Leider hat er das gut gemacht aus der Position
Licina plant ablösefreien Abgang
Die Amateure auf Wiedergutmachungstour in Vilzing. Zuletzt musste man eine Niederlage in Hankofen hinnehmen, in den letzten vier Spielen konnte man nur einen Sieg verzeichnen. In der Tabelle ist man auf Platz 9 abgerutscht.
Allerdings täuscht hier die Position doch sehr, hat man doch teilweise zwei Spiele weniger als die Konkurrenz. Das heißt der Abstand nach oben ist noch völlig im Rahmen. Damit das so bleibt, oder gar noch besser wird, sollte heute bei der DJK Vilzing natürlich ein Sieg her. Die Gastgeber, auf Platz 15 einsortiert, waren schlecht in die Saison gestartet, hatten nur zwei Siege in neun Spielen zu verzeichnen. Holger Seitz konnte wieder auf den langzeitverletzten Manuba zurückgreifen, dafür fehlten neu der gesperrte Binder und der erkrankte Chavez.
Das Spiel lief recht schwierig für die Bayern an. Ein enger holpriger Platz, ein robuster und routinierter Gegner, die Bayern wurden über den ganzen Platz in Zweikämpfe verwickelt. Beide Teams waren erfolgreich darin das Spiel des Gegners zu zerstören, im konstruktiven Aufbau eher weniger. Der Ball flipperte oft unschlüssig zwischen den Kontrahenten hin und her. Strafraumszenen gab es kaum zu sehen.
Erst gegen Ende der ersten Hälfte begann sich die Waage etwas in Richtung Amateure zu neigen. Die Feldüberlegenheit wurde nun immer deutlicher, es gab auch Ansätze von Torchancen zu bestaunen. Letztlich ging man aber mit einem 0:0 in die Pause. Beschweren konnte sich keine Partei darüber. Beschwerdegründe hatten nur Fußballästheten.
Der Einfachheit halber kopierten die Akteure in der zweiten einfach die erste Hälfte. Das Spiel war zerfahren, zäh, es gab wenig erfreuliches zu sehen. Im Gegensatz zur ersten wurden diesmal gegen Ende hin die Vilzinger ein wenig lebendiger, schoben nun etwas zielstrebiger Richtung Bayerntor.
Und in der 75.Minute gab es dann auch eine große Chance für sie, die Klanac noch mit einer guten Parade vereiteln konnte. Aber der Ball blieb im Spiel, konnte von der Torauslinie flach hereingezogen werden, wo in der Mitte der Stürmer nur noch zur Führung prallen lassen musste.
Die Bayern mühten sich in der Folge, aber fast immer vergeblich. Auch jetzt gelang es ihnen nicht das Gaspedal zu finden. Erst in der 97.Minute gab es eine große Chance zu vermelden. Diese wurde vergeben, das Spiel mit 0:1 verloren. Eine bittere Niederlage nach einem schwachen Spiel.
Dieses hätte es eher verdient 0:0 zu enden, aber was mag man sich da beschweren. Der Trend in den letzten Spielen ist nicht der Freund der Bayern. Spielfreude und Esprit sind irgendwo in diesen letzten Wochen verloren gegangen. Wobei man an dieser Stelle natürlich auch noch einmal der Fairness halber auf die vielen fehlenden Spieler verweisen muss. Deren Comeback ist momentan so etwas wie der Silberstreif am Horizont.
Es ist noch früh in der Saison, aber die Amateure stehen jetzt schon an einer Art Scheideweg. Wird man um Meisterschaft und Aufstieg ernsthaft mitspielen können und wollen? Oder muss man sich größere Teile des Jahres mit dem Kampf um die goldene Ananas begnügen? Ein Sieg aus den letzten fünf Spielen. Zuletzt gab es zwei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor. Zeit für eine Trendwende.
Gelegenheit dazu gab es heute im Heimspiel gegen die Kickers Würzburg. Ein Gegner der sich selbst meist recht weit vorne in der RL Bayern zu platzieren wusste. Auch in diesem Jahr war man gut in die Saison gekommen. Die Favoritenrolle war also nicht einfach zu verteilen. Am Kader hatte sich nur wenig verändert. Nur eine Überraschung gab es zu vermelden. Lennart Karl, gestern noch eine Viertelstunde für die Profis im Einsatz, ergänzte das Seitz-Team in der Startelf.
