[Sportvorstand] Max Eberl - LZ 2027

Man kann auch versuchen Dinge zu verbessern. Ein strukturierter Manager wird er natürlich nie werden. Aber das ist der Pate vom Tegernsee auch nie gewesen.

Das Problem ist, wenn das Vertrauen nicht da ist. Das ist ein zartes Pflänzchen. Geht schnell ein und braucht viel Pflege.

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Das sind aber auch unterschiedliche Generationen. Im Olymp des FC Bayern hatte und hat es viele Wirtschaftsgrössen. Das waren früher aber auch selbst hemdsärmelige Typen wie Hoeness. Heutzutage sind das HSG Typen deren Hirn auf Strategiepapieren und BSCs basiert.

Aber man wollte doch ein wenig alte Schule.

Das ist aber mehr das Thema „Stallgeruch“. Der relativ offensichtlich überforderte Kahn hat sich viel Zeit erkauft, in dem er entsprechende Papiere produziert hat. Am Ende fiel aber auf die Füsse dass diese schick laminiert und gebunden im Aktenschrank verhungert sind. Ich vermute Eberl hat aber bestimmt schon ein paar mal die Frage nach „dem Erfüllungsgrad der Strategiepapiere vom Oli“ sich anhören müssen. Bzw „wenn er sie schon nicht lebt, wann dann seine Strategien entsprechend abgebildet und zur Genehmigung vorgelegt werden“.

Hey, nix gegen das legendäre „FC Bayern AHEAD“ :face_with_symbols_on_mouth:

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Ich habe keinerlei Einblick wie “strukturiert” Eberl arbeitet. Die “Schauseite” nach außen muss ja nichts mit der Arbeit im Inneren zu tun haben. Zudem “Struktur” und “System” bei den Granden im AR ja auch nicht gerade die herausragenden Eigenschaften/Merkmale waren/sind. Die sind doch alle eher emotions-getrieben. Auch weiß ich nicht, ob der Vorwurf, er denke/handle nicht “wirtschaftlich” einer Prüfung standhält. Die hohen Gehälter von Müller, Sané und Coman sind komplett Geschichte, Goretzka bald und Gnabry hat (wohl) Einbußen akzeptiert. Und dann stellt sich die Frage, ob er tatsächlich an festen Vereinbarungen vorbei gehandelt, also seine Befugnisse faktisch überschritten hat (das wäre spätestens bei Wiederholung ein Grund, sich zu trennen), oder ob es lediglich die (gekränkten) Eitelkeiten der genannten Granden sind, die er verletzt hat. Dann wäre eine Trennung aus meiner Sicht eine Schnapsidee.

Reinmarschieren und eine dreiseitige PowerPoint mit „1. Abnahme letztes Protokoll, 2. Vertragsverlängerung Upa, 3. diverses“ an die Wand klatschen reicht heute nicht mehr.

Ich bin auch kein Fan davon, aber genau solche Papiere brauchst heute in einem entsprechenden Umfeld.

Nachdem nun alle Pro- und Contra-Argumente zu Eberls Performance seit Amtsantritt hinlänglich aufgezählt und abgewogen wurden, versuche ich mal den Blick etwas auf die Gesamtsituation zu weiten.

Uli Hoeneß (und Karl-Heinz Rummenigge) versucht seit längerem den Generationswechsel an der Bayernspitze voranzutreiben, aus dem verständlichen Wunsch heraus, „seinen“ FC Bayern in guten Händen zu sehen. Der Anspruch umfasst meiner Wahrnehmung nach den sportlichen Erfolg, die wirtschaftliche Stabilität, aber auch weichere Faktoren wie den familiären Zusammenhalt in Team und Betreuerstab bis zum Vorstand, sowie ein gerne mal robustes Auftreten in den Medien. (Stallgeruch schadet auch nicht)

Der erste Versuch mit Salihamidzic und Kahn ist gescheitert; Knackpunkte waren wohl, dass die beiden zu viel Geld für Spieler und Trainer ausgegeben haben und – vor allem – zu wenig mit UH gesprochen haben, mindestens Kahn. Konkreter Anlass dann die übereilte Entlassung von Nagelsmann, die ja ganz offensichtlich ebenfalls ohne Rücksprache mit Hoeneß erfolgte.

