Joshua Kimmich: Drei Szenarien, die der FC Bayern jetzt durchspielen muss

Vielleicht ist auch schon klar, dass der Spieler geht.

Kann sein. Aber ich glaube, dann hätte man das noch mal anders kommuniziert, deutlich schärfer und endgültiger. Ich erinnere mich da an Ballack, dessen Bayern-Angebot auch offiziell „zurückgezogen“ wurde, um den eigenen gekränkten Stolz etwas wiederherzustellen.

ein zurückgezogenes Angebot ist erstmal nichts anderes, als eine klassische Drohkulisse aufzubauen. Mach jetzt oder das wars. Wie der FC Bayern reagiert, wenn Kimmich heute, nächste Woche oder in vier Wochen sagt: Ich würd doch gerne? Kann niemand prognostizieren. Hier wurde aber nichts rechtlich wirksam gemacht oder so. Der Vertrag wurde einfach in die Schublade gepackt und kann jederzeit wieder rausgeholt werden.

Aber die Drohung müsste doch einen Schritt früher kommen: unterschreib jetzt, sonst ziehen wir unser Angebot zurück. Einfach ein „take it or leave it“. Jetzt sind wir über den Punkt ja anscheinend schon hinaus.

Ich hoffe, dass Du Recht hast, und man später den letzten Entwurf wieder aufnehmen kann. Das wäre dann eigentlich kein Rückzug, sondern ein Einfrieren des Angebots. Aber vielleicht macht sich die erstere Bezeichnung einfach besser in der PR.

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Der Verein sitzt am kürzeren Hebel und kann mMn. keine Drohkulisse aufbauen. Nur dann, wenn man glaubhaft kurz vor Abschluss mit einem Topspieler stünde.

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Es geht doch nicht darum, was ich tun würde oder was Sinn ergeben würde. Der einzige Sinn und Zweck einer solchen Handlung ist: Wir drohen dir jetzt damit, dass du nicht mehr verlängern kannst und entweder entscheidest du dich jetzt für oder gegen uns. Hintergedanke ist die Planbarkeit. Man will JETZT eine Entscheidung und damit will man sie erzwingen. Wenn sie gegen den FC Bayern ist, ist es eben so.

Ob das clever ist? Da kanns verschiedene Ansätze zur Diskussion geben. In jedem Fall wird man jetzt wohl bald Bescheid wissen.

Ich persönlich hätte einen anderen Weg bevorzugt. Selbst wenn die Berichte stimmen, dass Eberl und Hoeneß sich uneinig über eine Deadline waren, ist das Bild, das jetzt nach außen produziert wird, einfach schlecht. Das geht besser, als dass es plötzlich von „sieht gut aus“ zu „kein Angebot mehr“ schwappt.

Was das Angebot anbelangt: Selbstredend wird der FC Bayern ihm die Möglichkeit geben zu verlängern, wenn er sich zeitnah entscheidet. Ob man ihm das Angebot unterbreitet, wenn er sich in vier Wochen entscheidet, ist ein anderes Thema. Da wäre ich schon skeptischer.

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Wie lange soll sich der Verein denn noch von Kimmich hinhalten lassen???

Danke für euer Angebot, ich schau jetzt mal in aller Ruhe, was ich woanders bekomme. Ob ihr planen könnt oder nicht ist mir wurscht. Unruhe in der Crunch Time ist mir auch wurscht…

Soll das der Verein mit sich machen lassen???

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Morgen ist März. In 3 Monaten is die Saison zu Ende. Wenn man nicht erst Ende August eine Notleihe präsentieren möchte dann muss man jetzt klar Schiff machen. Genau wie wir hier alle, müssen die Verantwortlichen eben alle 3 Varianten abwägen. Ach was sage ich ,es ist alles gesagt! Abwarten und Kaffee trinken. Is ja schlimmer als im sommerloch. Wird schon werden.

