Veröffentlicht unter: FC Bayern vorbildlich: Das Schiri-Thema gerät außer Kontrolle
Nach dem Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und PSG stellt sich zwischen Kritik, Emotion und Verdachtsmomenten die Frage: Wie gehen wir im modernen Fußball eigentlich mit Schiedsrichtern um? „Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht. Schiri, wir wissen, wo du wetten gehst. Schiri, mach doch mal die Augen auf – oder bist du etwa gekauft?“ Es sind Zeilen aus einem Partysong von Markus Becker, die mittlerweile seit Jahren Fußballfans begleiten. Für viele gehören sie inzwischen zur Fankultur, zur emotionalen Aufladung des Sports, vielleicht auch zur Zuspitzung im Umgang mit Unparteiischen. Und trotzdem erzählen die Lyrics viel darüber, wie im Fußball…
Ich stimme prinzipiell zu. Ich empfinde diese Seite hier daher als sehr angenehme Diskussionsplattform, da hier keiner oder fast keiner den Vorwurf ernsthaft erhebt, dass der Schiri gekauft wurde. Im Thread des Spiels gibt es vermutlich schon einige entsprechende Vorwürfe (hab ihn nicht gelesen) und auch ich habe ihm das im Sportheim beim Schauen des Spiels vorgeworfen. Aber in der Emotion während des Spiels finde ich das ok.
Er hat sicher eine schlechte Leistung gezeigt, die leider in eine Richtung ging (bis zum Beweis des Gegenteils unabsichtlich) und ich denke, das darf man auch so benennen.
Da der Post jedoch so passend zur Diskussion hier im Forum kommt, möchte ich eine Frage an die Autorin stellen, um zu wissen, was genau kritisiert wird: Findest du das Forum hier auch schon drüber oder wo ist es drüber? Ich sehe nämlich auch in anderen Bereichen des Internets oder der Printmedien nicht viele krasse Aussagen. Und wie richtig beschrieben, ist Bayern nicht Real Madrid. Ich würde sogar soweit gehen, dass Bayern noch deutlich mehr sagen könnte und wäre immer noch meilenweit von Madrid und seinen Hetzkampagnen entfernt. Im besten Falle tun sie das jedoch hinter verschlossener Tür direkt mit der UEFA und nicht in aller Öffentlichkeit.
“Wieder war der Umgang damit vielerorts fragwürdig. In den sozialen Netzwerken sind sich überwältigend viele Menschen einig: Dieser Schiedsrichter wurde gekauft.”
Mh der Kommentar stimmt mich irgendwie nachdenklich. Ich erkenne die Intention und stimme auch vollständig damit überein, dass es in der Kritik an Schiedsrichtern Grenzen geben muss, welche nicht überschritten werden dürfen. Anfeindungen und Beleidigungen sind ein absolutes No-Go, berechtigte Kritik ist aber schon angebracht.
Schiedsrichter sind doch keine Ausnahme in der Unterhaltungsindustrie Fußball. Mediale Aufmerksamkeit und (teils ungefilterte) Meinungen und Kommentare in Social Media ist jeder Funktionär im Fußball mittlerweile ausgesetzt: Ob Spieler, Trainer, Manager oder eben die Schiedsrichter. Für alle gemeinsam gilt, dass Grenzen nicht überschritten werden sollten.
In Bezug auf den Artikel allerdings stimme ich mit einzelnen Punkten nicht überein:
“Dann müssen wir nüchtern erkennen: Ja! Ja, Herr Becker, es war gerecht. Nicht im Sinne jeder einzelnen Szene. Aber im Sinne der Spiele über 180 Minuten.” –> Nein, es war nicht gerecht. In Summe gab es - berücksichtigt man die Neves Szene nicht - 2 Entscheidungen, die klar zu Ungunsten von Bayern getroffen wurden. (Hinspiel Elfmeter in der 45 Minute gegen sich, Rückspiel keine Gelb-Rote Karte und keine Überzahl über 60 Minuten) Das Niveau bei den besten Vereinen Europas ist so eng, dass Nuancen über Spiele und über Saisonverläufe von Mannschaften entscheiden. Man kann und darf solche Situationen also nicht in der Betrachtung vernachlässigen. Die Schiedsrichter sind letztlich diejenigen, die die Entscheidungen verantworten. Kritik an Fehlern sind folgerichtig.
