Das ist auch sehr traurig und ein bisschen schockierend
Du ahnst ja gar nicht, WIE sehr… ![]()
Wir Männer täten jedenfalls gut daran, uns grundsätzlich selbst zu hinterfragen und uns der Sexismen im mentalen Hinterstübchen bewusst zu werden.
Ich weiß gar nicht, ob ich da so offen sein sollte, aber natürlich gefällt es auch mir, wenn eine optisch ansprechende Frau da inmitten der üblichen Männer-Nasen mitmischt. Das hat dann zwei Seiten:
Aus feministischer Sicht begrüße ich es, wenn zunehmend mehr Parität bei der Präsentation von Fußball im Fernsehen herrscht (zumal die Frauen, die ich jetzt aus dem deutschen TV kenne, hinsichtlich Kompetenz ihre männlichen Kollegen nicht selten ausstechen).
Gleichzeitig frage ich mich, ob wir Männer scheinbar auch immer die Eingangstür namens Attraktivität brauchen, um weibliche Präsenz zu goutieren, was dann wieder seine eigenen Formen von Sexismus hervorbringt.
Es wäre naiv zu glauben, dass wir in unserer Zeit so bald damit aufhören können, über diese Dinge zu sprechen. Die Zeiten für Frauen scheinen ja in vieler Hinsicht eher wieder schwieriger zu werden. Natürlich wäre es ideal, wenn wir gar nicht mehr bemerken oder Optik überhaupt thematisieren, wenn wir ausnahmsweise mal eine Frau im Doppelpass sehen (die beteiligten Männer dürfen darüber ja auch oft genug eher froh sein), so wie es ja auch kaum einen interessiert, wie die Auslandskorrespondentin XY im Weltspiegel aussieht - wichtig ist, was sie sagt.
Zusammengefasst und auf die Frage von @Women7 eingehend:
Das Problem ist eigentlich solange keines, als es Männern gelingt, ihre Einschätzung der Kompetenz von ihrer Einschätzung einer Optik zu trennen - ganz gleich, ob letztere nun besonders positiv oder negativ ausfiele.
Inwieweit dies uns Männern nun aber gelingt - darüber würde ich, ehrlich gesagt, einen schamhaften Mantel des Schweigens legen.
Danke für deinen ehrlichen Worte. Dem schließe ich mich an.
Die Frage ist ja auch eher, ob wir hier wirklich über das Einfallstor „Attraktivität“ reden oder letztendlich, wie du andeutest, knallharten Sexismus. Und um bei der gerade angesagten Fussballsprache zu bleiben, Frauen sollten keine Rollenspieler sein müssen, die das Clichée „Frau als Objekt“ bedienen und sich dazu bitteschön sexy zu präsentieren haben, um im SportBusiness der Männer mitmischen zu dürfen.
Maceri sieht sich gerade als Italienerin da scheinbar in der Tradition ihrer Kolleginnen in Italien oder Spanien. Meins ist es nicht, aber das gerade SIE trotzdem auf die Schnauze bekommt, verwundert /schockiert mich jetzt doch.
Dass weibliche Sportfans schon auch auf die Optik von Moderatoren, Experten und natürlich auch Spielern reagieren, ist doch klar. Julien Wolf sehe ich schon gerne bei Sky90 sitzen.![]()
ich führe meinen „sich ehrlich machen Feldzug“ fort und erkläre im Brustton voller Überzeugung:
der Großteil von uns Männern ist ein zutiefst verklemmter, egoistischer, machtbesessner, verunsicherter, sexistischer Kackhaufen, der niemals akzeptieren wird, das Frauen auf Augenhöhe und professionell entsexualisiert betrachtet werden!
das wird never ever geschehen - und warum?
weil der Menscht Macht nicht gerne teilt! und wir sind Frauen nun mal körperlich (Stärke) überlegen (das ist meist das einzige) und können sie somit jederzeit und gefahrlos unterdrücken!
und deshalb gibt es nur einen Weg:
die massive Sanktion von sexistischen Arschlöchern und toltaler Solidarität durch die vernünftigen meiner Geschlechtsgenossen
deshalb ist das auch der Grund, den ich bei ihr leicht kritisiere:
sie sollte das nicht hinnehmen sondere gnadenlos verfolgen (lassen) - und ihrem Moderatorenkollegen aus dem Eingangsteil des Artikels gehört mindestens eine Zwangspause auferlegt!
widerlich!
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#…>VonEingangs-/…Diskri…Quoten-türenUndAnderen
Auslandskorrespondentinnen_oderSolangeJeneTrennungAuchInD(ies)en(…Kultur-trei…Anbietenden)PersonalbürosGelingenMöge!? ![]()
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Unbedingt. Sexistisches und chauvinistisches Verhalten gehört benannt, sanktioniert, bestraft, geächtet.
