Wie stehen die Relegationsgegner eigentlich zur Aufstiegsfrage in England?
Da wird der dritte Aufstiegsplatz nicht durch Relegation entschieden, sondern durch Play-Offs der Teams auf den Rängen 3-6 der 2. Liga. Heuer schaffte es mit Hull das Team, das „nur“ auf Rang 6 lag, nach 46 Ligaspielen (es sind 24 Teams in der Liga). Der Abstand von Hull zum Tabellendritten Millwall waren 10 Punkte.
Das finde ich persönlich unfair, denn hier war es ein fairer Wettbewerb in einer Liga und den hat Millwall eigentlich klar für sich entschieden.
Der Relegation kann ich da mehr abgewinnen, weil 2 Teams aus 2 Ligen sich duellieren, wer besser geeignet ist für die obere Liga.
Spannendes Spiel mit einem spielerisch überlegenen Zweitligisten, der auch gegen 11 Wolfsburger gute Chancen gehabt hätte.
Sehr souveräner Schiri Zwayer, der zwar gesunde Zweikampfhärte zugelassen hat, aber von Anfang an die ganz klare Grenze gezogen hat, wenn Verletzungsgefahr bei Fouls gegeben war. Auch keinen Augenblick gezögert, die verdiente gelb-rote auch schon nach einer Viertelstunde zu geben …
An die Relegationsgegner: im Fußball als low scoring Game hat nun mal der Zufall erheblichen Einfluss, da ist auch nach 34 Spielen die Statistik noch lange nicht ausgeglichen. Ob ein Team auf dem 15. oder 16. Platz landet, kann von einem Pfostenschuss und einem knappen Abseits abhängen. Da sind zwei Extraspiele doch einfach nur eine sportliche Chance, zudem noch mit Extra-Einnahmen…
Lasse ich nicht gelten. Ich habe 34 Spieltage Zeit um das beste rauszuholen. Reicht es am Ende nicht war ich nicht gut genug. Über die gesamte Saison.
In der Relegation entscheiden 180 Minuten + X über Erfolg oder Misserfolg einer ganzen Saison. Ein schlechter Tag und das wars.
Beispiel Wolfsburg: spielen eine absolute Grottensaison (im Verhältnis zum Kaderwert ganz zu schweigen) und haben dennoch die Chance durch ein verdammtes Tor in den 2 Spielen die Liga zu halten.
Mag sein dass meine Argumentation weniger rechnerischer als gerechtigkeitsempfindender Natur ist aber im Sinne des Sports ist es für mein Empfinden nicht. Gilt auch für alle anderen Länder.
Leute.
Dass in einem Spieltagsthread die Emotionen hochgehen, verstehe ich ja noch irgendwo.
Aber:
Warum darf so ein @folkfriend-Posting hier stehenbleiben?
Warum ein so dermaßen unqualifiziertes Schiri-Bashing bei einem Spiel, an dem man nicht emotional beteiligt ist?
Dein subjektives Gerechtigkeitsempfinden erkenne ich an, darüber möchte ich mit Dir auch nicht streiten. Wenn sich die Relegation für Dich als unfaire Institution im Fußball anfühlt, erkenne ich das an.
Aber in Bezug auf die Bedeutung jedes Spiels für den Saisonausgang eines Vereins ist Dein Argument nicht schlüssig, denn es gibt den beiden letzten Spielen der Saison eine überproportional große Bedeutung. Auch bei der Entscheidung zwischen Platz 15 oder 16 oder Platz vier oder fünf am letzten regulären Spieltag kann ein schlechter Tag einer Mannschaft oder ein Pfostenschuss in der 84. Minute darüber entscheiden, ob man am Ende auf Platz 15 oder 16 bzw. auf Platz vier oder fünf landet.
Man denke nur an die legendäre Bayern-Meisterschaft 2001. Am Ende war es ein Freistoß, der die Meisterschaft noch einmal von Team A zu Team B hat wandern lassen.
Nicht mal 180 Minuten, sondern nur eine Szene entschied hier über Hopp oder Top.
Jetzt wirst Du sagen: „Ja, aber die diesem Freistoß vorausgehenden 34 × 90 Minuten im ganzen Rest der Saison haben überhaupt erst den Grundstein dafür gelegt, dass sich die Meisterschaft mit dieser einen Szene entscheiden konnte.“
Korrekt! Aber das gilt genauso für die Mannschaft, die am Ende der Saison auf dem Relegationsplatz landet. Die 34 x 90 vorausgehenden Minuten haben jede einzelne davon den Grundstein dafür gelegt, dass die Mannschaft diese beiden Spiele überhaupt bekommt.