Damit zurück auf Los, KHR wurde aus dem Ruhestand in unklarer Rolle reaktiviert, anschließend wurde erstmal Christoph Freund geholt, mutmaßlich für die mühsame Kleinarbeit an der Spielerfront. In die folgende Phase der „Task Force“ fallen mehrere fragwürdige Transferentscheidungen, aber eben auch der Königstransfer Harry Kane; parallel hat sich auch die Trainerentscheidung für Tuchel als suboptimal herausgestellt.

Dann wurde im Frühjahr 2024 Eberl als Sportvorstand verpflichtet. Es ist selbsterklärend, dass er nach dieser Vorgeschichte von Anfang unter verschärfter Beobachtung durch den AR stand, besonders natürlich hinsichtlich der Punkte Finanzen und interner Kommunikation. Und es ist sicher kein Hirngespinst anzunehmen, dass Hoeneß und Rummenigge bei Personalentscheidungen ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollten. Siehe Trainer: erst nachdem KHR mit Pep telefoniert hatte, durfte Kompany verpflichtet werden (wobei die Rückversicherung zweifellos inhaltlich notwendig und richtig war).

Die Verläufe der folgenden Transferperioden lassen nun, soweit von außen bewertbar, verschiedene Deutungen zu. Klar ist, dass die Abstimmung zwischen Eberl und dem AR nicht gut war und die Außenwirkung entsprechend bescheiden. Klar ist aber auch, dass im Saldo mit Olise, Diaz, Bischof, Urbig Top-Transfers gelungen sind (mit Spielern, die menschlich super ins Team passen und in jedem Spiel und Training Gas geben), die ja nicht alle nur auf Zufall beruhen können … ich bin da ganz bei Justin: Prozess fragwürdig, Ergebnis gut.

Insofern, wenn jetzt über Eberls Vertragsverlängerung geredet wird, ist klar, dass intern noch nicht alles eitel Sonnenschein ist. Andererseits dürfte klar sein, dass es zumindest Uli Hoeneß jetzt nicht darum geht, Eberl abzusägen und noch mal jemand Neuen zu holen, den er dann ja auch wieder in paar Jahre verfolgen müsste, um sicher zu gehen, dass der jetzt wirklich der Richtige ist – UH will meines Erachtens aktuell Eberl noch „erziehen“. Und ich habe auch den Eindruck, dass Eberl willens ist, entsprechend dazuzulernen. Wobei es beim Thema Finanzen wahrscheinlich das Beste ist, tatsächlich auf Dauer den Aufsichtsrat als „bad cop“ im Hintergrund zu etablieren; Eberl kann ich nicht mir so gar nicht als knallharten Verhandler vorstellen, der braucht meines Erachtens die „übergeordnete Instanz“, um sagen zu können, von hier aus keinen Cent mehr.

Angesichts der Gesamtlage halte ich es daher für extrem unwahrscheinlich, dass man den Vertrag mit Eberl nicht verlängert.
Es sei denn, Philipp Lahm steht schon in den Startlöchern, um zu übernehmen :wink:

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Ich glaube nicht, dass es ein Geheimnis war, wie Eberl arbeitet.
Mein Gefühl ist, dass Dreesen gerne mit Freund die Sache machen möchte.
Er spricht ja auch mit der Kane Seite über die Vertragsverlängerung.

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Der Faktor „Augen auf bei der Wahl deiner Seilschaft“ ist eben zeitlos :sweat_smile:

Aber wenn man schon in der falschen Seilschaft ist, sollte nicht noch Geläster ala „der schafft ja unstrukturierter als unsere Trainees in der Probezeit“ dazukommen.

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Das ist schon aus dem Grund abzulehnen, dass „Dreund“ oder „Freesen“ einfach nicht so gut klingt wie „Freunderl“. :upside_down_face:

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Ob Eberl oder Krösche oder XYZ ist mir subjektiv relativ egal. Hauptsache ein Voll-Profi und keine Marionette.

Entscheidend ist für mich dass es eine klare Strategie und Plan gibt. Wo wollen wir in 1, 3, 5 Jahren stehen und durch welche Maßnahmen soll dies konkret generiert werden. Ergo pro-aktiv, strukturiert mit klarer Handschrift und Zielvorgaben. Nicht von Saison zu Saison irgendwie „wird schon“.

