WM 2026 – Powerranking, Woche 2: Deutschland hinter Ronaldo, Frankreich bleibt Topfavorit

Veröffentlicht unter: Powerranking zur WM 2026: DFB-Team verliert trotz Sieg Boden

Der zweite Spieltag der WM 2026 hatte es in sich. Miasanrot hat das Powerranking aller 48 Teams nach zweimal 90 Minuten. 48 Spiele der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Teams sind gespielt. Gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Wir sortieren die Teams der WM 2026 im Powerranking. WM 2026 – Powerranking Woche 1: Deutschland in Schlagdistanz zu den Großen, England träumt mal wieder Das Miasanrot-Powerranking funktioniert datenbasiert. Es ist eine Kombination aus der im Turnier gezeigten Leistung mit den Bewertungen der Teams vor dem Turnier. Mehr zur Methodik erfährst du weiter unten. Werbung: Das neue Bayern-Trikot und 50 Prozent auf…

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Manchmal sagt eine Zahl mehr als eine lange Analyse. Unsere schwache Defensive raubt uns einer realistischen Chance sehr weit zu kommen.

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True. Und dennoch empfinde ich besonders Portugal als zu hoch eingeschätzt ein.

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Nette Analyse. Mal sehen, wie viele der Top 8-Teams dann auch im VF stehen werden.

Das wird natürlich stark vom Turnierbaum abhängen: Nachdem nun das 1/8-Finale gegen FRA praktisch klar ist, hat meine eh mäßig ausgeprägte WM-Freude wieder einen Dämpfer erlitten.

Wurden früher die Turnierbäume einfach besser geplant? Ich kann mich außer Holland 1990 im AF nicht an einen derart starken Gegner so früh bei einer WM erinnern?!

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2010 hatten wir England im 1/8 Finale, auch keine Laufkundschaft. Sowie Argentinien im 1/4-Finale. Kann mich gar nicht mehr erinnern ob wir da ähnlich „ängstlich“ waren aber die Erwartungen waren lange nicht so hoch. Und dennoch haben wir beide im Prinzip filetiert. Unvergessen Maradona als Coach…

2014 hat uns der Außenseiter Algerien fast rausgekickt, also da machte es auch keinen Unterschied ob der Gegner nur auf dem Papier stark war.

Definiere “besser geplant”.

So lange es Auslosungen gibt - und die Mannschaften dann auch noch nicht immer so spielen wie geplant - gibt es Unterschiede bei Turnierbäumen.

Die WM 1990 ist dafür ein gutes Beispiel. Dort kam es im Achtelfinale nicht nur zu Deutschland-Holland (immerhin Vizeweltmeister und Europameister), sondern mit Argentinien-Brasilien zu einem zweiten absoluten Kracher. England-Belgien und Spanien-Jugoslawien waren auch nicht ohne…

Bei der genannten WM 2010 ging es für Deutschland als Gruppensieger der Reihe nach gegen England, Argentinien und Spanien, während der Pfad als Gruppenzweiter einer über USA, Uruguay und die Niederlande gewesen wäre…

Bei der WM 2022 sah der Pfad für Marokko als Gruppensieger so aus: Spanien-Portugal-Frankreich-Argentinien. Sehr uncoole Belohnung dafür, vor Kroatien und Belgien Gruppensieger geworden zu sein…

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Die Analogie zu 2014 lasse ich mal außen vor, weil sie mein Thema relativiert. Mit 2010 hast Du recht, wobei glücklicherweise wir da leicht favorisiert waren, oder?

Vielleicht rührt meine Wahrnehmung auch daher, dass wir selten gegen den absoluten Topfavoriten ran mussten. Bin gespannt, aber nicht sonderlich optimistisch.

Vize-WM war seinerzeit die BRD

Wegen des Baumes: bekommt man im Sechzehntelfinale eine Gruppendritten, kann man im Achtelfinale auf einen anderen Gruppensieger treffen. Hat man zunächst als erster einen Gruppenzweiten als Gegner, trifft man bei Sieg auf den Gewinner zwischen zweier Gruppenzweiter. Allein deswegen kann der Weg für einige schnell schwieriger werden als für andere.

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Turnierbaum hin oder her - wer Weltmeister werden will, muss auch gegen die Besten bestehen können, das ist in der CL genauso, wenn man sie denn gewinnen will. Ob Frankreich jetzt im Achtelfinale kommt oder im Finale: die Aufgabe ist die gleiche.

In diesem Sinne: Vertrauen auf das was man kann, und dann das Bestmögliche daraus machen (und es gibt ja übrigens auch noch ein Sechzehntelfinale, welches man erst mal überstehen muss). Mehr als das Beste geben kann man eh nicht :wink:.

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Holland hatte sich gar nicht für die WM 86 qualifiziert.

Der Weltmeistertitel kann ja gar nicht unser Anspruch sein, finde ich. Dafür fehlt dem Team individuell und taktisch zuviel.

Dennoch schade, dass wohl schon im AF Schluss sein wird. Andererseits aber gut für JN: Ein Aus gegen die Franzosen wird ihm hierzulande niemand übel nehmen, solange es keine Klatsche gibt.

