AFC Women's Asian Cup 2026

Yess.

Youtube = AsienCup alle Spiele komplett über 90 Minuten und in Farbe.

Das hätte ich vielleicht nochmal sinnvollerweise im ersten Beitrag erwähnen sollen. Deswegen hatte ich spezifisch geschrieben, dass ich mich an diejenigen richte, denen das nicht wichtig genug ist und eher nur nebenbei darüber stolpern, wie der aktuelle Stand des Cups ist.

Aber wie schon erwähnt kann man (bisher) alle Spiele live und im Nachgang auf dem Kanal “AFC Asian Cup” auf Englisch verfolgen, ohne Geoblocking.

Ich editiere das mal in den ersten Beitrag.

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Zum Abschluss des Turniertages ein Ausblick auf die dritte und letzte Runde der Gruppenphase vor dem Viertelfinale mit entsprechenden Anstoßzeiten (für den deutschen Raum)

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Australien - Südkorea, 3-3 (32’ Kennedy, 45’+6 Kerr, 90’+8 Kennedy - 13’ Eunju, 53’ Shinji (PK), 57’ Chaerim)

Nachdem beide Teams vergleichsweise problemlos durch ihre bisherigen Spiele in Gruppe A gekommen sind, wartete nun abschließend im Stadium Australia in Sydney die erste richtige Bewährungsprobe. Und was für ein Fight das war!! Unter Beifall der australischen Fans wollten die Matildas von Anfang an das Spiel machen. Allerdings dachte Südkorea garnicht daran sich nur hinten reinzustellen und auf das beste zu hoffen. In der ersten Halbzeit setzten sie auf schnelle und gefährliche Konter, von denen einer auch prompt zum frühen 0-1 durch Eunju führte.

Das australische Team und Publikum zunächst in Schockstarre und sichtlich mit Problemen, zurück ins Spiel zu finden. Dennoch fingen sie sich wieder, erzielten dank Kennedy einen verdienten Ausgleich. Und nachdem Chelseas Sam Kerr in der 35. Minute noch alleinstehend vorm Tor vergab, machte sie schlussendlich ihren Treffer zum 2-1 kurz vor dem Halbzeitpfiff. Die Führung zu diesem Zeitpunkt absolut in Ordnung.

Doch Südkorea kam mit viel Druck aus der Pause zurück, presste früh und entzog Australien die Kontrolle. Folgerichtig drehten sie nach einem erfolgreich umgewandelten Handelfmeter durch Shinji und kurz danach durch die permanent gefährliche Chaerim auf der rechten Seite erneut das Spiel und kamen mit 2-3 in Führung.

Die letzten 30 Minuten waren ein spannender Schlagabtausch, in dem man beiden Teams noch ein weiteres Tor zutraue. Die Kräfte bei Südkorea ließen zuerst nach, die letzten 10 Minuten waren ein brutaler Kampf, die Führung zu verteidigen. Sie mussten sich jedoch geschlagen geben und Kennedy erzielte mit viel Frust in der 8. Minute der Nachspielzeit noch den 3-3 Ausgleich.

Schlussendlich reicht dieser aber Südkorea aufgrund des besseren Torverhältnisses für den Gruppensieg. Insgesamt ist dieser für das Team, das tapfer gekämpft hat und auch immer wieder aufblitzen ließ, dass sie durchaus spielerisch überzeugen können, auch nicht unverdient.

Iran - Philippinen, 0-2 (29’ Eggesvik, 82’ C. McDaniel)

(nicht gesehen aufgrund Parallelmatch in der Gruppe)

Finaler Stand in Gruppe A

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Nordkorea - China, 1-2 (32’ Kyong Yong - 34’ Chen Qiaozhu, 45’+4 Wang Shuang)

Nordkorea, die große Unbekannte in diesem Turnier, dessen Team um ehemalige U17- und U20-Weltmeisterinnen herum aufgebaut ist, zu denen man aus dem isolierten Land allerdings kaum Informationen erhält, hat eine sehr dominante Performance in ihren ersten beiden Gruppenspielen gezeigt. Nun allerdings treffen sie in ihrem letzten Spiel auf Rekordsieger und aktuellen Titelverteidiger China, die ebenfalls zwei ungefährdete Siege verbuchen konnten.

