Pflichtspiele - Sammelthread

1. Spieltag FC Bayern - Werder Bremen 29.08.2021

Die FC Bayern Frauen sind mit einem Schützenfest in die Bundesligasaison gestartet. 8:0 wurde Werder Bremen abgefertigt.

Das Team von Jens Scheuer schoss Werder Bremen wortwörtlich ab und stellte eindrucksvoll dar, dass die Meisterschaft in dieser Saison nur über sie gehen soll.
Zwar waren an einigen Stellen (wenn man besonders kritisch sein möchte) Ungenauigkeiten im Passspiel spürbar. Dass die Bayern aber eine Spielidee verfolgten, konnte erkannt werden. Im ersten Pflichtspiel sollte es völlig verständlich sein, dass die Mannschaft mit den Neuzugängen sich erst wieder finden muss.
Der Impuls von Kumagai, die aus der Abwehr mit den davor agierenden Lina Magull und Sarah Zadrazil das Spiel aufzog, ist schon sehr ausgeprägt. Aus der rot-weißen Fanbrille ist es schon sehr schön, diese Spielerin in den Reihen des FC Bayern vertreten zu haben.
Bei allem Respekt vor Werder Bremen muss auch gesagt werden, dass hier Welten aufeinandergeprallt sind. Der mit einigen Ex-Bayern Jugendspielerinnen gespickte Kader Bremens wird gegen den Abstieg spielen und die Bayern, die den Anspruch haben, international ein ähnliches Wort mitsprechen zu wollen wie in der vergangenen Saison, werden sich mit Wolfsburg duellieren.

Ihr Pflichtspieldebüt feierten Maximiliane Rall, Glódís Perla Viggósdóttir sowie die angesprochene Saki Kumagai. Noch positiv zu erwähnen ist, dass Giulia Gwinn hat nach fast einjähriger Pause ihr Comeback gegeben hat. Mit der noch auf der Bank sitzenden Jovana Damnjanovic quasi zwei weitere Neuzugänge.

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SC Sand - FC Bayern München 04.09.2021

Einen fußballerischen Leckerbissen versprach die erste Halbzeit nicht unbedingt. Das Spiel zeichnet sich in der ersten Halbzeit als ein sehr umkämpftes und zweikampfbetontes Match zunächst aus. Spielerische Kombinationen waren bis zu den Toren eher Mangelware. Das 1:0 bestätigt sich als Dosenöffner.

Die erste nennenswerte herausgespielte Situation war eine Chance durch Klara Bühl. Bühl erwies sich nach dem Ermessen der Linienrichterin aber im Abseits, sodass die Chance obsolet war.
Das 1:0 für die FC Bayern Frauen resultierte aus einem grandiosen Chip-Pass von Lina Magull auf Klara Bühl, die den Ball an der Torhüterin vorbeibringen und für Linda Dallmann vorbereiten konnte. Linda Dallmann schob nur noch ins leere Tor ein.
Zwischenzeitlich konkretisierte sich eine weitere Chance für Klara Bühl heraus, die den Ball aber nicht richtig traf, um auf 2:0 zu erhöhen. Die anschließende Ecke schlug Lina Magull auf Abnehmerin Hanna Glas, die per Kopfball den Spielstand auf 2:0 vergrößerte.

Kurz nach der Halbzeit erzielte Lea Schüller bereits das 3:0, das aber aufgrund nach einer Abseitssituation zurückgenommen wurde. Lea Schüller ihrerseits war es dann doch, die zum 3:0 nach einer Ecke per Abstauber traf.
In der zweiten Halbzeit kontrollierte der FC Bayern die Partie. Durch etwaige Wechsel und kleinere Fouls ist dem Spiel ein möglicher Fluss genommen wurden. Beide Vereine schienen mit dem 3:0 sich zufrieden abzufinden, da das Spiel ohne große nennenswerte Aktionen dahin plätscherte.

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Die FC Bayern Frauen fahren den nächsten standesgemäßen Dreier ein. Erneut muss folgende Formulierung Verwendung finden: „Bei allem Respekt vor dem SC Sand“, wird erst Freiburg die erste richtige Hürde im Meisterschaftskampf repräsentierten.

