Kopfball mit Lea üben ist ja inzwischen Jeschichte. ![]()
Kann sie höchstens Lea beobachten, wenn sie ihre Kopfbälle gegen uns erzielt
just kidding.
Hopefully (#just kidding). Aber dafür muß Lea erstmal eingewechselt werden…
Aber nur um die Geschichte ihrer Entwicklung nochmals zusammenzufassen: der FC Bayern “entdeckt” sie in einem Elite-Sportinternat in Japan, wartet bis sie die Schule abgeschlossen hat und nimmt sie mit nach Europa, wo er sie erstmal nach Schweden verleiht, damit sie sich an den europäischen Fußball gewöhnen kann. Dort wird sie nicht nur schwedische Meisterin, sondern auch Top-Torschützin der Liga. Ein Jahr später darf sie ihr Können in der Champions League beweisen.
Schon irgendwie eine krasse Erzählung ![]()
Jau. Isso gewesen.
Aber weil dies nicht der Tanikawa-Thread ist: Zu den Viertelfinals des Asiencups - eigentlich jetzt schon relativ klare Prognosen…
Dann stehen Di /Mi die Halbfinals an:
Dienstag 11 Uhr wohl China gegen Australien, oder was denkst Du?
Mittwoch 10 Uhr: alles andere als Japan Südkorea wäre eine krasse Überraschung à la Vestenbergsreuth u.ä.
(Seh ich das mit dem Turnierbaum richtig? Hab’s Halbfinale nicht weiter recherchiert, sondern die Termine jetzt vermutet…)
Sind schon extreme Leistungsunterschiede zwischen den 12 Teams - und um das Viertelfinale voll zu kriegen, müssen noch zwei Dritte mitgeschleift werden, die eigentlich chancenlos sind. Die Debatte erinnert mich an die Euro-Zusammensetzung und unsere Diskussionen über Polen und die Schweiz…
Ich denke schon. Es wird China vs. Australien sein. Wobei ich nicht überrascht wäre, wenn Nordkorea noch zum Stolperstein wird. Genauso wie die Südkoreanerinnen Australien mit schnellen Angriffen in Bedrängnis gebracht hatten, werden auch die Nordkoreanerinnen deren Defensive womöglich Probleme machen. Nur dass sie das nochmals deutlich aggressivere Team sind (an 2 roten Karten im Spiel gegen China gekratzt) und der Druck auf Australien immens sein dürfte. Aber wenn ich mir den Kader Australiens ansehe, dann müssen sie dies eigentlich gewinnen.
Dienstag vermeintlich China - Australien, Mittwoch dann ziemlich sicher Südkorea - Japan, korrekt.
Haha, ja. Man hätte auch direkt das Halbfinale über die 3 Gruppenersten + den besten Gruppenzweiten entscheiden können. Hätte man sich einen überflüssigen Schritt in diesem Turnier gespart. Allerdings hat dies auch mit dem System der asiatischen WM-Qualifikation zu tun. Die 4 Viertelfinalverlierer treten nochmals zwischen den Halbfinalen und dem Finale in zwei Playoffs gegeneinander an. Die Gewinner dieser Spiele dürfen ebenfalls an der WM teilnehmen, die Verlierer haben eine letzte Chance über später stattfindende interkontinentale Playoffs.
Richtich. Hatte ich am Rande irgendwo wahrgenommen - und nicht weiter recherchiert. Thx für die Erläuterung!
Selbiges Amüsement anner Weser! ![]()
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Spielpause vorbei. Weiter geht’s im Turnier.
Australien - Nordkorea, 2-1 (9’ Kennedy, 47’ Kerr - 65’ Un Yong)
Es versprach ein spannendes Viertelfinalspiel im Rectangular Stadium in Perth zu werden und die Erwartungen wurden durchaus erfüllt.
Beide Mannschaften pressen früh und versuchen die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Nordkorea verliert den Ball in der eigenen Defensive durch einen energischen Zweikampf von Kerr, die nach innen passt und Kennedy findet, die ein wirklich herausragendes Turnier spielt. Das frühe 1-0 für Australien in der 9. Minute.
