[40] Jonas Urbig - LZ 2029

Also ich finde gut, dass Urbig Fehler macht, denn das zeigt dass er sich was traut und sich Herausforderungen stellen will. Nur durch die Fehler im Spiel kann er lernen. Das Training bringt da mMn nicht besonders viel. Das Problem ist, dass Urbig halt nicht genügend Chancen auf Spiele bekommt. Was Urbig eigentlich durchmachen muss, ist die erste Saison von Atubolu. Also er darf so viele Fehler machen und Gegentore verschulden wie sie passieren, aber danach muss er wieder gestärkt werden und wieder in Tor stehen. Das kann man dann ein Jahr lang beobachten und sich die Fehlerquote über das Jahr anschauen. Erst wenn sich die Fehlerquote nicht verringert, also Urbig auch mit regelmäßiger Spielpraxis nicht weniger Fehler macht, kann man darüber diskutieren, ob Urbig vielleicht nicht gut genug ist.

Die einzige richtige Entscheidung wäre also Urbig auch gegen PSV und vielleicht sogar gegen den HSV in das Tor zu stellen.

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Urbig ist von der Einordnung in seine Generation eben ein Aumann. Guter Keeper und sicher mit dem Potential Nummer 4-5 in Deutschland zu sein. Das kann man auch mal 10 Jahre im Bayerntor haben. Aber nach Neuer sollte es eben Bayern Ziel sein wieder mindestens eine 4-5 weltweit im Tor zu haben. Und dafür hat der Herrgott Urbig einfach anderst als Neuer zuwenig Talentsternchen mitgegeben.

Nun stellt sich die Frage ob man dieses Pflänzchen mit Einsätzen giessen und gross ziehen will oder ob man nach dieser Saison auf eine grosse Lösung geht.

Woran machst du das fest?
Warum nicht mehr?

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Ist das wieder lustig. Und erwartbar. Urbig macht einen Fehler, seine Gegner melden sich entsprechend. Ähnlich wie bei Kimmich. Alles Würstchen.
Ich erinnere mich noch gut, als Atubolu in seiner ersten Saison als Stammtorhüter teilweise zerrissen wurde.
Wenn man den Nachfolger (wer auch immer) ständig mit (Prime)Neuer vergleicht, wird dieser nicht lange Nachfolger bleiben, egal wie gut er halten sollte. Bei diesem Vergleich zieht jeder den Kürzeren.

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Wie realistisch ist das bei Bayern München? Wenn ein Karl mal ein paar Fehler macht, sind da noch 9 andere Feldspieler, die ihn unterstützen können. Wenn der Torwart ein schlechtes Spiel macht, gewinnt der Gegner.

Ihm läuft auch langsam die Zeit weg. Erst ist 22,5 Jahre alt und hat bisher eig. nur 2 Saisons in der 2. Liga vorzuweisen. Bis Saisonende hat er vielleicht zusammen addiert ein halbes Jahr Top-Klub auf der Rechnung.

Urbig müsste eig. ab sofort jedes einzelne Spiel machen und das mal für die nächsten 1,5 Saisons. Wird das wirklich passieren? Im Grunde entscheidet das doch einzig und alleine Manuel Neuer.

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So ehrlich muss man auch sein: Eigentlich müsste Neuer nach der Saison den Platz freimachen. Nicht weil er Bayern nichts mehr gibt, sondern weil man den Übergang endlich aktiv gestalten muss, statt ihn jedes Jahr weiter rauszuschieben.

Wenn man Urbig wirklich als Nummer eins der Zukunft sieht, dann hilft ihm kein weiteres Jahr auf der Bank. Irgendwann muss man halt auch den Cut machen, sonst stehst du wieder ohne eingespielten Nachfolger da.

Legendenstatus hin oder her, sportlich sinnvoll wäre ein klarer Übergang deutlich besser als dieses ständige Aufschieben.

