[Sportvorstand] Max Eberl - LZ 2027

FC Bayern: Die zwei großen Kritikpunkte an Eberl

„Hoeneß betrachtet laut der ‚Bild‘ außerdem Eberls Arbeitsauffassung kritisch. Dass dieser bei Spaziergängen mit Frau oder Hund auch mal das Handy daheim lässt, sei für Hoeneß kaum nachvollziehbar.“

Das mit dem Handy klingt irgendwie nicht nach Hoeneß. :thinking:

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Dann hast Du meines Erachtens auch prinzipiell nichts falsch gemacht, darauf hinzuweisen, um Deine Haltung in der Frage der Gehaltshöhe zu begründen.

(Ich kann den konkreten Fall natürlich nicht bewerten, ich meine das nur grundsätzlich. Grundsätzlich hast Du Dir mE nichts vorzuwerfen.)

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Daran erkennt man sofort wie weltfremd der Patron ist. Sklaverei wurde schon lange abgeschaffen (theoretisch).

Ein selbstbewusster, pro-aktiver Sportvorstand der eigenverantwortlich gestaltet ist am See unerwünscht. Tztztz

Micromanagement aus dem 20. Jahrhundert

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Ich denke, ich würde es nicht zwangsläufig als Sklaverei bezeichnen. Hoeneß will eher einfach bedingungslose Hingabe für den Job. Dieser muss quasi an erster Stelle stehen und man muss jederzeit bereit sein zu handeln. Also so etwas wie Urlaub gibt es für ihn nicht. Das ist wirklich Arbeitsmoral aus dem 20. Jahrhundert oder wie die ein gewisser Bundeskanzler von allen fordert.

Wenn man sich jetzt diese News ansieht, vielleicht glaubt Hoeneß ja wirklich, dass er damit Eberl einerseits in die richtige Richtung lenken kann bzw. dass diese Kritik Eberl eher anspornt und andererseits kann er den Kollegen aus dem Aufsichtsrat zeigen, dass er “seinen” Aufsichtsrat nicht zu sehr verhätschelt, sondern auch wirklich hart drannehmen kann. Eine relativ verquere Argumentation, aber bei Hoeneß könnte ich es mir tatsächlich vorstellen.

Uli Hoeneß himself is facing criticism within the supervisory board on the topic of Max Eberl. Ultimately, it was Hoeneß who almost single-handedly appointed Eberl. Should the latter be dismissed, this would be Hoeneß’ second consecutive ‚mistake‘ after he also singlehandedly appointed Oliver Kahn as CEO – at least that’s how some behind the scenes see it

Hoeneß said after the Pokal final regarding Eberl’s future: „I know what people at the club are thinking. So I don’t want to say something I can’t stand by later“

The message is clear: Even if Hoeneß wanted to keep Eberl, he couldn’t do it alone. He isn’t the only one who decides on the supervisory board – even though it often appears that way from the outside.

[@StefanKumbergerStStefanKumbergerSt@SPO@SPORT1T1fanKumberger, @SPORT1]

https://x.com/i/status/2058826448127889684

Widersprechen sich die beiden Postings nicht ein wenig?

Posting Nr. 2, Hoeneß hält zu Eberl, aber im AR gibt es gewaltige Kritiker von Eberl.

Posting 1, Hoeneß passt Eberls Arbeitsauffassung nicht und hält nicht wirklich zu Eberl.

Das ist schon auch etwas abhänging von der Position. Es gibt Positionen, da ist 24/7 immer noch gängig. in anderen Ländern sowieso aber auch in Deutschland. Ob man deswegen immer das Handy dabei haben muss, wenn man eine Stunde mit dem Hund draußen ist, oder ob so ein Rückruf nicht auch mal 30 Minuten warten kann, ist wieder eine andere Frage.

Muss der Vorstand Sport des FC Bayern 24/7 erreichbar und „on the job“ sein? Ich weiß es nicht. Das müssen seine Vorgesetzten entscheiden was sie von ihm erwarten.

