Mitbewerber-Thread (Bundesliga+International) (Teil 4)

wow… vielleicht hatte er parallel auf die Anzahl der Nennungen Musialas in der türkischen Presse gewettet?? :wink:

Da muss es ja noch andere Sachen gegeben haben. Das wäre wirklich sehr kleinlich.

Oder man hat einfach nach einem Grund gesucht ihn festzunehmen, weil er aus irgendeinem Grund nicht gut gelitten ist. Pressefreiheit in der Türkei ist ja so eine Sache.

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Das Wort kann man gar nicht auf türkisch übersetzen …:sweat_smile:

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Wer so einen Blödsinn in die Welt schreibt, kann schon mal eine Nacht auf einer Holzpritsche verbringen. Hat hoffentlich einen Lerneffekt.

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Nein, das war ein (offensichtlich völlig aus der Luft gegriffenes) und wenig faktenbasiertes Gerücht. Aber Journalisten deswegen einzusperren (Thema Holzpritsche), das geht überhaupt gar nicht.

Und Burhan Can Terzi ist wohl ein reiner Sportjournalist, der sich politisch bisher eher nicht positioniert hat.

Das kann ja schon kriminelles Potential haben. Galatasaray ist börsennotiert und solche Nachrichten könnten auch potentiell dafür genutzt werden, um den Kurs ein wenig zu beeinflussen.

Kann also zumindest theoretisch auch in Richtung Insider-Handel gehen.

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Theoretisch kann es das natürlich sein. Praktisch halte ich es für eher unwahrscheinlich, sondern eher für eine Machtdemonstration des türkischen Staates. Ich zitiere mal einen Abschnitt aus einem Spiegelartikel von heute:

„Die Generalstaatsanwaltschaft leitete nach einer Beschwerde Ermittlungen ein. Laut »Bianet« ist es der erste Fall, in dem das Gesetz »zur Bekämpfung von Desinformation« auf Sportberichterstattung angewendet wurde. Seit 2022 gilt das Gesetz, das unter anderem bis zu drei Jahre Haft für die Verbreitung von »Falschinformationen« vorsieht – wenn diese etwa mit dem Motiv verbreitet würden, Beunruhigung auszulösen.“

Welche Beunruhigungen damit ausgelöst wurden? Terzi ist übrigens wieder auf freiem Fuß.

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Das ist eine gute Einordnung. Denn faktisch betrachtet konnte man mMn diese News relativ einfach als (ausgedachtes) Gerücht und damit auch als belanglos einordnen. Aber der türkische Staat konnte damit zeigen, dass auch bei so einem belanglosen Gerücht die Rechtsgrundlage vorhanden ist, jemanden festzunehmen. Damit wäre auch bei einem anderen ernsteren Thema ein Festnahme zu rechtfertigen.

Finale Einschätzung: Kartellamt hält 50+1 für zulässig - kicker

„Das Amt hat unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Sportkartellrecht endgültig keine grundlegenden Bedenken gegen die 50+1-Regel“, heißt es in der Pressemitteilung. „Die Regel beschränkt zwar den wirtschaftlichen Wettbewerb um Investitionen im Profifußball. Das Ziel der Vereinsprägung und der Mitgliederpartizipation ist aber geeignet, eine Ausnahme von kartellrechtlichen Verboten zu rechtfertigen.“
Das heißt, dass diese im Grunde wettbewerbsbeschränkende Regel mit EU-Recht vereinbar ist, dass sie aber auch entsprechend stringent angewendet werden muss, wie Andreas Mundt betont: „Die 50+1-Regel kann weiterhin mit dem Ziel der Vereinsprägung und der Mitgliederpartizipation gerechtfertigt werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie konsequent und ohne sachlich nicht gerechtfertigte Unterschiede angewendet wird. Unsere Bewertung zeigt Gesichtspunkte auf, die die DFL berücksichtigen sollte, wenn sie die Regel künftig möglichst rechtssicher anwenden möchte. Dazu gehört erstens, dass die DFL bei allen Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga gleichermaßen für einen offenen Zugang zur Mitgliedschaft und damit für die Mitbestimmung der Fans sorgt.“

Das Kartellamt hat gesprochen.
Wird jetzt ggf. interessant für Wolfsburg, Bayer und RB.

Bin gespannt, was daraus wird… Bei Leverkusen und Wolfsburg weiß ich es gar nicht, aber Leipzig hat ja, glaube ich, ne kleine, feste Anzahl an Mitgliedern, die alle auf Linie sind? Wenn die sich öffnen müssten, wäre das schon interressant

Ich glaube, dass wenn man etwas an der aktuellen Situation hätte verändern wollen, hätte man bereits etwas getan bzw. Leipzig erst gar nicht zugelassen.

Zudem würde man sich ja bei der DFL ins eigene Fleisch schneiden diese Klubs einzugrenzen, weil sowohl Leverkusen als auch Leipzig Bayern theoretisch ordentlich Paroli bieten können, immer wieder ausländische interessante Spieler nach Deutschland Lotsen und somit auch die Sichtbarkeit der Liga erhöhen. Außerdem sind diese Klubs auch am ehesten dabei, wenn es darum geht die Auslandsvermarktung voranzutreiben.

Die wenigsten Menschen in Südamerika kennen wahrscheinlich (noch) deutsche Traditionsklubs wie den HSV, Gladbach, Köln, Bremen oder so weiter. Aber Leverkusen und Leipzig sind diesen Fans definitiv ein Begriff und womöglich auch ein Grund, warum sie Bundesliga schauen (würden).

