Ich lese mich gerade, weil ich nicht zum –zigten Male Altbekanntes abfeiern will, ein wenig in euren Chatverlauf ein (meine Güte – welch ein Archiv der Musikkultur!) und bin gerade Anfang April angekommen bei eurem mit einem Schuss Altersweisheit garnierten, sehr wohlwollenden Austausch über ABBA.
Gratschifter meinte da unter anderem, die Texte seien ja nicht soooo komplex gewesen. Das stimmt natürlich für viele der Songs aus den 70er Jahren, aber gerade gegen Ende ihres gemeinsamen Schaffens haben sie dann doch den einen oder anderen Tiefgänger rausgehauen.
Bestes Beispiel dafür ist, neben The Day Before You Came, der Trennungsklassiker The Winner Takes It All.
Ich konnte mich lange nicht entscheiden, ob ich Björn Ulvaeus für einen einfühlsamen Frauenversteher oder ein misogynes Arschloch halten sollte dafür, dass er Agnetha Fältskog diese tieftraurige weibliche Perspektive des Verlassenwerdens auf den Leib schrieb. Wahrscheinlich trifft beides zu einem gewissen Grad zu, denn einerseits zeugt es von Empathie, wenn man die fatalistische Resignation und Trauer, aber dabei immer noch starke Liebe einer Frau dadurch charakterisiert, dass sie sich quasi dafür entschuldigt, wenn sie ihm durch ihren jämmerlichen Zustand Unbehagen verursacht.
Aber andererseits – parallel zur eigenen Trennung und nachfolgenden Scheidung ein solches Lied komponieren und dann die Ex-Frau noch dazu nötigen, den Solo-Part zu singen? Ein Video dazu zu machen, Fernsehauftritte durchzustehen, und das, zu allem Überfluss, in Michael Schanzes biederem „Show-Express“? https://www.youtube.com/watch?v=8tE0GjSQpes
Ich weiß nich…
Ohhh, schade, diese Erfahrung hätte ich auch gerne gemacht. War dafür wahrscheinlich zu nah an Supertramp.
der hat es eher andersrum gehalten…
ich traf ihn mal zufällig auf einem Rastplatz im Nirgendwo auf dem Rückweg vom FCB-Forumstreffen in den 00er Jahren…
ich rannte ihn fast über den Haufen, weil ich ihn nicht gesehen habe… ![]()
an seinem fetten Porsche warteten ca. 21 Jahre junge 2 Meter große D-Ballons auf ihn… von den 2 Metern waren 1,50 für die Beine reserviert…
und ich schwöre:
sie war NICHT seine Tochter… ![]()
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Das war schon eher auf seinen Klassiker „Und es war Sommer“ bezogen ![]()
das weiß ich wohl… ![]()
ich kenne nur das Lied mit den 7 Brücken von Peter Maffay und dass er was mit nem Drachen hatte. Ansonsten kommt der in meiner Welt nicht vor.
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Und die Brücken sind nicht mal von Peter Maffay…
Aber zur Ehrenrettung:
Die Liebesaffäre mit dem Tabaluga brachte durchaus nette Musik hervor - wenn man auf sowas steht. Das verlink ich jetzt aber nicht, bitte selbst entdecken.
Ich kenne mich mit dem kleinen Rumänen ein wenig aus, notgedrungen. Meine Mama ist der weltgrößte Maffay-Fan. ![]()
Eins muss man aber sagen:
Der Mann hat(te) zeitweise gnadenlos gute Musiker in seiner Live-Truppe. Unter anderem war da mal ein gewisser Clarence Clemons am Start…
Echt? Wahnsinn. Das ist tatsächlich ein großes Qualitätsmerkmal. Mein Genre wird wahrscheinlich trotzdem nicht.
Dito… (20 Zeichen) ![]()
EDIT: und den BIG MAN schreibt man natürlich nur mit einem „m“. Asche auf mein Haupt.