Und wie gesagt, es muss einfach klargestellt werden , dass Frauen in der Unterhaltungsbranche und im Besonden im Sport nicht dazu da sind, um irgendwelche Männerphantasien zu bedienen ( aka Boxenluder) , sich ansonsten aber bitte aus dem angestammten Territorium rauszuhalten haben.
Krass! So hart wie Du hat noch nicht mal Alice Schwarzer in Höchstform auf uns „Männer-Schweine“ geschimpft. Ist das noch Idealismus, oder schon Selbsthass?
Mich holst Du damit leider überhaupt nicht ab. Diskriminierung in jeder Form verurteile ich auch, nicht aber die pauschale Diffamierung ganzer Gruppen.
Es ist ja auch nicht so, dass Frauen immer besser wären: Ich habe Männer im Bekanntenkreis, die bei ihrer Scheidung richtig über den Tisch gezogen worden sind. Ich habe auch Kolleg:innen, die sich über unaufrichtige und egoistische Chefinnen beklagen.
Auch im Fussball gibt es solche und solche: Profilneurotikerinnen wie die Wontorra, und Gute wie Lea Wagner und die Sedlaczek. Ganz wie bei den Männern.
Insofern muss man uns Männer nicht komplett aussortieren - so klingst Du leider manchmal. Nix für ungut.
mir kommen die Tränen… ![]()
bitte lies nochmal richtig - danke!
es geht um die Sanktion von Tätern - sei kein Täter, ganz einfach!
und was ich immer ganz lustig/traurig finde:
ich kenne da jemanden… ich habe Bekannte… etc.
ja - habe ich auch… und oh Wunder… auf Grund meiner Persönlichkeit findet sich darunter kein einziges sexistisches Arschloch - zumindest kein offenes und was mir bekannt ist…
es ist aber unstrittig, dass ich nicht repräsentativ bin und dass es seit Anbeginn der Menschheit ein überwältigendes strukturelles Problem gibt!
allein dies nur ansatzweise in Frage zu stellen, disqualifiziert deine Äußerungen auf allen Ebenen!
übrigens ein typisches Männerphänomen:
oh… bäh… mimimi… wie kann man nur so hart und gemein zu uns armen Männern sein… es gibt doch auch böse Frauen… schluchz…
Ich finde auch, dass Du übers Ziel hinaus schießt. Dein Eingangs- Statement war ja, dass (sinngemäß) „ein Großteil von uns Männern […] ein sexistischer Kackhaufen“ ist.
Das ist in seiner Pauschalität und Polemik schlicht falsch. Mag sein, dass ein Großteil in einem breiten Graubereich auf unterschiedlichstem Level noch Stereotype und Vorurteile gegenüber Frauen mit sich herumträgt, aber nur die wenigsten betätigen sich deswegen, wie Du es sagst, als sexistische Arschlöcher.
Mit so einer Herangehensweise, alle Männer außer dich selbst und deinen Freundeskreis pauschal abzukanzeln tust du deinem Feldzug keinen Gefallen. So hört dir nämlich garantiert keiner zu …
das ist mir so dermaßen egal, ob sexistische Arschlöcher mir zuhören!
seit Jahrtausenden unterjochen, vergewaltigen, ermorden, misshandeln, unterdrücken Männer die Frauen - im privaten und beruflichen Umfeld, aus Gewohnheit, anerzogen, aus religiösen (
) Gründen, zufällig, organisiert…
das ist ein unumstößlicher Fakt!
ob zwei Internetnutzer im MSR-Forum sich daran stören (natürlich sind es Männer) ist absolut belanglos!
sorry - ihr mögt ehrenwerte Zeitgenossen sein - eure Einlassungen hier sind so stereotyp, dass es weh tut!
und die Zustimmung zu deinem Beitrag kommt aus der erwartbaren Ecke… ![]()
Gnothi seauton …
(für alle Nicht- Griechen: erkenne Dich selbst)
Ein wenig Gas wegzunehmen wäre der (deiner?) Sache dienlicher als hier den pauschalen Rundumschlag auszupacken und auf alles einzuhauen was irgendwie männlich ausschaut.
Mach dich mal locker.
Ich würde unterscheiden zwischen dem Phänomen/Problem und der Ausdrucksweise. Das Problem gibt es. @anon49020724 hat vor Wochen auf diesen symptomatischen Fall hingewiesen. Die Prozessreportage, die ich hier verlinke, zeigt: es sind ganz normale Männer, die sich überhaupt nicht klarmachen, was sie da tun. Bevor es zum Prozess kam, hatten sie großteils nicht das geringste Unrechtsbewusstsein.