Ich fände es natürlich von der Fußball-Romantik her schon nice, wenn solche Modelle nicht zulässig wären weil sie einfach nicht fair sind gegenüber anderen Vereinen.

Das ist eine recht mutige Aussage :slight_smile:

Ich stimme deinem Post weitestgehend zu, aber man muss sich die Kernaussage mal auf der Zunge zergehen lassen: wir (deutscher Fußball) lassen Ausnahmen von der uns heiligen 50+1 Regel zu, damit wir wenigstens ein paar ernsthaft konkurrenzfähige Teams haben… müßte man sich nicht spätestens an der Stelle mal ganz logisch die Frage stellen, wie sinnvoll die Regelung ist?

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Da stimme ich voll zu:
Entweder man behält 50+1, dann aber bitte für alle gleich (mein Favorit).
Oder man entscheidet, dass man damit nicht mehr konkurrenzfähig ist und schafft 50+1 für alle ab.
Aber dieses rumgeeiere mit halbseiden begründeten Ausnahme-Regeln ist ungerechter Mist.

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Dass viele Traditionsvereine mit guter Ausgangslage und großem Potential (Schalke, HSV, Bremen) so abgeschmiert sind, liegt an deren eigener jahrelanger Misswirtschaft und unzähligen sportlichen Fehleinschätzungen. Dass es für Vereine trotz überwiegend guter Arbeit (Stuttgart, Frankfurt) schwer ist ganz nach oben zu kommen, liegt aber auch daran, dass Leverkusen und Leipzig (und zu anderen Zeiten auch Wolfsburg) die CL-Plätze und die damit verbundenen höchsten Einnahmen blockieren, es dementsprechend auch ein hohes Wagnis ist mit diesen Einnahmen zu kalkulieren und risikoreich in talentierte Spieler zu investieren.
Ich weiß, dass es unrealistisch ist, aber mir wäre es am liebsten, man würde 50+1 konsequent ohne jedwede Ausnahmen umsetzen.

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Ich würde sagen, dass man da auch einfach zugeben muss, dass Bayern stark von dem oder anderen Deal von Hoeneß profitiert sowie dem jährlichen Champions League Geld.

Ich würde auch sagen, dass Leipzig, Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim zwischendurch mal bei einem perfekten Sturm Bayern ärgern können bzw. die Meisterschaft holen können, aber wirklich langfristig baut sich kein Erfolg auf, weil die Spieler dann doch meistens woanders hin wollen. Die Klubs sind dann schon eher nur eine Stufe auf dem Weg zu den wirklichen Top-Clubs.

Soweit ich es mit meinem Verständnis überschauen kann, hätte ich kein Problem mit der Abschaffung oder Öffnung der 50+1-Regel für die Vereine. Wie schon erwähnt wurde, existieren ja bereits heute einige Ausnahmen – und auch diese bereiten mir keine Schwierigkeiten. Für mich zählt vor allem eines: guten Fußball zu sehen, ohne dabei ständig in alten Traditionen und deren Erhalt verharren zu müssen.

Wenn ich an meinen Arbeitgeber und dessen Kunden denke, wird eines ganz klar: Es interessiert die Kunden nicht, wie wir intern zurechtkommen, sondern sie erwarten ein perfektes Produkt, genau so, wie bestellt. Dafür tragen wir die Verantwortung. Wenn es jedoch um das große Drumherum geht, ist das Sache der Gesetzgeber oder eben der zuständigen Institutionen im Fußball, die klare Vorgaben machen müssen. Sollten Schlupflöcher erkannt werden, muss man entweder mit ihnen leben oder sie schnellstmöglich schließen.

Nehmen wir doch mal rein hypothetisch die Bundesliga: Wo stünde sie heute ohne Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim und RB? Ich bin überzeugt, dass die Liga international deutlich an Bedeutung verloren hätte, weil vielen Traditionsvereinen schlicht das nötige Geld fehlt. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Unternehmen wie Red Bull oder VW ihr großes Investment in einem anderen Verein in vergleichbarem Maße getätigt hätten.

Für mich stellt die Abschaffung der 50+1-Regel eine Chance dar, die Bundesliga international attraktiver zu machen. Statt ständig Talente wie Diomande oder Mazemba zu verkaufen, könnten wir uns – wie La Liga oder die Premier League – um Spieler wie Rodri oder Haaland streiten. Das wäre nicht nur spannender, sondern würde den deutschen Fußball auf ein neues Level heben.

Die vehemente Verteidigung von 50+1 erinnert mich immer an meinen Lieblingssatz bei der Arbeit und zwar: “Das haben wir schon immer so gemacht! “

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Ich glaube wir würden uns nicht so entwickeln. Es würde wie in der Ligue 1 in Frankreich wo Bayern an der Spitze bleibt und einzelne Vereine immer wieder mal für Furore sorgen können. Aber wirklich spannender würde es nicht werden.

Leverkusen und Leipzig finde ich persönlich bereichernd für die Liga. Spielen in der Regel guten Fussball und für mich das wichtigste, sie bringen ihr Stadion voll. (und es schadet auch nicht wenn ein Klub aus Ostdeutschland oben mitspielt)

Aber diese halbleeren Stadien bei Wolfsburg und Hoffenheim, insbesondere wenn sie mal international spielen, finde ich furchtbar.