"Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, hat nun auf einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance & Management seine Begeisterung für Kane zum Ausdruck gebracht. „Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen“, sagte Hoeneß und bezeichnete Kane als Traum für den Verein. Kane hat sich nicht nur auf dem Spielfeld als wertvoll erwiesen, sondern auch abseits des Platzes.
Mit seiner Professionalität und seinem vorbildlichen Verhalten dient er als Inspiration für jüngere Spieler. „Ein guter Charakter, ein Vorbild für unsere Jugend, unsere 18-Jährigen. Der nimmt die in den Arm. Der sagt denen, wie sie den Ball schießen müssen“, lobte Hoeneß den englischen Nationalspieler. "
Du rechnest beim Thema Kapitalrückfluss meiner Meinung nach ziemlich eindimensional und blendest dabei völlig aus, wie der Markt bei absoluten Ausnahmespielern heute funktioniert.
Wer will denn ausschließen, dass Kane in zwei oder drei Jahren nicht doch noch nach England wechselt und dabei eine ordentliche Ablöse einbringt? Die Premier League schwimmt bekanntlich im Geld. Und die Geschichte, dass der Three-Lions-Kapitän für seine letzten Karrierejahre auf die Insel zurückkehrt, um vielleicht doch noch den ewigen Torrekord von Alan Shearer zu knacken. Das wäre für englische Clubs pures Gold.
Man muss sich nur Robert Lewandowski anschauen: Der ist mit fast 34 Jahren für 45 Millionen Euro zu Barça gewechselt. Warum sollten bei einem Kane-Transfer in ähnlichem Alter nicht auch ohne Weiteres 30 bis 40 Millionen fließen?
Dazu ignorierst du den sofortigen Return on Investment. Bei einem Transfer dieser Größenordnung geht es nicht um klassisches Spieler-Trading, sondern um verlässliche Ergebnisse im Hier und Jetzt
Ein Stürmer, der dir Tore am Fließband liefert, schießt dich in der Champions League entscheidende Runden weiter. Ein Halbfinal-Einzug bringt an reinen UEFA-Prämien und TV-Geldern schnell 15 bis 20 Millionen Euro. Dazu bricht er bei den Trikotverkäufen Rekorde und erschließt dem Verein den englischsprachigen Markt nochmal auf einem ganz anderen Niveau.
Selbst wenn er in ein paar Jahren nur noch 40 Millionen Euro Ablöse einbringt, war das Geld bei diesem enormen sportlichen und kommerziellen Output in der Zwischenzeit absolut erstklassig investiert
Du rechnest mir beim Thema Kapitalrückfluss bei Kane etwas zu klassisch. Ich finde, man kann ihn nicht wie einen normalen Transferfall behandeln.
Dass Kane auch in ein paar Jahren in England noch einen Markt haben wird, ist für mich keine besonders gewagte These.
EIn englischer Nationalmannschaftskapitän und potenzieller Rekordtorschütze, der am Ende seiner Karriere vielleicht noch einmal auf die Insel zurückkehrt, ist dort eben auch kein gewöhnlicher Ü30-Spieler. Aber das ist ja auch gar nicht mehr der springende Punkt.
Vor allem greift mir die Rechnung zu kurz, wenn man den Wert des Transfers fast nur über den späteren Wiederverkauf definiert. Das geht hier nicht.
Bei Kane ging es nie primär um Trading, sondern um sofortige Spitzenqualität. Genau die hat er geliefert.
Nicht nur über Tore. Kane ist für diese Mannschaft weit mehr als ein Vollstrecker. Er verbindet das Spiel, bindet Gegenspieler, öffnet Räume und gibt der Offensive Struktur. Sein Mehrwert liegt nicht nur in seinen Zahlen, sondern auch in seiner Wirkung auf das gesamte System.
EIn Transfer kann auch dann voll aufgegangen sein, wenn am Ende nicht mehr die ganz große Ablöse steht. Der Return solcher Spieler entsteht auf dem Platz auf dem sie Unterschied machen.
Ich finde das tut er. Du meinst das tut er nicht. Dass könnte auch Stürmer X oder Y. Ich glaube, da werden wir uns nicht einig.
"Thomas Tuchel very impressed with Harry Kane’s finishing in training: „How does he always find the gap to shoot through and score. It’s impossible, it’s impossible. Everything is closed - the guy finds the gap“
Wäre ja auch komisch gewesen, wenn man diese März-Länderspiele ohne Verletzungen übersteht.
Ob und wie lange Kane ausfällt, werden wir wohl erst in 1-2 Tagen erfahren.
England-Nationaltrainer Thomas Tuchel vor der Partie bei England-Sender ITV: „Es ist eine leichte Verletzung, die quasi aus dem Nichts kam – es ist einfach passiert. Er musste gestern nach 15 Minuten das Training abbrechen. Er kommt nicht zum Einsatz. Er wird nun weiter untersucht und wird im Stadion zuschauen.“
Auf die Frage, ob es sich um eine schwere Verletzung handele, antwortete Tuchel dann aber: „Es ist schwerwiegend genug, dass er nicht spielen kann. Wir müssen die weiteren Untersuchungen abwarten.“