Kleine Korrektur: Upa trifft Adeyemi mit der Hand an der Brust, nicht im Gesicht. Das macht das „Hände vors Gesicht“ Halten von Adeyemi aber noch schlimmer.
Ich frage mich immer: Wird das extra trainiert? Der normale Impuls ist es doch, dahin zu greifen wo das Aua ist. Das kann gar nicht so einfach sein, diesen natürlichen Reflex zu überspringen, um zu cheaten.
Das wird einfach antrainiert, automatisch.
Gibt genug andere Sportarten, in denen bei solchen Aktionen teilweise sogar die eigenen Spieler auf Dich losgehen. Beim Handball oder Eishockey gibt es das alles so gut wie gar nicht.
Beim Fußball wird es oft genug gepfiffen und Du kriegst dafür nen Freistoß aus aussichtsreicher Position, evtl. sogar nen Elfmeter. Da sagt dann halt kein Trainer oder Mitspieler was dagegen.
Ich habe da natürlich keine Erfahrung, da ich weder Handball, noch Fußball, Eishockey oder irgendeine andere Teamsportart jemals aktiv betrieben hab, aber ich denke, dass Du beim Handball oder Eishockey schon relativ früh nen Einlauf vom Trainer/Mitspieler kriegst, wenn Du anfängst, Dich fallen zu lassen.
Das ist schon ne ziemliche Eigenart des Fußballs an sich, oder?
Ich wüsste, wie man das ganze schnell wieder abtrainiert.![]()
Der VAR schaltet sich ein. Selbst wenn (wie gestern) ein Foul vorlag, wird die Entscheidung zurückgenommen. Das tatsächlich erfolgte Foul und der Täuschungsversuch heben sich quasi gegenseitig auf. Der Spieler, der falsche Tatsachen (also einen nicht erfolgten Kopftreffer) vorspiegelt, muss in jedem Fall ausgewechselt werden, weil der Verdacht auf Gehirnerschütterung besteht. Zusätzlich gibt es noch eine gelbe Karte wegen Unsportlichkeit.
Adeyemi muss das nicht trainieren. Diese Unsportlichkeiten treibt er schon seit Jahren und kommen aus seiner Persönlichkeit!
Ist für mich dasselbe wie Emre Can der sich 3x wieder aufs Feld zurück gerollt hat obwohl er schon draußen war.
Mein Senf:
Mein Eindruck war, dass Jablonski das Spiel wie ein Champions League-KO Spiel leiten wollte.
Motto: Die Spieler sollen das Spiel entscheiden und nicht eine SR-Entscheidung. Damit hat er die Limits für das Zeigen von Karten an die Grenze der Legalität verschoben.
Am Ende kam er mit einer Verwarnung über 90 Minuten und es gab auch sonst keine größeren Rudelbildungen und er und der DFB wird das für sich in Anspruch nehmen um aufzuzeigen, dass die “lange Leine” der richtige Ansatz war.
Mein familiäres Umfeld musste dagegen einiges an Aufregung von meiner Seite ertragen. Denn es war eben kein KO-Spiel, sondern ein Bundesligaspiel und wenn ich in 305 BL-Spielen den SR bei einem Foul vergleichbar Schlotterbeck gg. Stanisic (für mich immer noch ein Wunder, wie Stani danach das Spiel beenden konnte) den VAR einbinde und die Konsequenz bisher immer rot war, ist es schwer nachvollziehbar, warum ich in Spiel 306 eine komplett andere Linie habe.
Genau das ist ja das verwerfliche: Wenn du eine rote Karte dann NICHT zeigst, obwohl sie nach allen Maßstäben angemessen gewesen wäre, greifst du ja auch ins Spiel ein. Nur eben zum Schaden der anderen Mannschaft. Stichwort “Empathie”. Wenn man einem Schlaumeier im DoPa (“ich war im Stadion”) glauben darf, hat Jablonski die “in so einem Spiel”-Argumentation in einer kurzen Diskussion vor den Mannschaftsbussen nach dem Spiel tatsächlich Schlotterbeck, der ihm wohl gesagt hat, “da hättest du mich auch runterstellen können”, angebracht. Unglaublich.
Der Zwilling des „Kids Mistake“
„Angemessen“ ist eigentlich ein viel zu schwaches Wort - dass Jablonski hier keine rote Karte gezeigt hat, widerspricht ganz klar dem aktuellen Regelwerk des DFB. Ich habe gerade nochmal nachgelesen: Regel 12 zählt unter „Feldverweiswürdige Vergehen“ unter anderem grobes Foulspiel auf.
Ebendieses wird etwas weiter unten explizit definiert:
Grobes Foulspiel
Tacklings oder Zweikämpfe, die die Gesundheit des Gegners gefährden oder
übermäßig hart oder brutal ausgeführt werden, sind als grobes Foul zu ahnden.
