Musiktipps und Musikgeschmäcker (Teil 1)

Heute jährt sich Johnny Cashs Tod zum 22. Mal. Seine Verdienste um die Popkultur sind seit fast 70 Jahren unbestritten, seine Konzerte in den 60er und 70er Jahren legendär.

Was mich besonders fasziniert, ist sein Alterswerk, beginnend mit den American Recordings Mitte der 90er Jahre. Hier kehrt er zu seinen Wurzeln zurück – insgesamt 4 Platten, auf denen er seiner immer brüchiger werdenden Stimme die Essenz der Country-Musik und seiner Biographie abtrotzt.

Herausragendes Beispiel: Sein 2002 eingespieltes Cover des Nine Inch Nails Songs Hurt (1994). Das wurde hier ja schon einmal vorgestellt. Wie er auf einer fremden Textgrundlage sein eigenes Leben aufarbeitet, unterstützt durch ein phänomenales Video, zerreißt einem das Herz.

Anfang 2003 rafft er sich noch einmal zu einem Duett mit seiner Tochter Rosanne auf, auch dies natürlich eine bewegende Reflexion über den menschlichen Lebenszyklus. Während Rosanne Kindheit und Jugend thematisiert, spricht Johnny seine Gebrechlichkeit an und den bevorstehenden Abschied von seinen Lieben. Er bedauert, nie mehr der sein zu können, der er in der Erinnerung seiner Tochter mal war, bezweifelt dabei aber selbstkritisch, ob er diesem idealisierenden Vaterbild je entsprochen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=J2WilM6ljUg

„September, when it comes“… Johnny Cashs September-Date kam am 12. September 2003.

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Der Song Me and Julio Down by the Schoolyard ist von Paul Simons Soloplatte aus dem Jahre 1972. 1970 trennte sich S&G.

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Ah, ich kannte das nur vom Live Konzert im Central Park. Deswegen ging ich davon aus. Danke Dir!

Zum Thema S&G möchte ich meinen persönlichen Lieblingstitel von den beiden vorstellen: The Only Living Boy in New York.
Der Titel war auf dem erfolgreichsten – und letzten – Studioalbum des Duos, Bridge Over Troubled Water (1970), zu finden und wurde wie alle ihre Songs von Paul Simon geschrieben. Er beschreibt eine Zeit der Trennung von seinem lebenslangen Freund und musikalischen Partner Art Garfunkel, als sich alles für immer zu ändern schien. Schon die erste Zeile von „Only Living Boy“ beschreibt die Tiefe und Langlebigkeit der Beziehung zwischen S&G. Die beiden lernten sich als Zehnjährige in Queens, New York, kennen; ihre erste Single „Hey, Schoolgirl“ erschien sechs Jahre später unter dem Namen Tom & Jerry. In der zweiten Zeile macht Simon ihm Mut: „Ich weiß, deine Rolle wird gut.“ Und sie lief gut, obwohl Hollywood danach nur noch selten anrief. Garfunkel hatte noch ein paar andere denkwürdige Rollen, aber sonst gab es nicht viel Bemerkenswertes.
„The Only Living Boy“ ist von einer hinreißenden Melancholie durchdrungen, die umso ergreifender ist, weil Simon zwar den Leadgesang übernimmt, es aber Garfunkel ist – der das eigentliche Thema des Songs –den ätherischen AAHH-Backgroundgesang und die geisterhafte, widerhallende Beruhigung: „Hier bin ich.“ einnimmt. Das Lied ist nicht nur ein Appell an einen alten Freund, sondern auch ein Loblied auf den Ort, an dem sie aufgewachsen sind. Daher taucht es häufig in Listen der besten New Yorker Lieder auf. Im Jahr 2022, mehr als ein halbes Jahrhundert später, platzierte es der Spirit, die Lokalzeitung der Upper West Side, auf Platz sechs seiner Top 10 der New Yorker Klassiker. (S&Gs „The Boxer“ war auf Platz eins.)

LG an alle Music freaks

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Toll, diese Nummer kannte ich noch nicht. Ich bin erst wieder so richtig durch seine American Recordings auf JC aufmerksam geworden, nachdem ich nach seinem San Quentin Live Album den Kontakt zu seiner Musik verloren hatte. Rosanna verfolge ich auch, natürlich auf Grund des berühmten Namens und ihrer tollen Musik.
Hier ein Klassiker zusammen mit Bruce Springsteen

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Heute mal dank seiner Bekanntschaft mit John Belushi das Real-World-Vorbild für Belushis musikalischen Comedy-Act „Blues Brothers“, Curtis Salgado, mit einer schönen souligen Contemporary-Blues-Nummer.

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Bayern hat souverän den HSV abgeklatscht. Jetzt schalten hoffentlich manche nicht zur :yawning_face:PL sondern auf 3sat zur fantastischen Last Night of the Proms mit fantastischer Musik und fantastischer Stimmung und Publikum. Es lohnt sich!

