Kaderplanung: Transfermarkt (Teil 1)

Ich würde den nicht vor die Nase von Pavlovic setzen sondern als Backup für ihn verpflichten. Einfach damit man keine Angst haben muss wenn Kimmich, Goretzka, Laimer, Guerreiro alle ausfallen bzw. auf anderen Positionen spielen müssen.

Ich setz noch einen drauf:

Selbst im Millionengeschäft Fußball, mit allen erdenklichen Integrationsmöglichkeiten, klappt es nur selten…

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Vielleicht tut er das. Aber die Ausgangsfrage war ja, ob es da nicht auch günstigere Spieler geben könnte.
Und das kann man ab einem gewissen Niveau getrost verneinen. Früher, so die Legende, brauchtest du nur an der Copacabana entlangspazieren und ein paar der Jungs die dort kicken mitzunehmen.
Heute nutzen dir, gerade bei einem Verein wie Bayern, auch nur noch die Topspieler oder die Toptalente. Und die sind mittlerweile eben auch richtig teuer.
Die Zahl der Brasilianer hat ja seit Jahren in der BL beständig abgenommen. Eine Zeitlang war das sogar das führende Herkunftsland für BL-Importe. Heute hast du sogar schon mehr Japaner.
Und das kommt sicher nicht daher, dass sich die kulturellen oder klimatischen Faktoren in den letzten Jahren so grundlegend geändert hätten.

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Ein paar sind noch da bzw. neu gekommen. Aber kein Vergleich mehr mit früher.

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Das stimmt, wobei allerdings die klimatischen Bedingungen und die Sprache vermutlich dazu geführt haben, dass die Integration dort etwas leichter fällt. Für viele vielleicht dann auch eine Art „Sprungbrett“ nach Europa…

Ein gestandener Bulispieler, evtl. sogar mit Länderspielen, wird sich nicht wissentlich bei uns auf die Bank setzten um zu schauen wie sich Pavlovic entwickelt.

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Ich hatte das Vergnügen mir Salzburg - Benfica im Stadion anschauen zu dürfen. Da stand auch ein gewisser João Neves auf dem Platz über den es immer wieder lose Spekulation gibt. Es ist kein Wunder, dass Benfica mittlerweile 120 Mio. fix für den möchte… was eine Präsenz mit 19.

Wahnsinnig schneller Antritt mit kleinen Schritten, extrem robust und zweikampfstark für seine verhältnismäßige kleine Körpergröße, sehr stark im Dribbling, feine saubere Pässe und Ballannahme. So komplette Mittelfeldspieler gibt es selten, wenn er sich normal weiterentwickelt, darf sich der nächste Verein freuen der ihn abnimmt. Unsere Vergangenheit mit Supertalent aus Benfica ist jetzt vielleicht nicht die beste aber der Junge im Bayerntrikot wäre ein persönlicher Traum.

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Die zur Zeit stärkste Mannschaft Südamerikas Palmeiras würde ich so ungefähr auf dem Level von Eintracht Frankfurt sehen. Dann gibt es noch zwei, drei Mannschaften in Brasilien, die in der Bundesliga wohl nicht direkt gegen den Abstieg spielen würden. Dann wird die Luft aber schon sehr dünn.

Bei gestandenen Spieler ist die Frage auch, warum sie in Brasilien spielen. Entweder haben sie nicht (mehr) das physische Niveau für eine europäische Topliga oder sie konnten oder wollten sich nicht im Ausland akklimatisieren. Sofortige Verstärkungen für einen Verein wie Bayern sehe ich kaum.

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Vielen Dank für Deine hilfreiche Einschätzung.
Scheinbar habe ich das spielerische Niveau der lateinamerikanischen Ligen überschätzt. Und Deine Gründe, warum brasilianischen Spielern ein Wechsel in die Bundesliga so schwerfällt (schnelleres und intensiveres Spiel in der BL, einfache Verhältnisse, keine Fremdsprachenkenntnisse, Familienverband, Klima usw.), leuchten mir allesamt ein.

Verwunderlich finde ich nur, dass diese Faktoren vermutlich doch in ähnlicher Weise auch für BL-Spieler aus Herkunftsländern wie Japan, Südkorea, Marokko, Guinea (und früher auch Nigeria, Elfenbeinküste, Senegal, Ghana) usw. gelten müssten, die sich kulturell, religiös, klimatisch usw. wahrscheinlich noch stärker von Deutschland unterscheiden als Brasilien.

Und trafen die von Dir genannten Hinderungsgründe nicht auch auf die brasilianischen FCB-Spieler Elber, Lucio, Zé Roberto, Gustavo, Rafinha, Dante, Coutinho sowie den Peruaner Pizarro zu, die den Sprung nach Europa doch ziemlich gut und erfolgreich bewältigt haben? Aber vielleicht sind das ja die von Dir erwähnten Ausnahmen, die mental besonders stark waren.

