Max Eberl mal wieder in der Kritik: Stellt sich der FC Bayern bald neu auf?

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Warum die erneute Eberl-Kritik nicht überrascht

Max Eberl steht beim FC Bayern München offenbar trotz der Erfolge immer noch in der Kritik. Bald braucht es eine Entscheidung über seine Zukunft. Der FC Bayern München spielt bisher eine der erfolgreichsten Spielzeiten der eigenen Vereinsgeschichte. Am vergangenen Wochenende knackten die Münchner den Torrekord in der Bundesliga. Im Vorfeld der Partie gegen den FC St. Pauli gab es sogar eine kleine Geburtstagsfete für Trainer Vincent Kompany. Kurz vor dem Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid scheint gerade alles rosarot in München zu sein. Fast alles. Werbung: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf Trikots des FC Bayern…

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Super Artikel! Love it.

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Könnte ein böses erwachen geben wenn man sich neu aufstellen sollte.

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Warum glaubst du? (20 Eberl)

Eberl und der Aufsichtsrat- schade. Die wollen ihn nicht und werden sich an 2026 nicht anpassen wollen wie man ein Milliarden-Unternehmen leitet. Bloed fuer den AR, dass deren Lieblinge so schlecht waren. Eberl entlassen und wieder alles kaputt machen, denn „wir wissen es besser“.

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Die Einordnung in dem Artikel finde ich gut. Beim Lesen aber habe zumindest ich tendenziell den Wunsch nach Veränderung hineininterpretiert.

Ich weiß nicht, möglicherweise gibt es ja gewichtige Gründe aber kann man nicht in Ruhe nach der Saison darüber reden. Und der nächste Punkt: wen gibt es denn der alles zu 100% so macht wie es der Aufsichtsrat, Hoeneß und alle anderen Mitarbeiter sowie der Trainer wollen?

Vielleicht denke ich da etwas zu kurz aber für mich zählt in allererster Linie der sportliche Erfolg. Das haben auch alle Verantwortlichen immer betont. Natürlich nicht um jeden Preis aber ist die „Schmerzgrenze“ denn so niedrig dass jetzt schonwieder ein Wechsel von Nöten ist.

Und selbst dann bleibt die Frage wer es denn bitte machen soll. Nach Nerlinger, Sammer, Brazzo, Eberl in den letzten 12/13 Jahren muss man erstmal einen finden. Vor nem halben Jahr hätte noch jeder den Namen Krösche gerufen, ist das jetzt immernoch so?? Ich wüsste keinen der diesen überirdischen Ansprüchen gerecht werden kann und gehe mit der Argumentation dass es nach außen weitestegehend ruhig zugeht und uns das auf jeden Fall mal gut tut.

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Ich bin immer wieder erstaunt über die Eindeutigkeit, mit der hier in der Kurve der AR als Verantwortlicher für die Spannungen ausgemacht wird.
Ich stimme in vielen Dingen nicht mit Hainer und Co. überein, aber wie man einen Milliarden-Konzern führt, dass wissen die Herren im Bayern-Aufsichtsrat sehr, sehr gut.

Es ist im Fußball ohnehin normal, dass in der wichtigen Saisonendphase viele Personalthemen auf der Agenda stehen. Nicht optimal, aber sicher nicht so außergewöhnlich, dass es ein Problem wäre.
Und nach der Saison beginnt der Transfersommer. Wirklich viel weiter nach hinten schieben kann man eine solche Diskussion und letztlich Zukunftsentscheidung nicht. Ich finde es jetzt fast schon zu spät. Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass bereits Anfang des Jahres mit Eberl verlängert worden wäre.

Es muss sicher niemand zu 100% so machen, wie es der Aufsichtsrat will. Aber in strategischen Kernfragen sollte man auf einer Linie sein.

Und wenn der Aufsichtsrat als Vertreter der Eigentümer der FC Bayern AG sagt: Lieber Vorstand, dieser Verein ist 126 Jahre alt und soll noch weitere 100 Jahre erfolgreich existieren. Wirtschaftliche Vernunft steht bei uns immer über kurzfristigem sportlichen Erfolg. Und der (Sport-)Vorstand die Linie nicht mitgehen will (ich sage nicht dass es so ist!), dann wäre das ein Problem.

