Thomas Tuchel ist die beste Lösung für den FC Bayern

Gibt es die?

Ich denke es gibt auch etwas dazwischen. Oft ist es auch etwas das wächst. Ein Klopp hatte zu Beginn auch nicht das alleinige Sagen über Transfers. Aber je länger er da war und je mehr sich der Erfolg einstellte, desto mehr Macht kam da dazu.

Guardiola ist der beste Trainer der Welt. Dass der mit der Prämisse bei City ankommt, dass er alles bestimmen kann ist naheliegend. So viele Trainer, die die Kaderzusammenstellung der jeweiligen Klubs fast im Alleingang entscheiden gibt es im übrigen gar nicht.

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In England ist der Trainer Manager und bestimmt auch maßgeblich die Einkäufe

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war mal. Geht auch immer mehr in eine andere Richtung.

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Ich glaube das Trainer gerade in Schlüsselpositionen für ihr Spielsystem definitiv den Wunsch für ein Profil formulieren sollten und dieser sollte so gut wie möglich erfüllt werden.
Dabei kann der Trainer natürlich Spieler nennen, die in das Profil passen.
Natürlich sind nicht immer Spieler aus dem obersten Regal realistisch - gerade in der Offensive.
Dennoch wäre am Beispiel Tuchel mMn ein 6er, der seine Anforderungen erfüllt vorhanden gewesen.
Der Club hatte sich aber bewusst dagegen entschieden und sich am Besipiel der RV-Position sogar selbst unnötig in eine ungünstige Situation gebracht.
Tuchel hätte mMn nie Stanisic abgegeben, wenn gleichzeitig Pavard abgegeben und kein anderer RV geholt wird.

Also mMn Wunschprofil erfüllen aber nicht unbedingt Wunschspieler.

Edit.: Oh und bevor jetzt wieder „Goretzka kann das auch“ kommt - Tuchel hat 100% erklärt was ein 6er seiner Meinung nach tun kann und muss und warum kein Spieler im Kader dieses Profil erfüllt. Ich glaube, dass die damaligen Verantwortlichen auf Ulis Bauchgefühl gehört haben bzw. die Erwartung an Tuchel war die vorhandenen Spieler umzuschulen. Klar waren die prominenten Beispiele für vorhandene 6er recht teuer, aber ein guter Sportdirektor hätte auch in den niedrigeren Schubladen einen Spieler für das geforderte Profil finden können. Freund war aber noch nicht im Amt.

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Interessant. Glaubst Du, dass sich Wunschprofile für Spieler hinreichend allgemein genug definieren lassen, um trotz individueller Unterschiede mehrere Spieler meinen zu können, aber gleichzeitig spezifisch genug, um die konkreten Fähigkeitsanforderungen des Trainers hinreichend genau abzubilden?

Ist die Unterscheidung zwischen Wunschprofil und Wunschspieler unter praktischen Gesichtspunkten eine difference that makes a difference?

@ChrisCullen: Mir ging es nicht darum, welche Ansprüche an Mitsprache über Transfers ein Trainer stellt oder ob er sich gewisse Rechte erst verdienen muss, sondern darum, wie diejenigen, die manchmal sagen, dass der Verein das letzte Wort bei einer Entscheidung über Spieler haben sollte, und manchmal sagen, dass der Trainer dieses Recht haben sollte, diese beiden Positionen widerspruchsfrei miteinander vereinen.

Interessanterweise erschwert Dein Ansatz, einen Trainer ein Mitspracherecht bei den Transfers durch anfängliche Erfolge erst einmal verdienen zu lassen, es diesem Trainer gerade, dies zu schaffen, weil es ihm die aus seiner Sicht nötigen Mittel dafür nicht zwingend zur Verfügung stellt.

Wenn der Trainer es dann aber trotz dieser Hürde geschafft haben sollte, mit der ihm hingestellten Mannschaft so erfolgreich zu sein, dass er von dem Verein nun ein Mitspracherecht bei den Transfers eingeräumt bekommt, dann könnte dies sogar kontraproduktiv für den weiteren Erfolg sein, denn es fügt damit eine zusätzliche Unwägbarkeit in ein System ein, das im bisherigen Zustand der alleinigen Entscheidungsbefugnis für den Verein sehr erfolgreich gearbeitet hat.