Beide Teams begannen ein Spiel auf Augenhöhe. Niemand wollte sich verstecken, aber es wollte auch niemand so recht angreifen. Würzburg schien von der ersten Minute an mit einem Remis zufrieden zu sein. Den Bayern fehlte nach den zuletzt schwachen Ergebnis vielleicht etwas das Zutrauen. Jedenfalls war niemand bereit ein größeres Risiko einzugehen, angegriffen wurde immer aus einer sicheren Deckung, das Tempo wurde offensichtlich bewusst immer wieder herunter gedimmt. Letztlich gelang es keinem Team mal so richtig in die Nähe einer Torchance zu kommen, oder sich überlegene Phasen zu erspielen. Mit einem folgerichtigen 0:0 ging es in einem langweiligen Spiel in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte deuteten die Würzburger an, dass sie doch Interesse an einem Sieg mitgebracht hatten. Sie begannen allmählich das Kommando zu übernehmen, kamen zu Serien von Eckbällen. Mit den scharf aufs Tor gezogenen Bällen hatte Klanac so seine Schwierigkeiten. Was sich angebahnt hatte, wurde in der 57.Minute Wirklichkeit, die Führung der Kickers. Ein Pass in die Tiefe überraschte die Abwehr, der Stürmer ging vom Flügel nach innen und aus spitzem Winkel schlenzte er den Ball am Klanac vorbei ins obere Toreck.
Die Bayern hatten sich kaum geschüttelt, da klingelt es schon wieder. Vier Minuten später reichte ein einfacher Steckpass um die Abwehr zu überlisten, der Stürmer vollendete frei vor Klanac. Und um das Maß voll zu machen, erwischte die Amateure in der 65.Minute der dritte Schlag. Ein Würzburger ließ Nasrawe am Flügel aussteigen, zog nach innen und traf bevor jemand eingreifen konnte ins lange Eck. Drei Tore in acht Minuten. Das war natürlich der K.o. für die Bayern, das Spiel war durch.
Seitz versuchte es mit einem Vierfachwechsel. Die eingewechselten Spieler brachten tatsächlich noch etwas Schwung ins Spiel der Bayern, aber ernsthaft konnte Würzburg nicht mehr gefährdet werden. In der 78.Minute hatten die Amateure dann noch die erste Chance des Spiels, aber Würzburg spielte die Partie nachhause. Bis zur 95.Minute, die die Schlusspointe den Bayern ließ. Ein langer Pass erreichte Degraf, der seinen Gegner mit einem Haken ins Leere laufen ließ und zum 1:3 Endstand einschoss.
Am Ende eine verdiente Niederlage nach einem weiteren schwachen Spiel, die dritte nacheinander. Von Meisterschaftsträumen sollte man sich für die nächste Zeit erst einmal verabschieden, eher schauen, dass man die Mannschaft generell wieder in die Spur bekommt. Auch Holger Seitz muss sich am Ende dieses Tages hinterfragen. Sein Aufstellungspoker mit dem er die Positionen sämtlicher Offensivspieler durcheinander wirbelte, ging gar nicht auf. Am Ende konnte keiner auf ungewohnter Position überzeugen. Auch Lennart Karl muss man hier hinzufügen. Er kam zwar auf seiner Position am rechten Flügel ins Spiel. Ins Spiel kommen bedeutete es aber nur in der Theorie. Praktisch war er ziemlich isoliert und konnte gar keine Akzente setzen. Nach 65 Minuten hatte er Feierabend.
Und eigentlich ist man auch dieses Mal quasi ohne Tor geblieben. Ein Tor in der 95 Minute ist ja eigentlich nur Ergebniskosmetik
So gewinnt man gegen gar keinen Regionalligisten
Das Tor ist im Gesamtkontext relativ bedeutungslos. Der Punkt ist, man hat sich jetzt in drei Spielen kaum mal ernsthafte Torchancen erspielen können. Das muss zur Sorge Anlass geben.
Das stimmt. Man muss sich wirklich überlegen, was man jetzt zukünftig machen will.
Freut mich wirklich für ihn. Und für einen Spieler der bisher nur in der vierten Liga spielt natürlich ein riesiger Schritt und ein große Ehre.
