Der finanzielle Erfolg ist auch nicht so eng an den sportlichen gebunden.
Das ist nicht korrekt.
Wenn du geschlossene Ligen toll findest… so ganz ohne Ab- und Aufstiege.
Wie soll ein Draft System europaweit funktionieren? Zumal mit EU-Recht?!
Ich möchte in der Bundesliga keine Franchise Mannschaften!
Noch dazu gibt es in den ganzen US Sportarten keine internationalen Wettbewerbe… es gibt eine NFL, eine NBA, eine NHL!
Das amerikanische Sportsystem ist das was einige europäische Spitzenteams haben möchten: eine Superleague. Auf wieviel Liebe die gestoßen ist haben wir erlebt
Was die Hauptmotivation an einem geschlossenen Wettbewerb mit Salary/Budget Cap ist. Deswegen hat das auch die Formel 1 gemacht. Deswegen hat der europäische Basketball eine Super League gegründet, etc.
Die Unterscheidung Salary Cap vs. Budget Cap ist genau richtig. Die UEFA macht das im Prinzip schon — Squad Cost Rule, 70% der Einnahmen als Obergrenze für Kaderkosten. Premier League ab nächster Saison ähnlich mit 85%.
Das Ding ist nur: Solange das ein relativer Cap bleibt (Prozentsatz vom eigenen Umsatz), ändert sich an der Dominanz der Großen wenig. United darf dann halt 4,5x so viel ausgeben wie ein Aufsteiger — völlig legal. Ein absoluter Cap (gleicher Betrag für alle) wurde in der PL gerade abgelehnt.
Die Formel 1 zeigt übrigens auch die Grenzen: Trotz Cost Cap dominieren die großen Teams weiter, weil der Cap hoch genug angesetzt ist und genug Ausnahmen existiert. Die Schlupflöcher muss man gar nicht suchen. Das System selbst ist so gebaut, dass Umsatzvorsprung = Kadervorsprung bleibt
Klar ist: Das langjährige Macher-Duo Rummenigge/Hoeneß sieht auch den eigenen Verein in Schieflage geraten. Rummenigge erklärt: „Franz Beckenbauer sagte immer: Erfolg ist entscheidend, muss aber stets auf einer soliden Grundlage stehen. Irgendwann ist der FC Bayern von diesem Weg abgekommen und hat zu viel in Gehälter und Provisionen für Berater investiert, aber wir arbeiten bereits daran, das zu korrigieren.“
(…)
Bedauerlicherweise „haben vor allem deutsche Gerichte eine Obergrenze für Provisionen vorerst gekippt.“ Generell zeige sich auch die Politik zurückhaltend, da der freie Wettbewerb bevorzugt werde: „Aber auch in Brüssel sollte man erkennen, dass die Ausgaben im Fußball alle Grenzen überschritten haben.“ *
![]()
#…>EinWeiterer(…Energet!scherRespektiveInvest!tions-freudiger!?)Hilfe-schrei/…Finger-zeig(…GenBöseBerater/…BRÜSSEL)Statt(…Ausgaben-/…Gehälter-korrigierende-reRespektiveWaste..äh..WinNow-über-arbeitete)Selbst-hilfe_oderWirklichDasGrößte(…OderEherDasEinfachstZuBeantwortende/…-spielende?)ProblemDesFCBs?
(…
)
(…
/
)
Völlig richtig…danke Dir! Habe es korrigiert ![]()
Selbst wenn es einen perfekten Cap gäbe, der sämtliche Standortvorteile ausgleicht, würde es wohl immer eine gewisse Dominanz geben, da gute Leute gute Leute anziehen. Hätten Bayern und Dortmund das selbe Budget, wären die Städte gleichwertig, etc. würde Musiala trotzdem lieber unter Kompany als unter Kovac spielen. Olise würde dann lieber mit Musiala als mit Beier spielen. Und ebenso will ein guter Renningenieur Max Verstappen begleiten und nicht einen Colapinto.
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass die Differenz so klein gehalten wird, dass schlechte Arbeit betraft wird. Um bei dem Beispiel zu bleiben: Man sieht es aktuell bei Red Bull. Da gab es interne Streitigkeiten und diese haben das Team ins Mittelfeld geschickt. Umgekehrt konnte sich mit McLaren ein Team durch konstant gute Arbeit über viele Jahre wieder nach oben arbeiten.
