Meine Aussage war allgemein bezogen - und auf den Idealfall.
Bei uns wirkt es so, wie du sagst, aber es ist eben Ausdruck der (gewollt oder nicht) längeren Phase, in der wir unseren Weg, unsere Idee von Fußball vernachlässigten. Dementsprechend wurden natürlich auch Kicker verpflichtet, die andere Stärken hatten. Beispielhaft wäre da etwa Konrad Laimer zu nennen, ein sehr guter Spieler - gegen den Ball. Bei einem Team, das in der Regel den Ball hat.
Die letzten Jahre sind letztlich eher ein Argument für meine Ausführungen denn dagegen. Wäre der ganze Klub überzeugt und fokussiert von einer bestimmten Spielidee, hätte man z.B. nie auf die Idee mit Kovac kommen können. Und Tuchel zu verpflichten, wäre nicht seinem Standing geschuldet, sondern seiner Kompatibilität mit eben dieser Idee.
Dass sich die zwei, drei maßgeblichen Figuren verstehen und ergänzen müssen (also Trainer, Kaderplaner, Sportchef), ist eine Binse, aber eine, die sich unter einer gemeinsamen Idee von Fußball sehr wohl umsetzen lässt, auch über eine längere Zeit, selbstverständlich, wie du sagst, mit dem ein oder anderen Kompromiss oder kleinen Modifikationen. Man kann ja auch mal unterschiedlich auf einen Spieler blicken, das gehört dazu. (Ein sehr schönes Beispiel ist Freiburg.)
Ich bleibe dabei: eine Philosophie, der gemäß Spieler wie Trainer eingestellt werden, gefährdet keineswegs den kurzfristigen Erfolg, sondern erhöht vielmehr mittel- wie langfristig die Wahrscheinlichkeit dafür.
Trotz des Anreizes, nochmal die CL mit Bayern zu gewinnen, wird Pep auf gar keinen Fall nochmal zurückkommen. Pep ist kein Trainer, der nochmal zu einem Verein zurückkommt. Er wird weder Barca noch Bayern noch einmal trainieren.
Klopp wird sich den FC Bayern nicht antun, weil er ihn nicht braucht. Aber er wäre ein hervorragender Trainer für uns. Ich lese hier immer etwas von „passt nicht zu uns“. Das ist sehr amüsant, da zuerst jemand beantworten müsste, was denn zu uns passt? In den letzten zwei Jahrzehnten haben wir nie eine Philosophie von einem Trainer auf den nächsten Folgen lassen. Der krasseste Wechsel war der von der „totalen Taktik“ von Pep zu „ich hab Euch lieb und lass’ Euch machen“ von Ancelotti. Klopps Fußball passt genauso viel und genauso wenig zu uns wie diese Stile, der Holzhammer-Stil von Kovac, der Hurra-Fußball von Nagelsmann, die „Von-allen-ein-bisschen“-Art von Heynckes und Flick und so weiter.
Aber wie gesagt, Pep und Klopp werden auf gar keinen Fall (nochmal) zu uns kommen.
Bei Alonso hängt es vom Timing ab. Irgendwann wird er Bayern-Trainer, nur wann steht in den Sternen.
Aber da wir einen der weltbesten Trainer derzeit haben, ist das auch nicht wirklich so wichtig.
Das ist leider sehr wahr.
Aber wenn man erkannt hat, dass es nicht das Gelbe vom Ei ist, den Trainer nur nach dem Namen und den Erfolgen der Vergangenheit auszusuchen, dann muss man diesen Irrweg ja nicht auch weiter verfolgen und sich damit einhandeln, jeweils einenTeil des Spielerkaders austauschen zu müssen, weil er zur Spielidee nicht passt. Und beim verbleibenden Rest der Spieler wieder völlig andere Abläufe und Automatismen einzustudieren.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, weshalb sich gefühlt die halbe Medienlandschaft aktuell auf Tuchel einschiesst. Das hat der Mann absolut nicht verdient.
Ich schon, die wollen alle Bayern vom Sockel stoßen. Am leichtesten ist es immer den Trainer zu zerschiessen, ob nun gerechtfertigt oder nicht.
Der heilige Klopp ist natürlich immer unantastbar. Auch wenn er mal trotz gigantischer Investitionen die CL Qualifikation vergeigt.