Eberl hat klar gekontert: ich kann auch nach Hause gehen. Das spricht Bände

Kein Arbeitgeber dürfte das verlangen dürfen 24/7 (!) geht’s noch ?

Erwarten ist nicht verlangen. Es gibt Unternehmen, da wird das erwartet. Man muss da ja nicht arbeiten. So lange man damit offen umgeht sehe ich kein Problem.

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Im Posting 1 geht es mir darum klarzustellen, dass Hoeneß Eberl schon mag, aber Hoeneß glaubt, er muss Eberl in die richtige Richtung lenken, also jemand der eben genauso wie er denkt und handelt. Aber er schätzt Eberl und Salihamidžić hat ja gestern im Sportstudio auch gesagt, dass man diese Aussage 60:40% pro Verlängerung auch als Ritterschlag von Hoeneß sehen kann. Außerdem ist Eberl ja schon länger der Favorit von Hoeneß. Bereits 2017 gab es ja den Streit Eberl (von Hoeneß) gegen Lahm (eher von Rummenigge).

Das Problem für Hoeneß ist glaube ich, dass er eben nicht mehr der Allmächtige ist. Ihm wird mittlerweile nicht mehr nur von Rummenigge sondern auch von anderen Kontra gegeben und aus diesem Kontra entwachsen dann die Aussagen zu Eberl. Aber eben mit dem Hintergedanken: “Wenn ich ihn kritisiere, dann macht er es in Zukunft anders bzw. besser und das gefällt dann auch den anderen im Aufsichtsrat”. Und das was Hoeneß glaubt, was Eberl anders machen muss ist unter anderem die Arbeitsmoral.

OK. Verstanden. Aber wenn er ihn wirklich im Amt behalten möchte, warum kritisiert er ihn dann zu so einem Zeitpunkt öffentlich? Das hilft doch der Sache nicht?

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gaaaanz gefährliche, neoliberale Argumentation… schade :pensive_face:

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Dann bekommt man eben Nerlingers und Brazzos. Und daher wollte und mag auch kein Lahm u.a.

Glaube kaum dass Sammer oder Kahn das mit sich haben machen lassen. Dann knallts eben und schadet dem FCB. Die Zeiten der Patriarchen sind nunmal vorbei.

Es existiert auch kein Angestelltenvertrag wo man sich zu 24/7 verpflichtet. Das möchte ich sehen :joy::joy: (die Lex Uli :winking_face_with_tongue:)

Ich bin nicht in einem gewerkschaftlich geführten Betrieb sozialisiert worden. Tut mir leid.

selbstverständlich nicht. Du kannst niemanden dazu zwingen in Deutschland. Du kannst auch niemanden entlassen, wenn er das nicht macht. Das ist auch alles völlig in Ordnung.

Es besteht in der der deutschen Sprache ein Unterschied zwischen „ich erwarte“ und „ich fordere“. Es ist eine wichitige Nuance in dieser Diskussion.

Im übrigen sprechen wir hier von von Vorstandspositionen. Nur schon, dass es sich dabei um befristete Arbeitsverhältnisse handelt zeigt, dass die Erwartungen divergieren können (nicht müssen).

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Da bin ich erstmal überfragt. Ich habe irgendwo gelesen, dass Hoeneß nicht wusste wann das Interview veröffentlicht wird. Ich weiß, das klingt unrealistisch. Aber vielleicht wollte Hoeneß wirklich nicht, dass das Interview am Samstag des Pokalfinals veröffentlicht wird.

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Ich versuch mal eine Interpretation: wenn alle Infos und Einschätzungen von @armaster so stimmen, dann möchte Hoeneß die Öffentlichkeit nutzen, um seine Meinung durchzusetzen; wenn er da stumpf sagen würde, “ich will Eberl behalten” (o.ä.) könnte sich der AR übergangen fühlen (wieder mal) und schon aus Prinzip anders entscheiden. Also versucht er sich als schlauer Fuchs und macht öffentlich klar, dass es Zweifel gibt (und er im Prinzip wohl auch einige hat), wohl wissend, dass die Öffentlichkeit angesichts der jüngsten Erfolge des Teams wohl kein Verständnis hätte, wenn man Eberls Vertrag nicht mal mindestens 2 Jahre verlängert. Und damit kann er intern im AR sagen, “den Max erziehe Ich euch schon noch; wollt ihr Euch wirklich die Blöße geben, den erfolgeichsten Manager seit langem zum jetzigen Zeitpunkt rauszuwerfen?”