Die Bilanzen sind mir weniger wichtig, eher die Wettbewerbsfähigkeit und dass wir wieder klar top4 in Europa dauerhaft sind (sportlich)!

Ein Team auf den Platz das mit Freude und Leidenschaft miteinander und füreinander spielt und kämpft. Die Fans begeistert und unsere Gegner fürchten lässt.

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Strategie kann man aber auch nur Umsetzen wenn die entsprechenden Positionen auch dauerhaft mit der selben Person besetzt sind.

Eberl hat seine Fehler unbestreitbar aber er hat aus seinen Fehlern gelernt. Hat zwar die teuren aber notwendigen Vertragsverlängerungen unter Dach und Fach gebracht und gibt nach außen hin ein Bild ab das den Bayern seit Jahren abhanden gekommen ist.

Man stelle sich jetzt mal vor Eberl geht und wir bekommen Nerlinger/Salihamidzic 2.0. Das wäre wieder der Anfang vom Ende.

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Das spielt beim FC Bayern, Stand heute, keine Rolle.
Entscheidend ist nach wie vor, was Uli Hoeneß möchte. Und da hat ein Max Eberl mit Stallgeruch, auch wenn der nur für sehr feine Nasen wahrzunehmen ist, einen strukturellen Vorteil :slight_smile:

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Ich schrieb ja „keine Marionette“ (a la Brazzo/Nerlinger), sondern Voll-Profi.

Pro-aktiv auf 3-5 Jahre setzt ja Konstanz und Stabilität voraus und eben keine Fluktuation :wink:

Wäre ja Eberl :smiley:

aber naja Spekulationen sind immer sehr mühsam. Ich hoffe Eberl bleibt.

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Na ja, auch ein König ist beeinflussbar.
Wenn er zum Schluss käme, dass die Kombi Dreesen/Freund besser, harmonischer wäre?

Ich kann mir trotzdem gut vorstellen, dass es mit Eberl weitergeht.

Ich finde das Ganze hat viel von Advocatus Diabli, wie ihn @Alex auch gerne spielt.

Es ist überhaupt nicht Aufgabe des Sportvorstands die wirtschaftliche Seite zu PRIORISIEREN!

Zudem: Wir haben, bei jährlich wachsenden Umsätzen, aktuell ein niedrigeres Gehaltsniveau als vor 3 Jahren!

Kann man alles hier nachlesen:

https://www.capology.com/club/bayern-munich/salaries/

Vs

https://www.capology.com/club/bayern-munich/salaries/2022-2023/

PLUS:

Wir haben heuer eine POSITIVE Transferbilanz:

Dass wir damit die Einzigen sind unter den Top Favoriten auf den CL Titel und dass Vereine wie Arsenal, Liverpool, PSG, City und Real im Schnitt so 200 Mios Defizit stehen haben und das bei denen auch völlig normal - brauch ich hoffentlich nicht groß zu erwähnen?

Das sind die Fakten!

Daraus

zu machen:

Für mich das perfekte Beispiel für

:winking_face_with_tongue:

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Also ich zitiere mich da unhöflicherweise mal selber:

Ich hatte ja extra Anführungszeichen verwendet und geschrieben, dass ich mich sowohl das eine oder auch das andere vorstellen kann.

Insofern nehme ich deinen Anwurf, ich würde ich eine Scheindebatte führen oder am Leben halten wollen, nicht auf.
Ich wollte viel mehr die Debatte sachlich führen.

Dass bei einer anstehenden Verlängerung eines Vertrags diese diskutiert wird, ist m.E. erlaubt und keine „Scheindebatte“.

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Dem Eberl kann das Festgeldkonto ziemlich egal sein. Es geht um Liquidiät und Kaderplanung im Kontext sportliche Erfüllung der Zielvorgaben des AR.

Natürlich ist der Vorstand weisungsgebunden.

Allerdings sollte er auch operativ frei entscheiden können, ohne dass ständig jeder seinen Senf dazu gibt in nicht operativer Funktion.

Das ist ja die Crux des FCB. Sei es aus dem AR (indirekt orchestriert) oder direkt vom Patron.

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