Unter Eberls Vorgänger Salihamidžić war Bayern jedes Jahr deutscher Meister, also erfolgreich im gerne so bezeichneten ehrlichsten Wettbewerb. Da sind wir uns ja mittlerweile aber alle irgendwie einig, dass es richtig war, ihn rauszuwerfen. Nur der sportliche Erfolg kann es also nicht sein.

Wie niedrig/hoch die Schmerzgrenze ist, wissen wir nicht. Die Themen, die potenziell im Argen liegen könnten / intern zu Schmerzen führen, spricht Justin ja an. Je nachdem wie viel davon wie stark zutrifft, könnte ich einen Wechsel verstehen.

Ich glaube auch, dass die Ansprüche hoch sind, ja, finde ich aber auch gut. Ein potenzieller Nachfolger wäre mit Christoph Freund schon auf der Payroll. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob es die Doppelspitze Sportvorstand + Sportdirektor braucht oder ob man das anders löst. Vor Brazzos Beförderung zum Sportvorstand ging es auch ohne. Das wäre durchaus ein mögliches Modell für die Zukunft.

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Sammer hatte seinen Reschke, Brazzo seinen Neppe. Wenn die Funktion auch „Technischer Direktor“ hieß.

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Servus Georg, ich gehe hier meist mit dir mit, bei dem Punkt aber ein zusätzlicher Einschub. Es ist ja schön, dass Bayern immer wieder erzählt, die Liga sei der ehrlichste Wettbewerb. Aber seien wir mal ehrlich zu uns selbst: der Maßstab für Erfolg ist inzwischen ein anderer.

Titel in der Liga werden vorausgesetzt. Wichtig ist auch die Art und Weise. Und Brazzo stolperte über vieles: die Diskussionen mit Flick, die schlechte Außendarstellung, vor allem aber: er wurde im Juli 2020 Sportvorstand und danach holte man zwar noch den Cocona-CL-Titel, aber man schaffte es international danach nicht, diese Sondersituation zu wiederholen:

2021 aus im Viertelfinale, 2022 aus im Viertelfinale, 2023 (man ahnt es) aus im Viertelfinale.

Auch das wäre wohl noch verkraftbar gewesen, wäre man im Pokal weiter gekommen oder die Situation um die Trainer Flick, Nagelsmann und dann Tuchel wäre ruhiger gelaufen. So aber blieb ein kommunikativ schlechter Eindruck nach außen und ein sportlich für Bayern-Erwartungen mittelmäßiges Ergebnis.

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Haha, fair. Und gut reingegrätscht. Ich sehe das ja selbst genau wie du es hier beschreibst. (Und gehöre selbst zu denen, die in den letzten Jahren mehrfach analysierten und kommentierten, dass nur die Meisterschaft nicht reicht.)

Ansonsten aber das was ich meine: Auf die Tabelle (und Pokale) zu schauen, ist wichtig, aber nicht hinreichend.

oh…was ich vergessen habe: 2023 ist ja das beste Beispiel: GEIL. Titel.

Weniger geil aber: die Art und Weise (die letzten 5 Minuten in Köln mal ausgenommen)

Aber irgendjemand sägt seit Monaten am Eberl-Stuhl.

Das ist ziemlich offensichtlich. Die spannende Frage wäre für mich allerdings, wer derjenige ist.

Ich glaube inzwischen jedenfalls nicht mehr, dass es Hoeneß ist … und wenn diese Vermutung stimmt, dann kann man sich die weitere Diskussion sparen, denn gegen den Willen von UH wird keiner den Sportvorstand austauschen.

