Wort des Tages: Leckeis (gibt es auch Eis welches man ohne lecken zu sich nehmen kann?).
Wobei sich hier die Frage stellt, ob Allianz, Audi oder der Benzin billiger wären, wenn es keinen Fußball gäbe.
Was allerdings als Beispiel aufgeführt werden sollte, wie Fußball unser aller Leben teurer macht, ist die GEZ. Ohne die riesigen Summen, die für Übertragungsrechte bezahlt werden, könnte man den monatlichen Betrag sicherlich senken. Hier ist es ja wirklich so, dass jeder, der einen Fernseher zu Hause hat, mit einem Teil seiner Gebühr die Fußballklubs finanziert, selbst wenn überhaupt kein Interesse an Fußball besteht und man keine Minute Fußball schaut.
Da stelle ich mal das „Löffeleis“ in den Raum und behaupte, daß der Weg vom Löffel in den Mund auch ohne Leckerei ganz gut funktioniert ![]()
Mensch, perfekt! Mir viel nur das ‘Speiseeis’ ein, aber das ist ja ein generischer Begriff der uns nichts über die Art und Weise der Einverleibung informiert ![]()
Und dann gibt es noch das Tropfeis, das auf Hose und Hemd tropft. Wie und ob man das dann zu sich nimmt bleibt offen.
Jenseits des Fußballs ist das einfach das System. Ich finanziere ein Programm von dem ich vielleicht 1-5% in Anspruch nehme.
Meinetwegen könnten sie die gesamten Rechte der BL kaufen, dafür verzichte ich auf 50 Quizshows und 50 Kochsendungen. Aber mich fragt ja keiner. ![]()
Wie wäre es mit dem legendären Trinkeis? Was gibt es besseres als den letzten Schluck Calippo?
Das stimmt natürlich. Aber ich finanziere auch tausende von Krimis mit sehr lapidaren Drehbüchern und durchschnittlicher Schauspielkunst. Obwohl ich mich überhaupt nicht für Krimis interessiere.
Man kann das von verschiedenen Seiten sehr. Es geht ums öffentliche Interesse. Das ist beim Fußball und den Krimis gegeben.
Apropos TV Vermarktung war hier schon Thema, dass die CL der Frauen ab nächster Saison von Disney+ übertragen wird?
Für mich kein Thema, da ich das schon habe, aber jetzt ein weiterer Streamingdienst für Fußball…
Ja, wurde bereits thematisiert, als die Meldung dazu kam.
Im Thread „Women’s Champions League“
Due hast die Diskussion zwischen @Georg und mir sehr gekonnt analysiert und die beiden Perspektiven nochmals herausgearbeitet. Vielen Dank dafür! ![]()
Ich kann auch bis zu einem gewissen Grad mit Euch beiden mitgehen: Es handelt sich in der Tat noch immer um freiwillige Konsumentscheidungen mit hohem individuellem Nutzen.
Vermutlich rührt mein Unwohlsein daher, dass die Kosten- bzw. Preisspirale sich so schnell immer weiter dreht:
2012 war Javi Martinez mit über 40 Mio. noch ein echter Statement-Transfer, heute geben City, PSG und andere das pro Saison für mehrere Spieler aus. Über die Gehälter wird ja seit Jahren im betreffenden Thread diskutiert.
Aber gut, ich akzeptiere das als Modell im Unterhaltungsbusiness, so wie ich auch akzeptieren muss, dass Popstars wie Taylor Swift zu Milliardärinnen werden. Solange Fans dazu bereit sind, jährlich hunderte von Euros zu investieren, wird es am Ende wohl passen.
Bei uns gibt es noch den Begriff „Kratzeis“. Irgend so ein Billigeis vom Discounter, dass mit einem Löffel quasi Schicht für Schicht weg gekratzt wird.
Den Post habe ich zu spät gelesen, um gleich mit darauf antworten zu können. Natürlich sind das gute Punkte!
Ich frage mich bspw, schon sehr lange, warum ARD und ZDF neben der BuLi auch an jedem Wochenende x-beliebige Zweit- und Drittligaspiele zeigen müssen. Das kann ja nie und nimmer Teild des öffi. Sendeauftrages sein.
Natürlich liegt es daran, das man die Spiele „im Bundle“ mit den BuLi-Rechten erworben hat. Dann ist es günstiger, diese Spiele zu zeigen, als noch für teures Geld weitergehende Rechte an Tennis, Ski oder Leichtathletik zu erwerben, oder ein Konzert / eine Oper zu übertragen. Konsumentenfreundlich ist das eher nicht.
Konsumentenfreundlich ist auch die momentane Situation im Streaming nicht. Der Entzug des Rechtemonopols für einen Anbieter hat Sky zwar stark geschwächt, aber nicht zu günstigeren Preisen im Markt geführt: Heute müsste ein hardcore-Fan bis zu 1.000€ für Sky, DAZN, Prime etc. auf den Tisch legen, um alle Spiele sehen zu können.
Insofern ist das Fußballgeschäft ein Markt, der in keiner Weise auf den Kunden ausgerichtet ist, sondern die eigenen Erlöse in den Vordergrund stellt. Echte Konkurrenz gibt es ja auch nicht. Das wird uns natürlich als „großartige Unterstützung durch die Fans“ verkauft, um den Schmerz zu mildern.
Ich kenn nur Eiskratzer, die kann man aber nicht essen, oder man sollte sie nicht essen… (Ich kenne jemanden, der hat auf einer LAN Party mal ne Taste einer Tastatur gegessen. „Nichts ist unmöglich. Toyotaaaaa“)
Disney+ ist der eine Dienst, den ich mittlerweile gekündigt hab. Da läuft am wenigsten für mich (Marvel und Star Wars haben schon länger nichts mehr gutes gebracht für meine Frau und mich).
