen dass mich die Idee einer eigenen Streamingplattform ziemlich begeistert. Wenn ich alle Spiele des FCB schauen wollen würde müsste ich ja bei drei oder vier Streaminganbietern ein Abo abschließen…kein Bock. Dafür könnte ich dann zwar gefühlt tausende Live-Sport-Events pro Tag sehen-aber hab ich halt kein Interesse. Die momentane Situation ist ein Desaster und geht völlig am Bedarf der Fans (=Konsumenten) vorbei. Und das geht allen Fußballfans des Landes so, egal welcher Verein. Dass das im Interesse der DFL ist kann ich mir auch nicht vorstellen. Wie viel geht denn an die DFL wenn ich für 50 € ein sky- oder DAZN-Abo abschließe? Im Angesicht des vielen Krimskrams, der da sonst noch dabei ist, kann’s eigentlich nicht sonderlich viel sein. Meines Erachtens missbrauchen diese Streamingdienste die Buli als Zugpferd, um auf dem deutschen Markt unsinnig überdimensionierte und teure Produkte verkaufen zu können. Da wäre eine Streamingplattform schon ein großer Schritt nach vorn.
Das Argument mit Heidenheim-Wolfsburg überzeugt mich nicht, keine Liga hat nur Highlight-Spiele. Es gibt einige wenige Zugpferde und dahinter eine große Masse. Das ist in jeder Liga so und unabhängig von der Vermarktungsform.

Mit dem Frauenfußball wird man denke ich nichts für diese Diskussion relevantes erreichen. Selbst wenn dort zukünftig massiv mehr eingenommen werden kann werden die Ausgaben in diesem Bereich eben im gleichen Maße steigen. In einem anderen Artikel wurde vor ein paar Tagen genau andersrum gefordert, dass Finanzmittel von den Männern zu den Frauen transferiert werden sollen.

Für mich ist der größte Hebel nach wie vor die Aktionärsschaft (Kapitalerhöhung), neuer strategischer Sponsor, Ausbau regionaler Sponsoringrechte, Ausbau des digitalen Memberships, Merch mit Pop-up Stores weltweit. und die Hospitality.

Ausgabe weiterer Aktien würde ich eher als Ultima Ratio in einer Notsituation sehen. Die Anteile kommen ja nicht zurück. Wenn du einen Sponsoringvertrag mit einem Partner hast und mit dem gibt es Probleme läuft der irgendwann aus und du kannst dich anderweitig orientieren-genau das ist beim Verkauf von Anteilen anders. Solange wir (so wie jetzt) ohne solche Einnahmen noch ganz gut über die Runden kommen würde ich dringend davon abraten, diese Karte zu spielen. Bei deinen anderen Ideen gehe ich hingegen voll mit

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Wer in einer Notsituation Geld braucht, wird wahrscheinlich keine guten Konditionen oder Partner finden. Das wäre aus meiner Sicht der schlechteste Fall für eine Kapitalerhöhung mit Einstieg eines neuen Anteileigners.

Sorry to be that guy, aber: Hier liegt ein großes Missverständnis vor.
Die DFL plant die Streamingplattform nicht für dich. Die DFL plant die Streamingplattform nicht als Ersatz oder Zusatz zu DAZN und Sky.

Die DFL plant die Streamingplattform ausschließlich fürs Ausland. So macht es die NFL übrigens auch. Bei der NBA ist es komplizierter, aber „ein Pass, alle Spiele“ gilt auch dort nur international. Die Amerikaner schauen jeweils (teilweise) in die Röhre.

Die netten All-inclusive-Angebote gibt es immer nur im Ausland. Was ja auch in die Vermarktungslogik passt. Dort musst du mit einem attraktiven Angebot locken. Auf dem Heimatmarkt kannst du Geld machen. Und das machst du mit einem zersplitterten Angebot. Das gilt für die Bundesliga in Deutschland, die Premier League in England, die NFL und NBA in den USA. Das wird sich so schnell nicht ändern.

Davon ab habe ich es nicht aus Nutzer-Perspektive bewertet (da würde ich mir selbst auch viele andere Dinge wünschen, ein Team-Pass oder überhaupt alle Bundesligaspiele bei einem Anbieter fände ich natürlich auch großartig), sondern aus DFL-Business-Perspektive. Darüber reden wir ja in diesem Thread. Wie die DFL und Bayern mehr Geld verdienen können.

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Ich möchte jetzt nicht die Fußballtomantiker gegen mich aufbringen, aber aus wirtschaftlicher Sicht frage ich mich folgendes:

Könnte es nicht auch sinnvoll sein, sich als FCB in größeren Umfang an einem anderen Verein im Ausland zu beteiligen und das MCO Modell zu fahren?