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Ich beziehe mich eher auf den AR-Vorsitzenden, der bestimmt ein hervorragender Fussballler und Mittelstaendler war, aber eben kein Milliarden Unternehmen geleitet hat incl. positiver Unternehmenskultur kennt. Kudos was er geschaffen hat- und dafuer wird und muss der Verein immer dankbar sein, aber der FC Bayern ist kein Mittelstand mehr und sollte eben auch nicht so gefuehrt werden, wo der Partiarch konstant die Finger in der Suppe hat.

Der sportliche Erfolg ist mindestens genauso wichtig wie die wirstschaftliche Vernunft. Einem zB St. Pauli bring es nichts, wenn er ein positive Bilianz haette aber sonst nicht national oder international mithalten kann?

Ich habe mehrfach letztes Jahr gelesen (ziemlich sicher auch hier), dass der AR Vorstand verstimmt war, wenn der GF nicht sofort und immer erreichbar war. Ich kann es ja nachvollziehen- ohne ihn waere der Verein ja nie geworden was er ist, aber es erinnert mich auch sehr an Eltern, die nicht zulassen, dass ihre Kinder, worst case, eine Blutige Nase bekommen um Erfahrungen zu machen. Mglwse wird es ja keine Blutige Nase.

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Es ist seit vielen vielen Jahren Usus kurz vor für den FCB eminent wichtigen Wochen bzw. wichtigen Spielen (Titelrennen/CL-KO-Spiele/DFB-Pokal) irgendwelche Nebelkerzen/Strohfeuer zu zünden. Der Kicker reiht sich da neben vielen anderen gerne ein und vielleicht gibt es dort ja auch gute Kontakte nach Madrid :wink: ?

Der dafür meist gebrauchte Grund, welcher regelmäßig herangezogen wird sind angebliche Defizite in der Kommunikation (etwas was es naturgemäß zwischen Menschen immer geben wird und gegeben hat - die Behauptung als auch das Gegenteil sind kaum zu beweisen ) zwischen irgendwelchen wichtigen Protagonisten in der Vereinsführung.

Das ist jedes Jahr dasselbe beim FCB und ich kann mich an niemanden erinnern, welcher da innerhalb von zwei Jahren am Stück ungeschoren davon kam - trotz Rekorde/Triple/etc.

Was mich enorm stört und gleichzeitig zweifeln lässt ist der Zeitpunkt der angeblich so brisanten Nachricht.

Die einzig plausible Intention: man will die Mannschaft kurz vor einem entscheidenden Spiel verunsichern und die Konzentration ablenken.

Nobody´s perfect!

Was man Eberl absolut hoch anrechnen sollte:
Olise/Diaz und allen voran Kompany waren absolute Transfer - Highlights !!!

Wir sollten nicht vergessen, wie sich einige Medienvertreter über Ebers Verpflichtung von Kompany (..„ja nur die D - Lösung, bla bla bla“) selbst disqualifizierten!

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Waren das Eberl Vorschlaege? Wenn so, dann sollte er eigentlich sicher im Sattel sitzen. Job well done!

Ich mochte meinen Finanzvorstand auch nicht, aber als technischer Vorstand war/bin ich immer im Positivem nach aussen und innen getreten und habe nie etwas Schlechtes ueber ihn gesagt oder kommen lassen. Wir waren eben incompatible, aber ich wusste, dass er auch das Beste fuers Unternehmen wollte. Das Unternehmen muss profoessionell nach Aussen wirken und innen geleitet werden. Drama innen kann es nicht geben, dass muss/kann man klaeren- notfalls eben mit/durch den AR.

Schön, dass im Artikel neben den sportlichen und finanziellen Fragen auch das Thema Außendarstellung aufgegriffen wurde. Das ist aus meiner Sicht schon ein wichtiger Faktor. Brazzo war da ein Totalausfall (ich werde ihm nie verzeihen, wie er nach einer Niederlage vor die Journalisten getreten ist und sich und den FCB dann extrem blamiert hat, weil er meinte, dass er jetzt ja eigentlich gar nicht kommen wollte anstatt fachliche Aussagen zum Grund der Niederlage zu machen).