Ist natürlich ähnlich wie bei Aznou, der Anfang letztes Saison ja für Marokko nominiert wurde. Hoffen wir, dass Chavez Weg bei Bayern weiter geht als der von Aznou.
Was zu Chavez.
Das Spiel in Ansbach gibt es heute auch beim BR im Livestream.
Die Amateure in der Krise. Nur ein Sieg in den letzten sechs Spielen. Tabellenplatz 11, allerdings noch mit zwei Nachholspielen in petto. Und nicht nur die Punkte fehlen, auch die Leistungen wurden zuletzt immer schwächer. Da sollte das Spiel in Ansbach heute willkommener Anlass für eine Trendwende sein. Der unmittelbare Tabellennachbar der Münchner ist allerdings anders als die Bayern derzeit im Aufwind. Einem schwachen Start folgte jetzt eine starke Phase. Also war vermutlich ein umstrittenes Spiel zu erwarten.
Die Situation im Kader beginnt sich allmählich ein wenig zu entspannen, so war z.B. Chavez wieder dabei. Und als positive Überraschung kann man werten, dass Adu nach seiner missglückten Leihe die Spielberechtigung erteilt wurde und er im Aufgebot stand. Im Gegenzug musste man allerdings kurzfristig auf den angeschlagenen Della Rovere verzichten. So spielte Richard Meier als Sturmführer, der als Einwechselspieler vielleicht der einzige Gewinner der Niederlage in Würzburg war.
Die Partie begann ausgeglichen. Im weiteren Verlauf der ersten Viertelstunde konnten sich die Bayern eine leichte Überlegenheit erarbeiten, die sich vor allem in zwei dicken Chancen ausdrückte, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Aber als man den Anschein hatte die Dinge würden sich in die richtige Richtung entwickeln, konterten die Ansbacher in der 21.Minute eiskalt. Ein abgefangener Ball, ein Umschaltmoment und schon lief ein Ansbacher von der Mittellinie frei auf Klanac zu und konnte vollenden.
Dieser Schlag schien die Bayern nun doch zu lähmen. Man bekam kaum mehr einen geordneten Spielaufbau zustande, während die Ansbacher nun immer wieder schnelle offensive Nadelstiche setzten. Zu großen Gelegenheiten kamen beide allerdings nicht mehr und so ging es mit dem 0:1 Rückstand in die Pause. Ein Spiel, das nicht schlecht begonnen hatte, aber in dem die Amateure nach dem Gegentreffer ziemlich den Faden verloren hatten.
Die zweite Hälfte schloss zunächst daran an. Die Bayern weitgehend ratlos, die Ansbacher wirkten zunehmend gefährlich. Aber genauso überraschend wie der Führungstreffer fiel jetzt der Ausgleich. Nach einer Standardsituation konnte der Ball nicht hinreichend geklärt werden. Nasrawe zog eine weite Flanke in den Strafraum und Deziel wuchtete den Ball mit dem Kopf ins Tor.
Es begann jetzt eine wilde Phase mit großen Chancen auf beiden Seiten. Nach 65-70 Minuten neigte sich die Waage dann deutlich Richtung Bayernseite. Das Spiel wurde von beiden Teams mit offenem Visier geführt, es ging immer wieder hin und her. Aber die großen Chancen hatten nun die Amateure. Und es waren tatsächlich etliche sehr gute Möglichkeiten. Gegen Schluss schien Ansbach auch etwas die Luft auszugehen. Trotz aller Bemühungen gelang es nicht mehr den entscheidenden Schlag zu landen und man trennte sich mit einem 1:1. Vom Ergebnis her hätte man sich sicher mehr erhofft, aber das Spiel an sich war ein Schritt in die richtige Richtung. Vor allem die starke letzte halbe Stunde muss man herausheben, das sah zu ersten Mal nach einigen Wochen nach dem aus, was man sich von einem Kader mit so viel Talent erhofft.