Positiv am Rande: Sofia Jakobsson feierte ihr Debüt.

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Klasse, besten Dank für die Spielberichte.

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3. Spieltag: FC Bayern - SC Freiburg 11.09.2021

Souveräne FC Bayern Frauen schlagen den SC Freiburg mit 4:0.

Auch am dritten Spieltag gewinnen die FC Bayern Frauen ihre Pflichtaufgabe. Das Team von Jens Scheuer besiegte die Freiburgerinnen mit 4:0. Die Münchenerinnen ließen in der Partie zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen, dass sich das Spiel in irgendeine gegenteilige Richtung entwickeln soll.

Bereits in der zweiten Minute eröffnete Kapitänin Lina Magull die Partie quasi persönlich, als sie durch einen sehenswerten Schuss die Torfrau von Freiburg überwinden konnte. Zwar waren in den ersten Minuten Fehlpässe im Spielaufbau des FC Bayern sichtbar, Freiburg konnte sich trotzdem nicht aus ihrer eigenen Hälfte befreien. Im Gegenteil, der FC Bayern drückte sukzessiv und konstant die Freiburgerinnen in ihre eigene Hälfte. Um das zu konkretisieren: Als in der 15. Minute über Kumagai, Dallmann und Simon ein erhellender Spielzug aufgezogen wurde, verpasste Lina Magull in Mitte knapp den Spielstand zu erhöhen. Wiederum Kumagai spielte in der 17.Minute einen Ball auf die freistehende Caro Simon, die in der Mitte Linda Dallmann bedient, um für Lea Schüller den Ball aufzulegen. Lea Schüller erhöhte auf dann letztlich auf 2:0. In der Folge zeigte sich der FC Bayern drückend überlegen. Die Münchenerinnen hatten zahlreiche Chancen, das dritte oder vierte Tor nachzulegen. Schüller muss in der 35. Minute das 3:0 erzielen. Magulls Schuss in der 45. Minute wurde einmal mehr von einer Freiburgerin geblockt.
Mit dem 2:0 ging es in die Pause, womit der SC aus Freiburg bestens bedient war.

In der zweiten Halbzeit setzte sich das Bild fort, was durch den Pausenpfiff unterbrochen wurde: Münchnerinnen, die den Druck auf Freiburgerinnen hochhielten. In der 66. Minute war es Viggósdóttir, die nach einer Flanke von Hanna Glas zum Debüttor einköpfte. In der Folge wechselte der FC Bayern durch. Die Nationalspielerinnen Sydney Lohmann und Giulia Gwinn wurden eingewechselt. Der Spielstand ließ die Möglichkeit offen, Lohmann und Gwinn Spielpraxis zu geben. Später wurden noch drei weitere Wechsel mit Wenninger, Asseyi sowie Maxi Rall getätigt. Die Luft war weitgehend raus. Die Mannschaften haben sich mit dem Sieg vom FC Bayern abgefunden. Einzig Lea Schüller erhöhte noch mal in 89. Minute auf 4:0 als sie Druck auf die Torhüterin ausübte und sie somit zu einem Fehler mit Torfolge zwang.

Der FC Bayern gewann damit auch das dritte Spiel in dritten Pflichtspiel. Die Spielerinnen reisen jetzt zu ihren Nationalmannschaften, um die WM-Qualifikationen zu bestreiten. Das deutsche Team um Lina Magull, Lea Schüller, Sydney Lohmann usw. spielt gegen Bulgarien (18.09, um 16:00) und Serbien (21.09, um 16:00).
Am Montag werden im Zuge dieser Länderspielpause bei der UEFA die Gruppen für Champions League gezogen. Bayern befindet sich mit Titelverteidiger Barcelona sowie Chelsea und PSG in Topf 1. Übertragen wird die Auslosung bei DAZN mit Caro Simon als Expertin.