“Bayern ist ausgeschieden, weil Paris Saint-Germain nun mal die leicht bessere und effizientere Mannschaft war.” / “Bayern waren über zwei Spiele hinweg schlicht die unterlegene Mannschaft.” → Jaein, dass Paris sich hauchdünn in beiden Spielen mit einem Tor durchgesetzt hat, kann man retrospektiv immer damit begründen, dass sie die effizientere Mannschaft waren. Allerdings waren sie auch die glücklichere Mannschaft, die ebenfalls den Eindruck des “effizienter sein” begünstigt hat.
“Das Problem beginnt jedoch dort, wo […] aus Unverständnis Misstrauen wird.” –> Hier widerspreche ich vehement. Die Südkurve hatte auch mal einen passenden Banner, der Probleme auf den Punkt trifft in Bezug auf Al-Khelaifi: „Minister, Club-Besitzer, TV-Rechte-Halter, UEFA-ExCo-Mitglied & ECA-Chairman – alles in einem?“. In Zusammenhang mit einem Gefühl der Benachteiligung ist für mich Misstrauen gegen eine Institution wie die Uefa nachvollziehbar, auch ohne da verschwörungstheoretisch unterwegs zu sein. Das ist allerdings ein Problem, an dem die Uefa selbst über Jahre dran gearbeitet hat. Man weiß wenig über die Prozesse in der Uefa, wenn ich allerdings Schiri wäre und ich weiter für Topspiele eingeplant werden wollen würde, dann würde ich auch alles daran setzen den Herrn Al-Khelaifi (und sein PSG) nicht allzu sehr zu verstimmen. Wie bereits erwähnt gibts dafür keine Beweise und es mag auch ganz anders sein, das gewisse “Geschmäckle” löst es aber bei Fans aus.
Die Überschrift wirkt natürlich extrem überzogen, ich hoffe und denke auch gerade bei den als besonders besonnene geltenden FCBayern Fans nicht an solche metaphorischen Bilder einer SR - Verfolgung. Also etwas weniger Drama wäre hier angebracht, gerade wenn man dann auf der anderen Seite ja um mehr Sachlichkeit etc.. betteln will. So gießt man natürlich mit dem Stilmittel der Provokation noch mehr Öl ins Feuer.
Hallo bitte: wir reden im Jahr 2026 im CL - HF nicht über einen Schiedsrichter und einen Fehler, sondern eher um das Versagen eines ganzen SR - Teams.
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Der Elfer gegen Davies in Paris wäre laut Regelwerk keiner gewesen, da Ball erst Körper und von da dann an die Hand. Hier dann falsche Auslegung trotz VAR auf höchstem Niveau ist schon sehr fragwürdig.
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Der überhastete Abpfiff des FCB-Angriffs wo Kane auf weiter Flur unbedingt auf das PSG - Tor zulaufen hätte können. Noch nicht einmal der Linienrichter hatte die Fahne gehoben, was er laut Regeln auch nicht machen sollte.
Ballack erwähnte zu Recht im TV, dass „in 99,9% aller Fussballstadien dieses Planeten diese Regel mittlerweile richtig angewendet wird - hier aus völlig unerklärlichen Gründen aber plötzlich auf höchstem Niveau nicht beherrscht wird“ .
Dem Augenschein nach sah es nicht nach Abseits aus und es wäre wohl ein Tor mit hohem xG-Wert möglich gewesen.
Diese Situation für sich alleine ist schon mehr als fragwürdig und im Grunde völlig unakzeptabel auf so einem Niveau - es war ja kein Landesliga Spiel.
3.) Die gelb-rote Karte für Mendez.
Es sah so aus, als wollte der SR die zweite Karte (und damit gelb-rot) zücken bekam aber angeblich vom 4.Offiziellen die Ansage vorher Handspiel Laimer, was dann aber alle TV-Bilder widerlegten.
Eine faktische Fehlentscheidung mit extremer Auswirkung - PSG hätte länger in Unterzahl spielen müssen als der FCB damals in der Vorrunde. Das Spiel wäre wohl ziemlich sicher anders ausgegangen.