Individuell ja, taktisch ist Deutschland mMn sehr gut aufgestellt im Vergleich. Aber individuell ist eh immer entscheidender.

Mir kommt D hier viel zu pessimistisch weg, wenn ich die anderen Teams so sehe. Topfavorit sind sie nicht, aber trotzdem eines der unterhaltsamsten und besten Teams bisher.

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BTW: Liebe das Powerranking @Georg man merkt in jeder Zeile deine Leidenschaft für solche Formate. Hast dir damit ordentlich was eingebrockt für die Zukunft. Ich freue mich schon extrem darauf, zu erfahren, wo Mjällby im MSR-CL-Powerranking landet. :heart_eyes::heart_eyes::heart_eyes:

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So meinte ich das. Das Vize-WM traf auf den Europameister.

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Richtig ist, dass man nicht Weltmeister wird, ohne ein, zwei sehr starke Gegner zu schlagen. Aber wie bei allen K.-o.-Turnieren: Man muss nie alle schlagen, sondern nur die vier (fünf), die man im Pfad hat. Ich erinnere mich an die WM 2002, als Deutschland durchaus Dusel hatte und über Paraguay, die USA und Südkorea ins Finale einzog. Oder an die Italiener, die 2006 über Australien und die Ukraine ins Halbfinale einzogen.

Wichtiger ist ohnehin was Mehmet sagt: Es gibt ja noch was zwischen Weltmeister werden und im Achtelfinale rausgehen. :wink:. In der aktuellen Phase der deutschen Nationalmannschaft wäre eine Konstellation mit machbaren Gegnern bis ins Viertelfinale doch ganz angenehmen gewesen.

PS: Frankreich gegen Deutschland ist wahrscheinlich geworden. Sicher ist es noch lange nicht. Die Chance steht aktuell bei ca. 60%, dass es zum Duell kommt. Frankreich muss noch zwei Spiele positiv spielen, Deutschland noch eins…

PPS: Ich bin ohnehin weiterhin optimistisch, dass Deutschland gegen Frankreich gewinnt.

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That’s the Spirit :smiley::+1:

Der letzte Sieg ist nicht so lange her, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war …

Mit Sicherheit sind wir eines der unterhaltsamesten und spielerisch besten Teams im Turnier. Wir strahlen in meinen Augen aber einfach nicht dieses „sie sind schwer zu schlagen“ aus. Ich gehe sogar soweit, nach Argentinien einen klaren Schnitt zu sehen. Frankreich, England, Spanien und Argentien wirken deutlich kontrollierter als wir. Bei uns ist jederzeit möglich, dass wir ein Spiel in 20 Minuten vollkommen aus der Hand geben. Gegen die Elfenbeiküste war schon so ein Spiel, das in jede Richtung hätte laufen können. Gegen Norwegen wäre es auch wieder so ein vollkommen unvorhersehbares Spiel. Da könnte uns wenn’s dumm läuft, Haaland in wenigen Minuten den Gar ausmachen.

Ich kann ja nun behaupten, jedes Spiel gesehen zu haben. Und ich finde, dass hier viel gefühlte Wahrheit dabei ist. Ich widersrpreche nicht mal bei Deutschland. Aber ich widerspreche vehement bei Frankreich, Argentinien und Co., die in ihren Spielen auch ganz andere Resultate hätten haben können, wenn zwei, drei Aktionen anders laufen. Das hatte dann wenig mit Kontrolle zu tun. Deren individuelle Klasse ist halt einfach höher. So what? Räume bieten sie trotzdem auch alle an. Ich bleibe dabei, dass dieselben Dinge hier mit zwei Maß bemessen werden. Wenn Deutschland sein Spiel so gewinnt wie Frankreich das erste, diskutiert das halbe Land darüber, wie anfällig und schwerfällig man im ersten Durchgang war und man nicht so kontrolliert wie Frankreich sei.

Ich sehe auch eine Top-4, Top-5, in der Deutschland nicht vorkommt. Aber ich sehe keinen Abstand, wegen dem man sich Angst machen muss. Dafür, dass letztes Jahr schon Untergangsstimmung rund um die Nagelsmänner war, sieht das doch in den letzten Monaten ganz gut aus. Und wenn man gegen Frankreich ausscheiden sollen, isses halt so.

Wenn die Erwartungshaltung ist, dass man Teams wie Norwegen dominiert, dann muss man fragen, ob die Quali gesehen wurde.

Deutschland hat seine Waffen. Einige davon sind noch nicht ganz in Topform, aber das stimmt mich positiv für die Zukunft. Positiver als ich es noch 2024 war.

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Na ja, du vlt. nicht so konkret, aber die Diskussionen hat insgesamt hierzulande schon einen relativ deutlichen Tenor und der ist überwiegend skeptisch, negativ, nörgelnd. Das heißt nicht, dass es keine Kritik geben sollte. Oder dass Deutschland nicht Probleme hätte. Die haben andere Nationen aber eben auch. Sicherlich mit höherem individuellen Niveau, was es einfacher macht, das zu verstecken. Das individuelle Niveau der Deutschen ist aber auch nicht so schlecht, wie es hier gern dargestellt wird. Ich glaube, viele Nationen hätten gern so eine Startelf.

