[3] Kim Min-Jae - LZ 2028

Gerade sehe ich auf sofascore dieses Ranking. Wie kann es sein, dass Kim auf #17 liegt, Tah aber nur auf #21, Upa sogar auf #55?

das könnte man evtl. besser beantworten wenn du mindestens den Platz 21 noch mit ausgeschnitten hättest…

1 „Gefällt mir“

Ging leider nicht, da nächste Seite.

Notenvergleich der drei IV:

Bundesligaspiele:

  • Sofascore-Noten (höher = besser; 10 = Bestwert): Kim 7,4 > Tah 7,3 > Upa 7,1
  • Whoscored-Noten (höher = besser; 10 = Bestwert): Tah 7,2 > Kim 7,0 > Upa 6,9
  • Kicker-Noten (niedriger = besser; 1,0 = Bestwert): Kim 2,7 > Tah 2,8 > Upa 2,9

Champions-League-Spiele:

  • Sofascore-Noten: Tah 7,1 > Upa 6,8 > Kim 6,5
  • Whoscored-Noten: Tah 6,8 > Upa 6,7 > Kim 6,0
  • Kicker-Noten: Upa 2,75 > Tah 2,8 > Kim 3,5

Alles mit Vorsicht zu genießen: Alle Notensysteme haben (teils große) Schwächen. Teilweise kleine Stichproben, unterschiedlich starke Gegner etc.

Aber das Bild, dass Kim in der Bundesliga ordentliche Spiele abliefert (dafür in der UCL Probleme hat), zeigt sich plattformübergreifend.

6 „Gefällt mir“

Perfekter Innenverteidiger für die Position hinter den beiden Innenverteidigern, wenn man in der Bundesliga rotieren möchte.

1 „Gefällt mir“

DANKE! Ich frage mich aber noch immer, wie Kim zu besseren Noten als Tah und Upa kommen kann.

Ich bin kein Kim-Kritiker, aber Upa und Tah halte ich schon für besser. Daher meine Verwunderung.

Ebenso hätte ich (der insbesondere die Player Ratings der beiden Quellen, plus Fotmob regelmäßig verfolgt) auch ex ante schon klar gesagt, dass Whosored (die Player Rating Referenz, machen das denke ich mir Abstand am längsten schon?) von den Dreien am verlässlichsten ist und dass Tah besser im Schnitt als Kim kommt nur dort rüber…

Wenn ich mir diese Zahlen so anschaue, mal ohne Bewertung möglicher methodischer Schwächen. Es als gegeben annehme.
Dann ist meine erste Frage, warum wir Upa eigentlich zu einem der bestverdienenden Fußballer der Welt machen sollen. Er sticht ja nicht einmal unter den IV des FCB groß heraus.

3 „Gefällt mir“

Das liegt u.a. daran, was die Scoring-Systeme mögen. Gerade Whoscored, Sofascore und Fotmob sind ja vollautomatisiert und standardisiert. Da gibt es für jeden angekommenen Pass Pluspunkte, für Pass, der zu einem Torabschluss führt (Key Pass) mehr Pluspunkte, für Fehlpässe Minuspunkte usw. Die genauen Algorithmen sind dabei natürlich geheim.

Soweit alles plausibel, aber in der Praxis ist angekommener Pass natürlich nicht gleich angekommener Pass. Bei dem einen Spieler kommt der Pass an - geht aber direkt in eine Pressingfalle und zwei Aktionen später hat das Team den Ballbesitz verloren. Bei dem anderen Spieler kommt der Pass an und löst so eine schwierige Pressing-Situation auf.

Dann die Frage, wie viele Plus- oder Minuspunkte welche Aktion geben sollte? Ist ein abgefangener Pass mehr Wert als ein erfolgreiches Tackling oder weniger? Usw.

In der Bundesliga fällt jedenfalls auf, dass Kim laut Whoscored deutlich mehr “Defensive Actions” pro Spiel hat. Dazu zähle ich abgefangene Bälle, geblockte Schüsse/Pässe/Flanken, gewonnene Tacklings und Klärungsaktionen.

  • Kim kommt hier (in der Liga! - für die UCL habe ich nicht geschaut) auf 9,6 pro 90 Min.
  • Tah kommt auf 8,2.
  • Upa kommt auf 6,5.