Es gab noch weitere sehr diskutable Entscheidungen (Diaz kurz vor Schluss Stürmerfoul statt Freistoß an der 16er Linie nach Pass mit der Hake von Karl/ viele sehr undurchsichtige Zweikämpfe an Seiten - und Torauslinie in denen fast ausschließlich auf Einwurf oder Ecke PSG entschieden wurde, usw…)
Also das ist dann in Summe in einem HF der CL ist kaum zu toppen und da sollten auch Ross und Reiter genannt werden müssen.
Verharmlosen, Verniedlichen, Relativieren bringt den Fussball nicht weiter.
Noch immer viel zu oft werden Spiele durch kaum nachvollziehbare SR - Entscheidungen verdreht.
Wie gesagt vor allem dann auch noch auf so einem hohen Niveau, das lässt natürlich Menschen schon sehr zweifeln.
Wie gesagt wir haben das Jahr 2026, die Technik gäbe viel mehr her, der Fussball ist ein Milliardengeschäft. Fans zahlen teuren Support und noch teurere Abos.
Es ist ein genialer Sport aber so wird er zusehen zur Farce, Besserung leider nicht in Sicht.
Ich finde den Artikel klasse.
Viel zu oft geht mir den Ton gegenüber den Schiedsrichtern deutlich zu weit und es wird dabei immer vergessen das wir es mit einem Menschen zu tun haben. Und häufig auch noch mit welchen die eben keine große Fanbase hinter sich haben die sie auch bei Kritik mal verteidigt. Als neutraler Schiedsrichter hast du im Grunde immer eine Seite gegen dich.
Und auch wenn manche Situationen in den Spielen häufig so aussehen als würde der Schiedsrichter eine Seite bevorzugen oder Entscheidungen einseitig treffen, dann muss ich immer dran denken das auch ein Schiedsrichter ja nicht vorab schon weiß wie ein Spiel abläuft. Also um mal als Beispiel Laimers Handspielsituation zu nehmen: Der Schiedsrichter kann sich ja nicht schon vor dem Spiel Gedanken machen wie er da ein Freistoß für PSG erklären kann oder so, sondern er entscheidet das in wenigen Sekunden. Und irgendeinen Verdacht bzw. eine Situation muss es ja für ihn schon geben um sich da “falsch” zu entscheiden. Nochmal Laimers Handspiel: Die Entscheidung ist zwar sicherlich falsch, aber Laimers Bewegung ähnelt schon der anderer Handspiele insofern ist es ja zumindest nicht aus der Luft gegriffen.
Ich wünsche mir einfach allgemein wieder deutlich mehr Respekt gegenüber der Schiedsrichter und das gewisse Entscheidungen einfach akzeptiert werden.
Hat jetzt nichts mit Kritik am Schiedsrichter oder dem Artikel zu tun, aber weil es mir gerade beim Thema Respekt und Entscheidungen akzeptieren eingefallen ist: Heute beim Bremen vs Hoffenheim. Schiri pfeift Freistoß für Bremen, korrigiert dann aber die Position der Bremer noch etwas nach hinten und zieht eine Linie mit dem Spray, dann dreht er sich um und geht. Und was machen die Bremer? Deman wischt die Linie weg und Puertas legt den Ball wieder weiter vor….Ganz ehrlich da krieg ich das Kotzen. Für sowas darf sich auch gerne mal der VAR melden und dann kann es auch mal ruhig Gelb geben oder von mir aus gerne Rot. Vllt müssten viel mehr Spieler wegen Unsportlichkeiten fliegen damit mal wieder eine gewisse Ordnung eingekehrt…
Bei den Schiedsrichtern handelt es sich um hervorragend ausgebildete und hoch bezahlte Fachkräfte. Genau wie beispielsweise bei Piloten. Und wenn die dann einfach mal spontan beschliessen eigene Lösungswege zu entwickeln, Hilfsmittel nicht richtig anwenden und Regeln falsch auslegen bekommen sie eben Ärger. Das ist nicht Oma Erna die ehrenamtlich in der Suppenküche aushilft und am Ende fehlt 1€ weil sie den Einer und den Zweier verwechselt hat. Ab einer gewissen Position gibt es eben nicht nur mehr Kohle sondern es steigt auch die Erwartungshaltung und die Verantwortung.
