"Teilweise anders erlebt": Kimmich mit Lob und Kritik am Campus

Ich verstehe dienen Punkt. Sicher könnte man empirisch ermitteln, ob und wann Verletzungen vermehrt auftreten. Ob die gespielten Minuten damit zusammenhängen. Wie sich viele Spiele in kürzeren Zeiträumen auswirken. Gleichwohl bleibt es schwierig, wie ich oben aufführte, eine saubere Trennung zwischen Pech- und Abnutzungsverletzung zu ziehen.

Hier mal eine epidemiologische Studie anhand von Medieninformationen aus der Saison 2004/05 der Bundeliga. Daraus lässt sich zumindest eine erhöhte Verletzungsgefahr mit zunehmender Saisondauer ableiten.

Eine tiefergreifende Studie unter Einbeziehung der Vereine, die natürlich deutlich mehr Informationen haben als die Öffentlichkeit, wäre zu begrüßen.

Die Maxima der Verletzungshäufigkeit zum Ende der Halbserien sowie der kontinuierliche Anstieg über die gesamte Saison sind spekulativ auf eine durch wiederholte Spielbelastungen bedingte akkumulierte Müdigkeit sowie – insbesondere zum Ende der Rückrunde – auf eine gestiegene Bedeutung der einzelnen Spiele mit entsprechend höherem Körpereinsatz zurückzuführen.

Eine weitere Studie hat in verschiedenen Ballsportarten Knöchelverstauchungen untersucht. Verstauchungen? Würden wir hierbei zunächst eher von Pech- oder Abnutzungsverletzungen ausgehen? Das Forscherteam kam jedenfalls zu folgenden Erkenntnissen:

Am signifikant häufigsten verletzten sich die Spieler in der zweiten Halbzeit bzw., nach Vierteln gerechnet, im letzten Viertel. Auch die letzten Minuten einer ersten Halbzeit brachten ein erhöhtes Risiko mit sich.
Als Erklärung führen die Studienautoren eine Schwächung der allgemeinen Propriozeption, insbesondere des Kraft- und Positionssinns im Gelenk, sowie des Gleichgewichts bei Ermüdung an. Sind diese Reaktionsstrukturen durch fortwährende Anstrengung gedämpft, besteht z. B. eine deutlich erhöhte Gefahr unkontrollierter Landung oder „Bremsung“ aus großer Geschwindigkeit sowie unphysiologischer Druckbelastung. Dies gilt insbesondere für Athleten mit einer ähnlich gelagerten Verletzungshistorie.

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Man kann aber doch auch festhalten, dass wir vor einer Saison quasi keinerlei Ahnung haben wie stark die Konkurrenz in der BL sein wird.

Oder hat vor 2 Jahren irgendjemand kommen sehen, dass Bayer nicht nur über 70 sondern 90 Punkte holen wird???

Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass sowas wieder passiert, aber was wissen wir schon? Meistens doch noch viel weniger als wir meinen!

:wink:

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Frei nach Sokrates: „Das Einzige, was wir sicher wissen, ist, dass wir nix wissen.“ Und dass wir sterben werden.

Aber Leverkusen war damals schon bei vielen Experten hiöoch bewertet und es war keine komplette Überraschung, dass es gut laufen würde bei Leverkusen. Diese Dimensionen hat aber natürlich niemand erwarten können.

Trotzdem sehe ich diese Saison keine wirklichen Konkurrenten für uns.

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Die Eintracht? Die sehen sehr souverän aus.

Können die Dreifachbelastung mit Champions League? Da habe ich meine Zweifel, das Problem hatte Leverkusen letztes Jahr ja auch. Deswegen denke ich, dass Leverkusen, Frankfurt und Dortmund schon stark mit der Dreifachbelastung zu kämpfen haben werden. Und als realistischer Konkurrent bliebe dann nur noch Leipzig übrig, aber die haben auch einen rundumerneuerten Kader mit neuem Trainer und werden sich auch noch erst finden müssen.

Der Kader ist breiter als der unsrige. Können wir Dreifach-Belastung?
Schwer zu sagen.

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Das hätte ich früher auch gesagt, abwarten bis die CL losgeht, die können mir ihrem Kader nicht so rotieren wie wird.

Die Zeiten sind leider vorbei. :smiley:

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Sehr guter Punkt :smiley:
Genau das kam mir grad auch in den Sinn, als ich das von @Armaster gelesen hab.

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Wir werden vielleicht körperlich irgendwann Probleme bekommen.

Frankfurt wird es mental treffen. Bei der CL Auslosung ist fast jedes Spiel ein Knaller. Die Umstellung dann immer zurück auf Bundesliga, das ist die Kunst.

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Die Kaderbreite ist ein Kriterium. Aber es ist genauso ein Kriterium, dass Mannschaften, die in die Champions League kommen aber dort nicht regelmäßig Gast sind, nicht damit klarkommen unter der Woche gegen Liverpool zu spielen und dann am Wochenende im regnerischen Berlin oder Augsburg auftreten zu müssen. Frankfurt hat in der Saison 2022/23 mit Champions League Belastung (noch mit 6 Spielen à 3 Gegner) mit Ringen und Würgen das internationale Geschäft erreicht auf Platz 7. Und damals war ihr Kader nicht viel schlechter als jetzt.

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Sie haben einen Trainer der das kennt.
Klar wird das schwierig. Ohne Frage.

Bei allen, was man so von Teams liest, die zum ersten Mal oder nach langer Zeit europäisch und speziell CL spielen, scheint dies wirklich ein ganz anderer Schnack zu sein.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass Frankfurt dieses Jahr wieder ein starkes Team hat.

Ich glaube Frankfurts Saisonziel ist dieses Mal eine relativ sorglose Qualifikation für die Champions League damit man darauf aufbauen kann. Mehr nicht.

Mehr nicht?
Dir ist schon bewusst, dass sich Frankfurt in ihrer Vereinsgeschichte bisher nur ein einziges mal (über die Liga) für die CL qualifiziert hat, oder?

Bayen muss am 04. Oktober nach Frankfurt. Am Dienstag zuvor sind beide auf Auswärtstour in Europa: Bayern spielt bei Pafos auf Zypern, die Eintracht muss nach Madrid zu Atletico.
Davor spielt Bayern Freitag vs Werder, Frankfurt Samstagabend in Gladbach.
Auf dem Papier würde ich sagen: Vorteil FCB

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Natürlich, deswegen sage ich ja, dass Platz 4 absolut okay für die Eintracht wäre.

Ist halt die Frage was wird Intern und was Extern kommuniziert.

Denke extern wird eben jender Platz 4 ausgerufen und Intern Platz 2 als realistisch angesehen zudem denke ich das Sie sagen werden im Mai in Berlin sollte man dabei sein.

Es ist nicht so, dass der Eintracht die Erfahrung internationaler Spiele angeht. Sie sind seit 21/22 immer dabei. Klar CL ist nochmal was anderes. Trotzdem ist es eine erfahrene Mannschaft auf internationaler Bühne.

Schau Dir den Kader an. Der Großteil ist seit 2023 erst dabei. Dreizehn Spieler seit 2024 bzw. 2025 dabei. Die ganz große Erfahrung sehe ich da nicht.

Müßte nicht die Pechverletzungs-Wahrscheinlichkeit nicht konstant sein, sondern in Abhängigkeit von der Zeit zunehmen? Ein Spieler steht ja nicht alleine auf dem Feld. Und eine Abnutzungserscheinung bei dem einen Spieler kann durchaus das Pech eines anderen Spielers sein. Durch diese Kopplung wird doch auch das Pech zeitabhängig?