Frauen sind i.d.R. auch keine Heiligen. Auch ich habe aus ihrer Richtung einiges erlebt, das mir nicht gefallen konnte. Allerdings wusste ich auch durch die Bank, was diese Frauen selbst erlebt hatten. Das hat mich in meinem Urteil milde gestimmt. Klar ist - über das Geschlechterthema hinaus -, dass Opfer zu Tätern werden können; das ist dem Phänomen der Gewalt - sei es physische oder psychische - immanent.
Die Ausdrucksweise von @anon49020724 ist drastisch und kann irritieren. Meine viel zu früh verstorbene Frau neigte besonders in jungen Jahren, als sich noch nicht abzeichnete, dass wir einmal ein Paar sein würden, auch zu einer solchen, bei zudem häufig wechselndem Urteil, sowohl über Männer als auch über Frauen. Mir alles aufgrund meiner Sozialisation reichlich fremd. Irgendwann sagte ich ihr damals: „Für dich gibt es zwei Kategorien von Menschen. Die einen sind in deiner Sprache ‚totale Arschlöcher‘, die anderen ‚manchmal ziemliche Arschlöcher‘. Mein Vorzug ist es, zu letzterer Gruppe zu gehören.“ Das fanden wir beide ziemlich lustig. Mit solchen Verbalausbrüchen und eindimensionalen Urteilen konnte sie, obwohl ansonsten recht beliebt und auch alles andere als undifferenziert in ihrer Wahrnehmung, schon irritieren. Es gibt eben Menschen, die, häufig mit biographischem Hintergrund, zu solcher Ausdrucksweise neigen. Gelegentlicher Gegenwind (incl. Löschungen
) ist damit natürlich garantiert. Ich plädiere dafür, sich dennoch auf den inhaltlichen Kern der Aussagen zu konzentrieren.
ich haue auf Täter drauf und alle, die (erwartbar) relativieren!
sei kein Täter - dann brauchst du dich nicht angesprochen fühlen!
das man so etwas überhaupt diskutieren muss zeigt, wie tief und fest das alles in (uns) Männern verankert ist!
Nein, du haust pauschal um dich.
Dein Problem liegt irgendwo tief in dir selber.
Passt vielleicht nicht ganz zum Thread an sich, aber zur laufenden Diskussion.
Die Tatsache, dass Frauen von Männern diskriminiert, bedroht gar getötet werden sollte unumstritten sein.
Mit den Fingern auf die jeweils anderen zu zeigen hilft aus meiner Sicht wenig bis nichts.
Die Missstände aufzuzeigen und auch männliche Denkweisen zu hinterfragen ist dabei aber unerlässlich.
Aber wie in jeder Diskussion gibt es immer Beiträge die nicht ganz zielgerichtet sind. Das sagt über die Notwendigkeit der Diskussion jedoch nichts aus.
Schon das ist nicht richtig: Es gab überall auf der Welt auch Matriarchate.
Wir hier im Westen leben ohne Zweifel seit mindestens dem Abzug der alten Römer in einem Patriarchat, das jederzeit von Kirche und Krone gestützt worden ist: Soweit gehe ich mit.
Wie schon gesagt, Diskriminierung verurteile auch ich.
Dass Du aber härter als die meisten Feministinnen gegen die meisten Männer schießt, kann ich nicht nachvollziehen. Dein folgender Passus hier geht weit über das hinaus, was ich noch als fairen und ausgewogenen Beitrag lesen kann:
Blockzitat der Großteil von uns Männern ist ein zutiefst verklemmter, egoistischer, machtbesessner, verunsicherter, sexistischer Kackhaufen, der niemals akzeptieren wird, das Frauen auf Augenhöhe und professionell entsexualisiert betrachtet werden!
Selbst wenn Du mit „Großteil“ Recht hättest: Glaubst Du denn, dass ein Großteil der Frauen uns Männer „professionell entsexualisiert“ betrachtet? Ich nicht.
Deinen Punkt mit der Augenhöhe würde ich dagegen sofort unterschreiben.
Ich weiß ja nicht, was Dich bei diesem Thema so triggert. Ist auch nicht mein Zuständigkeitsbereich. Nur mit diesen pauschalen Verurteilungen und dieser Verve wirst Du die Wenigsten überzeugen - und darum geht es Dir ja auch, oder?
Ich habe überhaupt kein Problem mit drastischer Ausdrucksweise, und selbstverständlich existiert das Problem.
Woran ich mich störe, ist die sachfremde Pauschalisierung: ich zitiere zur Sicherheit wörtlich:
Unter dem „Großteil“ verstehe ich irgendwas zwischen 70 und 90% … und das ist dann einfach ein unberechtigter Pauschalverdacht, der bei der Diskussion nicht weiterhilft.
Denn:
Völlig d’accord. Aber halt immer am konkreten Fall. Wenn man alle unter Generalverdacht stellt, verliert man schnell die Unterstützung der Gutwilligen. Und das ist dann kontraproduktiv.