Wer befürchtete, dass Australien hier Einbahnstraßenfußball spielen würde, der wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Nordkorea zeigt ein erstaunlich sicheres Kombinationsspiel, präzise hohe Bälle, die bei den technisch erstklassigen Spielerinnen fast immer ankommen, sowie hohe Zweikampfstärke. Es dauert nicht lange, bis das Team die ersten Torabschlüsse und vielversprechenden Chancen kreiert. Es wird tatsächlich zu einem Einbahnstraßenfußball, allerdings in Richtung der australischen Torhüterin. So passt es sinnbildlich auch, dass ein Pfostentreffer Nordkoreas die letzte Aktion in dieser ersten Halbzeit wird. Die Matildas gehen somit mit einer mehr als schmeichelhaften Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit beginnt fast spiegelbildlich zur ersten. Es ist erneut ein Ballverlust in der nordkoreanischen Defensive, diesmal durch einen Fehlpass, den wieder Australiens Sam Kerr ausnutzt und in der 47. Minute das 2-0 selbst erzielt. Australien mit brutaler Effizienz!
Durch das zweite Tor gewinnen die Matildas etwas Aufwind, können sich aus dem Druck der ersten Halbzeit lösen und es wird kurzzeitig ein ausgeglicheneres Spiel. Doch Nordkorea gibt sich hier nicht auf. Sie machen wieder zunehmend Tempo, kombinieren sich nach vorne, gewinnen ihre Zweikämpfe und belohnen sich mit dem überfälligen 2-1 Anschlusstreffer durch Un Yong. Norkorea macht weiter Dampf, übernimmt wieder die komplette Spielkontrolle und dominiert in nahezu allen Statistiken. Wenn sie sich etwas vorwerfen lassen müssen, dann dass sie in ihrer letzten Aktion nicht entschieden genug agieren.
In den letzten 10 Minuten wird das Spiel immer hektischer. Die Nordkoreanerinnen weiterhin ohne Anzeichen von Müdigkeit, und Australien wirft sich nur noch in deren Schüsse und schlägt den Ball aus der eigenen Hälfte. Der Schlusspfiff beendet eine wirklich intensive, spannende Partie.
Nordkorea scheidet mit der vielleicht spielerisch reifsten Leistung aller Mannschaften in diesem Turnier aus. Sie müssen in ein paar Tagen allerdings nochmals ran, um sich aus eigener Kraft zumindest die WM-Qualifikation zu sichern. Es wäre ein Wunder, wenn ihnen das nach dem heute gezeigten nicht gelingen würde. Und dann darf man tatsächlich sehr gespannt darauf sein, wie dieses Team für die WM 2027 wiederkommen wird.
Australien dagegen hat einen schwierigen, kämpferisch extrem anspruchsvollen Abend hinter sich. Am Ende war es nicht ihre spielerische Leistung als Team sondern ihre individuelle Klasse, die dieses Viertelfinale entschieden hat. Ihre Starspielerinnen aus der englischen Liga haben aus sehr wenig Chancen das Maximum herausgeholt und den Vorsprung mit all ihrer Erfahrung erfolgreich ins Ziel gebracht.
Ich war echt sehr positiv überrascht von dem Pressing, aber auch dem Ballvortrag der Nordkoreanerinnen.
Da spielt keine außerhalb von Nordkorea oder?
Ich glaube, eine davon spielt in der (auch nicht sehr anspruchsvollen) japanischen Liga, aber ansonsten alle in Nordkorea, korrekt. Von allen Mannschaften haben sie für mich als Team einfach am besten funktioniert. Ich schätze, das sind die Auswirkungen (ich möchte nicht den Begriff “Vorteil” verwenden) eines staatlich kontrollierten Systems, in der die Spielerinnen wahrscheinlich mehr oder weniger das ganze Jahr über gemeinsam für den Erfolg in solchen Turnieren trainieren.
Das wäre schon sehr gemein von Manchester United. Hoffentlich tun wir das mit Momo nicht.
Marc Skinner confirms @ManUtdWomen will try to get Hinata Miyazawa back from Asian Cup duty in time to play in first leg v Bayern. Final in Sydney on 21 March, Bayern game on 25th at OT. „From our perspective the aim will be trying to get her back into those Bayern games and the City game but it will be done safely and then what we’ll look at afterwards is a space where Hini can then basically have some rest and recovery.“
Ich weiß über Marc Skinner zu wenig, um zu beurteilen, ob er gerne mal auch einfach so einen raushaut, obwohl er in der schlechteren Position ist. Grundsätzlich besteht ja Abstellungspflicht und der Verein selbst kann da nicht viel machen. Aber natürlich kann er sowohl das Gespräch mit dem Verband, in diesem Fall der JFA, als auch der Spielerin suchen. Und ich würde stark davon ausgehen, dass man mit der Spielerin vorher gesprochen hat, bevor man mit seinem Wunschszenario an die Presse geht, allein um das Vertrauensverhältnis zu wahren.
Und ehrlich gesagt wäre ich überrascht, hätte nicht auch Barcala vorher das Gespräch mit Tanikawa zu dem Thema gesucht, alleine schon um den gesamten Ablauf nach der Rückkehr durchzugehen.
