Uli Hoeneß: Wer ist hier der Boss?

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Uli Hoeneß ist ein großes Problem für den FC Bayern München. Ein Kommentar.

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Sehr gute Analyse.

Uli war ja ein Visionär, der seiner Zeit voraus war. Merchandising, Medienrechte und vieles mehr. Er war immer bereit auch neue Wege zu gehen.

Mittlerweile sind die neuen Wege ziemlich ausgelatscht. Der Uli, der seiner Zeit voraus war, ist in seiner Zeit stehen geblieben.

Man muss es so deutlich sagen: die beste Zeit des FCB in diesem Jahrhundert war, als Uli nicht an der Spitze war.

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Ein sehr guter Artikel, der die Tragödie abschließend zusammenfasst.

Auch, wenn man das alles vorher wusste, taugt die Konklusion des Ganzen für eine große, quälende Depression bzgl. Gegenwart und Zukunft des FC Bayern, denn klar ist auch, dass UH auch dann, wenn ihm all das bewusst werden sollte, eher noch ein paar Schaufeln Kohle mehr in den Ofen schaufelt, als denn mal endlich runterzufahren und sein gigantisches Ego zurückzustellen.

Diesen kleinkindhaften Reflex, immer nochmal einen draufzusetzen, wenn er von welcher Seite auch immer kritisiert wird, hat er oft genug und immer wieder zur Schau gestellt, erst zuletzt mit seiner Ankündigung (oder in den Ohren vieler: Drohung), seine Meinung künftig wieder häufiger und deutlicher kundzutun.

Spätestens seitdem dürfte allen klar sein, dass wir der Chance auf Seriosität, Kontinuität, Nachhaltigkeit und vor allem einer ernstzunehmenden Außendarstellung beraubt sind.

In all den Jahrzehnten, in denen ich treuer Bayern-Fan bin, musste ich mich nie so als solcher schämen, wie heuer. Und wie er einst derjenige war, der mit seinem Wirken dafür gesorgt hat, dass man stolz auf seinen Verein sein konnte, ist er heute, nachdem er als Geisterfahrer unzählige Ausfahrten verpasst hat, der Hauptverantwortliche für unsere heutige Situation, in der Spieler und Trainer bei Anfragen des FC Bayern sich zunächst wahrscheinlich ihrer masochistischen Neigung gewahr werden müssen, bevor sie sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen können, sich diesem Kasperle-Theater mit dem keuleschwingenden Räuber Hotzenplotz auszuliefern.

Und das allerschlimmste ist: es ist kein Ende abzusehen…

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Das ist übrigens der Aufsichtsrat als gesamtes:
https://fcbayern.com/de/club/fcb-ag/mitglieder-des-aufsichtsrats

Hier stellt sich die Frage, warum sich diese erfolgreichen Menschen aus der Wirtschaft, so dermassen von Hoeness am Nasenring durch die Manege ziehen lassen.

Da sitzt beispielsweise ein Vorstand der Telekom, dessen dortige Zuständigkeit die Unternehmensentwicklung ist. Und dann wird vollkommen ohne Anforderungsprofil die Schlüsselposition des Vereins (Trainer) versucht zu besetzen? Das derzeitige Anforderungsprofil passt in eine Kleinanzeige (deutschsprachig, erforderliche Trainerscheine vorhanden).

Dann ist da noch der Compliance Officer von Adidas, Jobbeschrieb:
Compliance Officers sorgen dafür, dass relevante Gesetze und Richtlinien sowie der allfällige interne Kodex in einem Unternehmen eingehalten werden. Sie verfolgen die Ziele, das Image des Unternehmens zu schützen sowie Skandale, rechtliche Verfahren und Prozesse zu verhindern. So tragen sie auch zur Wirtschaftlichkeit des Betriebs bei: Umsatzeinbussen durch schlechte Reputation und Kosten für Strafzahlungen oder Prozesse werden vermieden.

