Mit dem ersten Sieg gegen Illertissen im Rücken wollten die Bayern heute natürlich gleich nachlegen. Dies sollte gegen den VfB Eichstätt gelingen, der sich in München vorstellte. Die Eichstätter hatten tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, in dieser Saison schon den Trainer zu wechseln. Und immerhin, seitdem blieben sie ungeschlagen. Die Bayern wollten sich davon natürlich nicht beeindrucken lassen. Coach Dante hielt offenbar nichts von „never change a winning team“ und hatte einige Wechsel angeordnet. Manuba war wieder dabei, Santos Daiber und Kiala feierten ihr Startelfdebüt. Vorne durfte Codjo-Evora ran. Alles Spieler die nach langwierigen Verletzungen wieder herangeführt werden sollen.
Die Startelf
Die Bayern begannen offensiv und selbstbewusst. Aber auch Eichstätt wollte sich nicht verstecken, spielte munter mit. So entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, wenn auch noch ohne große Torszenen. Dies holten die Bayern in der 19.Minute nach. Olychenko trat zum Eckball an, zog ihn scharf aufs Tor. Niemand kam heran, der Torhüter griff daneben, der Ball lag im Tor. 1:0 durch einen direkt verwandelten Eckball. Das tat dem Spiel der Amateure natürlich gut und so legten sie schon in der 27.Minute nach. Heinz schlug einen Freistoß von links aus großer Entfernung vors Tor. Dort stand Heindl am Fünfmeterraum wunderbar in der Luft und köpfte ein.
Die Bayern nun natürlich mit breiter Brust, aber die Eichstätter hielten auch weiterhin dagegen. Es war allerdings immer ein Ball, ein Pass, ein Bein, dass die Bayern mehr aufs Feld brachten. Entscheidendes gelang allerdings nicht mehr und so ging es mit einer verdienten 2:0 Führung in die Pause.
Nach der Pause verlief die Partie etwas ausgeglichener. Die Gäste versuchten sich etwas mehr in der Offensive, die Bayern schienen mit dem Ergebnis zufrieden, ließen sich etwas fallen. Das Spiel plätscherte nun so etwas dahin, große Höhepunkte gab es nicht zu vermelden. Außer vielleicht der Tatsache, dass ein äußerst faires Spiel von beiden Mannschaften war. So etwas sieht man von Zeit zu Zeit doch auch mal gern. Der Höhepunkt der zweiten Hälfte blieb dann zwei eingewechselten Spielern vorbehalten. Pavic zerstörte in der 77.Minute mit einem Steilpass die gesamte Gästeabwehr. Assomo hatte den Laufweg angeboten, hatte freie Bahn Richtung Tor und schoss nach ein paar Schritten trocken zum 3:0 ein. Das war es dann natürlich. Für den letzten Höhepunkt sorgte der Schiri, der ohne Nachspielzeit sogar ein paar Sekunden zu früh abpfiff. Hat man auch selten.
Insgesamt ein sehr schöner, reifer Auftritt der Bayern, die völlig verdient siegten. Die sehr schwierige Anfangsphase dieser Saison scheint überwunden, das Team findet allmählich zusammen. Die Amateure sind wieder da!
Individuell kann man wie meist Regisseur Olychenko hervorheben. Heute natürlich noch mit dem Zuckerl des verwandelten Eckballs.
Und etwas ungewöhnlich, wären noch zwei Einwechselspieler zu erwähnen, die gar nicht so viel gespielt haben, nämlich Pavic und Assomo.
Pavic so etwas mit der Philipp Lahm-Attitüde (Klar, Niveau beachten). Ich mach keine Fehler, ich mach keinen Bullshit, alles hat Hand und Fuß.
Und Assomo? Er hat durchaus auch die Schwächen, die schon öfter beschrieben wurden. Aber er trifft eben, scheint vor dem Tor schon sehr abgebrüht (Klar, Niveau beachten). Man hat den Eindruck, wenn ihn sein Team gut in Stellung bringt, dann wird es früher oder später klingeln. Mal schauen, ob und wie lange er diesen Eindruck bestätigen kann.