Ich fürchte, wir zwei sind die einzigen Bekloppten hier. ![]()
Schade daß ich Within Temptation verpaßt habe. Sehr schade.
Ein bisschen was habe ich mir schon auch angeschaut. Meine persönlichen Wacken-Erfahrungen liegen schon ein bisschen zurück. Ich war von 1999-2003 insgesamt 5mal da, aber irgendwann wurde mir das ganze zu aufgebläht.
Dieses Jahr fand ich das Festival ehrlich gesagt nicht so berauschend von der Besetzung her. Für nächstes Jahr sind die bislang bestätigten Bands allerdings sehr vielversprechend.
Auch da hast Du mir was voraus - Von Wacken Live happich jahrelang „geträumt“ - aber mir wegen Beruf und Kindern nie ein Herz gefasst und mich ernsthaft drum gekümmert. Hatte jahrelang so einen Running-Gag mit einem befreundeten Lieferanten-Mitarbeiter: Er fährt jedes Jahr nach Wacken, erzählt mir am Tresen ausführlich davon - und ich verspreche: „Nächstes Jahr bin ich auch dabei.“
Inzwischen bin ich vermutlich drüber hinweg… aus demselben Grunde wie Du sagst
Dies Jahr waren Highlights für mich Bands, die ich als Nicht-Kenner und Zaungast für mich neu entdecken durfte:
Beyond the Black und Deine Cousine am Mittwoch
Krokus am Freitag
Und mein persönliches Highlight Within Temptation gestern.
Und Guilty Pleasure - BAP war für mich eine Zeitreise in meine Jugend. Von 81 bis 86 waren Niedecken un dä Major gewissermaßen die Stones meinermeiner Pubertät - begann mit „rockt andere kölsche Leeder“ und endete irgendwo mit „Ahl Männer, aalglatt“.
Was BAP in Wacken zu suchen haben, wird einst ne Frage für Musikarchäologen, wenn sie im Schlamm von Wacken auf Käppis mit „BAP in Wacken“ stoßen werden. Und ich hä mir ne puristische Version meiner Jugendhymnen eher gewünscht als Geige un Bläserkapelle. Aber ich kann schon verstehen, dass der 72jährige Niedecken nach 45 Jahren neue Arrangements braucht, um das gefühlt Tausendste „Verdamp lang her“ zu singen. Ich fand ihn ziemlich mäßig, die Bänd okay - aber es war trotzdem eine Zeitreise in jede Menge Pubertät…
In dem Zeitraum ist BAP kein guilty pleasure. Da waren sie auf dem Peak und richtig gut. Meine Lieblingsscheibe ist Bahnhofskino. Gesamtes Album immer noch gerne von mir gehört. Speziell Titelsong, 3 Wünsch frei, Diess Nach ess alles drin und Sendeschluss.
Kleine unwichtige Randbemerkung: Das Album hieß „Zwesche Salzjebäck un Bier“, ansonsten volle Zustimmung: eines meiner Lieblingsalben von Bap (zusammen mit „Für usszeschnigge“ natürlich). Ich habe Bap einmal Ende der 80er live sehen können in Köln - mit Sicherheit eines der besten Konzerte, welches ich je erleben durfte.
Völlig richtig, da habe ich mich falsch ausgedrückt.
Live eines der besten Erlebnisse. Muss 89 gewesen sein. Maspernhalle in PB. 23 DM Eintritt. 4 1/2 Stunden. 7 Zugaben. Licht ist schon an. Zuschauer gehen. Da kommen Niedecken und der Major noch auf die Bühne und spielen akustisch Jraaduss. ![]()
Da bekomme ich gerade Gänsehaut…denn 88 oder 89 war auch mein erstes „großes“ Konzert (mit 15 oder 16 alleine aus einem Vorort in die Olympiahalle gefahren, dort in der Arena gestanden. Es war fantastisch. Und genau wie du es beschreibst: Bei vollem Saallicht, die meisten Sitzplätze schon leergefegt, in meiner Erinnerung nur noch ein paar Hundert unentwegte vor der Bühne…und dann kommen die in Bademänteln (oder mit Handtüchern um den Hals) nochmal raus und spielen weiter (welches Lied/Lieder wüsste ich nicht mehr). Was für ein Erlebnis für den kleinen schüchternen Teenager, der ich damals war.