Mathematisch ist es so: Nachspielzeit ausgeblendet, hat eine reguläre Saison 34 x 90 = 3060 Minuten. Eine Saison plus Relegation hat 36 × 90 = 3240 Minuten.
Für einen Regelstationsteilnehmer hat jede Minute der regulären Saison 3060 ÷ 3240 = 0,94 Mal so viel Einfluss auf das schlussendliche Saisonabschneiden wie für einen Nicht-Relegationsteilnehmer.
Die letzten beiden Spiele machen für einen Relegationsteilnehmer nur 5,6 Prozent der gesamten Saisonspielzeit aus. Und wenn man anerkennt, dass jede Spielminute gleich viel wert ist, entscheidet sich die Saison eben zu 94,4 Prozent vor der Relegation.
Noch eine kleine Ergänzung, @Marco05: Ein berechtigter Einwand wäre, dass die beiden Mannschaften in der Relegation pro Minute Spiezeit einen größeren eigenen Einfluss auf ihren Erfolg haben als in der regulären Saison, weil es in der Relegation keine Parallelspiele gibt, deren Ausgänge einen Einfluss auf den Erfolg der beiden Relegationsmannschaften nehmen können. Wer die beiden Relegationsspiele zusammengenommen gewinnt, gewinnt auch die Relegation. An einem Spieltag in der normalen Saison hat man seine Tabellenplatzierung bhw. die Größe seines Erfolges nicht zu 100% in der eigenen Hand.
Insofern hast Du dann doch recht, dass ein schlechter Tag oder ein Pfostenschuss in der 78. Minute der Relegation einen größeren Einfluss auf den Saisonerfolg hat als das gleiche in den ersten 34 Spielen der regulären Saison.
Naja, also am letzten Spieltag kann man auch als eigentlich schon sicherer Nichtabsteiger noch absteigen, frag mal die Clubfans zum 34. Spieltag 1998/99…
Da geht es also schon noch um mehr, und vor allem auch für mehrere Mannschaften.
In der Relegation geht es nur um die beiden beteiligten Mannschaften, absteigen oder aufsteigen.
Man kann es natürlich so sehen, dass es am Ende nur der Freistoß war. Aber eigentlich war es z.B. auch das 1:1 gegen Köln am 23. Spieltag, ohne das hätten wir den einen Punkt nicht gehabt, um es mit dem Freistoß noch auf unserer Seite zu ziehen.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass viele hier mit mir darin übereinstimmen, dass es die Relegation nicht wegen des sportlichen Wettbewerbs gibt… Die gibt es einzig und allein wegen des Geldes für die DFL… Noch ein paar Spiele mehr, mehr Werbeeinnahmen usw.
Ich brauche die Relegation nicht, ich möchte auch keine Meisterschaftsplayoffs.
Es gibt 34 Spieltage, danach muss alles entschieden sein für mich.
Ich auch nicht. Aber die Klubs wollen die Einnahmen aus TV Rechten und je einem Heimspiel vor ausverkauftem Haus.
Genau das ist ja mein Argument. Jede Spielminute der Saison ist grundsätzlich gleichbedeutend für den Tabellenplatz am Abschluss der Saison. Ex ante wird die Saison in jeder Spielminute zu 1/3060 entschieden (ohne Nachspielzeit).
Ich finde die Relegation klasse. Ich fände auch Meisterschafts-Playoffs ein interessantes Konzept. Wir beklagen uns doch immer über mangelnde Spannung. Was gibt es Spannenderes oder Knisternderes als einen Ausscheidungswettbewerb über ein oder zwei Spiele? Die Relegation bedient genau dieses Schema.
Es ist auch folgerichtig, dass das Angebot der Europapokale in den letzten Jahrzehnten sukzessive ausgeweitet wurde, damit es für mehr Mannschaften gegen Ende der Saison in ihren jeweiligen Meisterschaften noch um etwas geht. Inzwischen sind das bei uns in Deutschland 1. versus 2., 4. versus 5., 6. versus 7., 7. versus 8., 15. versus 16. und 16. versus 17/18. Es gibt viel mehr zu verteilen als früher und viel mehr Mannschaften können viel länger in der Saison um etwas kämpfen, was eine reale Bedeutung hat. Das erhöht die Unsicherheit und damit die Spannung.
Ein Meisterschafts-Playoff würde das zweifelsohne auch tun, weil die Unsicherheit bis zum letzten Spiel systematisch darin angelegt ist.
Aber das soll gar nicht mein Thema sein. Ich wollte bloß sagen, dass ich die Relegation aus den genannten Gründen klasse finde. Zwei spannende Spiele mehr pro Saison!