Wenn willkürliche, regeltechnisch nicht nachvollziehbare Entscheidungen, die zu oft spielentscheidender Natur sind, einfach so akzeptiert werden sollen, wird Fussball als Sport beliebig bis überflüssig.
Es muss ja nicht alles hingenommen werden, aber letztlich ist es auch so das die Diskussionen eh nix bringen und einfach nur den Schiedsrichter als “Autoritätsperson” schwächen. Beim Schreiben dieses Satzes, den du oben zitierst, musste ich beispielsweise schon an die Bremen-Situation denken. Gleiches gilt für mich auch bei stellenweise klaren Fouls in denen Spieler trotzdem mit Schiedsrichtern diskutieren oder auch Neuers klassischer Reklamierarm bei Gegentoren ohne Hinweis auf ein Vergehen. Sowas stört mich. Regeltechnisch nicht nachvollziehbare Entscheidungen dürfen sowohl gerne auf dem Platz (obwohl es wahrscheinlich nicht viel bringt, außer vllt wie bei Gregoritsch/Vieira) als auch danach natürlich gerne besprochen und aufgezeigt werden.
Das “willkürlich” würde ich da etwas rausnehmen, da ich das etwas anders oder differenzierter sehe, aber ich weiß was du meinst und kann es zum Teil verstehen
Danke für den wohltuenden Artikel! Auch wenn ich selbst selten eine schlechtere Schiedsrichterleistung gesehen habe, selbst wenn ich weiß, das schlimme Fehlentscheidungen getroffen worden, denke ich auch, dass der Portugiese keine Maschine ist und vielleicht im Übereifer Kane zurückgepfiffen hat, und sich vielleicht tatsächlich nicht traute, die Gelbrote zu zücken.
Ich bin tatsächlich der Meinung, dass die Schiedsrichter inzwischen die ärmsten Schweine in dem Spiel sind, denn: die Verschlimmbesserung diverser Handspiel– oder Abseitsregeln mit all ihren Unterregeln führt auch bei den Refs zu Verwirrung. Dazu kommt schlechte Kommunikation zum VAR.
Wir sollten aufhören, grundsätzlich und immer auf den Schiris rumzuhacken und viele eher den Regelhütern auf die Füße steigen (so schwer das auch ist)!
Man müsste das Thema je etwas weiter öffnen: Oft sind nicht die Schiris das Thema (manchmal schon, siehe kid‘s mistake etc.), sondern die Begleitumstände: Unterschiedliche und teils sportfremde Regelauslegungen seitens DFL und UEFA, bzw. FIFA, einhergehend mit nicht einheitlichen Richtlinien für das Eingreifen des VAR.
All das speist in Kombination den Frust der Fans, nicht die Schiris alleine.
Wie schon oben geschrieben: Im low scoring Sport Fussball spielen diese Entscheidungen oft eine spielentscheidende Rolle.
Daher kann man sie nicht aus idealistisch interpretiertem „Sportsgeist“ durchwinken. Real und andere wissen das… ![]()
Bin da total bei @Mehmet68 !
Man kann doch sehr wohl beides sehen und anerkennen:
Der Schiedsrichterjob ist ein unfassbar schwieriger, der wenn dann relativ gesehen (gerade zu den Profispielern) viel zu wenig Anerkennung findet - sowohl gesellschaftlich als auch finanziell. Das ist ein absoluter Knochenjob sowohl auf (da finde ich wurde deutlich mehr Bewusstsein geschaffen durch die regelmäßige Veröffentlichung von Refcams zuletzt) und abseits des Feldes und jeder der sich das „antut“ verdient absolute Hochachtung!
Aber gleichzeitig kann doch niemand leugnen dass gerade auch wenn die 4 KO Spiele in der CL zuletzt anschaut es eine unfassbare Flut von extrem fragwürdigen Schiedsrichter Entscheidungen gegen uns gab - und da finde ich so einen Ort wie MSR im Gegenteil sogar einen extrem geeigneten Ort um sowas auf angemessenem Niveau zu diskutieren.
Denn ignorieren finde ich in der Sache auch weder einfach noch zielführend. Muss sich ja nur die PK von VK nach dem PSG Rückspiel anschauen - er ist doch nun wirklich Mr Feingespür in Persona und selbst er konnte nicht umhin die Schiedsrichterleistung zentral und ausführlich zu thematisieren.