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Ich hab es schon einmal geschrieben: UH und KHR sollten mit allen möglichen Ehren höflich aus dem Verein geleitet werden. Beiden sind mittlerweile nicht mehr tragbar, da sie sich öffentlich zum Schaden des Vereins äußern. Ebenfalls sollte man beiden öffentlich einen Maulkorb verpassen und sie eindeutig auf ihre Aufgaben im Aufsichtsrat hinweisen. Anderweitig wird das nächste Saison weiter nichts und ein Tainer wird einen Dreck tun und sich dieses Kasperltheater beim FC Bayern antun.

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Vielleicht ist es ein Anfang das sich die mediale Fokus auf Hoeneß bezieht.
Der große Aufhänger ist ja aktuell die „Nicht-Verlängerung“ von Tuchel was ich ein bisschen Ungut Finde. Da ist Tuchel einfach zu streitbar. Hat er bei allen Vereinen bewiesen.
Das im Verein um Hoeneß aber grundsätzlich was im Argen ist steht außer Frage.

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Ich schon. Die Menschenwürde PK war der Tiefpunkt.

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Uli Hoeneß ist ein großes Problem für Max Eberl!
Wir erinnern uns alle noch, wie Max Eberl nach einer unbefriedigenden Saison in Mönchengladbach psychisch so am Ende war das er nicht mehr weiterarbeiten konnte.
Die Situation damals war sicher nicht wesentlich anstrengender und belastender als das, was Eberl momentan bei Bayern widerfährt. Er kämpft an allen Fronten, eben auch gegen hausinterne Widerstände.
Hoffentlich hat er die Kraft das durchzustehen. Ich wünsche es ihm!

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Super dass ihr das in der Ausprägung einmal hier schreibt.

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Die Frage ist eben, ob dann die o.g. Leute aus der Wirtschaft im AR aufblühen oder ob dann nicht Stoiber in die Hoeness Rolle rutscht.
Von daher sollte man nicht nur Hoeness und ggf KHR hinterfragen, sondern auch die anderen 7 AR Mitglieder.

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Die meisten sind ja von vornherein gesetzt.
Vier stellen Anteilseigner/Sponsoren, wahrscheinlich auch in den entsprechenden Verträgen so festgehalten.
Dann der Präsident und Vizepräident des eV.
Variabel sind da nur Hoeneß, Rummenigge und Stoiber.

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Was sie nicht davon abhalten sollte, ihre Fähigkeiten aus dem Hauptberuf einzubringen. Aber wenn sie sich von einem ehemaligen Vereinsfunktionär mit roten Kopf den Mund verbieten lassen, wird es wohl beim ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten nicht besser.

Schlussendlich ist dieser „Zwang“ wahrscheinlich sogar noch zu gunsten des Vereins. Ohne diese Klausel sässen wahrscheinlich Boris Becker (der war mal 10 Jahre im Wirtschaftsbeirat des FCB) und zig Exspieler bei denen der Uli Schmusibilder aus dem P1 durch einen Anruf bei Hinko verhindert hat. Die wären wahrscheinlich dem Uli noch mehr hörig.

Die Frage ist daher nicht, wie man Hoeness weg bekommt, sondern wie schafft man es dass er nur 1/9 eines Gremiums ist. Wenn dem nämlich irgendwann so ist, zieht er sich mit Sicherheit beleidigt zurück. Seine Rolle 1:1 zu tauschen bringt nichts. Da schaffst nur den nächsten Sonnenkönig.

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Mag sein, aber das ist mMn Kaffeesatzleserei.
Von Stoiber habe ich zumindest bisher öffentlich keine unqualifizierten Kommentare gehört.