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Ich bin eigentlich der gleichen Meinung wie @NewBi. Urbig braucht regelmäßig Spielzeit und nicht alle 3-4 Wochen mal ein Spiel. Theoretisch könnte man Urbig nochmal verleihen, aber eine Ausbildungsleihe (also ohne Perspektive für den Leihklubbden Spieler irgendwann mal verpflichten zu können) gibt es wahrscheinlich auf dem nötigen Niveau, damit sich Urbig entsprechend gefördert und weiterwntwickelt gibt es nicht.

Daher gibt es mMn nur zwei Auswege:
Entweder Neuer verlängert nochmal und das ist dann das Zeichen, dass man Urbig noch nicht genug vertraut und dann läuft es wahrscheinlich ähnlich wie mit Nübel oder man macht einen Cut und setzt aktiv auf Urbig. Noch ein weiteres Jahr auf der Bank bringt Urbig nichts, denn er wird keine weiteren großen Entwicklungsschritte gehen, die er aber aufgrund seines Alters eigentlich machen muss. Das Potenzial bei Urbig ist da, aber das Fenster im die nötigen Entwicklungsschritte ist nicht unendlich groß und könnte bald schließen. Zudem ist ja nicht gesagt, dass Urbig dann 2027 sicher übernimmt. Weil wer weiß was Neuer noch machen will und möglicherweise gibt es ein weiteren guten Torhüter auf dem Transfermarkt, den man dann verpflichten könnte.

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Aumann war klasse ! 20Z

Hat jemand geglaubt, dass er sich auf der Bank zum Neuer-Nachfolger entwickelt? Die Spiele, die er nicht macht, kann er nicht nachholen. Verweise darauf, der junge Neuer hätte auch Fehler gemacht, bringen ihm auch keine Einsatzzeit. Neuer war bereits mit 20 Stammtorhüter bei Schalke, die damals eine gute Mannschaft hatten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Urbig hier mal erster Torhüter werden soll? Nachdem er letzte Saison unerwartet zur Nummer eins wurde, hätte er sich verleihen lassen müssen um den Flow mitzunehmen und nicht zurück auf die Bank.

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Sogar der Neuer von heute :wink:

Weil es hier gesagt wurde:

Deutschland, das Land der Top Torhüter, steht aktuell etwas “blank” da. Von wegen Urbig Nummer 4-5 in Deutschland.

Wer wäre denn der deutsche WM Keeper aktuell, der uns wie Kahn ins Finale oder Neuer damals zum Titel führt?

Zweite Frage: Wer, interntaional, wäre denn der (machbare) Neuer nachfolger,den wir verpflichten sollten? Immerhin ist zuletzt ein renomierter Keeper an Neuers Fußstapfen gescheitert, nur um dann sein neues Team ins CL Finale zu bringen.

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Spricht ja auch nichts dagegen die nächsten 10 Jahre auf dieses Niveau im Tor zu setzen. Dumm wäre es nur Urbig nun 1.5 Jahre inklusive der Fehler zu pushen und dann doch auf eine grosse Lösung zu gehen.

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Sehe ich genauso - wenn wir jeden Keeper mit Neuer vergleichen, wirds eben eng. Er ist der GOAT.

Ich lese immer wieder Donnarumma, glaube ich bin der einzige, der ihn für total überbewertet hält. Gefühlt, sehe ich ihn in jedem Spiel an Flanken vorbeisegeln… Aber wie gesagt, liegt wahrscheinlich an mir, mag dieses defensive Torwartspiel nicht besonders.

Ja und weil mir sonst echt kein super, super Torwart einfällt, der Neuer beerben könnte, würde ich auf Urbig setzen. Wohlwissend, dass dann paar Patzer passieren können. Vielleicht bekommt er durch ausreichend Praxis auch die Kurve.

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Geht mir ehrlich gesagt genauso. Ich versteh auch nicht, warum Donnarumma immer noch so gehypt wird. Klar, auf der Linie ist er stark, aber bei Flanken, im Rauskommen und generell im Mitspielen wirkt das oft alles andere als souverän.

Für mich lebt sein Ruf bis heute extrem von der EM und ein paar Highlight-Spielen, aber konstant überragend finde ich ihn nicht. Für das, was er kostet und wie über ihn geredet wird, ist das schon ziemlich viel Vorschusslorbeeren.

