Eine etwas harte Beurteilung. allerdings ist es sobald all die Spielverlagerungsjungs den Begriff „Trainername Ball“ in zahllosen Formaten als gemeinsames Schlaubischlumpferkennungszeichen verwenden vorbei mit der Herrlichkeit der jeweiligen Trainer. Siehe Walter Ball, Tuchel Ball oder Spalletti Ball…oder nun eben der derzeit inflationär verwendete „de Zerbi Ball“.
Da fühl ich mich angesprochen… ![]()
Nun:
Auch diese Aussage ist „eine etwas harte Beurteilung“. Zumal unser aller Liebling unter den Welt-Trainern, Pep, der Übervater aller Spielverlagerungs-Schlaubischlumpf-Leute sein dürfte. Und eine inflationäre Verwendung des De-Zerbi-Balls kann ich auch nicht erkennen. Im Gegenteil: es gibt genügend, die noch immer nicht mitbekommen haben, was da in Brighton so passiert. Unter anderem hier im MSR-Forum las ich kurz vor Deinem Wiedereinstieg ein paar Stimmen, die in diesem Thread geäußert haben, wer denn dieser ominöse De Zerbi eigentlich sei und auf welch obskure Ideen wir hier kämen?
Wo ich sicher bei Dir bin:
Zuviel Hype ist nie gut. Ebenso aber zu schnelle Abgesänge.
Betrachten wir doch jeden Einzelfall ganz analytisch und individuell. Dass jeder Trainer einen bestimmten Spielstil anstrebt, ist doch eine Binse. Und nach wie vor gilt: bei der Beurteilung, inwieweit Coaches für uns geeignet wären, wird eher zu wenig über den taktischen Werkzeugkasten gesprochen als zu viel. Zumindest, solange es noch Posts gibt wie den obigen von JKDH, auf den wir uns beziehen.
Aus meiner Sicht muss ein Trainer für Bayern eine beeindruckende Persönlichkeit sein der schon mal sämtliche Situationen des Trainerdaseins durchlebt hat, sämtliche Spielerlöwen dieser Welt schon mal als Dompteur im Griff hatte, zu dem die Spieler aufblicken und der sie mental pushen kann.
Taktische Schlaubischlumpfwinkelzüge kann auch der Cotrainer mitbringen.
Aber vielleicht kommt de Zerbi ja als Cotrainer von Klopp ![]()
„Geht’s raus und spielt’s Fußball“ - das Beckenbauer-Bonmot von 1990 ist mittlerweile 24 Jahre alt…
Aus meiner Sicht muss heute ein guter Trainer sehr vieles vereinen: eine klare taktische Vorstellung von seiner Spielidee haben, eine natürliche Autorität ausstrahlen und damit seine Spieler erreichen (eine erfolgreiche eigene Karriere kann helfen, muss es aber nicht zwingend, wie man an vielen Beispielen sehen kann), seine Ideen im Training manifestieren und vermitteln können und im Spiel dann situationsgedingt reagieren können, wenn die Ideen nicht greifen. Weshalb ich z. B. auch einen Zinedine Zidane, so sehr ich ihn als Spieler geliebt habe, nicht gerne auf der Trainerbank hier sehen würde…
34 Jahre ![]()
Aus meiner Sicht besteht bei de Zerbi die Gefahr, dass er der nächste Nagelsmann ist, der zusätzlich kein Deutsch kann.
Ups, ich werde alt ![]()
Soso, wenn dem so wäre würde man aber nun meinen, dass wir die CL mit einem gewissen Ancelotti (auf den hätte das doch am besten gepasst von allen Bayern Trainern der letzten 10 Jahre) hätten gewinnen müssen und nicht einem Hansi Flick, der davor fast nur als Co- Trainer gearbeitet???
Ancelotti bzw jeder Trainer der Welt hätte während Corona mit dem Fitnesszustand der Bayern vs dem Fitnesszustand der anderen Teams die CL beim Kurzturnier in lissabon gewonnen. Dieser Titel war die grösste Blendgrante ever und hat zahlreiche notwendige Entwicklungen beim FC Bayern verhindert.
Komisch nur, dass es die andere deutsche Mannschaft da nicht ins Finale geschafft hat.
Die haben es eben versäumt frühzeitig Hometrainer zu bestellen ![]()
Touchée, lol.