Witzig wieviele von uns damals BAP gehört und live gesehen haben! Verdamp lang her.
heute Abend darf ich meinen vierten Irish Folk Rooster seit 2016 veranstalten - bin also Gast auf meinem eigenen Konzert, auch geil ![]()
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Spitze Zungen nennen ihn ja mittlerweile: Niedergang Wolldecken… ![]()
zurück im zweiten Herzens-Wohnzimmer neben dem Rockin’ Rooster Club in Haan - back in Haus Eifgen in Wermelskirchen! ![]()
und damit startet - nach „meinem“ Irish Folk Rooster 2025 - nun endgültig der Folk-Herbst! ![]()
den Auftakt macht heute die grandiose Emma Langford - auf in den Genuss! ![]()
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Celtic Voyage präsentiert: Emma Langford & Band (IRL): „A Treasure in Ireland’s Modern Music Scene“
Sehr, sehr schöne Neuentdeckung für mich. Eine grandiose Sängerin! Speziell der Birdsong begeistert mich, grad auch das Video.
Dankeschön an @folkfriend und @Ibiza!
ich kenne sie seit 8 Jahren, also ihrem ersten Album - und so lange habe ich auf das Konzert gewartet!
wenn man bei jedem zweiten Lied mit den ersten Klängen schon die Tränchen im Auge hat… ach…
sie interpretiert Irish Folk ganz neu und anders - ein Traum!
und da ich oftmals mit dem CD-Kauf warte, bis ich sie auf einem Konzert ergattern kann, hat sich der Abend auch dafür dreifach gelohnt
inkl. Unterschriften ![]()
den Absacker hat sich der Abend redlich verdient ![]()
Ich bin normalerweise alles andere als ein großer Fan dieser Crossover-Projekte. Und wenn eine Rock- auf eine Opernstimme trifft, nehme ich für gewöhnlich schnell Reißaus.
Es gab genau eine Ausnahme von der Regel, und weil ich grade die ARTE-Doku gesehen hab, muss ich das nochmal reinstellen…
Warum funktioniert das für mich?
Es muss an Freddie Mercury liegen. Er hat ja eh was Dramatisches, Opern-haftes, auch in der Stimme.
Diese Stimme. Meine Crowd und ich, wir haben mal aus Spaß ein Ranking der besten Rockstimmen gemacht. Wir hatten keinen ausgesuchten Queen-Fan unter uns. Spoiler: Mercury mit Abstand auf Rang eins.
Und natürlich Montserrat Caballe. Es hätte wohl auch nicht mit jeder Opernsängerin funktioniert. Mit ihr schon. Diese (Stimm-)Umfang, diese Präsenz, neben dem exaltierten Freddie.
Einfach irre.
Barcelona 1992 - wir waren wie jedes Jahr in unserem Haus in Lloret de Mar - keine 100 KM nördlich…
war ein toller Sommer mit dieser olympischen Stimmung überall!
Geht mir genauso. Freddie war die Operndiva unter den Rockstars.
Also ich mag das! Vor allem, wenn es sich um Personen handelt, die ich alle mag. Wenn Sänger X von Band X auf einmal mit Band Y auf der Bühne steht und mit trällert…finde ich cool.
Ich mag das auch sehr in Filmen oder Serien, das macht es immer irgendwie „wahrer“.
Hüstel.
Pavarotti & Friends!
Da war so ungefähr alles großartig, egal mit wem…
Nicht für mich.
Streng subjektiv natürlich, das Können der Beteiligten stellt ja niemand in Frage. Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin durchaus Opern-affin, meine werte Gattin hört fast ausschließlich klassische Musik, meine Schwägerin ist Opernsängerin…
Mir geht es bei Projekten wie den obengenannten oft um die Musikauswahl, die naturgemäß stark am Mainstream orientiert ist, an Liedern oder Arien oder Stücken, die wirklich jeder kennt. Nichts dagegen zu sagen. Aber mich schüttelt es einfach, wenn ich eine Jahrhundert-Stimme wie die von Pavarotti eine doch eher banale Musical-Melodie singen höre, oder Schlimmeres. Das passt für mich einfach nicht, schon rein konzeptionell. Aber wie gesagt, das ist völlig subjektiv. Vielleicht war ich da von Anfang an versaut, als ein Wagner-Sänger wie Peter Hofmann damals angefangen hat, irgendwelche generischen Rockklassiker zu intonieren. Brrr.
Und was die friends betrifft… Da gab’s ja mehrere Ausgaben. Und ich formuliere mal so: nicht jeder Beteiligte gehört zu meinen Lieblingen im Rock/Pop-Bereich. Vorsichtig gesagt
. Und dann eben das Zusammenspiel. Ich bin wirklich kein Purist, aber das hat mir oft nicht getaugt.