Wenn man auf aktives Torwartspiel und guten Spielaufbau Wert legt, ist er für mich auch nicht die erste Wahl. Da gibt’s einige, die besser ins moderne Spiel passen.

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Er war mit dafür verantwortlich, dass Italien die EM gewonnen hat und PSG die Champions League (wer erinnert sich nicht an seinen Auftritt gegen Liverpool und das HF gegen Arsenal)?

Möchte nicht wissen, wenn er ein Deutscher wäre, wie die Meinungen dann ausfallen würden.

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Aber genau das ist für mich der Punkt: Er lebt extrem von ein paar riesigen Spielen und Highlights. Im Alltag wirkt er für mich bei Flanken, im Rauskommen und im Mitspielen oft unsicher und nicht besonders modern.

Und ganz ehrlich, wenn er Deutscher wäre und solche Szenen regelmäßig hätte, würden die Diskussionen hier ganz anders laufen. Dann wäre das Thema „Torwartspiel mit dem Fuß“ und „Strafraumbeherrschung“ jede Woche auf dem Tisch.

Für mich ist er kein schlechter Keeper, aber für den Ruf, den er hat, schon deutlich überschätzt.

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Stichwort modernes Spiel:

Fast alle Spitzenteams spielen mittlerweile im Pressing eine ziemlich extreme Mann-gegen-Mann-Orientierung, zumindest phasenweise. Diejenigen, die das am krassesten umsetzen - sind wir.

Und die hauptsächlich entscheidende Position, um das machen zu können, ist der mitspielende Keeper. Es gibt diesbezüglich kein nice-to-have, es ist schlicht notwendig, um Über- respektive Gleichzahl herstellen zu können. Das betrifft sogar nicht nur die Fähigkeiten am Ball, sondern auch Raumorientierung und Spielverständnis.

Und wer mir jetzt allen Ernstes einen gleichaltrigen Torwart in Deutschland nennen kann, der für dieses Profil bessere Anlagen als Urbig hat, der zudem noch Stärken auf der Linie besitzt, dem gratuliere ich. Ich sehe da echt keinen.

Vor ein paar Wochen haben schon einige gesagt, Urbig sei jetzt schon besser als Neuer. Jetzt taucht er mal an einer dieser modernen, fiesen Ecken vorbei, schon kommen die Stimmen von wegen, der packt’s nie oder der wird in Deutschland bestenfalls die Nummer 4 oder 5. Sorry, aber die Zeiten von Aumann sind in jeder Hinsicht vorbei und das Torwartspiel heute ein völlig anderes. Urbig ist ein moderner Keeper in einem super Alter. Es reicht völlig, wenn er die Strafraum- und Fünfer-Beherrschung noch steigert, dann ist er (anders als Aumann übrigens) in meinen Augen in Deutschland ziemlich konkurrenzlos.

Und auch in Europa findet man kaum Keeper, die all die genannten Stärken vereinen. Ich kann nicht verstehen, wie man bei unserem Spielansatz ernsthaft reine Linien-Götter bevorzugen könnte, und seien sie da noch so gut. Bitte zählt mal die Ballkontakte unserer Torleute während des Spiels, und dann setzt es ins Verhältnis: Mitspielen - klassisches Torwartspiel. Da kommen dann ungefähr 95% zu 5% raus.

Und noch ein Wort zu Donnarumma: der war mit 17 schon ein körperliches Monster und hochveranlagt. Aber sein Stil ist mit klassisch noch zart umschrieben. Es wurde schon erwähnt: bei Flanken lässt er sich permanent fallen und bekommt (noch) die Pfiffe. Mitspielen kann er nicht, und er wird es wohl auch nicht mehr lernen, weil ihm da das Talent fehlt. (Dies im potentiellen Gegensatz zu Urbigs Nachholbedarf bei Flanken.) Auf der Linie ist er, da brauchen wir nicht reden, schon aufgrund der Reichweite Weltklasse. Ich möchte ihn trotzdem nicht haben. Ich will Urbig. Dessen Verpflichtung wäre übrigens auch ein strategischer Fehler gewesen, würde man ihm nicht die Chance geben, Neuer zu folgen. Und was man intern so hört, sieht der Staff der Goalies das genauso.

