Martinez, der alte Chef de Cuisine. Er galt ja nicht gerade als Kostverächter.
Manche hatten sogar den eigenen Frisör mitgebracht…
wird sich Thiago auch gedacht haben ![]()
die Liste geht ja noch weiter. Kindermädchen, Hausmädchen, Gärtner da gibt es kein Ende.
Dass sich die Spieler, wenn sie hohe Verträge haben sich mit Annehmlichkeiten umgeben, ist das eine. Das andere ist aber, dass sie dieses „normale“ Leben nie kennengelernt haben.
Man hört das ja auch oft von von Spielern nach dem Ende ihrer Karriere. Plötzlich ist niemand da, er alles für einen organisiert. Ihr Leben ist auch nicht mehr verplant. Das ist für viele, weil sie es eben auch vor der großen Karriere nicht gelernt haben ein Problem.
Das ist das was ich damals schon angesprochen habe. Die Kimmich Doku zeigt das wieder ganz klar. All diese Klischees werden da bedient. Ein Spieler der sicherlich nicht dumm ist. Der wenn es um Fußball geht extrem viel weiß und akribisch ist. Der aber bei all dem was sonst so geht wirklich kaum eine Ahnung hat wie mir scheint. Er hat eine Stiftung und dies und das. Aber am Ende ist er einfach da, zeigt sein Gesicht, lächelt und bezahlt natürlich die Rechnungen. Mit dem Rest scheint er nicht viel zu tun zu haben.
Es ist ja bekannt und sollte einen nicht überraschen, aber ich bin immer wieder erstaunt. Gerade bei so Kleinigkeiten. Ich hatte das Gefühl, selbst wenn der am Nachmittag über die Mittagswiesn mit seinen Kindern schlendert, ist er leicht überfordert (jetzt nicht wegen der Kinder). Das sind natürlich nur Ausschnitte die man sieht. Trotzdem bekomme ich diesen Eindruck immer wieder. Ich denke das ist bei fast allen Spielern dieser Kategorie so.
Viele Spieler sind ja nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Die Familie Kimmich waren doch vorher keine Millionäre. Und bis zu 15-16 Jahren wohnen viele Spieler ja auch noch Zuhause und werden glaube ich nicht automatisch von der Hausarbeit freigestellt. Und sogar im Fußballinternat muss man sein Zimmer aufräumen, sein Bett machen, hier und da vielleicht sogar die Wäsche machen. Dass Spieler von Superstars wie Zidane, Beckham oder Ronaldo das nicht lernen ist das eine, aber wenn das die normalen Fußballer nicht lernen Frage ich mich schon, wie die Erziehung aussieht.
Die Konzentration liegt wahrscheinlich einfach auf Fußball & Schule. Da fällt extrem viel hinten runter. Schule & Training (nicht nur das Training selbst, sondern meist auch die Fahrerei dorthin) frisst extrem viel Zeit und Energie glaube ich.
Ich möchte hier jetzt nicht in ein Wespennest stechen, aber ich erlebe des Öftern, dass Kinder nicht in die Aufgaben rund ums Familienleben eingebunden sind. Die müssen nicht mal auf dem Weg zum Profisportler sein
.
Hattest du bis 16 Jahre (Kimmich war soweit ich weiß früher beim VfB Stuttgart) gelernt,
- welche Versicherungen man benötigt und wie man deren Angebote vergleicht,
- ob und wie du deine Steuererklärung abgibst,
- wie man Herd, Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner bedient,
- etc.?
Ich bin sehr vernünftig erzogen worden. Gewusst hab ich es nicht.
Und man lernt es nicht, wenn man im Alltag damit nichts zu tun hat. Und ein Fußballprofi zumindest beim FCB ist heute so viel unterwegs - der kommt nicht dazu, sich damit zu beschäftigen.
Wer weiß das nicht mit 16 Jahren würde ich zurück fragen.
Idealerweise spricht man als Eltern auch über Dinge wie Versicherungen, Steuererklärungen etc im Laufe des Heranwachsens mit seinen Kindern. Warum sollte man das nicht tun? Wollen wir unsere Kinder aufs Leben vorbereiten oder nicht?
Also Haushaltsgeräte (dazu gehören zum Beispiel auch Staubsauger, Ofen, Mikrowelle) zu bedienen ist meiner Meinung nach schon Grundwissen. Mich hat Kochen immer interessiert und deswegen habe ich schon früh gewusst wie Herd, Ofen und Mikrowelle funktionieren.
Wir hatten bei uns im Haushalt zwar auch eine Putzhilfe, aber meiner Mutter hat mir schon beigebracht, wie man sein Bett macht, die Spülmaschine einräumt (oder selbst spült), wie man staubsaugt und später dann auch (bevor ich in meine eigene Wohnung gezogen bin) auch wie man die Wäsche macht.
So etwas wie Versicherungen und Steuererklärungen habe ich auch von meinen Eltern gelernt, aber da würde ich ehrlich gesagt sagen, dass das auch ruhig mal in der Schule behandelt werden sollte. So ein bisschen Finanzbildung würde definitiv nicht schaden.
Genau das sehe ich eben nicht so. Klar, kann man von mir aus machen. Aber dieses outsourcen von Verantwortlichkeiten ist für mich eben ein no go. Wir hatten das Thema auch schon bei Ernährung etc.