Ein Spieler, der im Kampf um den Ball übermäßig hart von vorne, von der Seite
oder von hinten mit einem oder beiden Beinen in einen Gegner hineinspringt
oder die Gesundheit des Gegners gefährdet, begeht ein grobes Foul
Und wenn dieses Foul nicht die Gesundheit von Stanisic gefährdet hat, was denn dann …!?
Ja ich sehe es ebenfalls äusserst kritisch welche Entwicklung das Ganze nimmt.
Fouls wie diese will doch ernsthaft niemand sehen und es wird einem speiübel wie sich nun wieder unsere „TV-Experten“, Kovac und noch ein paar Verblendete das nun schönreden, zurechtbiegen und sich selbst in die Tasche lügen.
Zum großen Glück wurde Stani nicht schwer verletzt - das hätte aber passieren können.
Was mich aber noch mehr schockiert ist die Häufigkeit in der wir solch krasses Schiedsrichterversagen erleben müssen.
Die Geschichte mit Aytekin war ja noch krasser, Osmers hat zuletzt beim HSV ebenfalls ein historisches Schiedsrichterdebakel fabriziert und Jablonski nun schon wieder, nicht ganz so krass, weil er zumindest den Strafstoß nicht übersehen hat aber vor allem in HZ1 sehr schlecht aussah.
Es kommt einem fast vor, als würden die Schiedsrichter im Vorfeld unter Druck gesetzt oder es wird ihnen eine Stallorder an die Hand gegeben, insbesondere in Spielen mit FCB - Beteiligung für den Gegner die ultralange Leine anzuwenden.
Das kann ich zwar nicht glauben, aber die Häufigkeit von absolut gravierenden Fehlern nimmt erschreckende Dimensionen an.
Mit solchen Leistungen werden deutsche Schiedsrichter bei internationalen Turnieren wohl kaum noch über Gruppenspiele hinwegkommen dürfen.
Da bin ich schon nicht mehr dabei. Ja, es wurde kaum draufgeschaut und die eine Zeitlupe war recht kurz aber das war kein Foul. Die verhaken sich irgendwie ineinander und beide fallen hin (habs auch nichtmehr gesehen). Weiß noch ganz genau dass wir auch lange auf die Wiederholung gewartet haben in der Meinung dass es was gewesen sein könnte aber als dann die Wiederholung kam haben wir direkt gesagt „ja komm ok“.
Bei der Grätsche an Stani bin ich allerdings bei Rot und das alternativlos.
Hat Herr Jablonski einen Fehler gemacht, als er Herrn Schlotterbeck kein „Rot“ zeigte?
Wahrscheinlich ja.
Ich kann die Intention verstehen, die wahrscheinlich dahinter lag - aber trotzdem war das ein Fehler.
Gibt es uns das Recht, an Verschwörungen gegen den FC Bayern zu glauben?
Oder von „Schiedsrichterdebakel“ zu fabulieren?
Und: Der Schiedsrichter ist nicht schuld daran, wenn sich Spieler ins Gesicht fassen, obwohl sie an der Brust getroffen wurden. Oder wenn sie sich verletzt ins Feld rollen. Unfassbar seltsam, dass sich dann über den Schiedsrichter aufgeregt wird. Die Einzigen, die das ändern können, sind wir Fans. Indem wir unsere eigenen Spieler auspfeifen, wenn sie solche Aktionen machen. Und die Trainer - indem sie so etwas nicht fordern, sondern aktiv dagegen vorgehen.
Leute, stellt euch mal für ein durchschnittliches Kreisliga-Spiel als Schiedsrichter zur Verfügung. Wenn ihr halbwegs menschliche Züge bewahrt habt, verhaltet ihr euch anschließend anders gegenüber dem zwölften Mann.
Die einzigen, die das ahnden können, sind die Schiedsrichter. Und die, die das Anprangern könnten, die Medien. So lange die das als “clever” verkaufen, wird sich eher nichts ändern. Und das BVB Fans den verletzten Can auspfeifen, wenn er sich 7 Meter zurück aufs Feld rollt, halte ich für recht, nun ja, ambitioniert. Dass man daraus keine Verschwörung gegen den FCB konstruieren muss (also auf Seiten der Schiedsrichter, bei den Medien/Kommentatoren sehe ich da schon eine Tendenz), da bin ich deiner Meinung.
Verschwörungstheorien: auf keinen Fall, die sind und bleiben Fantasiegebilde, für die man statistisch keinerlei Belege findet. Eher im Gegenteil gab es ja vor geraumer Zeit mal die „wissenschaftliche“ Studie, mit der man den Bayern-Bonus - oder genauer: den vermeintlichen Elfmeter-Bonus der Topmannschaften - belegen wollte.
Schiedsrichterdebakel: schon eher, wenn man es nicht speziell auf den FC Bayern bezieht, sondern sich die Gesamtheit der Bundesliga-Schiedsrichter bzw. ihrer Entscheidungen anschaut.
Da gibt es nach meiner Wahrnehmung in letzter Zeit zwei ungute Trends:
- einerseits versuchen viele Schiedsrichter, mit einer großzügigen Linie zu agieren; mutmaßlich von den Sportfunktionären gewünscht, um mehr Spielfluss zuzulassen im Sinne der Attraktivität des Spiels.