Unter zeitweise regnerischen Bedingungen beginnt ein sehr physisches Spiel, das aufgrund mehrerer harter Zweikämpfe und Fouls regelmäßig unterbrochen wird. Erst nach ca. 15 Minuten kommt auf beiden Seiten zunehmend Spielfluss auf, in dem China es mehrmals schafft gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, Nordkorea allerdings mit scharfen und blitzschnellen Kontern die chinesische Defensive herausfordert. So erzielt Kyong Yong in der 32. Minute über einen dieser Konter das 1-0 für Nordkorea. China antwortet nur zwei Minuten spät mit einem Weitschuss von Chen Qiaozhu nach einer Ecke und sorgt wieder für den Ausgleich.

Kurz vor der Halbzeit erzielt die sehr auffällige Wang Shuang das 1-2 aus einer vorangegangenen, auf den ersten Blick sehr verdächtigen Abseitsposition heraus. Der VAR bestätigt allerdings das Tor durch eine hauchdünne Entscheidung, die unmittelbar zu hitzigen Debatten und Protesten beim nordkoreanischen Team führt. Die Schiedsrichterin entscheidet das Spiel erstmal mit dem Halbzeitpfiff zu beenden, damit alle einen kühlen Kopf bekommen können.

Die erste Halbzeit war von einem körperlich harten und extrem schnellen Spiel geprägt und man durfte gespannt sein, wie lange beide Mannschaften dieses Tempo halten können. Tatsächlich flachte das Spiel in der zweiten Halbzeit mit schwindenden Kräften ab, die Fehler häuften sich und es entstanden deutlich weniger Chancen.

In der 80. Minute erzielte das eingewechselte, junge Talent C. Il. Son für Nordkorea zwar den vermeintlichen Ausgleich, diesmal allerdings aus einer sehr klaren Abseitsstellung heraus, sodass es final beim 1-2 blieb.

Bangladesch - Usbekistan, 0-4 (10’ Khabibullaeva, 62’ Nozimova, 66’ Nozimova, 88’ Kudrakova)

(nicht gesehen aufgrund zeitgleichem Match in der Gruppe)

Finaler Stand in Gruppe B

(Foto-Quelle: Screenshot Sofascore App)

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10 Uhr in Deutschland - und Momo darf wieder ran gegen Vietnam nach der Indien-Pause….

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Erste Hälfte - Japan 82% Ballbesitz, unglaublich, was für eine Dominanz die Nadjeshiko zu entwickeln imstande ist. :see_no_evil_monkey: Und dabei hat Nielsen noch drei vier Weltstars auf der Bank gelassen…

Bin jetzt auch live dabei!

Danke euch beiden für den tollen Tip…

PS: Der Link scheint geogeblockt zumindest bei mir hier, aber halt einfach Japan Vietnam suchen, dann isses sofort oben…

Das mit der Dominanz stimmt sicherlich, wobei man das auch nicht überbewerten sollte. Der Klassenunterschied zwischen Japan und den meisten asiatischen Teams ist so eklatant, dass Nielsen im Grunde “jeden” spielen lassen könnte, ohne dass er sich Sorgen machen müsste.

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Und auch von mir ein spezielles Dankeschön an Dich, @Tom für die tolle und zeitintensive Aufarbeitung des Tuniers hier!

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Wie schon geschrieben, gerne! Es kostet ein wenig Zeit, macht aber Spaß etwas Werbung für solch ein Turnier zu machen. Und wenn der/die ein oder andere sich unterhalten fühlt, dann freut’s mich umso mehr.

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Japan - Vietnam, 4-0 (22’ Ueki, 51’ Hamano, 64’ Fujino, 67’ Seike)

Die Ausgangslage vor dem finalen Duell in Gruppe C war klar. Japan war bereits sicher für das Viertelfinale qualifiziert und auch der Gruppensieg war ihnen realistisch kaum zu nehmen. Vietnam dagegen konnte darauf hoffen, sich über die Regel der besten zwei Drittplatzierten noch aus eigener Kraft ein Ticket zu sichern, wofür selbst eine knappe Niederlage gereicht hätte. Somit war zu befürchten, dass eine japanische Mannschaft, die offensiv nicht alles geben muss, gegen eine vietnamesische Elf antritt, die quasi den Bus im Strafraum parkt.