Gefallen konnten die beiden Stürmer Heinz und Meier, obwohl sie torlos blieben. Aber endlich strahlte man wieder so etwas wie Torgefahr und Präsenz vor dem gegnerischen Tor aus. Auch Manuba eingewechselt, nach langer Verletzungspause wieder dabei, konnte als RV gefallen. Möglicherweise sieht man ihn jetzt öfter.
https://fcbayern.com/de/news/2025/10/kurz--campus-cw-41
„Mittelfeldspieler Benno Schmitz hat sich im Test gegen die FC Sportfreunde Schwaig (2:2) eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und wird den Amateuren mehrere Wochen fehlen. Seit seiner Rückkehr an die Isar hat der Kapitän zehn Pflichtspiele im Dress der Münchner absolviert.“
Läuft sowieso nicht so gut für die Amateure, da kann man das so gar nicht gebrauchen.
https://fcbayern.com/de/news/2025/10/kurz--campus-cw-42
"Neuer Athletiktrainer für die FC Bayern Amateure! Max Englaro (13.05.1993) ist aus dem NLZ des FC Augsburg an die Säbener Straße gewechselt, wo er die Nachfolge von Oliver Haertel übernommen hat. Haertel hatte diesen Posten vor dieser Saison interimistisch von Jan-Philipp Hestermann übernommen, der fest in den Athletiktrainerbereich der Profis hochgezogen worden war.
„Ich freue mich sehr Teil des Trainerteams der U23 des FC Bayern zu sein und möchte meinen Teil dazu beitragen, unsere Talente bestmöglich auf den Weg in den Profifußball vorzubereiten", so der gebürtige Luxemburger vor seinem ersten Regionalliga-Spiel mit den Amateuren.
Englaro hat in Wien seinen Master in Sport- und Trainingswissenschaften abgelegt und war von November 2018 bis Sommer 2021 bei Austria Wien beschäftigt: Die vergangenen vier Jahre war der 32-Jährige beim FC Augsburg tätig, zunächst für eine Saison als Athletikcoach bei der U19, dann ist er zur zweiten Mannschaft aufgerückt. In gleicher Funktion wird er nun das Trainerteam von Chefcoach Holger Seitz bei den Amateuren komplettieren."
Verstärkung für Seitz.
Nach der Länderspielpause führte die Amateure der Weg heute nach Aubstadt. Der dortige TSV hat einen guten Saisonstart hingelegt, ist im Lauf und auf dem sechsten Tabellenplatz platziert. Ganz anders sieht es leider bei den Bayern aus. Nach einen guten Anfang ist man so ziemlich eingebrochen, sowohl leistungs- als auch punktetechnisch. Mittlerweile findet man sich auf Platz 13, in Kontakt zu den Abstiegsplätzen. Allerdings hat man noch einige Nachholspiele zu bestreiten, könnte sich also noch deutlich verbessern. Gar nicht verbessert hat sich dagegen der Verletztenstatus. Sah es kurzfristig so aus, als könnte sich die Situation etwas entspannen, waren die letzten Wochen und Tage wieder absolut kontraproduktiv. Hatte sich zuletzt Routinier Schmitz für einige Wochen abmelden müssen, fehlten heute auch noch kurzfristig die angeschlagenen Chavez und Della Rovere, insgesamt waren 11 Ausfälle zu verzeichnen, Verteidiger Manuba musste als RA aushelfen. Eine Ausgangsposition die den Amateuren diesmal ausnahmsweise zumindest die Favoritenbürde abnimmt.
Das Spiel begannen beide Teams recht vorsichtig, keiner wollte ins Risiko gehen. Die Bayern hatten zwar mehr vom Ball, aber nicht unbedingt vom Spiel. In dieser Konstellation fiel dann etwas überraschend in der 16.Minute der Aubstadter Führungstreffer. Man bekam im Strafraum den Ball nicht richtig unter Kontrolle, Geflipper, Abpraller. Am Schluss fiel er einem Aubstadter fünf Meter vor Klanac freistehend vor die Füße, der hatte kein Problem zu vollenden. Etwas abseitsverdächtig, aber der VAR hatte sich noch nicht bis Aubstadt vorgewagt.
Die Bayern hatten natürlich etwas daran zu knabbern. Nach einer halben Stunde hatten sie sich wieder etwas gefangen, hatten nun eine gute Phase mit einigen Aktionen im gegnerischen Strafraum. Aber auch dieses kurzzeitige Hoch flaute recht schnell wieder ab. Die Aubstädter hatten am Ende wenig Mühe die Führung in die Pause zu bringen. Keine katastrophale Vorstellung der Amateure, aber auch weit entfernt davon gut zu sein. Ein Spiel, das sich bis hierhin in die letzten Wochen (leider) gut einfügte.