Bei Hoeness war zumindest klar, dass den Kader nicht nur auf dem Transfermarkt sondern auch intern durch den Trainer entwickeln will.

um den Gedanken von @BlAckZ3c aufzugreifen: In all den Jahren als Fan hat man/habe ich auch unzählige Male den guten UH verteidigt, habe relativiert, dagegen argumentiert etc, wenn aus allen möglichen Richtungen auf ihn geschossen wurde (oder das als „Neid“ und „Ahnungslosigkeit“ wegdiskutiert). Und das ist das eigentlich Erschreckende, das selbst Leute wie wir ihn jetzt derart kritisch sehen (ich würde gerne ein „müssen“ ergänzen, aber einige User hier beweisen ja, dass das nicht so ist)

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Es wird mMn höchste Zeit dafür, dass sich der FC Bayern Sendezeit bei einem großen Sender geben lässt und ein paar Sachen klärt:

  • Tuchel gibt uns endlich seine schonungslose Analyse, warum es seiner Meinung nach nicht lief.
  • Der Mannschaftsrat stellt klar, was seiner Meinung nach nicht gepasst hat
  • Der Aufsichtsrat in Form von UH äußert ebenfalls klar seine Meinung zu Tuchel
  • Eberl und Freund geben Auskunft darüber, wie die Trainersuche bisher ablief und welche Trainer kontaktiert wurden

Ich denke, man kann wirklich nur noch mit so einer Flucht nach vorne diese Situation einigermaßen einfangen.
Auf halbgare Aussagen wie von Tuchel (Auf die Frage von Sky -Reporter Wasserziehr, ob er eine Erklärung für die durchwachsene Saison der Münchner habe, entgegnete Tuchel: „Ja, das ist aber nichts für die Öffentlichkeit.“) oder Müller ("Vielleicht war der Fit mit uns als Mannschaft - ich versuche auch nur, Ergebnisse zu interpretieren – nicht so gut. Vielleicht hätten wir andere Spielertypen gebraucht, vielleicht hätte der Trainer etwas anderes machen müssen, keine Ahnung“) gestern oder Durchhalteparolen wie von Eberl („Wir werden eine gute Lösung finden. Ein sehr guter Freund von mir sagt immer: Das Beste kommt zum Schluss.“) werden nur noch mehr Spekulationen folgen.

Von daher: Offenheit und Tacheles und die Flucht nach vorne. Eine 60minütige Podiumsdiskussion, bei der jeder auf die Vorwürfe des anderen reagieren kann.

Im Nachhinein kann dann jeder für sich selbst entscheiden, wem man mehr Glauben schenkt.

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Vor ein paar Wochen hatte Eber ja gesagt, dass sich eine Fenster öffnet, wenn sich eine Tür schließt. Das klingt schon eher nach Durchhalteparole und diese Aussage jetzt auch.

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Wird er nicht tun, da jeder seiner Punkte auf ihn selbst - als sportlichen Hauptverantwortlichen - zurückfallen wird.

Er war einfach ein schlechter Trainer in einem schlechten Umfeld und folglich nicht die Lösung, sondern ein grosser Teil des Problems.

Nur weil er einige mit seinem „ich habe hier mit dem Ganzen gar nichts zu tun und darf keine Lösungen einbringen“ Distanzierungen von sich überzeugt hat, ist es eine der wenigen guten Entscheidungen dieser Saison ihn zu entlassen.

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Aber von was reden wir jetzt? Von Stoiber als Politiker oder von Stoiber als AR-Mitglied des FC Bayern?
Stoiber hat sich bisher, so viel ich weiß, nicht öffentlich und unqualifiziert zum FC Bayern geäußert. Weil er weiß, dass es ihm nicht zusteht. Und daran sollte sich UH auch endlich mal halten. Sonst ist, wie gesagt, eine öffentliche Demission unausweichlich, will man je wieder qualifiziertes Personal bekommen.

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Ist das Satire oder ein ernst gemeinter Vorschlag?! Wen genau soll das auch nur eine Minute lang interessieren? Und was soll das bringen?

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