Ich vermute, dass der Totalreinfall Breno letztlich dafür ausschlaggebend war, dass der FCB die Rekrutierung zumindest junger brasilianischer Talente eingestellt hat.

Vielleicht interessiert Euch die folgende Auflistung der aktuellen BL-Spieler nach Herkunftsland:

Bundesliga Nationalitäten der Spieler | FBref.com

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Natürlich kann es mit südamerikanischen Spielern immer klappen. Bayern stellt aber gleich die Maximalherausforderung dar. Ein Zwischenschritt bei enem kleineren Verein (Leverkusen) oder in Spanien oder Portugal vereinfacht sicherlich die Anpassung. Ausserdem lohnt sich aus Bayernsicht das Risiko oft einfach nicht mehr. Eigentlich können sich bei Bayern nur Ausnahmetalente wirklich entwickeln. Die „Normalen“ brauchen schlicht zuviel Spielzeit um auf das nötige Niveau zu kommen. Spielzeit, die sie bei Bayern nicht bekommen. Die wirklichen Ausnahmetalente sind aber schon richtig, richtig teuer und trotzdem ist der Karriereweg ungewiss (selbst bei den Stars haben viele Vereine sehr viel Geld verbrannt - Stichwort Neymar). Auch bei günstigeren Spielern scheint Qualität und Preis das grosse Risiko einfach nicht mehr aufzuwiegen.

Asiatische Spieler haben in der Regel eine ganz andere Mentalität, Stichwort Selbstdisziplin. Natürlich sind das alles Stereotype und bei jedem Individuum kann es ganz anders ausschauen. Ich glaube es ist aber schon zulässig von kulturellen Tendenzen zu sprechen.

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…und noch seltsamerweise zieht es gerade jene Weltklassespieler aus aller Herren Länder, die schon besonders viel Lebenserfahrung haben, neuerdings geradezu magnetisch an, in Saudi-Arabien „mal eine neue Kultur, Sprache, Religion und klimatische Gegebenheiten kennenzulernen“, um ihren geistigen Horizont zu erweitern und zur Völkerverständigung beizutragen.

Man munkelt, dass die gastfreundlichen Saudis sogar ab und zu ein oder zwei Dollars springen lassen, um den Neuankömmlingen die soziokulturelle Eingewöhnung zu erleichtern - Stichwort „Wertegemeinschaft“!

Auch Unterbringung und Verpflegung der Migranten sollen angeblich nicht gar zu spartanisch sein, und selbst das Benzin ist billig.
SO macht gelungene Integration von ausländischen Gastarbeitern Sinn!

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Zu dem Chalobah-Gerücht:

Der Spieler ist seit 5 Monaten verletzt und würde mit großer Wahrscheinlichkeit auch die 4 Januar-Partien gegen Hoffenheim, Bremen, Union u. Augsburg verpassen. Bayern sollte sich bei der Suche nach Transferkandidaten auf Spieler beschränken, die sofort zu 100% einsatzbereit sind. Alles andere ergibt aufgrund der Kadersituation wenig Sinn.

Chalobah wird sich nach seiner erheblichen Ausfallzeit erstmal wieder langsam zurückkämpfen müssen, bevor er sein Topniveau erreicht. Es ist schlicht der falsche Zeitpunkt um diesen Spieler jetzt zu verpflichten/auszuleihen, auch wenn er im Vakuum betrachtet mMn die Qualität hätte, um ein guter Kaderspieler für den FCB abzugeben.

Außerdem empfände ich es als etwas ernüchternd, falls nun nur die Spieler im Fokus stehen, die Tuchel schon im Sommer wollte. Wo bleibt da der Input von Freund?

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Vielleicht stimmt Freund der Expertise von Tuchel einfach zu und meint auch, das wären die besten Spieler.
Aber bei Chalobah und der Verletzung stimme ich dir. Er wäre aktuell wohl keine wirkliche Verstärkung. Wenn man ihn im Sommer immer noch will, kann man es vielleicht ja dann nochmal versuchen.

(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

Link: https://x.com/fabrizioromano/status/1743005554891530640?s=46&t=cNv7F3teLxOarPcS6Qihcg

(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

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Wenn Araujo sich nicht entscheiden kann, sollten wir ihm die Entscheidung vielleicht abnehmen? :thinking:

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Das kann nur eine Ente sein. Er soll jetzt, überraschend früh wie es heißt, Ende Januar wieder einsatzfähig sein.
Sollte das stimmen, dann hat er sein letztes Spiel vor ca. 8 Monaten gemacht. Bis der halbwegs fit und herangeführt wäre, ist die Saison abgeschlossen.
Da fällt Freund hoffentlich was besseres ein.

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Dier? Das klingt von den Voraussetzungen her zumindest realistisch.

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Gehört ja so etwa in die gleiche Kategorie wie Kehrer. Mal sehen, ob es dieses Mal was wird. Und es bleibt auch die Frage offen, ob dann noch jemand kommt.
Aber wie ich schon bei Kehrer betont habe: Besser ein Spieler als kein Spieler.

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