Die 4 Halbfinalisten, also Australien, China, Südkorea und Japan sind bereits direkt qualifiziert, korrekt.
Die 4 Verlierer des Viertelfinales spielen innerhalb dieses Turniers noch 2 weitere Direktplätze für die WM aus. Die beiden übrig gebliebenen Verlierer dieser Play-off-Runde haben danach immer noch die Chance, müssen dies aber nach diesem Turnier in interkontinentalen Play-offs gegen Mannschaften aus Verbänden anderer Kontinente ausspielen.
Traditionell hängt die WM-Qualifikation in Asien an der Platzierung im Asian Cup. Dies wird in diesem Turnier aber letztmalig so sein und für die WM 2031 stellt der Verband AFC ebenfalls auf separate Qualifikationsspiele um, wie wir das kennen.
China - Australien, 1-2 (26’ Zhang Lin Yan (PK) - 17’ Foord, 58’ Kerr)
Im Perth Stadium kämpfen China und Australien in einer relativ ausgeglichenen Partie um den Finaleinzug.
Beide Mannschaften versuchen die Spielkontrolle zu behaupten, erarbeiten sich Chancen, und es entsteht ein unterhaltsames, offensives Match. Mit einer schönen Kombination geht Australien in der 17. Minute durch Foord zunächst in Führung. Nur knappe 10 Minuten später foult Torhüterin Arnold die vorpreschende chinesische Mittelfeldspielerin Zhang Lin Yan, die den fälligen Elfmeter sicher zum Ausgleich verwandelt. Die erste Halbzeit ist geprägt von einem recht physischen Spiel mit harten Zweikämpfen, in dem zwei ebenbürtige Gegner aufeinandertreffen. Australien hat etwas mehr Ballbesitz, während China in der Offensive mehr Akzente setzen kann.
Die zweite Halbzeit verlagert sich immer stärker ins Mittelfeld und Angriffsversuche beider Mannschaften werden frühzeitig abgewürgt. Als die Chinesinnen langsam beginnen das Momentum auf ihre Seite zu ziehen und die Matildas stärker unter Druck setzen, ist es einmal mehr in diesem Turnier Chelseas langjährige Starspielerin Kerr, die einen Angriff an der Mittellinie selbst einleitet, die chinesische Torhüterin umspielt und aus spitzem Winkel zum 1-2 trifft. In der Folge zeigt sich China bemüht, auf den erneuten Ausgleich zu drängen, allerdings sinkt ihre Angriffsstärke mit schwindenden Kräften sichtbar. Australien wiederum lässt sich im Gegensatz zum Viertelfinale gegen Nordkorea diesmal nicht an die Wand spielen, kann sich immer wieder aus Druckphasen lösen und bringt das Ergebnis mit kluger Defensivarbeit nach Hause.
Damit unterliegt Titelverteidiger China gegen die Matildas, die davon träumen dürfen im Finale am 21.03 ihren zweiten Asian Cup-Titel nach 2010 vor heimischem Publikum gegen Japan oder Südkorea zu erobern.
Weltklasse: Japan spielt Fußball vom anderen Stern - Nadjeshiko galactica! Das ist vielleicht Frauenfußball der Zukunft, würde ich sagen…
Das schlimme für unsere Momoko ist: In diesemTeam ist sie tatsächlich nur eine unter vielen.
In der Startaufstellung spielen 10 von elf Spielerinnen in der WSL.
Die Japanerinnen pressen bis zum 5 Meter Raum - unglaublich! So fällt auch das 1:0: Nagano erobert den Ball im gegnerischen Sechzehner und legt quer - Ueki staubt ab.
25ste - Tor-des-Jahres-Potential: Hamano erobert den Ball an der rechten Aussenlinie in völlig aussichtsloser Position gegen zwei Verteidigerinnen, kommt aus spitzen Winkel in den Strafraum, alle erwarten eine Flanke – und sie donnert das Ding unter die Latte in die Maschen: literally unbelievable!
Hamano ist 13te Torschützin im fünften Turnierspiel der Nielsen-Elf, die jetzt 26 zu Null Tore auf ihrem Konto hat.
Drei Minuten später - Kopfballtor, doch abseits.