Der Punkt hat auch heuer voll gestochen:
Ohne Relegationsplatz (und stattdessen direkten Abstieg für den 16.) wäre es ein extrem lasches Abstiegsrennen diesmal gewesen:
Bereits 2 Spieltage vor Schluss hatten alle 3 Abstiegskandidaten schon 6 Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Platz und so eigentlich nur noch sehr theoretische Chancen auf den direkten Klassenerhalt. Heidenheim selbst 4 Spieltage vor Ende 12 Punkte Rückstand.
So dagegen war es ein superspannender Kampf um den Relegationsplatz mit Punktgleichheit aller 3 vor dem letzten Spieltag.
Insgesamt also zwei komplette Spieltage aufgewertet in Punkto Abstiegskampf und dann eben noch die auch wieder extrem spannenden 2 Extra Spiele obendrauf. Und heuer eben auch mal mit dem von den meisten erwünschten Ausgang. Was will man mehr…
Würde das sogar klar als den wertvollsten Effekt der ganzen Relegationsgeschichte sehen - denn wenn an der Spitze schon meistens (Dank uns
) alles langweilig am Ende wäre es schon mau wenn es sonst noch öfter nur noch um den Kampf um Europa ginge am letzten Spieltag?
PS: das mit der sportlichen Fairness ist dann ja nochmal separate Geschichte: Man könnte auch 3 direkt absteigen lassen und das mit Relegationsplatz einfach zusätzlich machen - dann hätten die 2. Liga Vereine lediglich noch ne zusätzliche Möglichkeit aufzusteigen durch die Relegation. Spätestens dann - denn ja, der massive Vorteil für den Erstligaverein ist historisch nicht zu leugnen es steht jetzt 19:7 seit der Wiedereinführung - für mich overall klar besser als ohne Relegation…
Bei einigen war zumindest heute noch beweglicher Ferientag.
Als ich heute morgen bei Insta geschaut habe, dachte ich, dass die Zuschauer ausschließlich aus meinem Bekanntenkreis kamen. Wahnsinn, wie viele Leute aus meinem näheren und weiteren Umfeld da waren.
Ich finde, man muss bei dem Thema etwas differenzieren.
Wenn man Meister wird und dann noch ein Endspiel gegen einen anderen Meister spielen muss, wie es beim Aufstieg in die 3. Liga noch immer der Fall ist, finde ich das unfair, denn man kann also betroffene Mannschaft diesem Schicksal eines Entscheidungsspiels nicht entkommen.
Als 16. in der Bundesliga bzw. als 3. der zweiten Liga hat man hingegen 34 Spieltage Zeit gehabt, sich einen Platz besser zu platzieren.
Naja, aber was soll es denn bringen, wenn dann der 3. der 2. Liga direkt aufsteigt - den strukturellen Nachteil können die ja nicht in einer Sommerpause mit der Hoffnung auf ein etwas höheres Budget komplett ausgleichen. Und dann steht am Ende doch der direkte Wiederabstieg, im worst case noch dazu mit einem großen Schuldenberg …
Mit Relegation können entsprechend spielstarke Zweitligisten gleich mal testen, wie ihre Chacnen gegen Erstbundesligisten stehen. Und von den 7 über Relegation aufgestiegenen, die du erwähnt hast, haben ja auch immerhin 4 danach den Klassenerhalt geschafft.
In Giesing grüßt jährlich das Murmeltier…
Am Ende wird Hasan wohl wieder bezahlen und man träumt im Sommer erneut vom Aufstieg…
Der TSV 1860 München muss erneut um die Spielberechtigung für die 3. Liga bangen.
Einem „Bild“-Bericht zufolge droht der Traditionsklub bei der Lizenzvergabe für die kommende Saison leer auszugehen, weil beim DFB bisher keine Liquidität nachgewiesen werden konnte.
2,7 Millionen Euro fehlen dem Tabellenachten der abgelaufenen Saison, um auch in der kommenden Spielzeit in der 3. Liga an den Start gehen zu können.
Hasan hat noch nie was bezahlt. Der bürgt nur.
Die SV Elversberg ist 2026/27 neu in der Bundesliga - doch was ändert sich noch? Ein bunter Überblick und eine Phase, in der die Fans stark sein müssen.
kleine Verständisfrage. Woher kommt dann das Geld? Man braucht ja Liquidität.
Soweit ich weiß, gibt er Geld und das werden dann Genussscheine. Aber ich kann mich auch irren. So tief bin ich nicht drin. Ich stand auch nie kurz vor einem Deal mit den Scherbenviertlern.
Das kann man nur jedem wünschen - das Geld kannst auch gleich im Kamin räuchern… ![]()
Das Geld kommt von Banken ![]()
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Als Kredit für den Ismaik bürgt? Mit Zinsen etc.)