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Ich glaube, dass das möglich ist.
So wie ich als Laie es verstanden habe war Tuchels Forderung ein defensiv starker 6er, der seine Position halten und ein Spiel eröffnen kann.
Es kursierten dann ja auch schließlich im Sommer einige Spieler in der Gerüchteküche umher, die dieses Profil erfüllen.
Doch als Rice zu teuer wurde kam mir jedenfalls der Eindruck, dass trotz Tuchels weiteren Hinweisen auf die Dringlichkeit erst sehr spät wieder auf den Markt geschaut wurde - zu spät.
Palhinha, Caicedo und Rice wären bestimmt nicht die einzigen Spieler mit dem Profil auf dem Markt gewesen und hätte man von Anfang an Tuchel ernst genommen, dann hätten wir auch einen solchen Spieler bekommen und damit wahrscheinlich eine ganz andere Saison erlebt.
Dasselbe gilt für die RV-Position.

Auch bei Trainern wie Flick/Kovac, die tatsächlich aus heutiger Sicht dem Vernehmen nach fragwürdige Forderungen hatten sollte man mMn die selbe Strategie anwenden.
Werner und co. waren bestimmt nicht der einzigen Spieler, die Flicks gesuchtes Profil erfüllt hätten.
Und dafür ist die Scoutingabteilung sowie der Sportdirektor zuständig.

Dabei sollte natürlich wie im Fall Mane das Gehaltsgefüge nicht gesprengt werden oder wie im Fall Lucas Hernandez Mondsummen für verletzungsanfällige Spieler ausgegeben werden.

Es braucht im Idealfall einen Mix aus gestandenen Spielern der „Güteklasse A“ auf Schlüsselpositionen, die verlässlig und nicht verletzungsanfällig sind und aus Talenten und Kaderspielern, die im Notfall diese ersetzen können ohne das ein großer Qualitätsverlust droht.
Das kann man aber mMn bewerkstelligen, wenn Trainer, Sportdirektor und Scoutingabteilung gut miteinander kommunizieren.
Und da sollte ein gewünschtes Profil mit genannten Beispielen ausreichen.

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[quote=„Alex, post:288, topic:5331“]
Mir ging es nicht darum, welche Ansprüche an Mitsprache über Transfers ein Trainer stellt oder ob er sich gewisse Rechte erst verdienen muss, sondern darum, wie diejenigen, die manchmal sagen, dass der Verein das letzte Wort bei einer Entscheidung über Spieler haben sollte, und manchmal sagen, dass der Trainer dieses Recht haben sollte, diese beiden Positionen widerspruchsfrei miteinander vereinen. [/quote]

Mir ist das nicht so aufgefallen. Aber wer solche inkonsequente Positionen vertritt, sollte sich schon fragen, was er denn nun wirklich will.

Es ist nicht mein Ansatz. Es ist das was ich wertfrei beobachte.

Es ist „peoples business“. Vertrauen spielt eine sehr große Rolle. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Wir wissen doch alle, dass Vertrauen etwas ist, was wächst und sehr selten im vollen Umfang vorhanden ist (meist auch nicht ganz ohne Grund).

Oftmals dachten Klubs und Trainer, das würde zusammenpassen, hat dann aber doch nicht geklappt. Dem Trainer dann gleich die Kreditkarte in die Hand zu geben und sagen, mach mal wie Du denkst ist nicht jedermanns Sache, auch wenn es wie Du schreibst, wenn man sich wirklich gegenseitig vertrauen würde, mindestens in einer theoretischen Welt das Richtige wäre.

Hab ich mir auch schon gedacht.
Ist nicht das einzige sich widersprechende Narrativ hier (es gibt z.B. auch die Geschichte, dass jeder vernünftige Coach vor dem FCB zu flüchten hat, während aber gleichzeitig ein eventuelles Zögern De Zerbis als „feige“, „brennt nicht“, „durchgefallen“ tituliert wird).