Südkorea hat überhaupt keine Chance, den Ball länger als 3 Sekunden zu halten - von Spielaufbau oder ähnlichem ganz zu schweigen.
Und in der 42sten (nach mehreren vergebenen Hochkarätern) erhöht Fujino aus 18 Metern halblinke Position mit einem unhaltbaren Schlenzer ins lange Eck. Doch das Tor wird nach VAR-Intervention wegen Handspiel (fernab und lange vor dem Tor) kassiert. Südkorea lebt noch - und kommt in der Folge-Minute sogar zu einem ersten, durchaus gefährlichen Fernschuss.
Aber Japan wirkte (nicht nur in diesen) 45 Minuten übermächtig - kaum vorstellbar, dass Südkorea hier in der zweiten Hälfte irgendetwas drehen oder ändern könnte.
Okay, mir war zwar klar, dass Japan aufgrund ihres Kaders favorisiert ist. Aber eine solche Dominanz habe ich tatsächlich nicht erwartet. Südkorea, bisher ein so starkes Turnier gespielt, kriegt den Ball kaum an den Fuß. Von eigenen Angriffsversuchen ganz zu schweigen.
Ja. Ich war stellenweise enttäuscht von Hamano in diesem Turnier, weil sie in vorherigen Spielen unter ihren Möglichkeiten geblieben ist, aber dieses Tor war sehr stark.
Japan 27 - Restasien 1 —— der 78sten Minute. Tanikawa mit einem Eckball-Assist zum dritten Tor. Aber die Hoffnung Südkoreas währte keine 120 Sekunden, dann erhöht Frankfurts Remina Chiba.
So zieht Japan mit einem 4:1 ins Finale ein - nachdem kurz zuvor ein möglicher Elfmeter für Korea nach Video-Check nicht gegeben wurde.
Die zweite Hälfte war wesentlich unspektakulärer als die erste.
Samstag zehn Uhr:
Australien gegen Japan im Finale des Asien-Cups.
(Leider ohne @Gratschifter - ich bin am Samstag Vormittag privat verhindert…)
Das ist richtig und sicherlich ein Stück weit enttäuschend für sie. Aber ich sehe das nicht so dramatisch. Das Mittelfeld Japans ist verdammt stark besetzt und mit Hasegawa, Nagano, Miyazawa sind dort drei Kräfte, die bereits seit mehreren Jahren zusammenspielen und sich in und auswendig kennen. Es ist nicht leicht für sie sich dort durchzusetzen. Das ist vermutlich auch ein Grund, warum sie in diesem Turnier so weit nach vorne geschoben wird, dass sie fast als zweite Stürmerin agiert.
Ich mache mir aber relativ wenig Sorgen um sie. Hasegawa ist 29 Jahre alt, Nagano auch bereits 27. Der Generationswechsel im Mittelfeld wird auf ganz natürliche Weise kommen.
Und überhaupt:
Fujino (22) macht ein überragendes Spiel in der ersten Hälfte.
Hamano (21) mit einem wunderschönen zweiten Treffer.
Tanikawa (20), eingewechselt, legt per Eckball für Kumagai zum dritten Tor auf.
Matsukubo (21), eingewechselt, spielt einen tollen Pass auf Chiba, die das vierte Tor erzielt.
Diese vier sind vielleicht noch nicht das Kernteam der WM 2027 im Kader Japans, aber ziemlich sicher 2031.
Und besten Dank für deinen tollen Liveticker hier, dann kann ich mir heute mal die Arbeit sparen
Umso wichtiger, wenn Du bitte bitte am Samstag wieder den Staffelstab übernimmst.
Naja - die werden auch in Brasilien schon in die Start-Elf wollen. Man muss sich Niels Nielsen als einen glücklichen Menschen vorstellen - sozusagen der Gegenentwurf zu Sisyphos. Er kann aufstellen, wie immer er will: Seine Spielerinnen treffen und treffen und…
Welche Weiterentwicklung seit dem SheBelievesCup 2025!
Das mit ziemlicher Sicherheit. Ich denke nur nicht, dass sie den Bogen überspannen werden. Man kann wohl davon ausgehen, dass die kommende WM Kumagais letzte sein wird, falls sie nicht sogar schon vorher zurücktritt. Damit ist dann auch die letzte Spielerin der Weltmeisterinnen von 2011 im Ruhestand.