Das überrascht insofern nicht als wir bei Kim ja oft diese aggressive zockende Nach-Vorne-Verteidigen sehen. Damit sammelt er viele “Interceptions”. Wenn es schief geht, bricht der Gegner aber ggf. durch. Wie bewertet Whoscored das?

Und damit zu einem (der vielen) generellen Dilemma solcher Scoring-Algos: das Bewerten von Off-Ball-Aktionen. Justin hatte das Gegentor in Köln im Detail seziert: FC Bayern: Mehr als Neuer-Bock! Das Gegentor in der Analyse

Wie bewertet Whoscored hier das Verhalten aller Bayernspieler in der Defensive nach dem Ballverlust? Niemand aus dem Quintett Tah, Pavlo, Laimer, Kim und Ito verliert einen Zweikampf, niemand spielt einen Fehlpass. In den “simplen” Whoscored-Stats kommt die Szene also quasi gar nicht vor (bzw. nur insofern als zugelassene Chancen/Gegentore pauschal zu Minuspunkten führen). Gleiches gilt für Offensivszenen. “Raumdeuter” Müller oder heute raumöffnende Tiefenläufe von Diaz werden in den uns vorliegenden Whoscored-Noten nicht erfasst.

tl;dr: Kim hat in der Bundesliga deutlich mehr klare, messbare, erfolgreiche Defensivaktionen als Upa. Diese Aktionen haben einen großen Einfluss auf die Scores.

8 „Gefällt mir“

Weil Bayern wahnsinnig reich ist und es sich jederzeit leisten kann, einen Spieler um 10% bis 30% zu überzahlen.

Weil Bayern schlecht verhandelt und immer nachgibt. Mit vielen, vielen Präzedenzfälle.

Weil Bayern Risiko und Kosten eines ablösefreien Abgangs mit “Ersatzbeschaffung” scheut.

Weil Bayern generell recht kurzfristig plant und einen hohen Fokus auf Kader-Stabilität legt.

Weil Spieler und Berater das alles wissen und durch harte Verhandlungen/hohe Forderungen ihrerseits kaum etwas riskieren.

(Fast alles übrigens nachvollziehbar und deshalb jetzt gar nicht so Bayern-kritisch gemeint wie es auf den ersten Blick aussieht.)

9 „Gefällt mir“

Deine kritischen Argumente sind leider einleuchtend. Aber bei dem Punkt

müssten die Verantwortlichen den immanenten Widerspruch doch eigentlich selbst erkennen können. Kurzfristige Planung und Stabilität gehen selten Hand in Hand.

DANKE. Das war auch meine Wahrnehmung. Insofern werde ich diese Systeme künftig wieder ignorieren - so, wie schon vor meinem kurzen Ausflug.

Man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass Kim nicht nur zockt, weil er das unbedingt möchte. Ja, es liegt sicher in seinem Naturell. Aber würde Kompany zu ihm sagen, er solle nun gefälligst hinten drin den Ruhepol geben, dann würde er das wohl ohne Widerspruch tun und versuchen bestmöglich zu bewältigen.
Der Trainer verlangt jedoch dieses aggressive Verteidigen. Von Kim. Von Upa. Und sie sind beide wahnsinnig gut dabei. Upa hat sich dermaßen gesteigert, nahezu fehlerlos, dass Kims wenige Fehler dopppelt und dreifach auffallen.
Tah hilft natürlich ungemein in Kombination mit einem der beiden, eine gegensätzliche Rolle auszufüllen.
Ich mag den Spieler immer noch. Selbstverständlich wäre es angenehmer, würde er fehlerfrei spielen. Aber wer macht das schon? Mir fällt niemand ein. Die Rolle, die Kim und auch Upa verkörpern müssen, ist risikoreich. Und beim nächsten Fehler von Upa, der kommen wird, werden hier und woanders wieder Plakate mit seinen Gehaltsforderungen hochgehalten. Aber so ist Fußball - fehler provozieren, Fehler vermeiden.

7 „Gefällt mir“

Naja, man kann Brandherde auch erstmal kurzfristig löschen um Stabilität und Sicherheit zu haben. Langfristig planen bringt auch Stabilität, aber nur wenn es dann auch so aufgeht, wie man sich das vorstellt und das ist schwer in Fußball.