Muss man nur richtig einordnen können.
Die aktuelle Situation gibt natürlich auch schöne Angriffsflächen - Matthäus Basler Hamann läuft schon wieder der Speichel, Effe muss sich wohl noch entscheiden.
Das ist ne interessante Frage.
Ich finds immer wieder interessant wie Hoeneß/Rummenigge auch Dreesen es schaffen sich aus der Schusslinie zu ziehen.
Ein Großteil der Probelem (neben einem extrem starken Leverkusen) ist doch das Kadermanagement.
Passt…. Nicht immer die Spieler kritisieren. Unserer Farben und so, Niveau im Spieltagstread usw - jeder unserer Spieler hat vor einigen Jahren mal ein paar gute Spiele gemacht- ergo kann es an ihnen nicht liegen- der letzte und der aktuelle Trainer haben halt einfach keine Ahnung.
Wenn dann the normal one da ist, gehts wieder ab ! Klopp hat ja schonmal gezeigt, wie man mit nur 3 Fußballern, sehr vielen Rennern( um nicht zu sagen hölzern) , einen guten Torwart und einem bärenstarken IV alles abräumen kann…. Das könnte bei uns ja auch klappen
Ich glaube, das geht bei Bayern einfach nicht anders. Der Kader besteht ganz überwiegend aus Spielern, die in ihrer Karriere schon alles gewonnen haben, und dieselben Ansprüche auch an den Trainer stellen. Wir haben ja gesehen, was passiert, wenn jemand ohne entsprechende Vita kommt - Kovacs Autorität war schon in der ersten Saisonvorbereitung dahin, Nagelsmanns Jugend wurde ihm ebenfalls ständig negativ ausgelegt. Das ist kein Umfeld, in das man ein junges Trainertalent werfen kann, egal wie überzeugend dessen Spielidee ist.
Wir hatten das Glück, zwischen 2009 und 2016 eine Reihe von Trainern zu haben, die allesamt die notwendige Erfahrung mitbrachten und die selbe Idee verfolgt haben. Dadurch konnte auch der Kader stabil gehalten werden. Aber normal ist das nicht, weil solche Kombinationen halt nicht häufig am Markt sind. 2018 hätte man die Reihe schon mit Tuchel fortführen können, das aber wegen der internen Blockade zwischen Hoeness und Rummenigge nicht hinbekommen. Und als er dann fünf Jahre später doch bei uns aufschlug, waren die Spieler und Automatismen von damals schon weitestgehend verschwunden. Der aktuelle Kader ist jedenfalls nicht mehr spezifisch auf Ballbesitzfussball ausgerichtet, und ich würde deshalb auch nicht erwarten, dass das die oberste Priorität bei der Trainersuche ist.
Man muss schon viel Antipathie und vor allem Phantasie haben, um andeuten zu können, dass Klopp nur mit übertrieben viel Geld Erfolg haben könnte. Das Gegenteil ist so evident, dass man es gar nicht weiter kommentieren muss.
Aber er muss als Kind dem einen oder anderen hier den Lolli geklaut haben und muss sich da nicht wundern, dass der eine oder andere bei seiner Bewertung den Trump gibt
Aber es lohnt gar nicht, darüber groß zu streiten, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass er überhaupt noch einmal einen Verein trainieren wird. Von daher kann man die Energie hier auch zum Madigmachen von anderen Trainern verwenden.
Ich persönlich bleibe mit meiner Froschperspektive dabei, dass wir derzeit den besten Trainer haben, den wir haben können.
Absolut Tuchel nicht nach Pep zu holen war ein riesiger Fehler und der Verlust von Reschke.Kovac und Brazzo , an den Folgen dieses Bruches leiden wir bis heute
Man muss auch immer sagen, dass Klopp das „Pech“ hatte, Liverpool zu trainieren, während in Manchester City Pep trainiert. Ohne Pep wäre Manchester City wahrscheinlich nicht so dominant und Liverpool hätte die Premier League dominiert (bei gleicher Punktzahl). Außerdem hat City ja auch noch die Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate.
Edit: Korrektur
Ja das ist das Pech im Leben, denn es gibt immer einen besseren, Pep ist der bessere wie man unschwer erkennen kann. Klopp ist so ausgelaugt wie seine Spieler. Und natürlich hat FSG überhaupt keinen Einfluss und Mittel, und natürlich hat das arme Liverpool nicht so viel investieren können wie ManCity wegen Saudi-Arabien, halt??!! KSA oder doch UAE?