Nach der Halbzeit schienen die Bayern daran etwas ändern zu wollen. Man machte nun mehr Druck, übernahm nun eindeutiger das Kommando. Und schon in der 51.Minute wurde man dafür belohnt. Nasrawe zirkelte einen Eckball genau in die Mitte, Heindl stand hoch über allen andern in der Luft und köpfte ein. Kaum geschehen machte der Gastgeber den Bayern das nächste Geschenk. Ein Akteur holte sich binnen einer Minute zwei Gelbe ab und durfte ferner von draußen zuschauen.
Die Überlegenheit war nun evident, ein weiteres Tor schien in der Luft zu liegen. Auch dieses wurde nun maßgeblich von den Aubstädtern eingeleitet. In der 65.Minute wehrte ein Abwehrspieler einen Ball per Hand auf der Torlinie ab. Die Folgen waren Rot und Elfmeter. Den Elfmeter verwandelte Heinz souverän. Führung und zwei Mann mehr, das Spiel schien durch zu sein.
So verlief es dann auch. Die Aubstädter wehrten sich zwar weiter nach Kräften, aber das Spiel fand nun weitgehend vor ihrem Straftraum statt. Bis zur 84.Minute gelang es ihnen ihren Kasten immerhin sauber zu halten. Dann brach Licina mit einem abgefangenen Ball durch, legte uneigennützig vor dem Torhüter quer und Darboe konnte mühelos auf fünf Metern ins leere Tor zum 3:1 einschieben. Eigentlich sollte es das gewesen sein. Leider war der letzte Höhepunkt des Spiels eine Gelbrote, die sich diesmal ein Bayernspieler abholte. Dalpiaz war der Unglücksrabe. Das änderte aber natürlich nichts mehr am Resultat. Am Ende gewannen die Bayern die Partie mit 3:1. Vor allem aufgrund der zweiten Hälfte dann auch hochverdient, mit ein klein wenig Aubstädter Schützenhilfe.
Vor allem aufgrund der eingangs geschilderten Personalprobleme, die die Aufstellung wie eine verstärkte B-Elf erscheinen ließen, ein wichtiger und schöner Sieg. Wenn er auch die Probleme in dieser Hinsicht nicht kleiner gemacht haben dürfte. Schieden doch Heindl und Rüger verletzt aus und auch Dalpiaz wird im nächsten Spiel gesperrt fehlen.
Heute positiv auffällig war Nasrawe. Zumindest einer der von der Personalmisere profitieren konnte. Öffnete sie ihm doch den Weg ins Mittelfeld und aus der Verbannung auf LV. Heute war er vor allem in der zweiten Hälfte auffällig. Immer anspielbar, immer am Ball, immer ankurbelnd und letztlich mit seiner Ecke zum Ausgleich auch die Wende eingeleitet.
Nachdem eine bittere Serie mit dem Sieg in Aubstadt beendet werden konnte, sollte heute der nächste Schritt erfolgen. Dazu hatte man sich den FV Illertissen ins Grünwalder eingeladen. Ein Gegner den man allerdings tunlichst nicht unterschätzen sollte. Tabellenplatz 4, sechs Spiele ungeschlagen, hier würde es keine Geschenke geben.
Bei den Bayern will sich die personelle Lage leider überhaupt nicht entspannen. Weiterhin waren elf Ausfälle zu verzeichnen. Und die meisten Spieler sind dabei durchaus mit Startelfpotenzial ausgestattet. Auf der Bank hatte man noch fünf Feldspieler zu bieten.
Das Spiel begann ziemlich betulich. Die Illertissener zogen sich recht weit zurück, waren ziemlich passiv. Die Bayern waren froh, sich ungestört die Bälle zupassen zu können. Die letzten Bälle, die Pässe in die Tiefe wollten aber nicht gelingen. So verbrachte man die erste halbe Stunde weitgehend im friedlichen Einvernehmen.
