Mitbewerber-Thread (Bundesliga+International) (Teil 1)

Geht mir auch so, ich mag RB nicht. Aber die wirtschaften brutal gut und werden auf Dauer mit dem BVB gleichziehen, da bin ich mir sicher. Die CL gehört bei denen schon zum Standardprogramm, das „überstehen“ der Gruppenphase ist - drücken wir es so aus - keine Sensation mehr.

Natürlich ist die Konstruktion mit dem Salzburger Farmteam etwas unfair, aber gut - clever gemacht.

1 „Gefällt mir“

der hsv wäre extrem dumm, wenn er darauf eingehen würde!

2 „Gefällt mir“

Dass Kühne genau einen Tag nach der Gedenkfeier das Angebot mit dem Uwe-Seeler-Stadion mit eigenen Machtgelüsten verknüpft, hat mindestens Geschmäckle (auch wenn das kein norddeutscher Begriff ist)…

2 „Gefällt mir“

Kühnes Engagement beim HSV ist zwar kein solches Desaster wie Windhorst bei der Hertha, aber trotzdem eines der abschreckenderen Beispiele für Investoren im deutschen Fussball. Das ganze lief ja schon ein Jahrzehnt lang, in dem der Verein trotz Finanzspritzen in der zweiten Liga versackt ist. Das Geld ist es einfach nicht wert, wenn man dadurch einen dauernden Machtkampf hat. Durch die 50+1-Regel blockieren sich beide Seiten, und keine kann ein kohärentes Programm durchziehen.

Und ja, das Angebot mit dem Uwe-Seeler-Stadion finde ich auch recht zynisch. Damit wird jetzt die Nostalgie ausgenutzt, und wenn in ein paar Jahren über die Verlängerung der Namensrechte zu entscheiden ist, hat Kühne ein Druckmittel in der Hand - will ja niemand, dass Uns Uwe abmontiert und wieder durch einen Konzernnamen ersetzt wird.

4 „Gefällt mir“

Das Desaster hat sehr wenig mit Kühne zu tun, der tatsächlich ein eher diskreter, fast schon selbstloser Mäzen war und ist.

Was er mMn jetzt anders regeln müsste: Anstatt sich Mitspracherechte bei Entscheidungen zusichern zu lassen, sollte er eher bei der Besetzung der sportlichen Leitung involviert werden - personell, statt fachlich-inhaltlich.

Vielleicht bekommt man den maroden Schlepper HSV dann wieder flott. Ein solider, stabiler HSV wäre ein echter Farbtupfer in der großteils verödeten BuLi.

Wer braucht schon Mainz, Union, Hoffenheim oder Wolfsburg, wenn ein HSV halbwegs funktioniert?

3 „Gefällt mir“

Kühne ist bestimmt nicht alleine für das Hamburger Chaos verantwortlich. Aber „diskret“ hat er sich auf keinen Fall verhalten. Im Gegenteil, dessen Forderungen an den Klub, und die sich daraus ergebenden Streitigkeiten und Frustrationen, wurden immer sehr öffentlich kommuniziert.

Das ist halt das Dilemma mit Investoren unter 50+1: sie meinen (mit einigem Recht) im Gegenzug für ihr Kapital auch die Kontrolle über den Verein zu bekommen, formal ist das aber ausgeschlossen. Wenn es dann Widerstand von den Vereinsoberen, Anhängern oder sonstigen Anteilseignern gibt, und dieser Streit nicht intern beigelegt werden kann, üben sie Druck in der Öffentlichkeit aus. Und das hat speziell Kühne praktiziert, er hatte ja auch schonmal den Bettel komplett hingeworfen und den Verein öffentlich als hoffnungslosen Fall abgekanzelt. Jetzt will er wieder mitmischen und - schätze ich mal - sein Verhalten nicht grundlegend ändern. Ob das das Geld am Ende wert ist, bezweifle ich.

3 „Gefällt mir“

Kühne und diskret? Selten so gelacht…

Kühne hat sich so oft in das Tagesgeschäft des HSV eingemischt wie kaum ein anderer ‚Mäzen‘ im deutschen Fussball (Kreuzer und van der Vaart sind da zwei Beispiele, die zeigen wie man es NICHT machen sollte).

Ein weiteres Kühne-Engagement beim HSV wäre der letzte Sargnagel für diesen heillos zerstrittenen Verein.