Am schönsten ist natürlich seine Tätigkeit für die DVAG. Pohl und Pöhler passt!
Die coachen ihn Ja perfekt!
Klopp hat sich als Leuchtturm des antibavarischen Widerstands etabliert und genießt daher Volksheldstatus in Fußballdeutschland und den Medien. Ihm nimmt man ein Engagement bei einem konzerneigenen Verein nicht übel - was ja eigentlich nach den geltenden Kurven-Standards ein Sakrileg darstellen müsste. Man sieht ihm auch seine ausufernde Werbetätigkeit nach, was z.B. bei Löw, der vergleichsweise wenig Aktiviäten im dem Bereich ausfzuweisen hatte, ganz und gar nicht der Fall war. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich nehme ihm beides nicht übel, als Fußballlehrer hat er seine großen Erfolge redlich verdient. Was mich stört, ist seine holier than thou-Attitüde. Aber eines scheint sehr wahrscheinlich: diesen Status, den er bei den Fans innehat, wird er sich nicht durch die Übernahme des Trainerpostens bei den Bayern ruinieren wollen. Es gibt dazu schon mal gar keine finanzielle Notwendigkeit, vor allem, wenn er sich die Jobs bei den Großclubs (ok, PL hat er ausgeschlossen, aber in Spanien ist es auch schön) wird aussuchen können, wenn er denn wollte. Als Trainer der NM kann ich mir ihn allerdings gut vorstellen.
Da Du anscheinend wieder auf dem Trip bist nach Deiner Sperre jeden meiner Tweets kommentieren zu wollen (mal mehr mal weniger aggressiv) kann ich Dir nur antworten:
In Dortmund würde man ihm einen Farbenwechsel zu Rot wohl nie verzeihen, aber ich denke, die anderen Fans in Deutschland hätten damit kein spezielles Problem. Ich sehe einen wichtigen Grund gegen ein Bayern-Engagement eher im eigenen Lager: eine ähnliche Nähe zu den Fans, und daraus erwachsende Unterstützung für die ganze Mannschaft, könnte er bei Bayern kaum erwarten. Bei seinen bisherigen Stationen hat es Klopp sehr gut hinbekommen, die jeweilige lokale Identität zu bedienen (das übrigens für mich glaubwürdig), und Motivation aus einem Underdog-Gefühl zu ziehen. Letzteres geht bei Bayern aber per se nicht, und Klopp mit Lederhosen und Mia-san-Mia-Rhetorik kann ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen. Und ich glaube, ohne diese bedingungslose Unterstützung und Zuneigung von den Rängen würden ihm wie auch seinem Fussball etwas fehlen.
Was übrigens kein Fehler von Klopp ist. Die bajuwarische Fussballseele ist halt nur eine sehr spezielle, zu der die wenigsten zuagroasten Trainer einen echten Zugang finden. Tatsächlich hatte ich das Gefühl in all meinen Jahren als Fan nur bei van Gaal.
Also ich denke Klopp hat ausgesorgt und muss nicht mehr trainieren. Ihm scheint die Familie ja auch wichtig zu sein und er könnte sich jetzt sicher nur noch mit ihnen beschäftigen. Daher glaube ich eher an kein Klub-Engagement mehr.
Bezüglich eines Engagements beim DFB bin ich zwiegespalten. Einerseits wäre ein Klopp wohl der bestmögliche Trainer, andererseits weiß ich nicht ob er sich selbst damit einen Gefallen tun würde. Quasi jeder, dieses Forum eingeschlossen, würde von ihm Erfolge mit der Nationalmannschaft erwarten. Man kann gewinnen, aber es ist eher wahrscheinlich, dass er den Erwartungen nicht gerecht werden kann. Daher würde ich aktuell von einem Engagement abraten. Wenn er in ein paar Jahren immer noch Lust hat und sich die Situation beim DFB versucht hat kann er es immer noch versuchen.
Seine Attitude ist mir eigentlich relativ egal, es liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich außerhalb von Highlights aber auch nicht sonderlich für ihn interessiere. Mein Motto: Leben und leben lassen.