NETTE MUSIK???
seit Kindesbeinen musikalischer Lebensinhalt! ![]()
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wo wir gerade von Qualitätsmerkmalen sprechen:
ein gewisser Martin Engelien veranstaltet seit Jahren seine Go Music Reihe…
mit wechselnden Musike:innern spielt in ausgewählten Clubs…
in unserem Rockin’ Rooster Club in Haan tritt er monatlich auf… und brachte bereits viele Weltstars mit… z.B. Mel Gaynor am Schlagzeug und weitere Koryphäen ![]()
heute Abend lohnt sich wieder Arte - Pink Floyd…
Das hat doch etwas Beruhigendes: In all den Wirren unserer Zeit werden hier und da noch gute, alte Traditionen hochgehalten! Beispiel: Die Marsh Family aus Faversham, England. Angeleitet von den Eltern, Ben und Danielle, versammelt sich die sechsköpfige Familie regelmäßig ums Kaminfeuer und ergötzt sich (und gelegentliche Zuhörer) mit wohltemperierter Hausmusik. Von Gitarren, Banjo, Ukulele und diversen Perkussionsinstrumenten begleitet, werden zeitlose Evergreens der gepflegten Unterhaltung dargeboten.
Die Combo lässt es sich nicht nehmen, die meist wohlbekannten Schlager behutsam zu aktualisieren und ihnen ein neues, frischeres Gewand zu geben. Die von der Familie verfassten Texte lassen dabei durchaus zeitkritischen Esprit erkennen und nehmen dabei liebevoll-ironisch einzelne Figuren des öffentlichen Lebens aufs Korn.
Mir persönlich gefällt ihre letztjährige Neufassung des Queen-Hits Bohemian Rhapsody am besten, welche aber, leider, schon etwas Staub angesetzt hat.
https://www.youtube.com/watch?v=YY_8WzcHqMQ
Ihr neuestes Werk hingegen, die Adaption von Paul Simons Me and Julio Down In The Schoolyard, gefällt durch ihren humorvollen Bezug auf das Wirken eines allseits geschätzten Humanisten und Philantropen.
https://www.youtube.com/watch?v=FDiXrd-R68U
(Kann vielleicht mal jemand kurz erklären, wie ich das Video hier mit Screenshot reinstelle?)
Das Einbetten der YT-Videos ist von deinem Vertrauensstatus hier im Forum abhängig. Ab einem gewissen Status (frag mich bitte nicht ab welchem) werden die YT-Videos automatisch eingebettet und nicht nur als Link dargestellt. Der werte @gratschifter hat glaube ich eine Variante zur Verfügung, die dies umgeht durch Direkteinbettung - ich selbst kenne sie nicht. Ansonsten hilft nur: fleißig weiterposten, dann funktioniert das von selbst ![]()
Ah, die kenne ich. Sehr gut! Die Version von Simon & Garfunkel ist wirklich stark.
Ah, danke; das beruhigt mich, dass es am mangelnden Vertrauen in meine Integrität liegt und nicht an meinem technischen Verständnis. An ersterem kann man arbeiten, am letzteren leider nicht. ![]()
Der Maffay aus den 70-ern, der hatte schon was. Wenn auch das Bekenntnis dazu nicht ganz einfach war.
Er selbst war da ziemlich entspannt. Auf die Frage, ob seine Lieder denn nicht arg schmalzig wären, antwortete er nur: Na und, ich bin eben ein schmalziger Typ.
Einen ähnlich entwaffnenden Konter haben sich nur die wenigsten getraut.
Eine Bluegrass-Version eines sehr schönen, alten Songs der auf vielfältige Weise großartigen Dolly Parton, nicht übel.
Bei mir natürlich etwas Bluesiges, aber auch irgendwie soulig. Mit anderen Worten: Robert Cray.
Am 11.9.1987 wurde Peter Tosh in seinem Haus in Kingston ermordet. Mit „Get up, stand up“ hat er zusammen mit Bob Marley einen der ganz großen Songs der Roots-Reggae-Bewegung erschaffen, hier in seiner Version von dem Album „Equal Rights“ :