Also bleibt eben die große Frage - wie kommt’s dazu dass wir egal wo (ob nun BL oder CL - bei ersterem finde ich es zumindest noch wesentlich leichter und harmloser erklärbar) so regelmäßig und gravierend benachteiligt werden?
Oder ist es alles doch alles nur der übliche Fanbias, der sich eh quasi immer benachteiligt fühlt?
Meines Eindrucks nach jedenfalls geht das heuer in Punkto Regelmäßigkeit und Schwere der Fehlgriffe schon in absolut neue nicht mehr einfach ignorierbare Dimensionen!
Ich finde, man muss hier einen wesentlichen Unterschied machen.
Die Kritik am Schiedsrichter in Ligen und Wettbewerben mit VAR ist nicht gleichzusetzen mit der Kritik an einem Schiedsrichter, der ohne technische Unterstützung pfeifen muss. Wird ein solcher beschimpft, dann geht es immer gegen seine Person allein. Kritik an Schiedsrichtern in CL, Bundesliga etc. ist viel weitschichtiger, denn hier ist der Schiedsrichter eigentlich nur das Ventil für die Kritik, die dem gesamten aktuellen Regelwerk und der Umsetzung der VAR-Eingriff gilt. Das Unverständnis über ein Eingreifen des VAR oder ein Ausbleiben dieses Eingreifens sorgt für viel mehr Ärger als die meisten Entscheidungen, die der Schiedsrichter auf dem Feld trifft.
Was auch noch dazu kommt: auf Plätzen in den unteren Ligen wird über Entscheidungen geschimpft, von denen man als Zuschauer GLAUBT, dass sie falsch waren, weil die eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung des Schiedsrichters auseinander lagen.
In Spielen mit VAR gibt es immer auch Zeitlupen für die Zuschauer am Fernsehen und somit gibt es eben Situationen, in denen man sogar WEIß, dass die Entscheidung des Schiedsrichters falsch war. Und so etwas schürt mMn die Wut noch viel mehr, weil ein Gefühl von Ohnmacht dabei ist bzw. Unverständnis, warum man in so einem Fall einen Fehler nicht korrigieren darf.
Ich muss mich aktuell z.B. viel mehr über Schiedsrichterentscheidungen aufregen, als das z.B. nach dem extrem bitteren Aus im CL-Viertelfinale gegen Real 2017 der Fall war. Damals waren es Menschen, die Fehler machten, die zwar sehr bitter waren, aber so etwas kann ich akzeptieren. Was ich nicht akzeptieren kann und da bin ich vollkommen bei @Ibiza ist die Tatsache, dass in Zeiten des VAR in 3 KO-Spielen hintereinander falsche Entscheidungen gefällt werden und man genauso ohnmächtig zuschauen muss, wie in Zeiten, in denen es den VAR noch nicht gab.
Interessant. Geht mir nicht so.
Klar hatte der keine Hilfsmittel, aber diese Fehlentscheidungen waren so krass, dass sie für mich auf dem Niveau nicht hinnehmbar waren.
Zunächst mal - Ich kann es dir, @ibiza, gut nachfühlen, dass du verärgert bist über die manchmal tendenziösen und dann auch objektiv falschen Schiedsrichterentscheidungen in letzter Zeit. Ein Teil der Verantwortung dafür liegt übrigens - das ist noch gar nicht so deutlich kommuniziert worden - bei der UEFA: Wie kommen die dazu, im Rückspiel gegen PSG, Champions League Halbfinale, einen unerfahrenen Schiedsrichter anzusetzen, noch dazu aus einem Land, dessen Sprache auf Bayern-Seite vielleicht Luiz Dias versteht, während bei PSG einige wichtige Spieler (Neves, Vitinha, Mendez - ja, der Mendez…) Portugiesen sind? Und auch im anderen Halbfinale war die Wahl eines deutschen Schiedsrichters zumindest unsensibel, wenn man bedenkt, dass die Bundesliga und La Liga gerade um den 5. Startplatz in der Champions League wetteifern. Atletico und die spanische Presse haben das jedenfalls nach dem Spiel ausgiebig diskutiert.