Denn ja, die These dass dieser Titel so nur aufgrund der krassesten Ausnahmesituation in der Geschichte des europäischen Vereinsfußballs so möglich war habe insbesondere auch ich hier schon mit besonderer Vehemenz vertreten.
Dass aber egal wer da mit Bayern die CL gewonnen hätte glaube ich trotzdem kein bisschen sondern gerade dass es der perfekte Mix dieser totalen Ausnahme Konstellation mit dem extrem kräftezehrendem Flick-Ball (lol) war, der sonst eben nie über eine lange Saison durchzuhalten ist…
Aber sie waren zumindest im Halbfinale, was für RB Leipzig zumindest außergewöhnlich ist (genauso wie für Lyon).
2 deutsche Teams gegen 2 französische Teams unter den letzten 4 werden wir so schnell wohl nicht wieder erleben.
Das waren halt auch die 4 Teams, die sich am längsten auf das Turnier in Portugal vorbereiten konnten.
Das sehe ich ähnlich.
Mit defensivem Fußball wie unter Kovac wäre natürlich nichts drin gewesen und auch Fußball mit viel Ballkontrolle wäre möglicherweise nicht das richtige Konzept gewesen.
Nur dass die Truppe bei Ancelotti niemals diesen Fitnesszustand gehabt hätte…
Darüber hinaus gilt das, was für jeden CL-Titel gilt: du musst in der K.O.- Phase schlicht jeden Deiner Gegner schlagen und dazu gehört, egal ob normaler Modus oder Turnier ohne Rückspiele, natürlich immer auch das nötige Glück.
Insofern war der Titel ebenso hart erkämpft wie verdient.
Und selbstverständlich konnte man daraus keine in die Zukunft weisenden Schlüsse ziehen ( so wie „auf Jahre hinaus unschlagbar“ oder in puncto Flick als bester Trainer ever etc …)
Mal abgesehen was man von De Zerbi hält, glaubt jemand im Ernst der wird hier als neuer Trainer präsentiert?
De Zerbi? Bei Bayern?
Wenn 90% der Fußballöffentlichkeit in Deutschland erstmal glauben sich bei dem Namen verhört zu haben?
Wenn die erste Frage im Mannschaftskreis vermutlich in die Richtung geht: Habt ihr diesen Italiener schon gegoogelt, der hier neuer Trainer werden soll?
Ich sag mal so - ich würde es zumindest nicht zu 100 Prozent ausschließen. Eberls Aussagen waren sehr vage, was den neuen Trainer angeht, er hat auch „unkonventionelle“ Lösungen nicht ausgeschlossen. Xabi Alonso dürfte wohl der Topfavorit sein, dahinter wird es schon sehr eng, was die Favoriten und Verfügbarkeit angeht. Wir werden sehen…
An und für sich ist klar, dass es von der Seite Bayern Alonso sein soll. Die Frage ist eben ob er auch will. Wichtig wird sein nicht wie bei Heynckes ewig einer vergeblichen Liebe hinterher zu laufen und dann am 15.07.2024 auf dem Wühltisch zuschlagen zu müssen. Von daher ist Prio 1 Alonso und danach wäre mit grossen Abstand Zidane bzw das was bei Zidanes Entscheidung frei wird (Allegri) die logische Option.
Von „spannenden Projekten“ ala Emery und de Zerbi ist Bayern wohl eher müde. Da befürchte ich vorher eine spontane Idee von irgendeinem Chauffeur der Adults (Rangnick, Urs Fischer oder gar den Jogi)
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…>#850-Rotst!ft ![]()
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Genau das muss man sich dabei auch mitdenken. ![]()
Zidane kann ich mir persönlich gar nicht vorstellen (siehe meinen Kommentar oben). Emery wohl auch eher nicht. Rangnick hat gerade einen nahezu perfekten Fit mit der österreichischen N11, Urs Fischer schätze ich als Mensch sehr, aber der passt zu den Bayern so wenig wie Streich (den ich auch schätze). Und wenn der Bundesjogi hier Vereinstrainer wird, dann gute Nacht
).
Außer Alonso fällt mir persönlich gerade kaum einer ein - nachdem man mit Nagelsmann und Tuchel zwei der besten deutschen Trainer „verbrannt“ hat in knapp zwei Jahren, fehlt mir allerdings leider etwas die Phantasie, wie das besser werden könnte in Zukunft.