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Zwei Fehler. Nur der Abpraller wurde im Gegensatz zum Eckball nicht bestraft.

Wird im Extrapodcast zum Augsburgspiel nicht einmal erwähnt während Neuers einer Fehler gegen Köln in einer Serie starker Spiele sich einen eigenen Artikel verdient.

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Ich verstehe den Kritikpunkt bei Donnarumma komplett. Die Strafraumbeherrschung/Timing bei Flanken und das „Mitspielen sind nicht seine Paradedisziplinen. Da hat er Szenen, die in Deutschland sofort eine Grundsatzdebatte auslösen würden.

Nur: Daraus überschätzt zu machen, greift mir zu kurz. Bei Torhütern ist der Wert oft nicht der hübsche Alltag, sondern ob du dir in den wenigen, entscheidenden Momenten auf absoluter Top-Bühne einen Vorteil erkaufst.

Da ist Donnarumma eben nachweislich ein Faktor: EURO gewonnen als Turnier-Keeper (inkl. zwei Shootouts als Dosenöffner) und zuletzt in der CL in den K.o.-Spielen, in denen es wirklich brennt, PSG mehrfach im Wettbewerb gehalten bzw. weitergebracht. Das ist nicht „lebt von Highlights“, das ist genau der Job, wenn’s um Titel geht.

Das ist auch der Grund warum Pep Guardiola ihn wollte. Auch wenn er grundsätzlich eine. andere Art von Torwart bevorzugt.

Für Bayern ist die Frage ob sein sein Profil zu dem, was wir traditionell wollen passt?
Wir haben jahrelang einen Keeper gehabt, der nicht nur hält, sondern auch Raum, Höhe und Aufbau mitprägt. Wenn man das weiterhin als Maßstab nimmt, kann man Donnarumma durchaus skeptisch sehen.

Ob man einen Donnarumma im Bayern Tor sehen will, ist am Ende eine Profil- und Strategiefrage, nicht die Frage seines Könnens.

Die Klasse große Spiele entscheiden zu können ist aber bei aller Kritik an seiner Spielweise etwas was man nicht so ganz unter den Teppich kehren sollte.

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Natürlich, das will ich auch nicht. Ich beschrieb ihn ja als Weltklasse auf der Linie.

Und klar ist auch, dass diese Fähigkeiten auf der Linie grade in den von Dir genannten “großen” Spielen, sprich Halbfinals, Finals, auffälliger wird, wenn man da gegen große Gegner mal unter Beschuss gerät.

Nur passiert das bei Bayern genau zwei-, drei-, viermal pro Saison. Ich kann mich an eine Handvoll Keeper erinnern, die mal gegen Bayern das Spiel ihres Lebens gemacht haben. Weiß noch jemand, wie der Keeper von gewissen (siegreichen) Finalgegnern gegen uns im Landesmeister-Cup hieß?

Was ich damit sagen will: die Datenlage bezüglich “großer” Spiele ist sehr, sehr gering. Richtig, Donnarumma hat enormen Anteil an zwei Titeln mit seinen Paraden. Aber selbst in diesen Spielen wäre es möglich, dass ein mitspielender Keeper gar nicht erst in die Verlegenheit gekommen wäre, soviel Bälle halten zu müssen - weil ein dominanteres Spiel möglich gewesen wäre. Kuck Dir mal heute die Spiele von City an - da ist nicht mehr viel mit Dominanz. (Liegt nicht nur an Donnarumma, aber auch.)

Also, insofern sehe ich es wie Du oben sagst: das Profil ist das Wichtigste. Sich auf einen “Der entscheidet große Spiele”-Leumund zu verlassen, ist aus meiner Sicht ein Risiko, das wir (vor allem auch für das nötige Kleingeld) nicht eingehen sollten. Eine Saison dauert länger als zwei, drei “große” Spiele. Und wer garantiert dir, dahin zu kommen?

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