- andererseits werden dank VAR inzwischen sehr kleinliche Hand- und Foulelfmeter gepfiffen, die oft erst in der Zeitlupe überhaupt als mögliches Vergehen erkannt werden können.
Erschwerend kommt hinzu, dass die „Linie“ der Schiris von Person zu Person und Tag zu Tag extrem unterschiedlich ausfallen kann, sodass der im wesentlichen gleiche Vorgang mal durchgewunken wird und mal zu einem Elfmeter oder eine Verwarnung führt … Ähnliches gilt für den VAR-Eingriff, der nach oft nur schwer nachvollziehbaren Kriterien mal erfolgt und mal nicht.
Insofern ist es kein Wunder, dass bei vielen Klubs und Fans das Gefühl einer Benachteiligung im Einzelfall entsteht, wenn oftmals am gleichen Spieltag ähnliche Szenen auf einem anderen Platz ganz anders entschieden werden.
Um es mal an der konkreten Szene auf den Punkt zu bringen: der VAR wurde doch eingeführt, um den Schiedsrichter bei kitzligen Entscheidungen zu unterstützen.
Wenn Herr Jablonski in Live-Geschwindigkeit nicht genau gesehen hat, was passiert ist und deswegen zögert - ok. (Wobei in strenger Auslegung der Regeln ja schon allein der Versuch von Schlotterbeck strafbar wäre: mit gestrecktem Bein und offenfer Sohle in einen Zweikampf um den Ball zu gehen, ist grobes Foulspiel und damit Platzverweis, selbst wenn er Stani nicht so massiv getroffen hätte).
Aber dass dann ganz Deutschland Zigmal in Zeitlupe das Vergehen bewundern kann, Jablonski es sich dann aber trotz langer Pause nicht anschaut und nur gelb gibt, ist einfach ignorant - ob er oder der VAR hier mehr Schuld hat, weiß ich nicht, aber so führt man die Glaubwürdigeit des Systems VAR ad absurdum.
Und ähnliche oder schlimmere Fehler widerfahren ja auch anderen Vereinen in schöner Regelmäßigkeit …
Was die übrigen Punkte betrifft: ich finde, man muss sich jetzt mal entscheiden, ob der VAR eher ein Ärgernis bleiben soll oder ob man dessen Möglichkeiten endlich komplett nutzt.
An jedem Spieltag werden Schauspielereien wie die von Adeyemi vielfach ausgeführt und nicht geahndet, obwohl sie wiederum jeder Zuschauer in der ersten Wiederholung klar erkennbar präsentiert bekommt; ebenso auch versteckte Fouls, mutmaßlich sogar viel öfter als die sterbenden Schwäne.
Es kann doch mit der heutigen Technik kein Problem sein, dass der Kölner Keller nach jedem Pfiff automatisch instantan die Szene gezeigt bekommt und in innerhalb von 10 Sekunden dem Schiri signalisiert „passt“ oder „war geschauspielert“ …
Ich gehe davon aus, dass die Akzeptanz des VAR stark zunehmen würde, wenn endlich alles, was der Zuschauer klar vorgeführt bekommt, dann auch auf dem Platz richtig entschieden wird. Und vielleicht im Gegenzug die reinen Zeitlupen-Elfmeter, die oft schwer nachvollziebar sind, stark reduziert würden.
Das „Debakel“ der Schiedsrichter kommt meines Erachtens stark vom VAR, der sie verunsichert, weil ja jede spontane Entscheidung heute unter Vorbehalt steht und jeder kleinste Fehler im Nachgang bis ins Detail seziert wird.
Stellt dem Schiedsrichter dann doch bitte das Hilfsmittel VAR komplett zur Verfügung - es kann doch nicht sein, dass der, auf den es ankommt, nicht alle Informationen nutzen darf, aber im Nachgang als Depp vom Dienst alle Prügel einstecken muss …
Seit dem VAR sind sie das schon
Das war jetzt ja in der Premier League bei Maguire ja wirklich klar zu sehen.
Genau die Szene hatte ich dabei vor Augen
Das war für mich das beste Beispiel dafür. Schlimmer fand ich noch das er sich auch noch beschwert hat beim Schiedsrichter.
Ich rede aber nicht vom VAR, von Regeln oder von was anderem.
Ich rede vom Mindset.
Als regelmäßiger Rugby-Zuschauer kotze ich jedes Mal im Strahl, wenn ich sehe, „was man halt im Fußball so macht“.
Und ich bin der Überzeugung: Würden wir die Spieler auspfeifen, wenn sie sich unsportlich verhalten, würde sich etwas ändern.
Aber wir fordern ja oft viel eher, dass der Spieler im Sinne des eigenen Vereins „cleverer“ sein müsste…
Ich wünsche es mir wirklich.
Das heißt nicht, dass ich es für realistisch halte.