Der FC Bayern ist mittlerweile an einem Punkt, wo er quasi alles machen kann und sich dennoch garantiert für die CL qualifizieren wird. Das Chaos mit Kahn und Brazzo hat uns vielleicht ein paar DFB-Pokal-Finals gekostet. Das war es dann aber auch. Ein Budget Cap könnte diesen Umstand tatsächlich ändern. Er könnte den Abstand zumindest so weit reduzieren, dass man für schlechte Jahre auch mal bestraft wird. Ich denke, mehr wollen die meisten Leute auch gar nicht. Es ist diese Unantastbarkeit, die nervt, nicht dass es bessere und schlechtere Teams gibt.
Die Formel 1 schafft es aktuell gut. Der Cap ist hoch genug, dass die großen Teams gute Chancen haben, sich oben zu halten, aber niedrig genug, dass sie sich nicht auf die faule Haut legen können. Das ist das Konzept des US-Sports: Eine Illusion der sportlichen Fairness. Denn mit dieser verdienen auch die Top-Teams noch mehr Geld.
Volle Zustimmung. Vor allem der F1-Vergleich mit McLaren ist stark — zeigt genau, was ein Cap bewirken kann.
Nicht Gleichmacherei, sondern dass der Weg zurück nach oben möglich ist und der Weg nach unten wehtut.
Eine Sache noch zum Thema gute Leute ziehen gute Leute an.
Das stimmt, aber ohne Cap ist das ein sich selbst verstärkender Effekt ohne Obergrenze. Mit Cap muss man wählen. Red Bull konnte Newey nicht halten UND gleichzeitig das halbe Team neu aufstellen. Bayern könnte sich aktuell beides leisten — und genau das macht den Unterschied zwischen spannend und vorhersehbar.
Bezüglich US-Sport. Die Illusion der Fairness ist real, aber die Konsequenzen für Missmanagement sind es auch. Die Lakers waren jahrelang irrelevant trotz des größten Marktes. Im Fußball undenkbar. Bayern in München oder Real in Madrid werden nie wirklich irrelevant, egal wie schlecht die Führung ist. Ein Cap, der genau das ermöglicht, wäre schon ein riesiger Gewinn für den Sport.
Noch eine Ergänzung zum US-System. Die versuchen doch auch gnadenlos mehr Einnahmen zu generieren, durch mehr Spiele, mehr Teams, verteilte Spieltage, Expansion in andere Märkte. Ist ja kein Zufall, dass die NFL in Deutschland und anderen Ländern Spiele austrägt.
Der einzige Unterschied zum europäischen Profisport ist eigtl, dass dort aufgrund des Salary-Caps die Eigentümermilliardäre einen großen Anteil des Kuchens abgreifen, während bei uns das ganze Geld letztlich bei den Spielern und deren Beratern landet. Bringt uns ja zB nichts wenn wir viel Gewinn machen, an wennsollte es auch ausgeschüttet werden. Entweder es wird in den Kader, den Nachwuchs oder Infrastruktur investiert.
Ist es wirklich reine Illusion?
Sie gehen ja sogar noch wesentlich weiter als nur Budget Cap: Dass man mit schlechter Ligaplatzierung sogar noch bessere Draws aus dem College Football bekommt - das ist doch schon auch nochmal riesiger Faktor?
Und klar, kurzfristig zementiert ein Superstar wie Brady trotzdem vieles - aber halt nur solange sie ihn halten können…
Eben das bestätigt doch die Illusion. Da MUSS ein (womöglich) neuer „Superstar“ für ne absolute Gurkentruppe spielen. Ich möchte nicht wissen wieviele Talente so schon verbrannt wurden.
Dann komm noch dazu, dass Teams absichtlich verlieren um im besten Fall den ersten Pick beim Draft zu bekommen.
Und sind wir mal ehrlich… Landen nicht trotzdem immer wieder die selben Teams in den Playoffs? Die eigentliche „Spannung“ entsteht doch nur wegen der KO-Runden. Aber so wird halt nicht das beste Team am Ende Meister sondern das welches das einfachste Los oder im entscheidenden Moment die beste Form oder das Glück auf seiner Seite hatte.
Solche Wettbewerbe haben wir im Fußball schon: nennt sich nationaler Pokal und Europapokal
Finde ich nicht so dramatisch ehrlich gesagt - wir haben einen Alaba zB auch erstmal nach Hoffenheim geschickt ![]()
Und klar, ist das auch ein gewisses Risiko und wird ja beim Thema Jugendförderung auch hier in der Kurve oft kontrovers diskutiert. Aber wer wirklich ein angehender Superstar, der sollte sich eigentlich schon überall bewähren schaffen. Die Konkurrenz ist dort ja dafür nicht so stark und es ist leichter überhaupt zum Spielen zu kommen ebenso wie dann dort positiv aufzufallen.