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Heute vor 15 Jahren starb Francisco Ribeiro, Mitbegründer und Cellist der portugiesischen Band „Madredeus“. Ribeiro hat auch zu dem recht bekannten Album „Ainda“ Kompositionen beigetragen, dieses Album ist der Soundtrack zu dem Wim Wenders-Film „Lisbon Story“ - wunderbare Musik:

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Oh ja! (Und jetzt weiß ich auch, was der Forist mit seinen „20 Zeichen“ immer meint…)

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Heute vor 48 Jahren starb Marc Bolan bei einem Autounfall. Mit ihm und seiner Band T.Rex begann 1970/71 die Zeit des Glam Rock, zu der unter anderem auch Slade, Sweet und Gary Glitter gehörten.
Alle diese Bands zeichneten sich durch eher schlichte Arrangements und Texte aus (löbliche Ausnahme: Slades How Does It Feel), da machte auch T.Rex keine Ausnahme. Beispiel dafür ist der Song Children of the Revolution, in dem, wenn man’s wohlwollend mit ihm meint, die Abgehobenheit herkömmlicher Stars mit der Bodenständigkeit der Revolutionskinder kontrastiert wird – ob sich der durchaus statusbewusste Bolan damit selbst charakterisieren wollte, bleibt dahingestellt.
Aber immerhin: Der Song wurde durch zwei prominente Gastmusiker geadelt; Ringo Starr bediente die Schlaginstrumente und Elton John griff beherzt in die Tasten. Platz 2 in den UK-Charts war der verdiente Lohn – nachdem jedoch die vorangegangenen 4 Singles allesamt den Platz an der Sonne erreicht hatten.
https://www.youtube.com/watch?v=-o7bp8KeRMg

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Ich durchforste gerade mal wieder mein Oldie-Fach und schwubbs… eine Perle von den The Impressions: Gipsy Woman mit der Stimme von Curtis Mayfield.
The Impressions waren eine US-amerikanische Gesangsgruppe sowie eine der erfolgreichsten R&B-Vokalgruppen der 1960er Jahre. Ihr bekanntester Hit ist People Get Ready, We’re a Winner und eben Gipsy Woman.
Gypsy Woman “ ist ein Rhythm-and-Blues- Song aus dem Jahr 1961, der von Curtis Mayfield geschrieben und von seiner Gruppe The Impressions aufgenommen wurde . Die Single Platz 2 der US Billboard. Sie erschien auch auf dem gleichnamigen Debütalbum der Gruppe aus dem Jahr 1963. Joe Bataan (1967), Brian Hyland (1970), Bobby Womack (1985), Steve Marriott (1989) und Santana (1990) coverten diesen Song.

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Ich hatte bei meiner Vorstellung angedroht, dass ich vorhabe, mich hier zu beteiligen. Dann fange ich damit mal an.

Und zwar mit der tollen norwegischen Band „Katzenjammer“. Vier Damen, die sich an der Musikhochschule kennengelernt haben. Und dementsprechend alle singen und musizieren können.
Ich habe sie mal live in Stuttgart gesehen. Bei einem Song haben die vier tatsächlich einfach mal während des Stücks alle vier gespielte Instrumente reihum durchgetauscht, bis jeder im Song jedes Instrument gespielt hatte.

Leider ist die Bank aktuell nicht mehr aktiv.

Hier mein Lieblingsstück: „Lady Marlene“

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vor vielen Jahren auf ihrem Höhepunkt live und Open Air in Bonn gesehen - grandiose Band!

allein der stete Rollentausch an den Instrumenten - wahnsinn!

ein großer Verlust, dass sie nicht mehr aktiv sind!

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Ghost Riders In The Sky ist ein Country Song, der das ehrliche Arbeitsethos des nordamerikanischen Cowboys thematisiert. Der Erzähler der Ballade, selbst als Cowboy charakterisiert, beobachtet eine donnernde Herde glutäugiger Rindviecher, die über den Horizont jagt, vergeblich verfolgt von den Seelen verdammter Kuhhirten. Einer von ihnen nimmt sich einen Moment Zeit und warnt den Erzähler davor, sich Müßiggang und Laster hinzugeben, sonst werde er ebenfalls dazu verurteilt, die Herde des Teufels über die endlosen Weiten des Firmaments zu verfolgen.
Eine archaische Welt, die sich da vor dem Betrachter auftut; Sünde zieht unweigerlich Strafe nach sich, und Vergebung ist keine Option.
Das Lied, 1948 erstmals aufgenommen, ist ein Klassiker des Genres; alle Koryphäen haben sich daran versucht. Hier eine schöne Fassung mit Johnny Cash und Willie Nelson: http://www.youtube.com/watch?v=-zol906ltPU
Wer’s aushält, kann sich sogar eine deutsche Version mit - jawohl! - Karel Gott antun: http://www.youtube.com/watch?v=cMy7WM3RQ7Y
Und nur wer das auch überstanden hat, sollte sich dann vielleicht noch an die Darbietung des unvergessenen Bruce Low herantrauen… Aber spätestens da sind Mittelohrentzündungen nicht mehr gänzlich auszuschließen.
https://www.youtube.com/watch?v=dqSyWQ6Chjg

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Für mich seit ein paar Jahren die schönste Version.

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Jawoll, das ist ein gerne gecoverter Song, der sich das auch verdient hat. Hier meine Lieblingsversion von der Southern-Country-Rock Band Outlaws. Bis jetzt kannte ich lediglich die Studioversion von ihrem Album Ghost Riders", es ist das sechste Studioalbum , das 1980 veröffentlicht wurde. Es enthält ihren bekannten Cover-Song „(Ghost) Riders In the Sky“, der zu ihrem größten Erfolg wurde. Beim Wühlen auf YT habe ich die Liveversion entdeckt, auch gut.

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yippieyayeeeeah yippieyayoooohhh :black_heart::sign_of_the_horns:t2::musical_notes::black_heart:

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Das hab ich von den Abstürzenden Brieftauben auch schon mal gesehen. :heart_eyes:

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eine Referenz an die Abstürzenden Brieftauben - dass ich das noch erleben darf :rofl: :+1:

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