"Verteidigen ist tot": Was der FC Bayern aus dem 4:5 in Paris lernen kann

Veröffentlicht unter: FC Bayern: "Verteidigen ist tot!" Die Learnings aus dem Hinspiel

Der FC Bayern München liefert sich ein packendes Hinspiel mit Paris Saint-Germain. Neun Tore sind dabei längst kein Zufall mehr. Die Learnings aus dem Spektakel. Der Fußball ist tot, lang lebe der Fußball! Paris Saint-Germain und der FC Bayern München liefern sich eines der packendsten Duelle der Champions-League-Geschichte. Am Ende stehen die Pariser mit einem 5:4 als Sieger da. Beide Teams verändern mit ihrer Herangehensweise womöglich den Blick darauf, wie Fußball auf dem höchsten Niveau in Zukunft gespielt wird. Werbung: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf Trikots des FC Bayern bei Kitbag! (Affiliate-Link) Werbung: Das WM-Trikot der Nationalmannschaft – jetzt im…

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Gepriesen sei das High Scoring Game. Der Fußball ist tot. Lang lebe der Fußball.

Halleluja! :innocent:

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Vielen Dank für Dein schnelles Aufgreifen unserer Forums-Diskussionen mit dieser tiefgehenden Analyse!

Mit mehr zu Ende gespielten Angriffen, sprich Abschlüssen, hätte man einige Konter verhindern können. Da gehe ich mit.

Die Frage, ob wirklich alle 11 Mann in der gegnerischen Hälfte sein müssen, stellt sich mir aber unverändert. Ebenso die Frage, ob man immer direkt den gegnerischen 16er anpeilen sollte, oder sich etwas zentraler positionieren sollte. Ist aber nicht final zu diskutieren, glaube ich.

So oder so: “Und sind wir mal ehrlich: Wie schön wäre es für alle Fußball-Fans auf der Welt, wenn die Qualen des Low Scoring Games endlich vorbei wären? Gepriesen sei das High Scoring Game. Der Fußball ist tot. Lang lebe der Fußball.”

Das wäre ein Quantensprung für den gesamten Fußballsport! Ich wünsche mir schon so lange mehr “Eishockey-Ergebnisse”. Noch sind die neuen Ansätze leider nur punktuell feststellbar: Schauen wir auf die meisten Vereine in BuLi, PL oder Serie A sowie die N11en, dann wird nach wie vor gemauert und “umgeschaltet”. Aber es wäre wundervoll, wenn Fußball flächendeckend offensiver interpretiert werden würde, keine Frage.

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Wo ist die? Habe tatsächlich gar nichts lesen können bisher. Habe bis 2 Uhr gearbeitet und bin um 7 wieder hoch. Jetzt Podcast. Lese ich dann später.

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„Und sind wir mal ehrlich: Wie schön wäre es für alle Fußball-Fans auf der Welt, wenn die Qualen des Low Scoring Games endlich vorbei wären? Gepriesen sei das High Scoring Game. Der Fußball ist tot. Lang lebe der Fußball.“

Ein sehr schönes Schlusswort.
Und Luis Enrique kündigt schon die Fortsetzung an.

„Ich habe gefragt, wie viele Tore wir zum Sieg brauchen“: PSG-Trainer Luis Enrique enthüllt kurioses Gespräch nach Spektakel gegen den FC Bayern München | SPOX

"Und der Spanier gab sich keinen Illusionen hin: Die Rückkehr an die Triumphstätte in München, wo PSG am 31. Mai 2025 Europas Thron erklommen hatte, werde nicht weniger verrückt als der erste Akt dieses historischen Fußballdramas. „Das Rückspiel wird genauso laufen wie das Hinspiel. Ich habe meine Mitarbeiter vor fünf Minuten gefragt, wie viele Tore wir zum Sieg brauchen. Mindestens drei!“

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Das nenne ich Stress! Pass auf Dich auf.

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Der Artikel ist in der Diagnose stark. Ich teile die Meinung, dass Defensivprobleme oft schon in schlecht ausgespielten Angriffen entstehen. Ein Angriff, der mit Abschluss oder Ecke endet, ist auch eine defensive Maßnahme.