3 „Gefällt mir“

Lieber Mainz und Union, die sportlich liefern, als den HSV, der schon seit langer Zeit nur noch ein Trümmerhaufen ist und bei dem keiner weiß, was schlimmer ist - die Inkompetenz der sportlichen Führung oder die unfassbare Borniertheit der jeweiligen Entscheider, die ja gefühlt alle halbe Jahr wechseln…

Diese pathologische Verklärung der Vergangenheit, wie sie beim HSV (und um den HSV herum) betrieben wird, ist der Grund, warum dieser genau wie eine ganze Menge anderer Zombie-Vereine nicht einfach dahin verschwinden, wo sie hingehören - in die Versenkung.

3 „Gefällt mir“

Da kommen wir überhaupt nicht zusammen. Ist aber auch nicht der Sinn eines Forums.

Ich sehe Kühne in der ersten Investitionswelle als Greenhorn in Sachen Bundesliga.
Er hatte keine Ahnung und hat sich von diversen Seiten beschwatzen lassen. Meine er könne selbst mitreden etc. pp. Ich halte Herrn Kühne nicht für einen Idioten. Der Mann hat bis jetzt sehr erfolgreich seine Geschäfte geführt. Kühne & Nagel ist ein weltweit sehr erfolgreiches Unternehmen seit vielen Jahrzehnten. Im Gegensatz zu einem Windhorst ist Kühne ein Investor der eine enge Bindung zur Stadt Hamburg hat und zum HSV. Sein Vermögen hat er sich auf ehrliche Art und Weise verdient.

Trotzdem wird er alleine niemals einen Fußballklub managen können. Da braucht er Kompetenz aus dem Fußball. Ein Mateschitz hat auch ein paar Jahre gebraucht, bis er in Leipzig die richtigen Leute am Start hatte. Das geht nicht mal so auf Knopfdruck. Try & error ist da fast unumgänglich.

Dazu kam, dass auch innerhalb des Vereins keine Kompetenz im Management war. Einen richtigen Vertrauten der seine Interessen im Verein vertreten hat, gab es auch nicht. Die haben einfach die Wünsche von Kühne erfüllt (als Beispiel Van der Vaart) und den Rest der Kohle zum Fenster rausgeschmissen (ja, sehr polemisch und salopp, aber ich finde trotzdem treffend).

Diese Art von Investor und Investition kann nur scheitern.

Jetzt könnt mir mich alle wieder verprügeln. Gäbe es die Möglichkeit den HSV zu kaufen, dann könnte der Käufer (nehmen wir mal an es wäre Kühne) diesen ganzen Haufen von Möchtegern Managern auf die Straße setzen. Könnte fähige Leute denen er vertraut, (die Vollprofis sind in dem Geschäft) das Management übernehmen lassen. Dazu ein guter Plan für 3 Jahre bei dem der Bedarf an Kapital abgesteckt wird, die Ziele etc. Er müsste auch Lernen sich im Hintergrund zu halten. Mateschitz ist da vorbildlich wie er das bei RB handhabt (zum wiederholten Mal, ich mag RB nicht, aber die machen es einfach gut. Sie sind eine Blaupause für Investoren im deutschen Profifußball.

Dann kann man aus diesem Verein einen Bundesligaklub machen, den man wieder gerne in der Liga hat. Der Freude bereiten kann und die Liga bereichern könnte.

Solange es aber so läuft wie aktuell beim HSV ist jeder Euro Investment in den Klub einer zu viel.
Das kann bei diesem zerstrittenen Haufen mit Greminen über Gremien und Präsidenten und Geschäftsführeren und wer da noch alles herum rennt nicht funktionieren.

Im Prinzip wäre es einfach. Kühne holt. Rangnick und dann macht er es eben zum dritten Mal. Ich könnte mir aber auch Max Eberl gut vorstellen.

2 „Gefällt mir“

und diese möglichkeit gibt es ZUM GLÜCK nicht!

Mag stimmen, dass er Kühne+Nagel sehr gut geführt hat und großen Anteil daran hat, dass das Unternehmen derart gut dasteht, wofür man ihm aus unternehmerischen Sicht auch Lob zu gestehen kann. Das Wort ehrlich würde ich aber im Zusammenhang mit Herrn Kühne sehr sehr ungern erwähnen. Wer ehrlich ist, muss nicht die Vergangenheit der eigenen Firma während der NS-Zeit versuchen unter Verschluss zu halten. Immerhin hat Kühne+Nagel wahrscheinlich nicht zu gering in dieser Zeit profitiert.

Da würde ich dir erstmal grundsätzlich Recht geben. Aber aufgrund der Vergangenheit die Kühne mit dem HSV bereits hat, wird es niemals dazu kommen. Jeder Fehlschlag würde medial immer wieder mit dem ersten Engagement in Verbindung gebracht werden. In Hamburg werden Fans/Medien nie so ruhig bleiben, wie in Leipzig.

So ist es:

2 „Gefällt mir“

Ja, im Moment ist die EPL noch eine Erfolgsgeschichte.
Warte mal ab, bis Pep und Klopp aufhören. Dann sieht das ganz anders aus, also langfristig.

Falscher Reply. Die Antwort war an Dich.

Die fehlende Aufarbeitung der Rolle seines Unternehmens während der NS ist aus meiner Sicht ein berechtigter Vorwurf.

Leider gibt es da in seiner Generation noch eine Menge Menschen, die dazu nicht in der Lage sind.
Ich kann das persönlich weder verstehen noch finde ich das gut. Ich gehöre aber nicht dieser Generation an. Ich kann darum über die Beweggründe kein abschließendes Urteil fällen.

Ob er deswegen unehrlich ist? Ich weiß es nicht. Er selbst war zum Ende des Krieges 8 Jahre alt.
Persönlich hat er mit dem was damals passiert ist sicherlich nichts zu tun. Er gilt ansonsten, soweit ich weiß als unbescholtener und erfolgreicher Unternehmer. Selbst wenn die Firma von den Nazis profitiert hat (und wahrscheinlich an Verbrechen beteiligt war), besagt das nicht, dass der heutige Erfolg der Firma darauf zurückzuführen ist. Ein Unternehmen an die Wand fahren geht sehr schnell.

Glaubst du, dass alle Investoren dazu in der Lage wären? Ich denke auch es gibt auch Klubs die ohne Investor erfolgreich sein können. Beim HSV ist die Aufgabe so oder so schwer. In der aktuellen Situation mit den Kompetenzrangeleien bin ich skeptisch ob man damit den Verein überhaupt nachhaltig aus der Misere führen kann. Da bräuchte es ein einheitliches Handeln.

Ein Investor ist sicherlich per se kein Garant für Erfolg.

2 „Gefällt mir“

Träum weiter. Die 2 haben noch etliche gute Jahre vor sich. Selbst wenn sie zwischendurch Nationaltrainer werden sollten - who cares?

Die EPl ist momentan weltweit so attraktiv, dass sie auf Sicht immer die besten Coaches und Spieler anziehen wird - like it or not.

Kühne These :wink:

Ich kann mir echt vieles vorstellen, aber dass die PL plötzlich weltweit das Interesse entzogen wird, kann ich mir nicht vorstellen. Für mich in etwa so realistisch, als wenn niemand mehr zum Super Bowl gehen wird.

Ich denke aber, dass die Bundesliga die Chance hätte sich hinter der PL als Nr. 2 zu etablieren. Ein weiter und schwieriger Weg. Wir haben gegenüber La Liga einen massiven Sprachnachteil. Die italienischen Klubs aus Mailand, dazu Juve und in Teilen Napoli haben auch weltweit viele Anhänger.

Trotzdem könnte die Bundesliga weltweit einfach mehr Interesse anziehen aufgrund ihrer Tradition, den Stadien, der Fankultur etc. Wir bräuchten einfach noch ein paar bockstarke Teams, die auch in Europa regelmässig vorne dabei wären. Dazu gute Partner in den wichtigen Ländern und eine gute Sichtbarkeit.

1 „Gefällt mir“

Ich meinte … sportlich. Finanziell und vom weltweiten Interesse her werden wir die EPL nicht aufholen in nächster Zeit, das ist mir auch klar.

Wir werden sehen.

Verstehe. Das wäre nachvollziehbar, wenn sie irgendwann nicht mehr die besten Trainer als Team Manager verpflichten wollten oder könnten.

Momentan klappt der Ansatz, die kompetentesten Team Manager schrittweise ihre Teams aufbauen zu lassen, ja hervorragend. Da müsste sich einiges ins Negative kehren.

Insgesamt müsste die BuLi einfach wieder viel wettbewerbsorientierter auftreten. Momentan sehen sich doch 16 oder 17 Vereine als Ausbildungsclubs. Man will „die Bayern etwas ärgern und international mitspielen“. Ganz ambitionslose Einstellung. :cry:

Ich meinte es auch sportlich