Ich glaube nämlich, dass die Situation weder für die Vereine noch für die betroffenen Spielerinnen zufriedenstellend ist. Beide würden gerne mit Sicherheit Asienmeisterin werden, aber beide haben auch Ambitionen in der Champions League. Insofern wäre ich nicht völlig überrascht, wenn beide signalisiert hätten: “Ich könnte mir vorstellen vorher zurückzukehren.”
Schlussendlich liegt die Entscheidungsgewalt eh bei der JFA bzw. dem Trainerteam. Solange sie denken ohne Miyazawa und Tanikawa den Titel gewinnen zu können, weil die Kadertiefe so groß ist, werden sie freigestellt. Aber in der Haut von Trainer Nielsen möchte ich nicht stecken, wenn Japan den Titel gegen z.B. Australien verliert und zwei seiner Mittelfeldspielerinnen von Europa aus zugucken ![]()
Aber ist hier vom Versäumen von Spielen die Rede? Das könnte ich mir schwerlich vorstellen.
Das könnte ggf. auch heißen, am 21.03 steht unser Privatjet mit laufendem Motor auf dem Rollfeld von Sydney und dann geht es zurück. Keine lange Feier, keine Siegestour etc.
Du hast erstmal völlig recht. Da habe ich mehr hineininterpretiert als er wirklich gesagt hat. Er erwähnt ja lediglich, dass sie pünktlich zurück sein muss, um im ersten Spiel spielen zu können. Das kann auch exakt das heißen, was du beschrieben hast. Kuss auf den Pokal und ab zum Flughafen.
Aber ehrlicherweise interessiert mich an diesem gesamten Post ein Hinweis, den ich nicht mehr auf dem Schirm hatte. Zwischen beiden CL-Spielen muss Manchester United noch gegen City spielen. Also Tabellenzweiter gegen -erster. Drei knüppelharte Spiele innerhalb von einer Woche. Das erfreut mich doch gerade sehr ![]()
China - Taiwan, 2-0 n.V. (0-0) (94’ Ziqin, 117’ Y. H. Chen (ET))
Nach dem spannenden gestrigen Viertelfinalduell wurde in der Begegnung zwischen China und Taiwan eine etwas klarere Situation erwartet.
Tatsächlich hat China das Spiel weitestgehend unter Kontrolle und knapp 80% Ballbesitz, während das Team aus Taiwan, wie schon in den Gruppenspielen zuvor, auf eine stabile Defensivarbeit setzt. Chinas Spielaufbau wird durch Fehlpässe und die gegnerische Abwehr regelmäßig gestört und auch in der Offensive zeigen die Chinesinnen bis auf hohe Flanken von den Seiten relativ wenige Ideen. So plätschert die erste Halbzeit ohne größere Highlights vor sich hin. Einziger Aufreger: ein schönes Kopfballtor durch Chinas Wang Shuang in der 39. Minute wird nach minutenlanger Beratung wegen vermeintlichem Handspiel durch den VAR einkassiert. Es bleibt bei einem müden 0-0.
In der zweiten Halbzeit geht China etwas klüger voran und versucht auch mehr über die Mitte durchzukommen. Es entstehen einige gute bis sehr gute Chancen und Abschlüsse, die allesamt von Taiwans Torhüterin Si Yu Chen pariert werden. Erwähnenswert ist auch, dass Chinas Schlüsselspielerin Wang Shuang, die ein wieder mal gutes Spiel zeigt, ihre zweite gelbe Karte in diesem Turnier erhält und somit im nächsten Spiel fehlt. Die Angriffe Chinas werden immer zwingender und ein finaler Lattentreffer in der 7. Minute der Nachspielzeit ist die letzte Großchance in der regulären Spielzeit.
Es geht in die Verlängerung! Und endlich kann das chinesische Team seine Dominanz in Resultate umsetzen. Ziqin erzielt in der 94. Minute das lange überfällige 1-0 für den Titelverteidiger. Taiwan ist nun gezwungen alles in die Offensive zu werfen und gefährliche Lücken für China zu öffnen. Erneut steht Ziqin im Fokus, die im Strafraum gefoult wird. Elfmeter für China! Und es ist wieder die starke Si Yu Chen, die den (zugegebenermaßen sehr schwach geschossenen) Strafstoß abwehren kann. Ein schneller Angriff Chinas und eine scharfe Hereingabe sorgt schlussendlich doch für die Entscheidung. Der Ball trifft die Brust von der bis dato sicheren Kapitänin Y. H. Chen und prallt unglücklich ins eigene Tor.