Etwas überraschend waren es die Illertissener, die nun aktiver wurden und die Bayernabwehr etwas zu fordern begannen. Das wurde allerdings fast unmittelbar mit dem 1:0 in der 34.Minute gekontert. Eine Ecke von Nasrawe kam herein, Deziel setzte sich in der Mitte durch und nickte den Ball in Tor. Darauf hatten die Illertissener nun aber schon wieder nach drei Minuten eine Antwort parat. Eine weite Flanke segelte mit genügend Schnitt herein, unklar ob sie überhaupt noch jemand berührte, und senkte sich in den Torwinkel, neben den verdutzten Klanac.
Das Spiel hatte jetzt deutlich an Fahrt aufgenommen, beide Teams hatten nun Strafraumszenen, die Zweikämpfe wurden härter. Zum Abschluss gab es noch in der 44.Minute ein Geschenk für die Gastgeber. Ein Abwehrspieler der Gäste spitzelte eine eigentlich harmlose Nasrawe-Hereingabe am aufnahmebereiten Torhüter vorbei ins Tor. Die Bayern gingen mit einer 2:1 Führung in die Pause. Am Ende sicher ein wenig glücklich.
Die zweite Hälfte begann Illertissen wesentlich schwung- und druckvoller. Sie übernahmen nun klar das Kommando und drängten auf den Ausgleich. Und in der 56.Minute war es dann soweit. Ein feiner Steckpass überlistete die Bayernabwehr. Der Angreifer schoss frei vor Klanac ein. Daraufhin antworteten die Bayern aber sofort mit eigenen Chancen. Und in der 65. Minute schien sich die Partie nun tatsächlich zu drehen, der Illertissener Kapitän und Eigentorschütze vollendete seinen gebrauchten Tag und holte sich einen Platzverweis nach einer Notbremse an Meier.
Aber die Gäste ließen sich davon so gar nicht beeindrucken. Sie zogen sich nicht zurück, spielten weiter mutig nach vorne. Die Bayern schienen verblüfft. Und das zweite Eigentor des Tages belohnte sie dafür. In der 75.Minute flog ein Eckball von Illertissen an Freund und Feind vorbei und prallte am langen Pfosten an das Bein von Heinz und von da ins Tor. Und dieses Unglück kam nicht allein. Kaum war wieder angestoßen, überrumpelte ein Konter die Bayernabwehr. Der Angreifer scheiterte frei erst vor dem gut reagierenden Klanac, aber der Abpraller prallte wiederum von ihm ab und flog, ohne dass der Stürmer reagiert hätte ins leere Tor.
Wow, in Unterzahl eine Zweitoreführung herausgeschossen. Den Bayern fiel nun nicht mehr viel ein. Zwar hatten sie nun mehrheitlich den Ball, da sich die Gäste jetzt doch zurückzogen. Aber viel Gefahr konnten sie nicht mehr erzeugen. Mit einer Ausnahme, nämlich dem Tor des Tages durch Heinz. Freistoß in der 86.Minute am rechten Flügel, außerhalb des Strafraums auf Höhe des Elfmeterpunkts. Diesen Ball zog Heinz scharf nach innen, an Mauer, Freund, Feind und dem Torwart vorbei, im unmöglichen Winkel ins gegenüberliegende Kreuzeck. Das war es dann auch, die Bayern verlieren zuhause mit 3:4.
Ein deprimierendes Ergebnis, in einer halben Stunde Überzahl noch das Spiel zu verlieren. Und abgesehen von einzelnen Phasen war das auch wahrlich kein gutes Spiel. Der letzte Sieg scheint nicht mehr als ein Strohfeuer gewesen zu sein. Man muss natürlich immer fairerweise auf die eingangs erwähnte Personalsituation hinweisen. Zu der Mannschaft, die man in diesem Wochen aufs Feld bringen kann, muss man festhalten, in spielerisch-technischer Hinsicht ist das eines der schlechtesten Teams der letzten Jahre bei den Amateuren. Und dann fallen die Nachteile in Bezug auf Routine, Körperlichkeit und Kaltschnäuzigkeit natürlich doppelt ins Gewicht. Hoffnung macht da erstmal nur das Krankenrevier, bzw. seine Leerung.
Man ist jetzt nur noch 6 Punkte von der Abstiegszone entfernt.
Man hat ja noch 2,3 Nachholspiele gegenüber der Konkurrenz gut. Aber so wie das gerade läuft, kann man die natürlich auch nicht schon als Punkte verbuchen.