Worauf ich hinaus will ist, dass sowohl langfristige als auch kurzfristige Planung für Stabilität sorgen kann, aber Bayern eben in Manchen Sachen noch hinterhängt und deswegen eben teilweise dich kurzfristig planen muss.

Man hätte sich auch vor eineinhalb Jahren, als man sich von de Light getrennt hat, bereits dafür entscheiden können, dass man Upamecano vertraut und ihm deswegen einen leicht verbesserten Vertrag anbietet. Spätestens im Winter hätten damals erste Verhandlungen stattfinden müssen. Aber da waren noch Musiala, Davies, Kimmich, Neuer und Sané wichtiger, da ihre Verträge im Sommer ausliefern. Also hat sich das alles gezogen und jetzt sind wir hier.

Zumindest bei Olise soll man bereits jetzt für eine Vertragsverlängerung verhandeln, um seine sehr guten Leistungen zu belohnen.

1 „Gefällt mir“

Sorry, aber genau hier liegt für mich der Widerspruch: Brandherde muss man so gut es geht vermeiden, um im Bild zu bleiben. Kaderstabilität bedeutet für mich in allererster Linie: Planungssicherheit bei den Leistungsträgern. Also bspw. schon 2 Jahre vor Vertragsende in die Gespräche gehen.

Bei Olise würde ich daher spätestens im Sommer mit Gesprächen beginnen, d’accord. Ich fürchte, dass der Gute seine Optionen kennt und nicht verfrüht verlängern wird, aber einen Versuch wäre es wert.

3 „Gefällt mir“

Ich meine als Eberl ankam, gab es so viele Brandherde, das war in München eher ein brennendes Feld. Und dann vergießt ihm ein gewisser Herr Hoeneß auch immer wieder neues Öl. Ich sage nicht, dass Eberl damit nicht klarkommen muss, diese heiße, brenzlige Situation gehört zum Bayern dazu. Aber viele Brandherde sind eben nicht von ihm verursacht und trotzdem muss er sich um sie zuerst kümmern um wieder Stabiltät in den Verein zu bekommen.

1 „Gefällt mir“

Sehr gut zusammengefasst!

Für mich immer das Paradebeispiel: Ball durchlassen für den besser postierten Mitspieler der dann einnetzt. Im Grunde eine Vorlage, in den Portalen jedoch 0 Punkte.

FC Bayern wants to sell Kim Min-jae per one report; according to Christian Falk and Julian Agardi the situation between Bayern Munich and center-back Kim Min-jae is taking an odd twist.

It is not actually Kim who wants to leave this summer, but the Bavarians who want to ship him out the door:

„Okay, this is problematic for a few reasons - first, Bayern Munich did not pay €50 million for a guy content to be a Challenger. Second, he is getting paid a €12 million salary and an annual bonus of €3 million - which is far too much for a player to be content to be on the bench.

With a penchant for poor positioning and sloppy decision-making, Kim essentially played his way out of starting role.

It is not shocking that Bayern Munich wants to sell him, but it is somewhat stunning that a 29-year-old former star is already willing to accept being a sub.

Realistically, Kim likely understands he has not performed as well as Dayot Upamecano or Jonathan Tah, but he also likely knows that no other team would pay him that kind of salary. A transfer — even to the Premier League — might have to be accompanied by a pay cut.

While no one can blame him for wanting to make that money while he can, it is bad look to accept a lesser role at a time where he should be starring in his prime.

Being content in any endeavor is dangerous. As the old adage goes, complacency is the enemy of progress.

One might be quick to blame former sporting director Hasan „Brazzo“ Salihamidzić for the overly generous deal, but he was already sacked by the time this one was formalized. Instead, it was former head coach Thomas Tuchel and technical director Marco Neppe giving personnel input and leading the charge with chief executive officer Jan-Christian Dreesen giving the final approval.

Yup, Bayern Munich is STILL feeling the effects of the ill-fated Tuchel Era.

Clearly, this kind of big deal - especially during that tumultuous timeframe — was a mistake. As for what happens, next, well, there are likely 15 million reasons why things are probably not going to change.“

1 „Gefällt mir“

Wurde das zufällig von einer KI geschrieben? :joy:

1 „Gefällt mir“

Mag sein. Ist nicht von mir erstellt, nur kopiert :winking_face_with_tongue: