Generell wäre ein zweiter Mittelstürmer gut, auch wenn dieser nicht Lewandowski wäre. Ansonsten haben wir mMn. eher nicht die Spieler, die das kompensieren können.
Aber mal im Ernst: Es ist ja klar, dass die Kommunikation so läuft, sogar immer so laufen muss.
Eine öffentliche Äußerung eines Vorgesetzten über seinen Trainer ist immer als Sprechakt zu verstehen, der gleichsam nur allein schon durch seine Äußerung eine Wirkung erzielt.
Man kann als Vorgesetzter einem Trainer nicht sprachlich das Vertrauen entziehen, bevor man ihm tatsächlich das Vertrauen entzieht, ohne ihm damit das Vertrauen zu entziehen, was man ihm zu dem Zeitpunkt noch gar nicht entziehen wollte.
Ich hoffe, das war jetzt nachvollziehbar. ![]()
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Mein persönlicher Lacher des Tages, vielen Dank dafür.
Mit Tuchel haben wir jetzt aber einen Coach, dessen Trainerwissensstand dem von JN mindestens ebenbürtig sein dürfte, der aber einen Mehrwert an Erfahrung mitbringt.
Ein Sonderfall ist die Rückrunde der Triplesaison 2012/13, in der Heynckes seit Jahresbeginn wusste, dass zur Folgesaison Guardiola ihn ablösen würde. Zwar generell mit seinem Einverständnis (und allerdings etwas Verdruss darüber, wie der Vorstand dies öffentlich machte), aber ihm wird klar gewesen sein, dass man sich von dieser Neuverpflichtung einen ordentlichen Sprung nach vorne erhoffte; mit Blick auf Spielweise wie auch Erfolge (CL). Schon sehr cool, wie er aus diesem nicht eben überdimensionierten, aber immerhin ehrlichen Vertrauensbeweis (nach den drei zweiten Plätzen die gesamte Saison coachen zu dürfen) das Bestmögliche gemacht hat. Kein Wunder, dass Hoeneß später gar nicht mehr von ihm lassen mochte und infolgedessen ein früheres Engagement Tuchels starrsinnig verhinderte.
Gefällt mir.
Und genau aus diesen Gründen finde ich die Entlassung bzw. den Wechsel auch vollkommen richtig. Obwohl es mich doch überrascht hat.
Ich habe auch komplett das Vertrauen verloren, dass Nagelsmann aus dieser Mannschaft nochmal mehr heraus holt.
Da kann er noch so viele taktische varianten an die Tafel malen und irgendwelche Prinzipien ausgeben. Wichtig ist auf dem Platz und da war, außer in der Champions League, nur grausames Gewürge.
Weiter mit Nagelsmann hätte nur unser Siechtum verlängert.
Sehe ich genauso!!!
So ansehnlich die Mannschaft in der CL (bis auf ein paar Ausnahmen) gespielt hat, so schrecklich war die Spielweise in der Bundesliga.
Diese uninspirierte Spielweise muss man neben den Spielern, aber auch gewaltig dem Trainer anlasten.
Menschlich habe gar nix gegen den JN, im Gegenteil, ich finde ihn sympathisch. Aber als Übungsleiter ist der FCB im Moment einfach noch eine Nummer zu groß.
Hab ein gutes Gefühl für die kommende Zeit mit TT.
Beim Kadermanagment wird ja oft Ottmar Hitzfeld als lobendes Vorbild erwähnt. Sein respektvoller Umgang mit den Spielern spielte hierbei sicher die größte Rolle. Kein schlechtes Wort über Spieler gegenüber der Presse zu verlieren und keine zu deutliche Kritik auch bei offensichtlichen Fehlern zu äußern, waren dafür unabdingbar. Das hat Nagelsmann von Beginn an anders gehandhabt und das wurde wohl im Team nicht gerade positiv gesehen.
Bezüglich Hitzfeld sollte man noch erwähnen, dass dieser in Kombination mit UH und KHR teilweise auch äußerst konsequent vorging, wenn es darum ging, Spieler mit Hausmacht auch mal „abzusägen“, um dem Rest der Mannschaft zu zeigen, wer am längeren Hebel sitzt. Hitzfeld war dabei schlau genug, sich diejenigen rauszusuchen, die sportlich noch am ehesten verschmerzbar waren, aber vom Namen her schon sehr große Kaliber waren. In Hitzfelds erstem Jahr wurde beschlossen, dass der langjährige Kapitän Helmer keinen neuen Vertrag kriegt. Im zweiten Jahr wurde Strunz aussortiert und Basler wurde sogar suspendiert. Effenberg wurde ebenfalls, als sich zeigte, dass es sportlich bergab geht aufs Abstellgleis geschoben und kurz vor seinem Vertragsende ebenfalls noch suspendiert. So sieht der Rest der Mannschaft, dass selbst vor großen Namen nicht gekuscht wird.
Im derzeitigen Kader kommt es mir so vor, dass einige Spieler sich ihrer Stellung zu sicher sind.
Ich antworte hier mit fast 24 Std. Verspätung. Ich wollte mir etwas mehr Zeit nehmen und das ging erst heute Vormittag.
Das ist nicht leicht zu beantworten. Tendenziell würde ich aber eher sagen ja. Ich versuche es mal „zusammenzupuzzeln“.
Am Abgang von Lewandowski war Nagelsmann nicht unbeteiligt. Aus meiner Sicht, sollte der Stürmer seine Spielweise an den Nagelsmann Fußball anpassen. Das hat Lewandowski nicht sonderlich geschmeckt. Zum Abgang von Lewandowski wurde ja von verschiedenen Seiten berichtet, dass das Verhältnis belastet war.
Nagelsmann selbst äusserte nach dem Abgang dass da „wenig Raum für Trauer sei“. Das kann man interpretieren wie man will. Ein Trainer der seinen Top Stürmer unbedingt behalten wollte, würde das aber eher nicht sagen.
Also wird er über den Abgang nicht ganz unglücklich gewesen sein. Ob er wirklich gerne eine echte 9 als Ersatz gehabt hätte?
Das und seine Aussage
Es ist eine große Herausforderung, ihn zu ersetzen. Es ist aber auch eine große Chance. Wir haben die Möglichkeit, einen FC Bayern zu bauen ohne einen Stürmer, der verlässlich 40 Tore schießt", sagte Nagelsmann.
zeugen doch nicht wirklich danach, dass er eine echte 9 als Nachfolger wollte.
Das ganze mit dem Hintergrund, dass der Vorstand ihn bis diese Woche bei all seinen Wünschen total unterstützte. Auch ein Mané Transfer wurde bestimmt nicht gemacht, wenn Nagelsmann gegen diesen Transfer gewesen wäre und lieber eine echte 9 hätte haben wollen.
Die gab es tatsächlich nicht im Sommer. Aber ich habe nie gehört, dass Nagelsmann gerne eine echte 9 gehabt hätte. Davon wäre zu lesen gewesen bei einem Klub bei dem sämtliche Informationen durchsickern wie aus einem Sieb.
Interessant ist doch auch, dass es in der CL geklappt hat ohne die 9. Was für eine formidable Bilanz. Es funktioniert doch scheinbar auch so auf Top Niveau ausgezeichnet. Nur im „grauen Alltag der Bundesliga“ klappt es überhaupt nicht. Schafft es Dortmund 10 Punkte aufzuholen. Spielt die Mannschaft uninspiriert und scheint der vielen taktischen Wechsel müde zu sein.
Das mag sein. Wenn wir das Mittelfeld ansehen, dann hatte Nagelsmann doch eine starke Nibelungentreue zum Duo Kimmich/Goretzka. Weder der in der PL stark aufspielende Roca noch Gravenberch haben je eine echte Chance bekommen (ob zurecht oder nicht, weiß ich nicht, es ist einfach eine Tatsache).
Nagelsmann wollte eher keinen Thiago Ersatz. Er wollte Spieler wie Sabitzer oder Laimer. Ansonsten hätte man doch einen anderen Spieler verpflichtet. Auch hier kann ich die Meinung nicht teilen, dass der Trainer unter der Kaderzusammenstellung litt.
Ich sehe für den Nagelsmann Fußball der letzten 1 1/2 Jahre auch keinen Platz für einen thiagoesken Spieler. Dafür müsste Nagelsmann doch ein mehr Wert auf das Positions- und Passspiel legen. Das habe ich jetzt nicht so wahrgenommen. Ich bin hier also sehr kritisch, dass Nagelsmann die von dir gesehenen Lücken tatsächlich nach Deinen Vorstellungen besetzt haben möchte. Auch hier, nichts davon hat man je mitbekommen.
Ich glaube eher, dass er Salihamidzic gegen sich aufgebracht hat, weil seine Wintertransfers nicht so gewürdigt wurden wie erhofft (und wahrscheinlich auch besprochen). Blind ein Blinder? Warum holt man den, wenn er nur dazu da ist die Ersatzbank zu füllen? Zu Cancelo möchte ich nicht so viel schreiben. Der Stanisic Coup war genial. Salihamidzic hat es wohl trotzdem ganz arg verärgert, dass sein Transfer für den ihn die Fußballwelt international gefeiert hat, erst zum Schluss reinkam (und die endgültige Entscheidung vorbereitete). Hier ist wohl was in die Brüche gegangen zwischen den beiden ist zu vermuten.
Was ich der sportlichen Leitung vorwerfe ist dieser elendigliche Vertrag über 5 Jahre mit Abfindungsklauseln. Jetzt versucht man sich da heraus zu aalen. Ich empfinde das nicht als Bayern like.
Zum Thema Teamdynamik.
Ich denke diese Dinge passieren, wenn die Resultate nicht stimmen. So lange Du gewinnst hat man Ruhe in der Kabine. Durch diese Achterbahnfahrt an Resultaten ist die Unruhe natürlich extrem groß geworden.
Die Macht der Spieler hat in den letzten Jahren extrem zugenommen. Die Spitze des Eisbergs ist ein Mbappé der seinen Vertrag verlängert, wenn der sportliche Leiter entlassen wird und sein Spezl aus alten Tagen eingestellt wird. Das ist das Extrembeispiel.
Deiner Information glaube ich auf’s Wort.
Da sind sicherlich egoistische Gründe dabei. Als „Stinkstiefel“ werden ja in diesem Zusammenhang oft auch Müller und Neuer genannt.
Als Müller nach der Winterpause nicht mehr spielte, hat sich die Mannschaft dann klar pro Müller geäussert. Musiala wollte auch mit Müller spielen. Innerhalb der Mannschaft hat er immer noch einen hohen Stellenwert.
Neuer und Nagelsmann werden auch keine Freunde mehr.
Der Punkt dabei ist aber wie eben immer beim FC Bayern. Du kannst das alles machen. Du kannst Müller aus dem Team nehmen, den Kapitän vor den Kopf stoßen und den „Maulwurf“ Tapalovic rausschmeissen.
Du musst aber Erfolg haben. Erfolg nicht in der nächsten Saison. Erfolg im nächsten Spiel und im übernächsten. Hast Du das nicht, dann fliegen Dir diese Dinge um die Ohren.
Ich glaube Nagelsmann hat sehr hoch gepokert mit seinen Massnahmen. Er wurde dabei stark von der sportlichen Leitung unterstützt (aber nicht von der Mannschaft). Vielleicht hat er sich darum und aufgrund der Äusserungen aus der Führungsetage, dass er ein Langzeitprojekt sei etwas zu sehr in Sicherheit gewogen.
Was wäre denn Dein Lösungsansatz?
Meiner ist ein starker Trainer der auch diese Spieler auf seine Seite bringen kann. Oder der der Mannschaft aufzeigt, dass sie ohne den „Stinkstiefel“ erfolgreicher sein kann. Am Ende wollen alle Erfolg. Zeigt der Trainer dem Team einen Weg, der dorthin führt werden unpopuläre Entscheidungen schnell mal attraktiv.