Es gibt aber Punkte die ich anders sehe. Für mich ist Kontrolle nur aus der Vorwärtsbewegung gedacht problematisch.

Bayern muss m.E. nicht weniger mutig spielen, aber kontrollierter mutig. Viele Ballverluste sind nicht nur individuelle Fehler im letzten Pass, sondern Folge offener Staffelungen, fehlender Rückpassoptionen und unzureichender Restverteidigung.

Phasen beruhigen heißt für mich nicht, sich gegen PSG hinten reinzustellen. Es heißt, innerhalb des Kompany-Ansatzes Risiko besser zu dosieren. Also mal den Angriff stabilisieren, mal die Absicherung nachziehen, mal nicht jede vertikale Option sofort nehmen.

Mir ist es etwas zu romantisch gedacht. Für mich ist es nicht „wir gewinnen dann halt 6:4“, sondern lieber wäre mir offensiv bleiben, aber erwachsener verteidigen. Auch und gerade mit dem Ball.

Trotzdem hoffe ich, dass der Kompany Ball des Frühlings 2026 aufgeht. Gerne auch mit einem 6:4.

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Da sind wir uns ja eh auch einig. Es braucht eine Balance. Aber wenn ich schon gut in den Strafraum komme, muss ich auch Abschlüsse suchen. Das war bei Bayern nicht optimal.

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Guter Artikel! :+1:

Ich finde trotzdem, eine bessere Balance täte den Bayern gut.

Was mich interessieren würde inwiefern dieses extrem mannorientierte Spiel von VK auf höchstem Niveau an Grenzen kommt.
Ich bin kein Taktik-Experte, aber so ein mannorientiertes Spiel wird gegen „kleinere“ Gegner besser funktionieren als gegen Mannschaften die Top-Mannschaften.

PSG spielt ebenfalls ein stark mannorientiertes Pressing. Sie sind zumindest amtierender Champion.

Aber mit feinen Nuancen oder nicht ?

Wie gesagt, ich bin kein Taktikexperte. Ich würde auch nicht behauptet das die Bayern „Raumorientiert“ gewonnen hätten, ich tue mich bloß schwer dieses Wilde Spektakel zu akzeptieren. Ich glaube ich bin zu sehr Hitzfeld/Heynckes geprägt :slight_smile:

Ähnlich konsequent wie die Bayern. Da gibt es keine allzu großen Unterschiede. Ich würde sogar sagen, dass Bayern etwas verhaltener gepresst hat im direkten Vergleich und PSG konsequenter. Was Paris auch nochmal mehr macht als die Bayern, sind Positionswechsel. Sie sind fußballerisch vlt. nochmal einen Tick stärker, wenn es darum geht, Mannorientierungen aufzulösen. Das hat gestern einen kleinen Unterschied gemacht.

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Zitat aus dem Artikel:„Fünf Gegentore sind nicht allein auf Zufälle, Schiedsrichterentscheidungen oder eine ungünstige Spielgeschichte zurückzuführen“.

Ja, da gehe ich mit. Es waren in den letzten Spielen zu viele Gegentore (Real/Freiburg/Mainz/PSG) und das ist in der Tat kein Zufall. Ich stimme auch zu, dass es (gestern) nicht an den Innenverteidigern lag.

Um ganz groß raus zu kommen, müssen unsere Aussverteidiger noch besser werden - insbesondere Stani, aber auch Laimer und Fonzi hatten nicht den besten Tag.

Wir machen ihnen das Leben aber auch schwer, weil es vorne oder im Mittelfeld viele zu leichte Ballverluste gibt.

Da gibt es Verbesserungspotential.

Aber auch vorne kamen wir nicht annähernd an die Effizienz von PSG heran.
Bei einem xG Wert von 1,9 für PSG gleich fünfmal zu treffen ist unglaublich und aus nur zwei Ecken (zu Hause!!!) einmal zu treffen ist ebenfalls eine Traumquote!!!

Das ist das eigentlich Unfassbare an diesem Spiel.