Außendarstellung ist nicht alles, aber wenn jemand so hilflos agiert, dann sorgt das für extreme Unruhe. Und da gefällt mir Eberl schon sehr, weil er eben auch fachlich etwas zu sagen hat und dennoch nicht immer überall etwas sagt.

Man kann sich über seine Leistungen in puncto Kaderzusammenstellung und Finanzen sicherlich streiten. Nur verstehe ich nicht, warum das Thema Finanzen bei ihm auf einmal so aufkommt. Brazzo durfte mit Geld nur so um sich werfen - er hat die 20 Mio-Verträge zum Standard gemacht. Er hat 80 Mio für viel verletzte und wenig überzeugende Innenverteidiger ausgegeben. Da wird dann schon zweierlei Maß gemessen. Ich kann verstehen, dass das Geld vielleicht weniger locker sitzt. Aber dann muss der AR das offen sagen und die Ziele anpassen (hat Justin ja auch so formuliert). Und vor allem: dann darf er nicht noch nachschießen wie in der Causa Kimmich. Also der AR ist für mich da auch nicht sonderlich gut unterwegs.

Unter dem Strich steht ein guter Kader, eine 1A-Trainer-Verpflichtung und Finanzen, die noch immer sehr solide sind. Ich verstehe die Debatte über Eberl nicht, weil der Verein so gut aufgestellt ist wie lange nicht. WIr haben zudem junge Spieler, die nachrücken. Vielleicht hat Eberl auch einfach nur zu wenig Allianzen geschmiedet und kann so eventuell Karrierambitionen von C. Freund zum Opfer fallen? Ich weiß es nicht. Aber mir kommt das alles sehr merkwürdig vor - zumal mir unklar ist, was die Alternativen sein sollen. Externe Lösungen wirken auf mich jetzt nicht so stark. Und letztes Mal hat die Suche ja auch sehr lange gedauert. Oder wir sind wieder bei Freund…

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Ich glaube die Krux bei Eberl und den Finanzen ist, dass man auch in 10 und 20 Jahren jedes Jahr die Meisterschaft gewinnen will. Egal was passiert, diesen Titel muss es immer geben. Und ein oder zwei Champions League Titel mehr in der Dekade sind nicht so viel bzw. in den Augen eines langfristig denkenden Vorstandes wenig wert, wenn in der darauffolgenden Dekade die Meisterschaft nur noch in 6-7 Jahren gewonnen wird weil man in der vorherigen Dekade im die Champions League zu gewinnen zu viele teure und kurzfristig gedacht Transfers getätigt hat. Man könnte es auch nur auf Pokalwettbewerbe beziehen. Lieber immer im Halbfinale aber dafür weniger Titel als in besonderen/einzigartigen Jahren den Titel zu holen, aber dafür in den anderen Jahren schon Ausscheiden im Achtel- oder Viertelfinale.

In der Aussendarstellung finde ich, kommt Eberl kommunikativ stärker rüber als Freund. Ich halte Freund für weit weniger eloquent und finde ihn in PKs meist eher anstrengend. Was natürlich über seine strategischen Fähigkeiten wenig aussagt.

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sollte der fcb wirklich daran arbeiten den eberl abzusägen dann kann ich nur den kopf schütteln! der fcb hat nach quälenden jahren mit salihami endlich mal wieder jemanden der seiner funktion auch gerecht wird.

natürlich ist es einfacher mit erfolg gewisse dinge zu moderieren trotzdem gefällt mir die aussendarstellung durch eberl/vk/freund irsinnig gut und es war so ruhig wie lange nicht mehr.

transfers wo keiner so genau weiß wie sie zustande gekommen sind aber sie haben eingeschlagen!

einen mane hat man auch aufeinmal verpflichtet und dan wieder nach einem jahr vom hof gejagt.

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Danke für den Artikel.
Sehr sachlich. Ich kann mir leider vorstellen das um Eberl die nächsten Monate noch einiges an schmutzige Wäsche gewaschen wird.
Aus meiner Sicht ungut, nachdem man Eberl erst gefeiert hat als heimkehrenden Sohn.