Bei Hasegawa könnte ich mir ebenfalls vorstellen, dass es ihre finale Chance ist.
Was Tanikawa angeht, so bereitet sie den Generationswechsel durchaus schon vor, indem sie sich positioniert. Die seltenen Interviews von Tanikawa, die wir hier von Bayern kennen, sind ja relativ oberflächlich, weil sie sprachlich da wohl zu sehr limitiert ist. Aber ihre Interviews für das japanische Fernsehen oder den JFA-Content zeichnen das Bild einer sehr selbstbewussten Tanikawa. Sie spricht davon, dass sie das Team in schwierigen Situationen führen möchte. Sie skizziert darin Ideen, wie man den Gegner knacken kann. Und interessanterweise erwähnt sie auch, dass die offene und ehrliche Kommunikation sowie die Siegermentalität beim FC Bayern sie sehr beeindrucken und sie dies auch in das Nationalteam hineintragen möchte. Das ist eine sehr viel reifere Tanikawa, die klar den Anspruch hat, zukünftig der Kopf dieser Mannschaft (im Mittelfeld) zu sein und dabei direkt mal mehrere japanische Konventionen bricht.
Und sie schart die Jüngeren bereits um sich. Tanikawa, Matsukubo, Koga, Hamano. Sie alle kennen sich seit ihrer Jugend und besuchten gemeinsam die JFA Academy. Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft und werden die “Etablierten” um Hasegawa in naher Zukunft sicherlich herausfordern.
Aber das ist vorerst Zukunftsmusik. Erstmal: geiles Spiel und große Vorfreude auf das Finale!
Wow - spannend, was Du ausführst und alles weißt. Schade, dass ich bisher nur das anfangs schlecht englisch sprechende Mauerblümchen kennen lernen durfte, dass in jedem Interview den Eindruck erweckt, viel zu höflich zu sein.
Bisher verfüge ich nicht über deine Quellen – leider. Aber ich bin gespannt auf mehr deiner Einblicke. Und yes:
Ich werde das Finale erst am Abend nachträglich genießen können - leiderleider.
PS: Ich empfinde bisher deine Beiträge für mich als große Bereicherung dieses Forums.
Wenn dich solche Hintergrundgeschichten abseits des Platzes interessieren, dann empfehle ich den YouTube-Kanal JFATV und die dortige Reihe “Team Cam”. Darin werden vor Spielen der Nationalmannschaft regelmäßig Videos veröffentlicht, die weitestgehend der “Behind the Scenes”-Reihe unserer FC Bayern Frauen entsprechen.
Untertitel und automatische Google-Übersetzung dazuschalten und ab dafür
Ich habe die Spiele aus mangelndem Interesse selbst nicht gesehen, aber der Vollständigkeit halber hier die Ergebnisse. Und falls jemand Interesse hat, so sind die Hightlights und die kompletten Spiele über YouTube ansehbar.
Usbekistan - Philippinen, 0-2
Taiwan - Nordkorea, 0-4
Somit lösen die letzten beiden ihr WM-Ticket.
Australien, China, Südkorea, Japan, Philippinen, Nordkorea haben sich für die WM 2027 qualifiziert.
Könnte darauf jetzt auch mit einer Floskel antworten, z.B. im Finale kann alles passieren
Aber grundsätzlich stimme ich völlig zu. Australien hat sich gegen Südkorea, Nordkorea und China teilweise sehr schwer getan und gezeigt, dass sie verwundbar sind. Ihre Effizienz vor dem Tor ist allerdings sehr beeindruckend.
Japan ist mir persönlich bis zum gestrigen Spiel zu einfach durch das Turnier gekommen, so dass es schwer war abzuschätzen, wo sie genau stehen. Aber der Auftritt gegen Südkorea hat mir alle Bedenken genommen. Wenn sie auch nur annähernd an diese Leistung anknüpfen können, dürfte der Pokal ihnen gehören.
Die sind vom Niveau her so weit über allen anderen das ein Titelgewinn quasi muss ist
Aber ja die Australierinnen sind wahnsinnig effektiv vor dem Tor daher kann es ein durchaus spannendes Finale werden. Kann aber auch schnell zum Selbstläufer werden wenn Japan einmal in Fahrt gekommen ist