Nur einem Team gelang, was Real Madrid gegen den FC Bayern schaffen will

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Diese Ausgangslage verspielten sie erst einmal

Der FC Bayern geht mit einem 2:1-Vorsprung ins Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid. Nur einem Team gelang bisher, was die Königlichen schaffen müssen. Ganze 14 Jahre ist es her, da hat der FC Bayern zuletzt ein Heimspiel gegen Real Madrid gewonnen. Es war die Saison 2011/2012, die für den FCB denkbar schmerzhaft mit dem Finale Dahoam endete, als Franck Ribéry und Mario Gómez in letzter Sekunde den 2:1-Sieg über die Königlichen klarmachten. Für Real Madrid traf Mesut Özil zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Das Duell endete, das ist bekannt, eine Woche später in Madrid und in einem denkwürdigen Elfmeterschießen. 14 lange Jahre hat…

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Guter Schlussatz. Der gemeine Sportfan ist abergläubisch und sucht sich die Statistik raus die, je nach Laune, den Optimismus am besten stärkt oder gegebenenfalls auch die eigene Doomerstimmung unterstützt (so ein selbstberuhigendes “wir sind eh schon ausgeschieden”)

Die objektive Wahrheit ist: Wir haben ein Tor Vorsprung. Das ist besser als null Tore Vorsprung aber schlechter als zwei Tore Vorsprung. (Wow, so deep)

Wobei ich schon behaupte, dass die schiere Menge an Stichproben gegen unterschiedliche Gegner etwas darüber aussagt, wie wertvoll so ein Hinspielsieg ist – vor allem dann, wenn er auswärts zustandekam.

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This.

Wobei die Stichprobe ja eigentlich nur wenig überraschend sagt: es ist ein großer Vorteil, im Hinspiel auswärts zu gewinnen. Und wenn ein Top-Club wie der FC Bayern das Hinspiel auswärts gewinnt, dann kommt er in 9,9 von 10 Fällen weiter.

Die Chancen stehen 50:50 aber die halbe Miete ist das noch lange nicht…

Sehe ganz klar ein Weiterkommen diesmal, obwohl ich sonst auch eher „zweckpessimistisch“ bin. Zu 100% werden wir ein Tor erzielen, vermutlich sogar mehr. Und dann gehe ich nicht davon aus dass wir noch mehr bekommen. Einem Real von vor 4-5 Jahren hätte ich das eher zugetraut aber dem momentanen Real nicht.

Real Madrid hat übrigens 5x in der Champions-League-K.-o.-Phase ein Hinspiel zu Hause verloren.

Und ist 5x ausgeschieden. Zuletzt 2020 gegen Manchester City. Erstmals 2001 gegen Bayern München.*

Um ein Wunder für Real zu finden, müssen wir weiter zurückgehen, bis ins Jahr 1970 und in den Europapokal der Pokalsieger. Damals verlor Real das Achtelfinalhinspiel im Bernabeu mit 0:1 gegen Wacker Innsbruck. Zwei Wochen später siegten sie durch zwei späte Tore 2:0 in Innsbruck und zogen ins Viertelfinale ein.

Reals Bilanz in der „Hinspiel-Heimniederlage-wir-brauchen-ein-Wunder-Konstellation“:

  • In der UCL: 0/5
  • Im Europacup: 1/7

*Fun Fact: Im Hinspiel damals Oliver Kahn mit einer Wahnsinnsleistung. Ganz ohne Gegenwehr gibt’s diese Siege im Bernabeu also selten. Und im Rückspiel mit Owen Hargreaves in der Startelf: FC Bayern – Miasanrot-Adventskalender, Nummer 23: Owen Hargreaves

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Ich bin ja bekanntlich einer derjenigen hier, denen Statistiken sehr nebensächlich sind (Die Warheit liegt nunmal auf dem Platz) - eine Frage bleibt für mich (habe evtl. auch nicht gut genug gelesen) : In wie weit haben die auswärtstore in den ganzen Spielen eine Rolle gespielt? Immerhin war diese Regel ja ein elementarer Bestandteil der Europapokale…

Laut BR sogar sechsmal. Steht auch im Artikel.

War das das Spiel auch mit Kahnassist auf Elber?

In meiner Erinnerung war da Einbahnstraßenfußball mit unverdientem Ausgang, der mit natürlich trotzdem Recht war.

Vielleicht lag der BR aber auch falsch. Eine andere Stelle in deren Post war auch falsch.