Damit zieht Titelverteidiger China verdient ins Halbfinale, trifft dort auf Gastgeber Australien und hat sich mit dem Einzug direkt für die WM 2027 qualifiziert. China war klar das bessere Team, stellenweise aber zu unkreativ, um die gut stehende Abwehr Taiwans zu durchbrechen.
Taiwan wiederum hat eine wieder mal sehr disziplinierte Defensivarbeit gezeigt und konnte sich lange gegen Chinas Vorsprung stemmen. Sie waren aber in der Offensive zu harmlos, um mehr aus diesem Spiel zu machen.
Drittes Viertelfinalspiel.
Südkorea - Usbekistan, 6-0 (9’ Hwa-yeon, 20’ Yoo-jin, 57’ Soo-jeong, 72’ So-yun, 85’ Eun-young, 90’+3 Sel-gi (PK))
Der Erstplatzierte aus Gruppe A trifft auf den Drittplatzierten aus Gruppe B. Anhand der bisherigen Spiele wurde ein klarer Klassenunterschied befürchtet und der bewahrheitete sich auch.
Südkorea spielt hier von Beginn an wie entfesselt. Sie zeigen eine außerordentlich gute Spielübersicht, verlagern das Spiel permanent auf beide Seiten und überspielen die Abwehrkette mit schnellen Kurzpässen oder hohen Flanken. Hwa-yeon erzielt das frühe 1-0 in der 9. Minute, ehe Kapitänin Yoo-jin in der 20. Minute auf 2-0 erhöht. Südkorea spielt sich hier in einen wahren Offensivrausch und die Frequenz der Abschlüsse auf das Tor von Jonimqulova hat schon was von Schießbude. Die Usbekinnen können dem Ball nur weitestgehend hinterhergucken, ihn irgendwie aus der Gefahrenzone bekommen und auf glückliche Kontergelegenheiten hoffen. Wenn sie es dann aber wirklich schaffen einmal in die Hälfte der Südkoreanerinnen zu kommen und den Ball verlieren, dann leiten diese wiederum einen blitzschnellen Gegenkonter ein und nutzen die geringere Anzahl an Gegenspielerinnen eiskalt aus. In der 41. Minute setzt Usbekistan zumindest ein Lebenszeichen und nutzt einen eher zufälligen weiten Ball zur bisher einzigen Chance, die rechtzeitig von der südkoreanischen Torhüterin geklärt werden kann. Zumindest hier muss man sich fragen, ob Südkorea die Sache ein Stück weit zu locker nimmt und die schiere Anzahl an Möglichkeiten nicht zu einer höheren Führung hätte genutzt werden müssen. So geht es “nur” mit 2-0 in die Pause.
In der zweiten Halbzeit wird Usbekistan, das hier nichts mehr zu verlieren hat, mutiger und versucht den Ball über Kontermöglichkeiten schnell und sicher nach vorne zu tragen. Im Großen und Ganzen hat die südkoreanische Abwehr die Lage allerdings vollständig im Griff und zeigt nur wenige Unsicherheiten. Deren Offensive behält ihren Torhunger und ihre Spielfreude bei. So führt der Spielverlauf konsequenterweise zu Toren von Soo-jeong, So-yun, Eun-young und (über einen Strafstoß) Sel-gi zum finalen 6-0, mit dem das Team aus Usbekistan sogar noch gut bedient ist. Letztere versuchen das ganze Spiel über zu kämpfen und alles zu tun, was in ihren Möglichkeiten liegt. Aber gegen diese starke südkoreanische Elf sind diese heute schlicht und ergreifend limitiert.
Südkorea zieht nach einer glasklaren Vorstellung ins Halbfinale ein und ist somit die dritte Mannschaft, die sich vorzeitig für die WM 2027 qualifiziert. Wenn man heute nicht gerade Unterstützer der Usbekinnen war, dann hat man ein Spiel gesehen, in dem eine schnelle und kreative südkoreanische Mannschaft wirklich viel Spaß gemacht hat. Sollte es im Halbfinale zum erwarteten Duell gegen Japan kommen, dann darf man tatsächlich gespannt sein, ob dieses Team hier nicht sogar für eine Überraschung gut sein kann.
Usbekistan dagegen hatte den ganzen Abend über nicht den Hauch einer Chance auf das Weiterkommen. Sie scheiden, leider auch in der Höhe, verdient aus, können aber zumindest noch in ihrem kommenden Play-off-Spiel dieses Turnier mit der WM-Qualifikation und einer positiven Note beenden.