Durch die Beteiligung in einem anderen Land wäre man nicht an die Entwicklungen der DFL gebunden, sondern könnte z.B. von dem Wachstum in dem jeweiligen Land profitieren. Weiterhin kann man sich über 2 Vereine wahrscheinlich auch etwas administrativen Overhead sparen. Die Streamingplattform könnte leicht für den anderen Verein umgebaut werden, wahrscheinlich müsste man auch nicht alle Scouts besetzen.
Die gute Arbeit und das Wissen im Bereich Merchandising könnte natürlich auch genutzt werden.
Weiterhin kann man für Spieler interessant werden und könnte somit das wirkliche Ziel (maximalen sportlichen Erfolg) günstiger erreichen.

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Ansätze gab es ja. Über die Red&Gold Football-Geschichte, das Joint Venture mit LAFC. Man hat da Racing de Montevideo SAD als Mehrheitsgesellschafter übernommen.
Allerdings ist das jetzt zwei Jahre her und ich seitdem kein Wort mehr darüber vernommen. Vielleicht war es eher das Baby von Oliver Kahn?

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Ja, guter Punkt. Das wäre sogar ein relativ einfacher Ansatz für Wachstum. Und in der „normalen“ Wirtschaft ein naheliegender. Wie Jo_1 sagt, mit ersten Kooperation mit Montevideo, L.A., Zürich, Ulm und Unterhaching gehen sie ja bereits Schritte in die Richtung.

Das ist natürlich der größte und einfachste Hebel. Sie könnten wahrscheinlich leicht eine weitere 8,33%-Scheibe für ca. 350 Mio. verkaufen. Aber kein echter Hebel für Umsatzwachstum.
Sondern ein Hebel, der den Verkauf des Tafelsilbers bedeutet.

Und jeder Anteil kann nur einmal verkauft werden. Das sollten sie sich sehr gut überlegen. Nur mit dem Ziel „Wachstum“ als Selbstzweck würde ich das nicht befürworten. Für eine Finanzierung von großen Investitionen, z. B. in ein neues Stadion, Trainingsgelände o.ä. könnte es eines Tages passen.

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Der Ansatz war nicht eine singuläre Kapitalerhöhung mit Anteilverkauf. Aber gerade mit einem globalen neuen Partner macht es durchaus Sinn. Der ist Anteileigner, Sponsor und kurbelt das gesamte internationale Geschäft mit an.

Die Bindung bringt mehr Identifikation etc.pp.

Gut, fürs Trainingsgelände reicht wohl grob was bei der Allianz Arena GmbH an Barvermögen mittlerweile brach rumliegt wie wir hier ja schon lange vor anderen Medien entdeckt hatten.

Und bzgl. Stadion Neubau fürchte ich ist die Summe, die wohl durchaus realistisch leider eher nur ein Tropfen (und das selbst jetzt - die nächsten 10 Jahren würde ich bei solchen Bauprojekten von klar höheren Preissteigerungsraten ausgehen als was wir noch weiter an Wert gewinnen als Verein, siehe die Schwierigkeit das bisherige Umsatzwachstum fortzusetzen) auf den heißen Stein?

Siehe zB…

https://www.perplexity.ai/search/was-kosten-die-neusten-stadien-qIZx3HFUT9uuQBumAgL0wQ

Zum einen gibt es unterschiedliche Stadien, die gebaut oder saniert werden könnten. :wink:
Du kannst ja auch 200 Mio. in die Sanierung (oder Abriss und Neubau) des Sportparks in Haching investieren.

Und wenn du eines Tages einen milliardenschweren Neubau als Nachfolge der AA planst, reicht das Kapital aus der 8,3%-Scheibe zwar natürlich nicht für die Vollfinanzierung. Aber die braucht es auch nicht. Es wäre ja nahezu absurd, ein solches Immobilienprojekt nur mit Eigenkapital zu stemmen. Das macht niemand. Du steuerst je nach Finanzierungsmodell 20% +/- Eigenkapital selbst bei, der Rest kommt über Fremdkapital oder andere Quellen. Und für diesen Eigenkapital-Anteil könnte ein Anteilsverkauf genau hinhauen.

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Stimmt, dann passt’s wieder.

Und so wird’s dann wohl auch einfach (hat beim letzten Mal ja auch schön funktioniert) irgendwann kommen, die Frage eher nur noch wann (also in wie vielen Dekaden) und an wen…

Andere Frage an die Stadion Spezialisten - warum gibts noch kein Stadion mit mal weit über 100k Sitzplätzen?