Alles gut und recht. Alles schön und gut. Und ja, die Ausgangssituation ist eine positive. Besser als ein Unentschieden. Viel besser als eine Niederlage. Und noch viel besser als eine hohe Niederlage.

Aber der Gegner heißt trotzdem Real. Und Real hat zuletzt schon auch mal in der Allianz Arena gewonnen. Zwar nicht gegen so eine Maschine. Aber trotzdem.

Aber ist doch alles Schall und Rauch.

Vini und Mbappé sind frei durch. Upa oder Tah gehen blöd hin oder Manu blöd raus.
Rot in Minute 17. Drops gelutscht.

Oder - und das würde ich natürlich lieber sehen - Harry nickt in der 7. Minute zum 1:0 ein. Gnabry nutzt ein Missverständnis in Minute 32 für das 2:0. Freund Rüdiger brennen die Sicherungen durch. Rot in Minute 37. Drops gelutscht.

Oder halt: Kein saudummes Rot für einen von beiden. Bayern bringt mannschaftliche Geschlossenheit und Spielstärke auf den Platz. Manu hat keinen Über-Tag und kann gegen 1-2 gut ausgespielte Konter nix machen. Endstand 3:2 mit einem verdienten Weiterkommen für uns.
Real holt nix in der Liga gegen den FCB. Und in der CL erst recht nicht.

Schau mer mal was rauskommt.

Ich prognostiziere jetzt einfach Mal, dass es dieses Jahr die Verlängerung gibt, die es bereits 2024 hätte geben sollen.

Bayern wird das Ding morgen deutlich nach Hause wuppen. Wer das Hinspiel gesehen hat, wer die Saison gesehen hat, wer den Aderlass an Schlüsselspielern bei Real in den letzten Jahren gesehen hat, kann nicht ernsthaft glauben, dass dieses Spiel nicht an Bayern geht. Jedenfalls nicht mehr als an einen Erfolg der Bayern.

Ist es ausgeschlossen, dass Bayern ausscheidet? Selbstverständlich nicht. Es gibt einige Szenarien, die den Fußball so unvorhersehbar machen. Karten, unglückliche Tore, Verletzungen, Wetter, you name it. Aber warum einige derart die Hosen voll haben, verstehe ich nicht. (Pardon my french)

Bayern ist das bessere Team, Bayern spielt den besseren Fußball. Das war in dieser Deutlichkeit im Vergleich mit Real Madrid schon sehr lange nicht mehr gegeben. Nur der FC Bayern hat morgen in der Hand, wer dieses Spiel gewinnt. Und es wird der FC Bayern sein. Davon bin ich überzeugt.

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Um das zu quantifizieren: Wir hatten im Podcast ja kurz über die Elo-Werte der beiden gesprochen. Sicher keine perfekt Metrik für Teamstärken, aber auch keine ganz schlechte.

Aktuell steht Bayern bei einem Wert von 2017 (Rang zwei hinter Arsenal 2052), Real auf Rang 6 bei 1930. Ein Vorsprung von 87 ist viel, richtig viel.

In den kompletten 2010ern lag Bayern im Elo nie vor Real, wenn sie in den K.-o.-Runden aufeinandertrafen. Und jetzt so deutlich.
Und Reals Wert von 1930 ist ihr niedrigster in Duellen mit Bayern seit 2007 (damals trafen 1788er Bayern auf 1877er Madrilenen - andere Zeiten).

Da spiegelt sich deine Beobachtung schon recht deutlich auch in den Zahlen.

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Ich bin da bei @Georg und @justin . Objektiv spricht eigentlich nichts für Madrid. Bayern ist stabiler, hat die bessere Spielanlage, das bessere Team, den besseren Trainer. Würde der Gegner nicht Real heißen, würden hier alle entspannt Richtung morgen schauen. Das einzige, was hier für Gänsehaut sorgt, ist der Mythos.

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Also Real hatte im Hinspiel Chancen für 4 Tore und wenn jetzt in Rückspiel auch Bellingham und/oder Brahim Diaz starten, glaube ich auch, dass sie morgen im Rückspiel wieder Chancen haben werden genauso wie Bayern. Auch Bayern wird natürlich seine Chancen haben. Es wird also mMn wie vor einer Woche darum gehen, wer seine Chancen nutzen wird.

Ersetze Mythos mit individueller Klasse.

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Aber selbst die sehe ich nicht stärker als die der Münchner.

Morgen wissen wir es.

Das Problem bei mir mit dieser Sache ist, dass es sich in meinem Hirn festgefressen hat, dass Real diese „unbesiegbare Champions League Maschine“ ist, daher habe ich die unrealistische Angst.

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