In einem Punkt sind die Amateure den Profis weit voraus. Sie starteten heute gegen Eichstätt schon in die Rückrunde.
Die Mannschaft hatte sich in den letzten Spielen spürbar stabilisiert, war wieder auf Platz Sechs vorgestoßen und sollte gegen den Tabellendreizehnten zuhause als Favorit ins Spiel gehen.
Nachdem die YL beendet wurde, kann sich die Mannschaft auch wieder vollständig auf die RL konzentrieren.
Für heute saßen einige der „üblichen Verdächtigen“ jedenfalls noch auf der Bank. Dafür war Segbe wieder dabei und Paul Wanner war ebenfalls mit am Start.
Die Eichstätter, mit einer kleinen Siegesserie im Rücken, begannen durchaus mutig. Allerdings bekamen die Amas nach einigen Minuten die Partie zunehmend in den Griff. Und schon nach 10 Minuten stand die Führung durch Lee. Sein Weitschuss jenseits des Strafraums wurde noch etwas abgefälscht und der Torwart musste den Ball letztlich chancenlos in Eck hoppeln lassen.
Von da an war endgültig klar, wer hier den Ton angeben würde. Die Bayern beherrschten eindeutig Spiel und Gegner und kamen in regelmäßigen Abständen zu ihren Gelegenheiten. Einziges Manko war das nichts daraus gemacht wurde.
Die letzten Minuten verflachte das Spiel dann etwas, einige Fouls und Behandlungspausen, alles schien gen Pausenpfiff zu trudeln. Aus diesen Träumen weckten uns die Eichstätter dann in der 44.Minute ziemlich unsanft. Ein weiter Einwurf, zweimal im Strafraum verlängert und ein Eichstätter konnte aus 5 Metern eindrücken.
So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeit, ein sehr unglückliches Ergebnis, das den Spielverlauf so gar nicht widerspiegelte.
Das Spiel sollte zunächst wie gehabt weitergehen. Drückend überlegene Bayern mit etlichen Chancen, die weiterhin nicht verwertet werden konnten. Offensiv kam von Eichstätt wenig, bis auf eine Dreifachchance nach einer Stunde.
Irgendwann, so in den letzten 20 Minuten, verloren dann auch die Bayern so ziemlich den Faden. Die Eichstätter nur noch bemüht, mit all den handelsüblichen Tricks derer man auch in der RL Bayern mächtig ist, das Spiel und seinen Fluss zu zerstören. Ein entscheidender Schlag sollte so nicht mehr gelingen.
So trennte man sich mit einem 1:1 Unentschieden. Ein Ergebnis das nur die Eichstätter zufrieden stellte. Für die Bayern fühlte es sich so ein wenig an wie das 1:1 unserer Profis gegen Gladbach. Ein Unentschieden und keiner weiß warum.
Große Vorwürfe kann man der Mannschaft nicht machen. Hinten ließ man fast nichts zu, vorne spielte man sich mehr als genug Möglichkeiten heraus. Effizienz, die Zauberformel, die heute nicht aufgelöst werden konnte.
Positiv herausheben kann man den Torschützen Lee, der auch ansonsten unermüdlich das Spiel anschob und einige gute Ideen hatte.
Hinten kann man auch das neue IV-Duo Morrison/Marisic erwähnen, die sich seit zwei Spielen versuchen dürfen. Die beiden spielen zwar wenig ambitioniert, aber dafür eine sehr trockene und humorlose Verteidigung. Das vermittelte, zumindest über diese beiden Spiele, der Mannschaft eine gewisse Sicherheit.