Bezüglich Deines Beispiels würde ich versuchen zu argumentieren:
Wenn man wirklich vertrauen in die Kompetenz des Trainers hat, sollte man in der Regel auf ihn hören, sofern finanziell darstell- und umsetzbar. (Beispiel: Pep und die Frage Götze/Neymar.) Umgekehrt sollte man aufhorchen, wenn der Trainer einen Wunsch äußert, der vorsichtig formuliert vielen Expertisen widerspricht. (Beispiel: Flick und der Werner-Wunsch.)
Es ist also Expertise auf beiden Seiten notwendig, und die an sich vernünftige Regel, dass der Verein das letzte Wort haben sollte, macht nur dann wesentlich Sinn, wenn sich Coach und Vereinsführung in Sachen Spielstil einig sind oder einander folgen können. Sobald diese Vorstellung zu sehr differiert, kann’s so oder so nix Gescheites mehr werden, denke ich. Der Verein kann also höchstens zum Coach sagen: Pass auf, wir verstehen Deinen Wunsch, aber wirtschaftliche oder sonstige Zwänge lassen es nicht zu. Sobald aber die gemeinsame Idee von Fußball unterschiedlich ist oder gar nicht Thema, läuft ganz arg was schief.

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Stimme dir zu.

Aber wie ist dann der Guerreiro-Transfer einzuordnen? Expertise des Trainers, oder Schnapsidee? Oder, „eh egal, kostet ja keine Ablöse“?

Das Unverständliche bei der Holding-Six-Saga war ja, dass man am Schluss mit komplett leeren Händen dastand. Nach dem Lewandowski-Verkauf gab es immerhin noch Choupo, der dann ja auch einige Spiele gemacht hat. Aber auf der Sechser-Position war man ja komplett blank.

War da die Denke vielleicht, besser gar keinen, weil sonst entweder Kimmich oder Goretzka auf die Bank müssen? Das war schon ein echtes „gegen den Trainer Arbeiten“ …

No-Brainer mit drei Checkboxen. Trainer kennt und schätzt ihn, kostet nix und kann Backup für Davies spielen.

Vor Tuchel war Kimmich/Goretzka unsere unumstrittene Doppel-6. Gegen 3/4 der Liga hat das ja auch funktioniert, jahrelang. Als Tuchel inhaltlich richtigerweise angesprochen hat, dass er eigentlich 8er als 6er hat, hat er für die Vereinsführung teures FCB-Humankapital in Frage gestellt. Von der Notwendigkeit waren deshalb die Verantwortlichen nicht wirklich überzeugt. Und deswegen wurde - vor allem als die horrenden Kosten für einen echten 6er bekannt wurden - aus meiner Sicht nicht voll durchgezogen. Am Ende waren manche vielleicht sogar ganz froh, dass keine Verpflichtung gelang. Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob wir mit einem Treter wie Palhinha am Ende wirklich besser ausgesehen oder nur 70 Mio. weniger gehabt hätten.

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Am Ende ist es so nicht schlecht gelaufen.
Wären wir mit Palhinha deutscher Meister geworden? Hätten wir die CL gewonnen?
Möglich, glaube ich nicht so dran.
Wir wären aber tatsächlich um diese 65 Mio ärmer gewesen. Und noch schlimmer, Pavlovic hätte dieses Jahr vermutlich in der RL zwischen Pipinsried und Buchbach verbracht.

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Würdest Du sagen, dass jetzt dank Pavlovic kein Neuzugang mehr für das Zentrum nötig ist diesen Sommer?

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Angeblich wurde der Berater von TT heute an der Säbener Str. gesichtet.
Bespricht man wirklich eine Weiterbeschäftigung oder geht es um die Abfindungsmodalitäten?

Thomas Tuchel’s agent Olaf Meinking spotted at Säbener Straße today in a meeting with Freund, Eberl and Dreesen [@BILD]

https://twitter.com/iMiaSanMia/status/1790706371375034561?t=6dRRhE0DMeysweOKc8-X-A&s=19

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Wie heißt die schlaue Antwort: Kommt drauf an. :slightly_smiling_face:
Wer bleibt, wer geht im MF? Wo sieht der neue/alte Trainer Kimmich (so er denn bleibt)? Gehen wir vielleicht Richtung Dreier-MF, bleibt es bei der Doppelsechs?
Werden Laimer/Guerreiro eher als Verteidiger oder im MF eingeplant? Bleibt Davies, wie wird er ersetzt, wenn er geht?