Und zu Thomas Müller (den du ja nicht namentlich genannt hast). Ich bin sicher, dass dem der FC Bayern mehr am Herzen liegt als J. Nagelsmann.
Ich habe den Trainer so wahrgenommen, dass seine Massnahmen erstmal seine eigenen Interessen unterstützen sollten. Die hatten Vorrang (das ist jetzt aber echt nur meine Wahrnehmung).
Zurück zur Folge. Ich sehe Deine Einwände und ich finde es gut, dass Du auch die andere Seite beleuchtest (Verantwortung der Geschäftsführung, Spieler etc.). Das gehört dazu. Meiner Meinung nach hat Julian Nagelsmann als verantwortlicher Trainer weitaus mehr Aktien (eher die Mehrheit) an der Tatsache, warum es zu dieser Entlassung kam. Diese extreme Unruhe und diese arg schwankenden Leistungen können den FC Bayern auf Dauer extrem beschädigen.
Aus meiner Sicht wurde zu viel Fokus auf die Dinge gelegt, die nicht in der Verantwortlichkeit des Trainers lagen.
@ChrisCullen
You nailed it.
„Ich denke, dass Kahn schon länger unzufrieden war mit Nagelsmann und schnellstmöglich neue Reizpunkte setzen will.“
Woran machst Du fest, dass Kahn vllt. schon länger unzufrieden war.
Kann mir grundsätzlich aber gut vorstellen, dass es so ist.
Mich hätte schon interessiert ,ob man mit Pep bzw. Flick nicht die Ära hätte haben können, die man mit Nagelsmann wollte, wenn man ihnen annähernd so viele Wünsche wie Nagelsmann erfüllt hätte. Gerade Flick muss sich mächtig verarscht fühlen. Es hieß immer der Kader sei super, und sei kein Geld da und nach ihm wird investiert als gäbe es kein Morgen. Pep musste noch mit einem Hand aufliegenden Pferdeblut Guru in der heißen Saisonphase mit zig verletzten Stammkräften klarkommen,. Nagelsmann könnte fast immer aus dem vollen schöpfen, hatte eine krasse Kaderbreite am Ende Dafür kam einfach zu wenig rum
Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es unter Nagelsmann insgesamt weniger Langzeitverletzte gab als vor allem unter Pep. Unter Pep war der Kader in der Breite schon auch qualitativ sehr hochwertig. Wenn aber in der Crunchtime deine allerbesten Spieler immer verletzt sind, ist das eher kein Problem der Kaderbreite.
Generell waren die vielen schwerwiegenden Verletzungen ein sehr konstantes Problem jener Zeit. Und dieses hatte sehr wohl mit Pep zu tun.
Pep hatte vorher bie Barca deutlich weniger Verletzte und vor allem bei city hat sich das Problem völlig erledigt. Die Medizinabteilung von city wurde ausgeziechnet, gilt als mit bester der PL. Vor Pep mussste der Verletzte Bayernspieler zu MW in die Praxis kommen, heute unvorstellbar
Mag durchaus sein. Dennoch hatten wir insbesondere vor, aber auch nach seiner Amtszeit bei uns deutlich weniger Verletzte. Also scheint das Verletzungsproblem, welches er BEI UNS hatte, schon auch an ihm gelegen zu haben.
er hat wohl sozusagen auf die schlechte medizinische Abteilung nicht genug Rücksicht genommen, Erholungszeiten weniger eingehalten. Ein Gerücht war damals aber auch ein gewisser Kunstrasen. Gab irgendwo mal einen Bericht, dass mit dem die Zahlen enorm hochgingen, der wurde dann entfernt. Vielleicht auch eine Mischung aus mehreren Faktoren
Wenngleich ich schon glaube, dass Du da einen Punkt hast: wurde die medizinische Abteilung Bayerns vor 2013 nicht immer gelobt?
Ich meine mal auf Spielverlagerung eine Statistik dazu gesehen zu haben, und da kam Bayern bis Sommer 2013 glaub ziemlich gut weg.