Friendly reminder für alle, die wach sind und Interesse hatten: um 6 Uhr spielt Japan vs. Philippinen.
Kann kostenlos über YouTube verfolgt werden. Einfach nach “Asian Cup” und deren Livestreams suchen.
Die Startaufstellung ist da. Wie zuvor auch schon, wird bei Japan wieder fleißig durchrotiert und Kräfte aus dem letzten Spiel geschont. Tanikawa steht nicht in der Startaufstellung. Heißt natürlich nicht, dass sie später nicht eingewechselt werden könnte. Aber in Anbetracht des Gegners, könnte ich mir auch vorstellen, dass sie heute draußen bleibt.
Japan - Philippinen, 7-0 (45’ Tanaka, 45’+3 Koga, 65’ Chiba, 67’ Matsukubo, 76’ Koga, 86’ Tanikawa, 90’ Ueki)
Die defensiv kompakt stehende Mannschaft der Philippinen hat bereits den australischen Matildas innerhalb ihrer Gruppe Kopfschmerzen bereitet. Und auch Japan versucht verbissen und leicht frustriert, aber geduldig die Lücke in dem Abwehrbollwerk zu finden. Die erste Halbzeit ist vergleichsweise ereignisarm. Zwar kommt die japanische Mannschaft durchaus zu ihren Abschlüssen und Chancen, allerdings gehen auch viele Weitschüsse daneben, Zuspiele sind zu ungenau oder Torhüterin Meollo, die heute viel zu tun hat, pariert erfolgreich.
Am Ende der ersten Hälfte wird Japan aber für die Mühen belohnt. Tanaka erzwingt das 1-0 und drückt in einem unübersichtlichen Gewusel den Ball über die Linie. Nur kurze Zeit später erhöht Innenverteidigerin Koga nach Ecke per Kopf auf 2-0.
Die Bilanz der ersten Halbzeit: 87% Ballbesitz für Japan, 320:55 gespielte Pässe. Dennoch ist der Spielfluss aufgrund der dichten Verteidigung der Philippinen gestört und es ist nicht nur für beide Teams, sondern auch stellenweise für den Zuschauer eine anstrengende Angelegenheit. Durch die Führung keimt jedoch Hoffnung auf, dass die Philippinen hinten öffnen müssen und ein schöneres Spiel entsteht.
Tatsächlich passiert Letzteres in der zweiten Halbzeit genau so, nicht zuletzt durch einige Wechsel: Bayerns Tanikawa darf doch noch in diesem Spiel ran. Auch die Frankfurterin Chiba, die eine gute Halbzeit im Spiel gegen Indien zeigte, darf sich über einen Einsatz freuen. Und zur Begeisterung vieler Nadeshiko-Fans kommt mit Matsukubo auch erstmalig in diesem Turnier das junge Toptalent aus der amerikanischen NWSL aufs Feld.
Und die Eingewechselten sorgen direkt für den Impact. Die sehr aktive Chiba, die wieder mal eine hohe Präsenz auf dem Spielfeld ausstrahlt, erzielt das 3-0. Matsukubo setzt mit dem 4-0 direkt mal ein Ausrufezeichen. Koga kann sich über ihren zweiten Treffer und das 5-0 freuen. Und auch unsere Tanikawa, die in diesem Spiel eine defensivere Rolle hat, wie zuletzt bei Bayern, und alle Standards übernimmt, erzielt ihr zweites Turniertor und erhöht auf 6-0. Stürmerin Ueki, die nur für wenige Minuten für die leicht angeschlagene Tanaka reinkommt, setzt mit dem 7-0 den Schlusspunkt.
Schöne Randnotiz: mit der Einwechslung von Japans dritter Torhüterin in der zweiten Halbzeit durfte wirklich jede Spielerin im Kader mindestens einmal in diesem Turnier auflaufen.
Somit gewinnt Japan nach zäher erster Hälfte schlussendlich deutlich überlegen und feiert den Halbfinaleinzug, sowie die direkte WM-Qualifikation. Im Halbfinale geht es gegen Südkorea. Dies dürfte ein Gegner werden, der der Mannschaft wesentlich mehr abverlangen wird.
Das Team der Philippinen hat vermutlich darauf gesetzt, das 0-0 so lange die möglich zu halten und die Japanerinnen dadurch irgendwann nervös zu machen. Dieser Plan ist am Ende nicht aufgegangen und spielerisch konnten sie mit der Qualität des japanischen Kaders nie mithalten. Ihnen bleibt nur die Hoffnung auf die mögliche Qualifikation zur WM 2027.
Ist die Gewinnerin direkt für die WM qualifiziert?