Sehr gerne. Ich mag Deine oft klugen und konstruktiv-kritischen Kommentare sehr, weil sie mich, wie in diesem Fall, zum Nachdenken anregen.
Ich behaupte nicht, dass diese Allokation von Geld zwingend ein soziales Wohlfahrtsoptimum darstellt. In dem Maße, in dem die am Markt getroffenen Kauf- und Verkaufsentscheidungen jedoch freiwillig getroffen werden, sind sie ein valider Ausdruck der individuellen Nutzenmaximierungsentscheidungen der Menschen und stellen somit ein Pareto-optimales Wohlfahrtsoptimum für all die Aspekte von Wohlfahrt dar, die sich mit Geld kaufen bzw. materiell erfüllen lassen.
Damit hast Du theoretisch recht, aber das trifft auf jede Kaufentscheidung zu. Wenn Du Dir beispielsweise bei einem Bäcker ein Vollkornbrot kaufst, finanzierst Du mit diesem Kauf indirekt mehrere weitere Produzenten weiter hinten in der Wertschöpfungskette mit (Mehl, Energie, Ladenausstattung, Backmaschinen etc.), deren Dienste Du nicht „freiwillig” im Sinne einer bewussten Entscheidung für das eine und gegen das andere Produkt kaufst.
Insofern ist Deine Aussage, dass Du beispielsweise, wenn Du Benzin an einer Tankstelle kaufst, die einem Sponsor eines Vereins gehört, damit unfreiwillig auch das Fußballbusiness mitfinanzierst, zwar richtig, aber auch trivial. Denn der Umstand der „unfreiwilligen Drittfinanzierung” ist bei jedem Kauf immer erfüllt. Vermutlich finanzierst Du den Fußball auch beim Kauf von Vollkornbrot beim Bäcker um die Ecke über mehrere Ecken irgendwie mit.
Daher erscheint es mir bei der Analyse von Wohlfahrtseffekten sinnvoll, solche tief verzweigten Pseudo-Externalitäten auszublenden und sich strikt auf das finale Produkt zu konzentrieren, und beim Fußball wären das eben beispielsweise Tickets, Trikots und TV-Abos. Wenn man das macht, kann man mit einiger Berechtigung sagen, dass die Entscheidung der Fans, sich für 1.000 Euro pro Jahr ein TV-Abo zu kaufen und damit Ablösesummen von 100 Millionen Euro und mehr zu ermöglichen, eine freiwillige, individuelle und damit tendentiell wohlfahrtsmaximierende Entscheidung ist (natürlich ungeachtet aller Marktunvollkommenheiten).
(Auch @willythegreat, @Mehmet68): Konsumentscheidungen, die nicht aus freier, eigener Wahl getroffen werden, z. B. über den Weg von verpflichtenden Rundfunkgebühren, die dann von jemand anderem für andere Dinge ausgegeben werden, als man für das Geld selbst erworben hätte, sind ein gutes Beispiel für eine nicht zwingend Pareto-optimale und damit wohlfahrtsmaximierende Allokation von Ressourcen. Danke für das gute Beispiel, @willythegreat.
@Faenger, @BayernExpat, @Ibiza: „Leckeis“ ist jetzt wahrscheinlich nicht Empfehlung Nummer eins aus dem Duden.
Aber wie Ihr schon richtig festgestellt habt, meinte ich das lose Eis, das man sich an einem Kiosk kauft (Langnese oder Eisdiele), das man typischerweise nicht mit dem Löffel isst, wie das Speiseeis in großen rechteckigen Packungen als Literware für den Hausgebrauch.
Wenig überraschend Bayern vorne.
Es gibt auch noch Trockeneis, aber das sollte man besser gar nicht zu sich nehmen.
Ins Packeis kann man genüsslich reinbeißen ![]()
Und nicht zu vergessen „das“ Müller Milchreis, das ist auch lecker.
Das Bahngleis liegt dagegen etwas schwer im Magen…
Jaja, wenn in China wieder ein Sack Eis umgefallen ist.
Wenn Wirtz nix mehr wirtz, dann icen wir halt weiter - wenn schon kein Fußball-, dann wenigstens Wortspiel-Weltmeister.
Thx to @Alex für die Inspiration!
Watt is euer Favorit?
Mensch, perfekt! Mir viel nur das ‘Speiseeis’ ein
Tropfeis, das auf Hose und Hemd tropft
legendären Trinkeis? Was gibt es besseres als den letzten Schluck Calippo?
„Kratzeis“. Irgend so ein Billigeis vom Discounter, dass mit einem Löffel quasi Schicht für Schicht weg gekratzt wird.
Es gibt auch noch Trockeneis, aber das sollte man besser gar nicht zu sich nehmen.
Ins Packeis kann man genüsslich reinbeißen
Und nicht zu vergessen „das“ Müller Milchreis, das ist auch lecker.Das Bahngleis liegt dagegen etwas schwer im Magen…
Jaja, wenn in China wieder ein Sack Eis umgefallen ist.
Wir machen mal wieder eine Umfrage…
Best of MSR-Ice H
- Leckeis @alex
- Löffeleis @BayernExpat
- Speiseeis @BayernExpat
- Tropfeis @Jo_1
- Trinkeis @BayernExpat
- Kratzeis @faenger
- Trockeneis, Packeis, Müller Milchreis, Bahngleis @NordishBayernNature
- wenn in China wieder ein Sack Eis umgefallen @BayernExpat
- ich hab ne bessere Idee , nämlich…