Nehmen wir ein Musikforum. Da gibt es Threads für verschiedene Künstler.
User A findet den Künstler XY nicht gut. Er äussert das. Er mag ihn einfach nicht.
Wenn jetzt jedes Mal, wenn es um den Künstler XY geht der User wieder postet, dass er ihn nicht mag, dann wird das schnell mal nervig. Die Kritik wiederholt sich ständig ohne Neues beizutragen. Da würde man doch dem User zurufen, dann beteilige Dich doch nicht mehr an der Diskussion.
So ist es hier auch ein wenig bei Gnabry.
Ich freue mich, dass er aktuell mal wieder seine Form findet. Ich hoffe sehr, er kann sie uns im April in den wichtigen Spielen zeigen. Dass Gnabry zu Großartigem fähig ist, ist wahrscheinlich unbestritten.
Aus meiner Moderationserfahrung kann ich sagen: da galten immer andere, lockerere Regeln. Weil da viele akut unter Strom stehen und Dampf ablassen wollen/müssen.
Einerseits:
Ich kann mit @LucaT auch wenig anfangen. Seine „ich weiß alles besser“-Attitüde geht mir ziemlich auf den Senkel. Und ich finde, er könnte öfter mehr Argumente bringen. Großteils überlese ich seine Beiträge einfach.
In Bezug auf Serge Gnabry teile ich die Meinung, dass er das mal mindestens unglücklich formuliert hat.
Andererseits:
Ich verstehe schon auch, dass er sich jetzt wehrt. Er ist nicht beleidigend o.ä. geworden. Und wenn ich sehe, was sich ein @anon44472850 im Forum alles erlauben darf, ohne dass hier öffentlicher Widerspruch seitens der Moderatoren oder des Inhabers zu lesen ist - da würde ich an seiner Stelle auch ein ungutes Gefühl haben.
Ich hoffe, das wird sachlich verstanden.
Allen Moderatoren ein großes Danke für Ihre Arbeit!
Schon spannend, einen derartigen Kommentar zu verfassen, nachdem wir (folkfriend und ich) uns hier kürzlich erst die Köpfe verbal eingeschlagen haben, weil ich mit einem seiner Posts überhaupt nicht einverstanden war. Das ist also schon mal faktisch nicht richtig, was du schreibst. Und ich habe auch in der Vergangenheit oft genug den Austausch mit ihm gesucht, wenn es um gewisse Formulierungen ging. Nicht immer öffentlich, aber das muss es auch nicht immer sein.
Der Unterschied liegt vor allem darin, dass man mit ihm über sowas in aller Regel sprechen kann, während andere dann darauf beharren, in Whataboutism zu fliehen oder sich ewig zu rechtfertigen.
Dass er nicht persönlich oder beleidigend wurde, stimmt halt auch einfach nicht. Natürlich war der Post ein persönlicher Angriff auf Gnabry, der in dieser Tonalität unangemessen war. Und da wir keine Lust auf sowas haben, greifen wir eben schon bei den Ansätzen solcher Angriffe ein. Auch deshalb ist die Diskussionskultur hier weitestgehend angemessen. Weil wir eben frühzeitig einlenken. Steht übrigens auch alles im Regelwerk unter dem Punkt Provokationen. Luca hat hier keinerlei Sanktionen erfahren, sondern nur den Hinweis, dass das so nicht erwünscht ist, WIE er es getan hat. Damit kann er jetzt tun, was er will.
Und damit der letzte Hinweis: Bitte zurück zum Thema des Threads. Es ist alles vom Mod-Team gesagt und es bedarf keiner weiteren Kommentierung.
da hast du recht, ich war nur verwundert über die schärfe die hier einem user entgegen geblasen wird, wo sein post meiner meinung nach nicht mal ansatzweise eine schwere beleidigung enthalten hat.
da gibt es zig postings jeden tag die keinen wirklichen mehrwert haben und trotzdem nicht soviel staub aufwirbeln.
sollte das wirklich ein persönlicher angriff sein dann prost mahlzeit. das war ein überspitzt formulierter beitrag mit verweis auf gnabrys vorliebe auf luxus und seine schwankende form - beides in vergangenheit schon belegt. tut mir leid das ich hier nochmal antworte - aber wenn hier der ton so empfindlich gemessen wird dann auch bitte für alle gleich.