Da ist noch vieles offen. Allerdings muss die Planung so oder so einen Stammplatz (mehr oder weniger) für Pavlovic beinhalten. Alles andere könnte ein fataler Fehler sein.

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laut SportBild ist man in Gesprächen für eine Weiterbeschäftigung. Kann natürlich beides sein aber die Aufhebungsmodalitäten sollten ja längst schon fixiert worden sein. Womöglich wird das auch wieder nur medial hochgehängt aber man weiß ja nie.

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:face_with_peeking_eye:
#…>Ähnl!che(W!ssens-)FragenKönnteManInBezugAufKane(ImVrgleichEtwaZuEinemOpenda/Undav/…Boniface)Stellen!? :face_with_monocle:
:woozy_face:
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:shushing_face:

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Ich stelle auch hier nochmals eine meiner Lieblingsfragen, die mir noch niemand beantworten konnte: Warum ist Zidane ein guter Trainer? Und – abgesehen davon – passend für den FC Bayern?

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Fussball ist oft simpel: Als Spieler Weltmeister etc., dann als Trainer CL-Hattrick mit Real. Reicht als Qualifikation wohl dick für die Meisten.

Passung zum FCB sehe ich auch nicht, vielleicht andere Foristen?

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Für mich ist tatsächlich entscheidend, ob sich in den letzten Monaten etwas im Binnenverhältnis zwischen Tuchel und der Mannschaft verbessert hat. Falls das der Fall ist, würde ich eine Weiterbeschäftigung absolut positiv sehen.
Eines hat die jüngere Vereinsgeschichte nämlich gezeigt:
Wenn das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft stimmt, dann setzt das die nötigen Prozent frei, damit die Mannschaft ihre Bestleistung abrufen kann.
Das war bei Heynckes spätestens in der Saison 2012/13 so und das war auch unter Hansi Flick so. Ob es bei Flick ohne Corona zum Maximalerfolg gereicht hätte, ist dabei für mich in diesem Fall eher müßig zu diskutieren. Fakt ist, dass die Mannschaft auch vor Corona sehr motiviert zu Werke ging und Spaß hatte und einige beeindruckende Leistungen ablieferte nachdem Kovac durch Flick ersetzt wurde.
Zumindest die letzten Spiele in der CL gegen Arsenal und Real haben den Eindruck erweckt, dass die Mannschaft mit vollem Eifer bei der Sache ist und Tuchel und Team eine Einheit bilden. Ob das der Fall war, weil es CL war oder weil sich das Verhältnis Tuchel und Team verbessert hat, kann man natürlich nur schwer beantworten. Sollte letzteres der Fall sein (und das Fürsprechen von Teilen der Mannschaft ist ein Indiz dafür), wäre ich optimistisch bzgl. einer erfolgversprechenden nächsten Saison unter Tuchel sogar ohne zu große Umbauarbeiten im Kader.
Wenn es sich allerdings in die Richtung entwickeln sollte: das ist meine Taktik und dafür brauche ich einige neue Spieler, weil die aktuellen Spieler es nicht zu meiner Zufriedenheit umsetzen können, sehe ich schwarz und man könnte die Uhr danach stellen, wann es zur nächsten Krise kommt.

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Zidane ist ein guter Trainer für Real Madrid (und wahrscheinlich auch Frankreich, wenn er das versuchen sollte). Weil er dort durch seine eigene Karriere von Anfang an eine Hausmacht und Autorität mitbringt, die sich andere erst erarbeiten müssten. Da spurt die Mannschaft und hält sich an das, was der Trainer sagt. Wir hatten auch mal so einen Fall mit Beckenbauer, dem es gelungen ist, den FC Hollywood zu domptieren, weil vor dieser Aura selbst die grössten Spieler-Egos gekuscht haben.

Bei uns wäre Zidanes Real-Erfolg glaube ich so nicht zu reproduzieren. Da fehlt der unbedingte Rückhalt bei Fans und Funktionären, der seine Position bei Real unangreifbar gemacht hat. Und das weiss er auch selber, weshalb er an dem Job nicht interessiert sein dürfte - wie leider viele Trainer dieser Tage.

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