Hätte PSG nicht diese gnadenlose Effektivität gehabt, würden wir die Diskussion womöglich nicht führen. Denn so schlecht war unsere Verteidigung nicht. Wenn aber nahezu jeder Schuss drin ist, sieht man halt verdammt schlecht aus.

Weiteres Verbesserungspotential: vorne kann man effektiver werden (Olise muss das 2:0 machen, dann läuft es anders)., die Bank muss besser und breiter werden (kaum Wechselpotential momentan).

Stani und Musiala waren gestern dem Niveau teilweise nicht gewachsen und auch Fonzi sieht beim Elfer nicht gut aus, auch wenn der Pfiff grenzwertig war.

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Ähnliche Situationen halten sich im gestrigen Spiel irgendwie auch die Waage.
Beide Teams bekamen einen Elfmeter aufgrund einer unnötigen Bewegung des Abwehrspielers und erzielten ein Kopfballtor nach einem Standard. Das 5:1 für Paris und das 5:4 sind vom Prinzip her auch ähnlich. Beide Teams schaffen es bei diesen Toren, einen Spieler so freizuspielen, dass dieser eine 1:1 Situation gegen einen IV hat. Auf Bayernseite kocht Diaz Marquinhos ab, Dembele weiß, dass er Upamecano wahrscheinlich nicht ausspielen kann und wählt deshalb die Variante mit dem Schuss durch dessen Beine und trifft glücklich ins Eck. Zum 4:2 für PSG gab es in der 1. Halbzeit quasi eine identische Szene aus Bayernsicht, als Stanisic die gesamte Außenbahn hinunterlief und dann im Strafraum gestoppt wurde, während Hakimi seinen Sololauf noch mit einem Pass beenden konnte.
Allgemein würde ich sagen, dass PSG trotz aller Mannorientierung im Raum ein kleines bisschen besser verteidigt hat, denn sie hatten bei einigen Situationen, in denen Bayern aussichtsreich im Strafraum war, noch genug Leute, die stören konnten bzw. einen Querpass abfingen. Bei Bayern war es nicht nur beim 4. und 5. Gegentor so, dass nicht genug Spieler da waren, die noch hätten eingreifen können. Auch bei den Fehlschüssen von Dembele und Doue in der 1. Halbzeit hatte Paris freie Bahn.
Die einzige damit vergleichbare Chance, bei der Bayern einen einigermaßen freien Abschluss eines freigespielten Angreifers hatte, war eigentlich das verpasste 2:0 von Olise. Die Tore von Olise und Diaz waren eher das Resultat von überragenden Einzelaktionen.

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Bischof, Gnabry und Karl fehlen halt. Allerdings sind wir nicht Chelsea die mal eben zwei oder drei komplette Mannschaften aufstellen könnten.
Einen Stürmer bspw für die Bank kaufen ist, glaube ich ungleich schwerer als nen Weltklasse Stürmer.

Fällt euch jemand ein, der absolut ohne Murren und meckern sich 40 Spiele in der Saison hinter Kane auf die Bank setzt und dann natürlich in den Spielen in denen er spielt absolute Top Leistung zeigt? :man_shrugging:

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Stürmer wie Dzeko oder damals Choupo-Mouting, also „Altstars“, die noch Bock auf Fußball haben.

Da gibt es natürlich auch nicht allzu viele.

Wahrscheinlich müssten Kimmich und Pavlo 90 Minuten mit 35 Kmh rauf- und runterlaufen können. Gegen den Ball sind sie bei unserer Spielweise nun mal schnell überspielt, ein Gegner dieser Qualität macht das sichtbar. Pavlo kommt allerdings noch in Zweikämpfe, Kimmich tut sich da schwerer. Dafür sind sie mit Ball bärenstark.

@justin : Das mit dem Low Scoring hast du geklaut- gibs zu (oder lass mich zumindest in dem Glauben) :wink: :wink: :wink:

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Meine Analogie zum Tennis war auch “geklaut” - statt Tie-Break ein 6:4 draus gemacht. Nur Spaß! :blush:

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