Regelmäßig füllen würden sowas doch mittlerweile (war vor paar Jahrzehnten sicher noch sehr anders) ne ganze Horde europäischer Topvereine - ist das architektonisch so schwer machbar?

Bei Hochhäuser Türmen scheinen da der doch mittlerweile auch in der Praxis fast alle Skalierungen locker drin zu sein…

Mein „Stadionexperte“ heißt Gemini :slightly_smiling_face:. Er liefert folgende Punkte auf die Frage „Warum gibt es kaum Fussballstadien über 100000 Zuschauer, obwohl Topvereine so viele Karten verkaufen könnten?“ :

"Das ist eine ausgezeichnete und sehr berechtigte Frage! Es scheint tatsächlich kontraintuitiv, dass Spitzenvereine mit riesiger Nachfrage nicht einfach viel größere Stadien bauen. Dafür gibt es mehrere wichtige Gründe, die hauptsächlich mit Kosten, Einnahmequellen, Sicherheit und der optimalen Stadionauslastung zusammenhängen:

:money_bag: Ökonomische und finanzielle Gründe

Enorme Baukosten und Finanzierungsrisiko: Der Bau eines Stadions ist extrem teuer. Die Kosten steigen nicht linear, sondern oft exponentiell mit der Größe. Ein Bauprojekt auf über 100.000 Plätze zu erweitern, würde die Gesamtkosten (wie in einem Beispiel der Allianz Arena erwähnt, um 30.000 zusätzliche Plätze rund 250 Mio. Euro mehr) enorm in die Höhe treiben und das finanzielle Risiko für den Verein oder die Kommune massiv erhöhen.

Geringere Margen im Vergleich: Heutzutage sind die Einnahmen aus TV-Geldern, Sponsoring und Merchandising für Top-Vereine oft viel höher und stabiler als die reinen Ticketverkäufe. Das zusätzliche Delta an Einnahmen durch die letzten 20.000 oder 30.000 Plätze rechtfertigt die extrem hohen Investitionskosten für den Bau oft nicht mehr.

Risiko eines Abstiegs/Misserfolgs: Sollte ein Verein sportlich absteigen oder eine Phase des Misserfolgs durchleben, ist ein überdimensioniertes Stadion eine enorme finanzielle Bürde. Ein volles, aber kleineres Stadion (wie z. B. das neue Juventus-Stadion mit ca. 41.000 Plätzen) sorgt für bessere Stimmung und ist ökonomisch stabiler als ein halb gefüllter Riese.

Volle Auslastung vs. Größe: Die Vereine streben nach einer maximalen Auslastung, um eine großartige Atmosphäre zu gewährleisten. Es ist psychologisch und vermarktungstechnisch besser, ein Stadion mit 70.000 Plätzen immer zu 100% zu füllen, als eine Arena mit 120.000 Plätzen nur zu 70% oder 80% (von wenigen Top-Spielen abgesehen).

:construction: Logistische und Sicherheitsaspekte

Sicherheitsauflagen und Evakuierung: Die Sicherheitsstandards für Stadien sind in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen (insbesondere nach Katastrophen wie der Hillsborough-Tragödie). Die Vorgaben für Rettungswege, Zugänge und schnelle Evakuierung werden bei sehr großen Menschenansammlungen extrem komplex und kostspielig in der Umsetzung.

Infrastruktur: Ein Stadion für über 100.000 Zuschauer erfordert eine gigantische Infrastruktur (Verkehr, Parkplätze, öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie, sanitäre Anlagen), deren Aufbau und Betrieb in urbanen Räumen eine immense Herausforderung darstellt.

:stadium: Historische Entwicklung

Die wenigen existierenden, extrem großen Stadien (wie das Camp Nou in Barcelona mit knapp unter 100.000 Plätzen oder das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt mit über 87.000) sind oft historische Bauten aus einer Zeit, in der die Sicherheitsbestimmungen lockerer und die Bauweise anders war, oder sie wurden für olympische Spiele bzw. Weltmeisterschaften in Ländern mit anderen Prioritäten und Finanzierungsmodellen errichtet.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die marginalen Mehreinnahmen durch zusätzliche Tickets würden die explosionsartig steigenden Kosten für Bau, Infrastruktur und Sicherheit eines 100.000±Stadions in der Regel nicht rentabel machen, insbesondere im Vergleich zu den Einnahmen aus anderen, stabileren Quellen wie TV-Verträgen."

Klingt für mich ziemlich schlüssig… Das neue Bernabeu hat auch „nur“ etwas mehr als 80.000 Plätze, das Geld will man eher damit verdienen, dass es eine hochmoderne Multifunktionsarena ist, die ganzjährig ausgelastet werden kann.

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