Wer ist denn für die Kinder zuständig? Der Staat oder die Eltern? Ich möchte in einem Land leben in dem die Eltern dafür zuständig und verantwortlich sind. Die Staat kann sie dabei unterstützen. Von mir aus. Aber die Verantwortung müssen am Ende die Eltern tragen. Ich glaube nicht, dass der Staat besser in der Lage ist, Kinder auf das Leben vorzubereiten als es die Eltern sind. Schule und Wissen vermitteln, dafür ist der Staat ein ganz wichtiger Baustein. Aber er sollte das m.E. nicht alleine schultern müssen oder dürfen.
Aber wir weichen schon wieder massiv vom Thema ab.
Zumindest verhandelt Kimmich ja seine Verträge selber, also hat er das schon irgendwie gelernt.
Ich finde bei solchen Themen es einfach wichtig auf Fachwissen zurückgreifen zu können. Ernährung kann man nur erklären, wenn man auch etwas von Biochemie versteht und man ist auch kein Steuerexperte nur weil man mit Taxfix mal eine Steuererklärung gemacht hat.
Wenn es ums Optimieren geht braucht man Unterstützung von Experten.
Das ist auch nicht mein Punkt.
Kunststück, wenn die Ehefrau Juristin ist …
Glaube gearbeitet hat sie nicht als Juristin. Aber das Staatsexamen abglegt. Er wird auch rechtlich noch von einem Ex Bayern Mitarbeiter beraten. Zusätzlich gehört Thomas Beheshti zum Team Kimmich. Er war die rechte Hand von Bierhoff beim DFB und unterstützt Kimmich in vielerlei Hinsicht.
Bei der Ernährung ist es schon so, dass ich finde, dass man erklären können muss warum man zum Beispiel Vitamine oder Mineralien essen muss und warum man auch Grünzeug essen muss welches sekundäre Pflanzennährstoffe enthält.
Du denkst wirklich, dass der/die normale 16jährige in diesem Land über Versicherungen, Steuererklärung und die einzelnen Programme der heimischen Waschmaschine Bescheid weiß?
Dein Menschenglaube ehrt dich, aber da bin ich anderer Meinung.
Aber:
Hier ging es ja um künftige und Fußballprofis, nicht um die Allgemeinheit.
Ein Nachwuchs-Fußballprofi investiert unfassbar viel Zeit in Schule und Training. Für die Feinheiten der Haushaltsgeräte eben eher weniger.
Bitte jetzt keine gesellschaftsphilosophische Frage draus machen.
Das können Eltern nicht?
Idealerweise kocht man Grünzeug einfach so, dass es schmeckt. Ausgewogene Ernährung ist m.E. das Pflichtenheft der Eltern. Wenn es dann noch Erklärungsbedarf benötigt, schaut man sich zusammen ein YouTube Video an, dass das erklärt und spricht danach darüber.
Sorry, aber es braucht keine 1000 Ausreden um seiner Verantwortung nicht nachkommen zu müssen.
In der Theorie bin ich zu 100% bei dir.
Es wird viel zu viel Verantwortung abgeschoben.
Zuhause muss das Rüstzeug mitgegeben werden.
Bitte vergiss aber eben die Eltern nicht, die vielleicht nicht deine und meine finanziellen Mittel haben.
Wir kaufen jede Woche frisch haufenweise Beeren und Gemüse ein. Kostet aber mittlerweile eben auch. Pro Woche kostet uns der Supermarktbesuch als vierköpfige Familie so rund 200 € bis 250 €. Wir verdienen gut, fahren aber mit dieser „Einkaufsstrategie“ am Rande unserer finanziellen Möglichkeiten.
Anderen geht es nicht so. Und die müssen dann halt ggf. auf das ein oder andere verzichten.
Ja, bei vielen sind es Ausreden / keine Lust / keine Motivation kochen zu lernen etc.
Aber eben nicht bei allen. Als zeitlich und finanziell limitierte(R) Alleinerziehende(r) (bin ich nicht) würde ich dir deinen Post um die Ohren hauen.
Man muss es halt richtig wissen. Darauf kommt es mir an. Halbgates Wissen weiterzugeben und somit die Ernährung ein Leben lang zu prägen kann schwerwiegende Folgen nachsich ziehen. Ich bin mir sicher viele Eltern machen es ordentlich. Aber es gibt eben auch viele wo beide Elternteile Vollzeit arbeiten und am Abend gibt es Tiefkühlpizza. Da würde ich bezweifeln, dass die Kinder etwas sinnvolles lernen oder für ihr Leben mitnehmen. Darunter sollten sie nicht leiden.
Faszinierend welche Psychogramme aufgrund eines Schnipsels beim Einkaufen gefertigt werden.
Erst von Kimmich, dann von Fußballprofis allgemein, jetzt schon für alle Jugendliche (Menschen).
Nur noch mal zur Erinnerung. Hier kommt keine versteckte Kamera zum Einsatz.
Das ist eine Doku. Da gibt es eine Regie, die wird gescripted und geschnitten.
Ob das tatsächlich sehr viel über das reale Leben der Familie Kimmich aussagt, ist zumindest sehr zweifelhaft.