Solche Argumente sind für mich reine Gefühlsabwägerei. Da ist wenig Faktenbasis dabei. In 35 Länderspielen unter Nagelsmann:

  • 23 Siege, 6 Remis, 6 Niederlagen
  • Siege gegen Elfenbeinküste, Italien, Niederlande (2x)
  • Klammert man die ersten vier Reinkommspiele damals aus, sind es sogar nur vier Niederlagen in 31 Spielen – eine davon gegen Spanien bei der Europameisterschaft und wir alle wissen, wie das Spiel lief und das D dort durchaus keine allzu schlechten Chancen auf das Weiterkommen hatte. Immerhin gegen den kommenden Europameister
  • Die anderen drei während einer Krise im vergangenen Sommer, als Verletzungen und Ausfälle zu ordentlich Problemen geführt haben. Die Nations League wurde mit großen Problemen bestritten. Das 0:2 in der Slowakei war sicherlich ein Tiefpunkt unter Nagelsmann. Seitdem dann die elf Siege in Folge.

Alles in allem würde ich also widersprechen: Deutschland ist schwer zu schlagen. Eine höhere Niederlage gab es noch gar nicht. Mit einer Startelf, in der Koch, Groß, Goretzka, Adeyemi und Füllkrug standen, hat man gegen Frankreich in der Nations League zwar 0:2 verloren, hatte aber 20:16 Abschlüsse und 2,5 zu 2,4 xG und 3:2 Großchancen. Einfach war der Sieg für die Franzosen jedenfalls nicht.

Das betrifft aus meiner Sicht jede Nation. Auch die Top-Nationen.

Matchmomentum Argentinien gegen Österreich:

Matchmomentum Argentinien vs. Algerien

Bei Frankreich brauche ich wohl kein Matchmomentum, um den Punkt zu machen, das sieht jeder, dass die nicht zwingend stabil sind, sondern eine ungemeine Wucht vorne haben, die das reparieren kann.

Und das trifft dann eben auf andere genauso zu. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es in Deutschland nur besonders kritisch gesehen wird, wenn es das eigene Team betrifft.

Ich kann mich hier auch nur nochmal wiederholen: Die Elfenbeinküste ist nicht irgendwer. Diese Mannschaft würde jeder anderen Mannschaft im Turnier große Probleme bereiten. Die spielen einfach sehr, sehr, sehr gut. Und sie haben einige Top-Spieler. Das ist pure Qualität.

Norwegen ist ebenfalls eine sehr gute Mannschaft. Wie man in der Quali und jetzt auch bei der WM gesehen hat und sieht. Wenn’s dumm für Norwegen läuft, könnten auch Musiala, Wirtz, Havertz, Undav denen den Gar ausmachen. So ist Fußball auf diesem Niveau nun mal.

Und nein, du hast nicht explizit davon gesprochen, dass man Norwegen dominieren muss. Aber was ist denn die Schlussfolgerung, wenn man sich gegen solche Teams keine 20 Minuten erlauben darf, in denen das Spiel kippen könnte? Die Schlussfolgerung wäre, dass man Dominanz einfordert.

Nochmal: Deutschland ist kein Topfavorit. Aber man sollte sie auch nicht kleiner machen als sie sind. In der allgemeinen Diskussion hier im Forum bekomme ich manchmal das Gefühl, dass wir immer noch mit Koch, Adeyemi, Groß und Co. starten. Aber die Startelf besteht immerhin aus Neuer, Kimmich, Tah, Rüdiger, einem aufstrebenden Brown, Pavlovic, Nmecha, Wirtz, Musiala, Sané und Havertz. Das ist schon nicht verkehrt und auch keine Meilen hinter dem, was andere in der Startelf haben. Man hat eben seine Problemstellen, aber man sollte auch nicht vergessen, wie sich das Team in den letzten Monaten und Jahren entwickelt hat. Das ist schon ganz gut.

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Sehr gut zusammengefasst und dargelegt. :+1:t3::clap:t3:

Habe komischerweise heute erst das erste Frankreich Spiel nachgeholt und stimme komplett zu.
Einerseits hätte es auch genauso in die andere Richtung ausschlagen können.
Andererseits soviel Abschlussmöglichkeiten wie Mbappé hatte wären auch 6 Tore drin gewesen.

Es ist alles sehr volatil ob ein Spiel in die eine oder die andere Richtung ausschlägt. Selbst bei den Großen bzw. den Favoriten.

Die Grafiken zum Match Momentum finde ich interessant wobei sie nichts über die Torgefährlichkeit aussagen. Bsp: ARG-AUT. da bestand eigentlich in keiner Sekunde die Gefahr dass Österreich ein Tor schießt auch wenn das vermeintlich ausgeglichen war. Deswegen macht mir Argentinen im Moment am meisten Bauchschmerzen. Jedenfalls mehr als Frankreich.

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