Die ersten Minuten versprachen aber ein durchaus munteres Spiel. Japan trat nahezu mit derselben Startelf aus dem ersten Spiel an, sodass auch Bayerns Tanikawa wieder von Anfang an im offensiven Mittelfeld agieren durfte. Vietnam dagegen versuchte mit einigen schnellen Aktionen ersten Druck auf die japanische Defensive auszuüben. Im Großen und Ganzen blieb es jedoch ein Spiel auf ein Tor.

Tanikawa zeigte, wie schon bei ihrem ersten Auftritt, eine gute Leistung und belebte das japanische Offensivspiel sichtlich. Mit klugem Positionsspiel und einer guten Übersicht über freie Räume, war sie somit an mehreren Chancen für die Nadeshiko Japan beteiligt. Schlussendlich erzielte die Stürmerin Ueki in der 22. Minute das verdiente 1-0.

Nach einigen Wechseln setzte sich der Offensivdrang der Japanerinnen in der zweiten Halbzeit unvermindert fort. Hamano, Fujino und die eingewechselte Seike erhöhten auf insgesamt 4-0. Ein Ergebnis, das den K.O. für Vietnam in diesem Turnier bedeutete. Der Mannschaft fehlten sichtbar die spielerischen Möglichkeiten und die Kondition, um sich erfolgreich gegen das drohende Aus zu stemmen. Es ist lediglich Vietnams Torhüterin Khong Thi Hang mit einigen herausragenden Paraden zu verdanken, dass das Ergebnis am Ende nicht doppelt so hoch oder gar zweistellig ausfiel.

Japan wiederum zieht souverän in das Viertelfinale, konnte fast seinen kompletten Kader ausschöpfen, somit Spielerinnen immer wieder Ruhephasen geben und dennoch hier ungefährdet durchmarschieren. Man darf gespannt sein, ob es in den kommenden Aufgaben bei dieser Dominanz bleibt.

Indien - Taiwan, 1-3 (39’ Manisha - 12’ Y. H. Su, 45’+8 Chanu (PK), 77’ Y. H. Chen)

(nicht gesehen aufgrund zeitgleichem Match in der Gruppe)

Finaler Stand in Gruppe C

(Foto-Quelle: Screenshot Sofascore App)

Anbei noch die Paarungen für das Viertelfinale mit Datum und Anstoßzeiten.

Das Duell zwischen Australien und Nordkorea, die beide vor dem Turnier als denkbare Titelkandidaten gehandelt wurden und aufgrund ihrer Zweitplatzierung in den Tabellen bereits jetzt aufeinandertreffen, dürfte das Highlight werden. Beide haben in ihrer Gruppenphase gezeigt, dass der jeweils andere eine harte Nuss werden wird.

(Foto-Quelle: Screenshot Sofascore App)

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Dann Sonntag Wecker stellen den HF-Einzug von Momoko

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Immerhin Wochenende. Wobei ich tatsächlich nicht überrascht wäre, wenn Nielsen seine Linie durchzieht und beide Startaufstellungen abwechselt, also Tanikawa erst wieder im Halbfinale aufläuft. Ohne respektlos sein zu wollen, aber die Philippinen sind ein Gegner, den man locker besiegen muss. Das höchstwahrscheinliche Südkorea im Halbfinale wird der erste echte Test.

Wie hat dir Momoko heute oder bisher im Turnier gefallen?

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Ihre Entwicklung seit dem letzten März (seit ihrer Verlängerungs-Gala in Frankfurt) finde ich völlig unglaublich. Dabei beeindrucken mich weniger ihre spektakulären Aktionen, die Einzug in die Ticker-Notizen finden, als vielmehr ihre Allround-Einsetzbarkeit: Unter Barcala spielt sie Sechs oder Zehn, heute hat Nielsen sie ins Zentrum einer Dreier-Offensiv-Kette gestellt.

Tanikawa spielt mehrheitlich One-Touch-Fußball und hat ein phänomenales Gespür für den richtigen Weg des Balles. Fast jede Ball-Weiterleitung von ihr beinhaltet mbMn eine Idee für eine torgefährliche Aktion der Mitspielerinnen.

Kleine Randnotiz: Das Ganze wirkt bei ihr (fast) immer völlig unaufgeregt, quasi nebensächlich und unangestrengt. Ich hab heut nicht mitgezählt, aber fast jeder Ballannahme war unter Druck, weil halt im Sturmzentrum. Und wieviel Ballverluste dabei? Ich erinnere mich an einen , vermutlich warens zwei oder drei.

Die Tanikawa von 2025 hatte auf Bayern-Niveau hin und wieder genialische Momente, wirkte aber, wenn das Team den Ball verlor, oft ein wenig uninteressiert, orientierungslos und war im Spiel gegen den Ball meist völlig chancenlos, trabte lustlos zurück.

Ein Jahr später - wie ausgewechselt. In meiner Wahrnehmung hat sich dieser Wandel komplett unter Barcala vollzogen. Ich würd mal vorsichtig formulieren: Alex Straus hatte den Tanikawa-Schlüssel nicht gefunden.

Ich war nach den MF-Verletzungen eher genervt, als Barcala sie immer wieder ins MF neben Stanway stellte (Perlen vor die Säue, fand ich). Aber auch hier hab ich mich geirrt: Tanikawa kann auch Sechs spielen. Und wenn dann Amani eingewechselt wird, schiebt sie ansatzlos vor auf die Zehn, ohne mit der Wimper zu zucken.

Das Tanikawa-Herz des @Gratschifter sieht derzeit ungefähr aus wie das Dallmann-Herz von @Irina_Mira - halt so

:heart_eyes:

Postskriptum:

Insgesamt finde ich die Gruppenspiele der Japanerinnen schwer international einzuordnen - ganz wie Du sagst:

Die qualitätiven Unterschiede der Teams sind zu groß. Aber ich hab heut schon ein paar Mal gedacht: Bei der kommenden WM wünsch ich Wück die Japanerinnen nicht als Gruppengegner.

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Das ist doch mal eine schöne, leistungsbezogene Liebeserklärung. Ich kann dir da nur zustimmen. So wie eine Bühl, Stanway und mit Abstrichen eine Kett durch konstant gute bis überragende Leistungen in dieser Saison auffallen, so fasziniert mich v.a. die Entwicklung einer Tanikawa von einer reinen Ergänzungsspielerin unter Straus, die ab und an neue Impulse liefern kann, hin zu einer absoluten Schlüsselspielerin unter Barcala, die aus der Startelf nicht mehr wegzudenken ist. Dass sie mit ihren 20 Jahren noch nicht die Physis hat, um sicher in Zweikämpfen jeden Ball zu behaupten, geschenkt.

Ich verstehe zwar, warum Nielsen sie gerne noch weiter vorne sieht, aber sie ist einfach keine Spielerin, die Flanken per Kopfball verarbeitet. Deswegen wäre eine Position irgendwo zwischen defensivem und offensiven Mittelfeld vermutlich das Beste für sie. Sie zeigt nämlich dort ihre Stärken, wenn sie von hinten in Richtung Strafraum vordringen kann oder den tödlichen Pass für die Offensive liefert.

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Heute beinahe schon. Aber Ausnahmen bestätigen deine Regel.

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Das stimmt. Aber was die Kopfbälle angeht, auch bereits im Spiel gegen Taiwan, muss sie noch ordentlich z.B. mit Harder üben :wink:

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Ich würds gern anders formulieren: Gegen eine physisch stärkere Abwehr (Manchester zum Beispiel, oder Lyon, oder Chelsea, auch Barca mit Mapi Leon) würde Tanikawa körperlich eher verheizt.

Ich seh sie am liebsten auf der Zehn. Aber ich vermute, die kriegt sie in München erst dauerhaft, wenn im nächsten Jahr im MF überhaupt kein Bedarf mehr sein wird. (Ich bin ja weiterhin Team: “Verlängert Stanway - whatever it takes!”)