Die jüngsten Äußerungen von UH, dass er im Aufsichsrat einige Veränderungen anstrebt, passen für mich durchaus in so ein Szenario - Hoeneß ist intern im Clinch mit dem einen oder anderen AR (evtl. wieder mal KHR) und will mit Hilfe der Öffentlichkeit die Widerborstigen auf sein Linie zwingen … pure Machtpolitik von hinten durch die Brust ins Auge sozusagen :wink:

Ist natürlich reine Spekulation, die ich aber nicht für ausgeschlossen halte …

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Das Timing für die Aussage wäre auch unter diesen Annahmen sehr unglücklich.
Selbst wenn er gar nicht wollte, dass es vor dem Finale veröffentlicht wurde (wie armaster vorher schreibt), hätte er es einfangen müssen. Hätte etwas positives über Erberls Arbeit sagen müssen. Dinge wie, es läuft gerade ausgezeichnet. Die Transfers sind voll aufgegangen, wir haben eine gute Stimmung, Eberl ist einer der Baumeister. Ich bin jetzt nicht der Pressesprecher. Aber so in die Art. Etwas wohlwollendes. Deswegen muss sich ja keiner übergangen fühlen. Gerade, wenn er ihn tatsächlich im Amt behalten möchte.

Ich finde es spannend was da gerade passiert. Nicht nur wegen des FC Bayern, sondern auch aus psychologischen Gründen.

Als Eberl würde ich das Gespräch suchen und den Rücktritt anbieten.

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Eigentlich hat Eberl das ja schon.

Max Eberl: „If they [supervisory board] tell me: ‚we don’t want to extend your contract but you can continue [until 2027]‘, then I’ll continue to work the same way I did in the past couple of years. If they tell me: ‚we want to extend your contract‘, then we’ll talk about it. If they tell me: ‚We don’t want you to continue‘, then I’ll go home. My life will go on“

https://x.com/i/status/2058320556961763580

Und wenn ich mich richtig erinnere war es am Samstag nicht das erste Mal, dass er es angeboten hat.

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Hier mal etwas aus die „sueddeutsche.de“.

Das war ein Beitrag zu Robert Enke unter anderem mit und um U. Hoeneß.
Damals bei R. Enke ging es um Depressionen, aber auch den Leistungsdruck. Zum Thema „Leistungsdruck“ möchte ich diesen Beitrag dann auch verstanden wissen.

" Hoeneß kritisiert die Gesellschaft und die Medien

Hoeneß sieht die Gesellschaft kritischer, in der man „und das gilt nicht nur für den Fußball, respektlos miteinander umgehe“, insbesondere im Internet, wo unter Pseudonymen besonders hart und heftig beleidigt werde. Auch die Zeitungen und Fernsehsender hätten nach der Trauerfeier für Enke 2009 „sehr schnell wieder vergessen“. Er habe damals „viele Medienvertreter und Medien gelesen, die gesagt haben, vielleicht müssen wir uns in Zukunft mal ein bisschen überlegen, bevor wir was raushauen“. Dies habe nicht lange angehalten. Die Frage, ob nicht auch Hoeneß selbst in den vergangenen Monaten und Jahren manchmal mit seinen Äußerungen überzogen habe, stellt ihm an diesem Abend niemand."

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Für mich ist das kein Rücktrittsangebot. Da müsste er ja aktiv hingehen und sagen, wenn es Euch nicht passt, pack ich meine Sachen. Was er hier sagt ist, wenn sie sagen, ich soll gehen, geh ich. Aber er wartet ja und geht nicht aktiv auf den AR zu.

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