Die kann ich nicht sehen. Es wird darum gebeten, das zu lassen. Es gab nicht mal eine Sanktion. Diskussionskultur einfordern ist keine Schärfe. Die gefühlte Schärfe kommt dadurch, dass das Thema hier endlos diskutiert wird und immer ein weiterer User dazu noch etwas zu sagen hat.
Eigentlich wollte ich zu der Thematik selbst nichts mehr schreiben, aber ich tue es trotzdem. Für mich ist der Post in dem Tonfall nicht angemessen und die daraus resultierenden Beiträge waren für meinen Geschmack mit einer Schärfe auch gegen @LucaT geprägt, die sich soweit hochgeschaukelt hat, dass dieser einen ironischen Hinweis auf einen notwendigen Doktortitel verfasste.
An diesem Punkt habe ich die Diskussion als nicht mehr zielführend bewertet und den minimalen Eingriff eines öffentlichen Postings ohne Löschung gewählt. Um an der Stelle auch @Mehmet68 zu antworten, natürlich kann man auch den Charakter eines Spielers in Frage stellen. Aber das kann man auch auf neutraler/defensiver Weise formulieren. Denn wie @Justin hier geschrieben hat, ist Gnabry ein Mensch wie wir, mit Gefühlen/Gedanken, die er aber nicht mit jedem von uns teilt und wir das von Außen schlicht nicht beurteilen können. Und monokausal zu beschreiben, dass er wegen seiner Hobbies nicht sein „Potenzial“ erreicht hat ist doch definitiv nicht stichhaltig. Vielleicht sind seine Hobbies der Grund warum er überhaupt zu einem Bayernspieler wurde, weil diese ihm mental die nötige Lockerheit geben. Vielleicht wäre er ohne diese Hobbies ein schlechterer Spieler. Können wir das wirklich sagen? Ich maße mir da keine Beurteilung an.
Das Posts unterschiedlich behandelt werden/wurden, habe ich bereits in einem anderen Post erläutert.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich auch mit einem Tag Abstand meinem Post immer noch so verfassen würde und zu meiner Meinung stehe. Da es aber in dem Thread um Gnabry gehen soll, möchte ich euch bitten, etwaige Probleme die ihr mit explizit meiner Entscheidung habt, direkt in einer privaten Nachricht an mich zu richten. Ich glaube in einem privaten Kanal können wir unsere Argumente besser und zielgerichteter Austauschen.
Was mich an der hier so heiß diskutierten Gnabry-Frage am meisten stört, ist die äußerst wackelige kausale Identifikation seiner schwankenden Leistungen:
Weist Gnabrys Leistung über seine Karriere hinweg starke Schwankungen auf? Ja.
Fährt Gnabry gerne auf die Fashion Week? Ja.
Folgt das eine aus dem anderen? Da würde ich gerne einmal die Schlusskette sehen. Dafür müssten so viele Annahmen getroffen und alternative Erklärungen ausgeschlossen werden… Ich behaupte mal, dass es unmöglich ist, diesen Nachweis zu führen.
Überhaupt ist jedes Argument, das auf einer globalen Ebene einen Zusammenhang zwischen den Leistungen eines Spielers und seinem Lebenswandel herstellt, in diesem Maße allgemein formuliert so richtig, dass es schon wieder uninteressant ist.
natürlich ist es ein gefundenes fressen wenn gnabry zum dritten mal ein schlechtes spiel abliefert und dann kommt hinten dran die schlagzeile “gnabry am wochenende auf der fashion week”
menschen suchen sich gerne anhaltspunkte an denen sie ihre kritik aufhängen können. der konsens ist: das sind millionäre die als beruf fußball spielen, am wochenende mal schnell nach paris jetten und es trotzdem nicht schaffen konstant drei ordentliche spiele hintereinander zu spielen.
ob es jetzt wirklich so ist oder überhaupt keinen sinn ergibt (schlechtes spiel ←→ fashion week) ist letztendlich egal, es wird alles genommen was einem das eigene narrativ von einem schlecht spielenden gnabry unterstützt.