Dennoch möchte ich vor Verallgemeinerungen und Übertreibungen warnen.
Damit tun wir niemandem einen Gefallen - halt, doch: Denjenigen, denen dann dieses Argument…
… leicht über die Zunge geht. Wir Bayern-Fans sind anfällig gegenüber diesem Bias, denn wir erhalten auch als Nicht-Stadiongänger sehr viel häufiger als andere Fans Gelegenheit, uns über die Schiedsrichterleistungen zu echauffieren. Tatsächlich, würde ich vermuten, sind diese Entscheidungen auch in sehr vielen anderen Spielen, die man mit den heutigen medialen Mitteln verfolgen kann, mit zum Teil drastischen Fehlern durchsetzt. Das liegt in der Natur der Menschen, die da, wie du richtig anführst, unter enormem Druck innerhalb von Sekunden auf komplexe Abläufe reagieren müssen.
Ich möchte nur abschließend, auf die Frage nach der regelmäßigen Benachteiligung der Bayern, eine Statistik wiedergeben, die “gemini” auf den folgenden Prompt hin ausgespuckt hat:
Gibt es Statistiken, welche Mannschaften der deutschen Bundesliga am häufigsten durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt werden?
Ja, es gibt mehrere Quellen und Portale, die versuchen, die Auswirkungen von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen statistisch zu erfassen. Die bekannteste Anlaufstelle ist das Portal WahreTabelle, das strittige Szenen analysiert und eine korrigierte Tabelle erstellt. [1, 3]
Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse zu den am häufigsten benachteiligten Mannschaften aus aktuellen Analysen (Stand Mai 2026):
Am stärksten benachteiligte Teams (Saison 2023/24 & 2024/25)
Basierend auf Analysen der „Wahren Tabelle“ und VAR-Auswertungen gelten folgende Vereine als besonders oft betroffen:
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Borussia Mönchengladbach: In Langzeitbetrachtungen seit Einführung des VAR wird Gladbach oft als das am stärksten benachteiligte Team genannt. Schätzungen zufolge entgingen dem Verein durch Fehlentscheidungen insgesamt rund 18 Punkte.
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FC Augsburg: Der Verein verlor laut statistischen Korrekturberechnungen etwa 13 Punkte.
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Eintracht Frankfurt: Den Frankfurtern hätten laut Analysen rund 12 Punkte mehr zugestanden, wenn alle strittigen Entscheidungen korrekt getroffen worden wären.
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Werder Bremen: In spezifischen Zeiträumen, wie der Hinrunde der Saison 2023/24, wurde Bremen prozentual am häufigsten von VAR-Entscheidungen benachteiligt. [1, 3]
Sicherlich hast du nicht Unrecht, dass man Schiris und ihre Entscheidungen respektieren sollte, aber man muss und sollte eben nicht alles akzeptieren und genau darum geht es halt vielen.
Ähhmm Stichwort Feuerherd und Drees und Konsorten?
Und da ist eben 0 Einsicht und es wird immer absolut lächerlich auf der „sie als Laie mögen das vielleicht so sehen…aber wenn man Ahnung hat…“ Ebene gefaselt. Und am nächsten Spieltag wird wieder umgekehrt gepfiffen und es folgt die gleiche Schallplatte.
Wenn ein Pilot bei jedem Flug ein oder zwei mehr oder minder grobe Fehler macht gibts eben Ärger. Da heisst es dann auch nicht „es ist nur ein Mensch, heute war es eben seine Linie den Flughafen von Norden statt von Süden anzufliegen und an Gate 7 statt 63 seine Maschine abzustellen und ja mei ist es nicht menschlich zu vergessen vor dem Abflug das Gepäckfach zu schliessen? Ist aber auch kompliziert mit all den unterschiedlichen Flughäfen und der radebrechenden Kommunikation mit dem Tower.“
Da gelten dann eben auch andere Ansprüche an einen Airline Piloten als an irgendeinen Buschpiloten in Alaska. Und „ihr Deppen könntet das Ding nicht mal vom Gate zur Startbahn fahren“ ist eben auch kein Argument wenn man den Gehaltschein des Piloten bedenkt.
Vielleicht erklärt die UEFA in einem halben Jahr, das es doch ein Handelfmeter war, weil die Hand ja Richtung Ball ging. Hatten wir ja schonmal.
