Alternativen/Optionen - Trainer für den FC Bayern (Teil 1)

Sachlich, fachlich und auch menschlich hätte er dazu alle Qualifikationen.
Aber man wünscht ihm irgendwie, sich keinen solchen Schleudersitz anzutun, und unter dem medialen Dauerfeuer ein unglücklicher Mensch zu werden - gilt auch für Gedankenspiele, die ihn an der Säbener sehen.
Ich sähe ihn dann eher als Nachwuchskoordinator/Entwickler, ähnlich wie ein Hannes Wolf.

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Wenn Du so lange so viel Macht und einen Leader Job hattest, macht man normalerweise nicht den „Zuarbeiter“ für andere. Es ist ja nicht so, dass der Mensch altruistisch ist und kein Ego hätte.
Streich wird hier m.E. von vielen nicht so gesehen wie er ist.

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Okay, das stimmt natürlich.
Die wahrscheinlichste Zukunft dürfte ohnehin in einem ausgedehnten Sabbatical liegen.
Davon abgesehen gibt es ja durchaus einige Beispiele für den ‚ewigen‘ Zuarbeiter, etwa Norbert Elgert oder Peter Hermann.

Klar gibt es die. Die sind aber nicht 12 Jahre Cheftrainer und haben eine Macht wie sonst nur Guardiola und Diego Simeone in ihrem Klub.

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Klingt so, als sei das was Negatives. Aber die Macht, über die Streich verfügte, resultierte meinem Empfinden nach aus der hervorragenden Einheit der leitenden Personen - von denen Streich halt der Vorzeige-Fuzzi war als Coach. Würde ich mir bei uns auch so manches Mal wünschen.

Nun:
Wie ist er denn?
Niemand hier kann das sagen, glaube ich, oder, Chris?
Wir nehmen alle das auf, was wir an Äußerungen vernehmen oder in den Bildern sehen. Bleibt natürlich subjektiv.

Ich persönlich werde ihn sehr vermissen, weniger als Trainer an der Linie (da hat er mich auch oft genervt als Gegner), sondern als Mensch.
Und ich nehme ihm sein Engagement für soziale und gesellschaftliche Belange halt auch einfach ab.

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Wo bitte steht das? Es ist eine Feststellung.

Wie eng hast Du ihn denn verfolgt?
Wohnst Du aus der Gegend und kennst Leute die ihn persönlich kennen?
Meine Meinung ist, dass diese „gesamtdeutsche“ Meinung über Streich ein Zerrbild ist.
Ich finde Streich per se super geil im übrigen. Wer den Job so lange so erfolgreich macht, der ist gut. Der hat etwas Besonderes. Aber niemand ist perfekt, niemand kann alles. Das weiß er auch. Das ist eine seiner Stärken.

Ja, so seh ich’s ja auch. Ich versteh bloß das mit dem „Zerrbild“ nicht. Worauf beziehst Du das?

Ich würde mir nicht anmaßen, genau zu wissen, wie er „wirklich“ ist. Wie gesagt, ich gehe einfach davon aus, was er sagt und stimme dem zu oder eben nicht. Und ich sehe einfach keinen Anlass, daran zu zweifeln, wofür ihn viele schätzen, und das ist wohl weniger seine sportliche Expertise, sondern seine authentische Art und sein Engagement gesellschaftlicher Natur.

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Ich traue Streich auch eine Tätigkeit außerhalb des Fußballs zu, vielleicht in einem karikativen Umfeld.

Würde ich auch vermuten. Er hört ja gerade deswegen auf, weil seine Energie nicht unendlich ist. Und das bei seinem Herzensverein.
Wie sollte er dann irgendwann bei Wolfsburg oder Gladbach aufschlagen?
Ich könnte mir vorstellen, dass er tatsächlich nichts/nicht mehr viel in der Öffentlichkeit macht.
Vielleicht trainiert er auch mal die Spvgg Märkt/Eimeldingen? Einfach nur so.

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mir geht es um den lieben Streich in seinem gemächlichen Freiburg abseits von der wahren Welt mit seinem putzigen Dialekt und seinem großen Herz für soziale Belange. Wenn Freiburg einen einstelligen Tabellenplatz hat, dann muss man den Hut ziehen, weil das ist da ja alles so klein und putzig, da kann man dankbar sein, dass man überhaupt 1. Liga spielen darf.

Das ist aus meiner Sicht eine Wahrnehmung die einfach Quatsch ist.

Der Typ ist besessen vom Fußball. Der geht seinen Weg ohne dass er groß Rücksicht nimmt. Kritik ist nicht erlaubt. Frag mal bei den ortsansässigen Journalisten? Die gehen hin und hören zu. Da gibt es keine kritischen Fragen.

Dieses Standing hat er sich erarbeitet und ich ziehe den Hut vor dem was er da erreicht hat. Aber die Realität, seine Trainings und was er fordert, das kannst auch nicht bei jedem Bundesligisten bringen.

Ich möchte nochmals betonen, dass ich Streich für einen aussergewöhnlich guten Trainer halte. Dass das mit dem SC das perfect match ist. Das passt besser als damals Finke. Das ist zwei Klassen drüber. Aber mit purer Freundlichkeit, Nächstenliebe und einem putzigen Dialekt und etwas Kauzigkeit ist das nicht zu schaffen.