Für alle, die nicht auf DAZN direkt auf die UWCL zugreifen können, ist die Möglichkeit über YouTube über den nachfolgenden Link geboten:

DAZN UEFA Women’s Champions League

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  1. Spieltag 1. FC Köln - FC Bayern 01.10.2021

Dominante Bayern überrennen den 1. FC Köln.

Nach der Länderspielpause und dem gewonnenen Pokalspiel in Elversberg gewinnen die FC Bayern auch an der Rheinmetropole. Das Team von Jens Scheuer fertigt den 1. FC Köln mit 6:0 ab.

Ihr Startelf Debüt in der Bundesliga feierte Giulia Gwinn nach ihrem Comeback, die Caro Simon ersetzte, die gar nicht nach Köln mitreiste. Ohne die beiden Nationalspielerinnen Marina Hegering und Sydney Lohmann, dafür stand mit Maximiliane Rall eine andere Nationalspielerin in der Startformation.
Ansonsten war die Startformation von einem altgewohnten Bild geprägt…

Von Beginn an interessierte sich der FC Bayern mehr für das Spiel. Köln hatte nicht wirklich Zugriff auf, währenddessen der FC Bayern das Heft des Handelns früh in die Hand nahm. Lea Schüller hatte in der Anfangsviertelstunde die Möglichkeit das 1:0 zu erzielen, scheiterte aber letztlich an der kölschen Torfrau. In der 18. Minute war Maxi Rall zur Stelle, das 1:0 für den FC Bayern zu erzielen. Nach einer flipperartigen Rettungsaktion auf einen Angriff des FC Bayern, schoß der Neuzugang zum 1:0 ein. Apropos Neuzugang: Nach einer Ecke von Giulia Gwinn erhöhte der Star-Transfer Saki Kumagai mit ihrem Pflichtspieltordebüt auf 2:0. In der Folge dominierte der FC Bayern die Partie weitgehend. Köln war chancenlos. Maxi Rall einmal mehr war es, die auf 3:0 erhöhte. Kurz vor der Pause wuchs die 1,58 große Linda Dallmann über sich hinaus, als sie einen Kopfball über alle Gegenspielerinnen ins Tor beförderte.
Mit dem 4:0 ging es in die Pause.
Die Luft war aus der Partie raus. Aber die FC Bayern Frauen suchten weiterhin das Tor der Kölnerinnen. Die Innenverteidigerin Viggosdottir schraubte das Ergebnis in die Höhe. In der Folge wurden die Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft, um vor den anstehenden Partien in Lissabon und nächste Woche gegen Hoffenheim genug frisches Potential aufweisen zu können. Die eingewechselte Viviane Asseyi setzte schlussendlich den Deckel zum 6:0 auf.

Die Bayern gewinnen weiter am laufenden Fließband und können mit breiter Brust nach Lissabon zum ersten Champions League Gruppenspiel am Dienstag reisen.

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Ergänzend zum vierten Spiel gegen Köln: Ich habe auf Twitter einen kleinen Thread in der Halbzeit gemacht. Ja, die Bayern dominieren gerade alles weg, aber ich habe etwas Sorge, wenn es dann bald aufs höhere Niveau geht, dass es dann wieder nicht reicht:

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Definitiv: Du fasst die inhaltlichen Probleme sehr gut zusammen.
Du hast den spielerischen Blick ohnehin deutlich besser im Blick als ich. :blush:

Aber um das etwas in eine diskutable Richtung zu bringen:
Manchmal frage ich mich, ob die Bayern „unbewusst“ nicht mit der letzten Konsequenz an die Sache herangehen, weil die konkurrierenden Akteuere in der Liga nicht auf dem Niveau sind (so ist es ja leider).
Ich beziehe mich da auf „ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“ oder „man wächst mit seinen Aufgaben auch an der Qualität der Gegner:innen.

Da mit den neuen Spielerinnen erst 4 (Pokal ausgeklammert) Plichtspiele absolviert sind, wird sich das Team weiter einspielen müssen. (Im nationalen Denkmuster scheinen die FC Bayern Frauen zum jetzigen Standpunkt weiter als der Konkurrent aus Wolfsburg, der mit neuem Trainer & essenziellen Verletzungen zu kämpfen hat) Mit Lohmann und Hegering sind zudem zwei potenzielle Stammspielerinnen noch verfügbar das taktische Gefüge gewinnbringend zu erhöhen.