La cu concela
Wie kommt ihr denn auf diesen Vergleich? Das sind doch zwei vollkommen unterschiedliche Jobs mit extrem unterschiedlichen Anforderungen. Als Pilot*in hat man ganz klare Abläufe, die man mit penibler Genauigkeit Punkt für Punkt abarbeitet. Schaut euch mal die zweite Staffel der Serie The Rehearsal an, da seht ihr sehr genau, auf was els als Airline Pilot ankommt. Emotionen haben bei diesem Job keinen Millimeter Platz. Du bist quasi Ewigkeiten damit beschäftigt, Theorie zu büffeln und fährst dann quasi wie eine Eisenbahn von A nach B, nur viel komplexer.
Ein Schiri ist dabei konstant mit extrem vielen Variablen konfrontiert - ein schwer vorhersehbarer Spielverlauf beeinflusst durch ~30 Akteure, die dich konstant unter Druck setzen mit jeweils konträren Anliegen. Eine Gemeinsamkeit könnte sein, dass für beide Berufe in kürzester Zeit unerwartete Dinge passieren können, auf die man sehr besonnen reagieren und eine Lösung finden muss. In einem der beiden Felder sind die aber deutlicher seltener, dafür aber potenziell tödlich.
Mir fällt es tatsächlich schwer, die Aufgaben und Verantwortungen eines Profi Schiedsrichters mit irgend einem anderen Berufsfeld zu vergleichen. Die ref cams, die man mittlerweile regelmäßig auf Youtube sehen kann, geben finde ich schon sehr interessante Einblicke. Aus der Perspektive wirkt es oft eher wie der Job einer Kindergärtnerin, ohne dass dabei die Blicke und Erwartungen von Hunderdtausenden in Momenten auf dich allein gerichtet sind. Ich weiß nicht wie die Fehlerkultur bei Kindergärtner*innen ist, aber ich bin mir sicher, dass besorgte Eltern da auch nicht immer gnädig sind (auch ohne vierstelliges Gehalt pro Arbeitstag).
Hat wer von euch den Podcast Collinas Erben gehört? Ich selbst habe nur mal reingehört, aber es scheint doch eine gute Quelle zu sein, wenn man wirklich tiefergehende Einblicke in die Arbeit bekommen möchte und sich kritisch damit auseinandersetzen möchte. Der Podcast läuft zwar leider nicht mehr, aber es gibt ein Archiv mit über 100 Episoden.
Das verstehe ich ja auch und mir gehts ja manchmal nicht anders. Das habe ich ja danach auch versucht noch etwas zu differenzieren. Ich merke allerdings auch häufig wenn ich z.B. Konferenz schaue das ich die Schirientscheidungen fast immer nachvollziehen kann bzw. man Gründe findet warum so entschieden wurde. Gleichzeitig lese ich danach Diskussionen um jene Entscheidung und kann diese auch häufig verstehen. Ich denke einfach vieles ist nicht immer so klar ersichtlich und solange wir mit Menschen arbeiten wird es immer einen gewissen Spielraum geben Dinge unterschiedlich auszulegen.
Ich frage mich z.B wenn wir eine KI alles entscheiden lassen würden, (Und ich bin wahrlich kein großer Freund davon) wären die Entscheidungen dann gerechter? Könnte man diese so antrainieren das verschiedene Fouls und Handspiele verglichen werden und die KI dann immer richtig entscheidet? In meiner Vorstellung könnte es dann sein, dass auch da normale Fouls zu hart bestraft werden oder eben anders entschieden werden. Was wiederum meine Theorie stützen würde, das es eben schwierig ist und fast immer gewisse Spielräume gibt
Wahretabelle ist aber leider ein schlechtes Beispiel:
Es wird rein nach der subjektiven Meinung einiger mächtiger Leute aus dem dort sogenannten „Kompetenzteam“ entschieden, über welche Szenen überhaupt strittig gestellt wird und dann hat das Kompetenzteam beim finalen Voting ob Fehlentscheidung oder nicht auch noch den Hut auf.
Im Hintergrund dieses Forums gibt es entsprechende Absprachen dieser Leute usw…
Also weit weg von wissenschaftlich fundiert oder neutral, etc…