Dann bitte den SV Weil
Aber ich denke, der geht nicht mehr weg von Freiburg.

Trotzdem ist der Mann erst 58 Jahre alt. Der atmet Fußball. Ich bin nicht sicher, ob er das langfristig ohne aushält. Kann aber auch gut sein, dass in einem Jahr der Leki bei ihm anruft und fragt, ob jetzt wieder Power da ist.

Ich würde ihn gerne bei einem anderen Klub sehen. Ob er das macht, ist schwer zu beurteilen.

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Unsere Zweite hat angeblich Bedarf …

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Ja, da gehe ich mit. Streich ist definitiv einer der Menschen, die nach Siegen deutlich angenehmer sind als nach Niederlagen. Wahrscheinlich braucht es aber diese besessene, manchmal auch harte Art, um eine Bundesliga-Mannschaft so lange bei der Stange halten zu können. Sein grösster Verdienst ist sicherlich diese Balance aus Wohlfühloase und Arbeitsethos und Disziplin perfekt zu beherrschen. Das spiegelt sich übrigens auch auf dem Platz wider, wo es immer eine Mischung aus pragmatischem und spielerischem Ansatz war. Ausserdem hat Streich seine Rolle im Verein immer genau verstanden. Er ist eben kein Alleinherrscher, sondern war zum Beispiel bei Transferentscheidungen ein absoluter Teamplayer. Sein Leben ist sicherlich der Verein. Deshalb wünsche ich ihm jetzt ein bisschen Abstand und dann wird man sehen, ob es keine neue passende Rolle für ihn im Verein gibt. Ich halte eine Rückkehr in den Ausbildungsbereich zum Beispiel für nicht ausgeschlossen. Irgendwo anders als Cheftrainer anzufangen, halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich. Streich ist klug und weiss, dass er dort nicht nach Freiburger Prinzipien arbeiten könnte. Damit würde er aber seiner grössten Stärken beraubt werden.

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Demicheles stellt (die notwendige ?) Klarheit her…

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Ah ja, das verstehe ich, das halte ich auch für Quatsch. Ob Freiburg oder München, es ist Profi-Fußball. Da herrschen überall gewisse Mechanismen, und auch ein Christian Streich hat am Spielfeldrand alles getan, damit seine Mannschaft gewinnt, auch mal in moralischen Grauzonen. Und auch wenn die Freiburger doof wären, mit ihrem Image nicht zu punkten, kann einem das schon über-romantisiert auf die Nerven gehen.

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Dass Streich ein verdienter Trainer ist und in Freiburg sehr gute Arbeit geleistet hat, steht für mich außer Frage. Als Mensch in dem Fussballgeschäft und in der Bundesliga ist er eine Besonderheit. Und dass er als Fußballtrainer einer Mannschaft sich voller Leidenschaft am Spielfeldrand austobte ist völlig ok.
Eine andere Frage ist, ob er ernsthaft eine Alternative/Option für den FC Bayern wäre. Ich glaube nicht.

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Nie im Leben … da schaudert mich ja schon der Gedanke :thinking:

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Ich persönlich denke, dass keiner der beiden Seiten sich das ernsthaft vorstellen könnten.

Wenn man bei Tuchel so seltsame Bewertungen wie „das passt einfach nicht“ vornimmt, was immer das heißen soll, dann brauchen wir hier gemessen daran nicht wirklich Zeit in den Gedanken investieren, bei allem Respekt vor Streich.

Ich möchte auch nicht, das Bayern Demichelis anruft. Zumindest nicht mit einem Job Angebot. Egal welchem.

von daher : Gute Nachrichten.

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Wenn man Eberls Aussagen Glauben schenkt, könnte sich die Trainersuche und damit auch die Spielersuche lange hinziehen. Bekommt man Alonso nicht, wovon ich ausgehe, wird man wohl ein gewisses Risko eingehen müssen. Der Fit wird zumindest auf dem Papier wohl schlechter sein als es bei Nagelsmann und Tuchel der Fall war. Und wieder spricht man von einer mittel- oder langfristiger Lösung, die man sucht. Solche Kommentare würde ich mir nach der jüngsten Vergangenheit erstmal verkneifen. Mein Tipp wäre es, einen Trainer mal nicht aus der Emotion heraus zu entlassen, sondern in Ruhe nach Saisonende die Gesamtsituation zu analysieren. Tuchels Ende amtlich zu machen, um dann anzufangen, sich nach Alternativen umzuschauen, birgt ein Risiko. Gerade in Zeiten, in denen grössere Investitionen in den Kader anstehen, ist eine drohende Überraschungslösung auf der Trainerbank alles andere als ideal.

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Die einfachste Lösung: Tuchel behalten.
Auch Alonso, falls man ihn bekäme, birgt doch ein gewisses Risiko relativer Unerfahrenheit - so sehr ich den auch mag, gerade auch seine ruhige, überlegte Art. Aber er ist immer noch Neuling im Geschäft, andere Optionen: Mourinho, Zidane, eine Kovac 2.0 - Lösung…das mag ich mir alles gar nicht ausmalen. Vielleicht nehmen sie ja auch den Kuntz.

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