Dass das System auch gravierende Probleme hat, wie leider jedes System, dafür ist das mit dem absichtlichen Verlieren aber natürlich in der Tat ein schönes Beispiel, völlig richtig.
Das sog. „Tanking“ ist ein großes Problem im US-Sport.
In der NBA z.B. ist die „regular season“ teilweise ungenießbar.
Gründe dafür sind u.a. die exorbitant vielen Spiele (82 Spiele pro Team VOR den Playoffs) und das Tanking (absichtliches Verlieren für bessere Draftpicks).
Das stimmt natürlich. Es gibt nichts, was nicht auch Nachteile mit sich bringt.
Aber auch im Fußball gibt es viele Spiele in den Top Ligen die teilweise ungenießbar sind.
Da brauchst du gar nicht „tanken“ ![]()
Beim Football klappt die Mischung schon ganz gut. Finale Seattle gegen New England. Beide Teams im Vorjahr nicht in den Play-Offs.
Generell haben von 32 Teams nur 2 Teams in den 2020er Jahren kein Play-Off-Spiel bestritten. Es klappt also schon mit der Durchlässigkeit.
Für frühe Picks im Draft kann es schon hart werden im ersten Jahr, aber man sieht auch immer wieder, wie extrem talentierte Spieler auch schnell einschlagen und ihre Teams schnell auf ein höheres Level hieven.
Kalle im Interview.
„Es ist ja bekannt, dass er eine Ausstiegsklausel hatte. Die hat er nicht gezogen und damit signalisiert, dass er auf jeden Fall in München bleibt. Und jetzt werden die zuständigen Verantwortlichen im operativen Bereich - so ist das besprochen - irgendwann nach der Saison Gespräche mit ihm führen.“
Viel später sollte es dann wirklich nicht sein.
"Rummenigge äußert in dem Interview zudem höchste Wertschätzung für den aktuellen Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (58), der im Mai 2023 Oliver Kahn nachfolgte. „Im Nachhinein muss man sagen, man hätte ihn von Anfang an als meinen Nachfolger installieren sollen“, sagte Rummenigge. Über viele Jahre hatte er mit Finanzfachmann Dreesen im Vorstand zusammengearbeitet.
Dreesens Vertrag läuft in einem Jahr aus, die Zeichen stehen aber längst auf Verlängerung. „Der Verein darf sich jetzt wieder glücklich schätzen. Jan hat in den letzten zwei Jahren auch extrem an den Finanzen gearbeitet, denn wir waren bei der Payroll auf dem völlig falschen Weg - und sind jetzt wieder auf dem richtigen. Dazu ist in den Verein auch dank ihm wieder Ruhe eingekehrt.“
Lobeshymne für Dreesen.
"Müller, der seit seinem Abschied von den Bayern in der Major League Soccer (USA) für die Vancouver Whitecaps spielt, könnte nach dem Ende seiner Fußballkarriere die Chance erhalten, in anderer Funktion für die Münchner zu arbeiten. Zuletzt wollte der 36-Jährige ein Engagement zumindest nicht ausschließen. „Was seine Zukunft betrifft, muss er sich darüber im Klaren sein, was er will“, so Rummenigge. Eine Entscheidung müsse „einfach bei ihm reifen“.
Eine Aufgabe beim Rekordmeister sei allerdings „unglaublich anspruchsvoll. Diesen Job kann nur machen, wer bereit ist, 24/7 zu arbeiten“, sagte Aufsichtsratsmitglied Rummenigge: „Jeder, der glaubt, man kann das so nebenbei machen, mal zwischendurch ein paar Interviews geben und praktisch nur durch Kommunikation die Dinge bewältigen, der liegt völlig falsch.“
Zur Zukunft von Müller.
FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge erklärt Michael Olise für unverkäuflich
Das komplette Interview. U.a. zum Doue-Transfer.
"Und Doué?
Den hätten wir gerne verpflichtet, er hätte uns sehr gut zu Gesicht gestanden. Aber er hat sich für Paris entschieden, weil er in seiner französischen Heimat bleiben wollte. Wir werden auch in der Zukunft mal den ein oder anderen Spielern nicht kriegen, weil woanders vielleicht mehr Geld gezahlt wird. Das muss man akzeptieren und ist Teil des Geschäfts. Wie man sieht, können trotzdem sowohl Paris als auch wir sehr ordentlich damit leben.
Der Doué-Transfer scheiterte also nicht an einem Veto des Aufsichtsrats, wie teilweise zu hören und lesen war?
Nein, wer so etwas erzählt, erzählt Märchen. Der Spieler hätte auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis mit Ablöse und Gehalt gut zu uns gepasst."