Wie siehst du die Probleme im Hinblick auf meine Theorien? :wink:

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Eigentlich Off-topic, aber aus meiner Sicht interessant:
Aktuelle Folge des Kicker-Podcast über Frauenfußball mit Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

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[https://fcbayern.com/frauen/de/news/2021/12/laura-benkarth-erfolgreich-operiert]

Eine böse Überraschung für unsere Frauen.
Ich habe keine Ahnung wie stark die Ersatztorhüterin ist, aber das kann die Saisonziele vielleicht gefährden.

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Das tut mir sehr leid für Laura. Sie war doch auf dem Weg auch Nationaltorhüterin zu werden.

Das CL-Viertelfinale gegen PSG im März 22 wird in der AA stattfinden. Bin gespannt, wieviele Zuschauer zugelassen werden und wieviele kommen.

[FIFPRO: Spielplan behindert Entwicklung des Frauenfußballs - kicker]
Der Grundaussage des Artikels kann man nur zustimmen.
Vor allem aber ist der Zustand etwas seltsam, da man da Änderungen doch völlig selbst in der Hand habt.

Das klingt erstmal super.

Aber kann mir einer der Frauenfußball-Experten hier erklären, welchen Mehrwert das für den Frauenfußball bzw. die Frauenmannschaft der Bayern speziell bringt?

Eine größere Kulisse als am Campus zu haben, kann ja in der momentanen Situation (vermutlich auch noch im März) nicht der Hauptgrund dafür sein, oder?

Bitte entschuldigt meine „dumme“ Frage…würde mich über eine oder mehrere ernst gemeinte Antworten dennoch freuen :slight_smile:

Also wenn ich nicht komplett falsch liege, spielen mehrere Dinge dort hinein.
Zum einen ist es ein Zeichen mit einer gewissen Symbolkraft und man hofft vielleicht auf nen ähnlichen Effekt wie beim Classico in Spanien (85.000 Karten verkauft)

Gleichzeitig bin ich mir nicht sicher, ob man das ganze auch aus Kostengründen macht, da meines Wissens nach der VAR ab der KO-Runde auch bei den Frauen gilt und in der Allianzarena ist die Technik dafür wahrscheinlich schon vor Ort im Gegensatz zum Campus.

Aber ich kann mich auch irren.

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Mal ehrlich: Bei wem war der erste Gedanke die Sorge um die Auswirkungen auf den Rasen?

Danke für deine Rückmeldung.
Aber ist so etwas nicht (leider) absolut utopisch im deutschen Frauenfußball ?

Wäre man (in nicht-Pandemie-Zeiten) nicht sogar schon zufrieden, wenn man das Stadion am Campus einigermaßen füllen könnte (Kap. 2.500) ?

Am darauffolgenden Wochenende (also das letzte März-Wochenende) ist Länderspielpause.

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Als wir vor Jahren schon mal gegen PSG spielten waren um die 7000 Zuschauer im Stadion.
In normalen Zeiten und wenn man die Werbetrommel tüchtig rührt, könnte man schon die 10.000 anpeilen.
So wie die Dinge gerade stehen (wie genau sie im März stehen wissen wir ja noch nicht), würde ich schon 5000 als einen Erfolg betrachten.

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So in der Richtung habe ich auch gedacht.

Aber was bringt es dann, vor vllt. 5.000 Zuschauern in der riesigen Schüssel zu spielen?

Das gäbe doch in der öffentlichen Wahrnehmung eher ein trauriges Bild ab, oder?

Unstrukturiert meine Gedanken:

  • Ob mit oder ohne Corona-Restriktionen: in der AA werden mehr Leute rein können - und es werden auch mehr kommen.
  • AA ist deutlich besser zu erreichen wie der Campus.
  • Als Event kann das schon ordentlich was an Publikum ziehen.
  • Natürlich ist das für den FCB auch eine Aktion, die Signalwirkung haben soll: ist uns als Thema wichtig etc…
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