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Wenn man mal unterstellt, die Formulierung stimmt so, heißt das im wesentlichen:
Bayern hat ab dem Moment wieder 20 Mio/Jahr freie Mittel die sie für irgendeinen anderen Spieler einsetzen können/wollen.
Unterschreibt dieser Mr. X nächste Woche, kann es das für Kimmich gewesen sein. Entweder ist dann gar kein Platz mehr für ihn frei, oder eben zu beträchtlich reduzierten Bezügen.
Solange X noch nicht unterschrieben hat, kann das noch in jede Richtung gehen. Wenn Kimmich dann in vier Wochen sagt, jetzt würde ich aber gerne wieder den alten Entwurf unterzeichnen? Warum nicht? Dann ist es wieder Verhandlungssache.

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Ich sehe es nicht als „Hinhalten“, weil das ein recht bösartiger Vorwurf ist, der dem Spieler unterstellt, er würde dem Verein absichtlich auf der Nase herumtanzen. Es geht hier um einen Menschen, der eine Zukunftsentscheidung treffen muss und diese nicht leichtfertig treffen möchte. Es geht darum, wo er und seine Familie zukünftig leben möchten, was im jeweiligen Land zu beachten wäre, es geht darum, wo seine Kinder später mal zur Schule gehen, ob sie Freunde und Familie zurücklassen wollen. Es geht darum, ob man sich selbst in der Lage sieht, im Ausland zu leben oder nicht. Es geht darum, sich Angebote und Perspektiven einzuholen, es geht auch darum, was seine Familie möchte.

Und dann geht es gleichzeitig darum, wo er den maximalen sportlichen Erfolg haben könnte. Dass der FC Bayern hier in den letzten Jahren eher ein ambivalentes Bild abgegeben hat, ist das eine. Das andere ist, dass gerade die aktuelle Saisonphase andeuten kann, wohin die Reise womöglich mal gehen könnte. Hat er auf diesen Entwicklungsprozess Lust? Wie nah ist man schon dran?

Und das sind nur ein paar Fragen, die das vertragliche noch gar nicht beinhalten. Es mag Menschen geben, die sowas aus dem Bauch heraus entscheiden. Es gibt aber auch Menschen, die sich viele Gedanken machen und diese Entscheidung wohlüberlegt treffen wollen.

Demgegenüber steht das Interesse des Vereins, die Entscheidung lieber gestern als heute zu haben, um planen zu können. Ist ja vollkommen klar. Beide Seiten sind legitim. Der FC Bayern – und hier wohl konkret Eberl – hat sich dazu entschieden, keine Deadline zu setzen und darauf zu vertrauen, dass das ohne Rahmen bald über die Bühne gehen könnte. Damit hat man Kimmich den Spielraum zum Nachdenken gegeben. Das war eine offenbar bewusste Entscheidung.

Das gilt es insbesondere von außen zu respektieren finde ich und gleichzeitig wird man intern möglichst viel dafür tun, bis spätestens April Klarheit zu haben. Mindestens mal in Form von einer grundsätzlichen Einigung. Wann dann die Unterschrift folgt, ist ja egal.

Kimmichs Zeit beim FC Bayern war nicht nur durch Höhen geprägt, sondern auch durch einige Tiefen, in denen er vom Klub nicht die Unterstützung bekam, die er sich gewünscht hatte. Auch das spielt eine Rolle.

Und gleichzeitig fordern vor allem die Fans (zu Recht), dass er sich auf den Fußball fokussiert und dort Leistung bringt. Während er quasi nur unterwegs ist, ständig reist, Termine wahrnimmt und eben Spiele absolviert. Das engt den Rahmen zum intensiven Nachdenken schon enorm ein.

Es gibt sicherlich einen Interessenkonflikt zwischen beiden Seiten, wenn es um den Zeitpunkt geht. Aber bisher habe ich das, was man über die Verhandlungen weiß, als durchaus respektvoll und offen miteinander wahrgenommen und nicht, dass irgendjemand irgendjemanden hinhält.

Es gibt auf der Welt auch noch mehr als den FC Bayern. Sich damit zu beschäftigen, ist absolut okay. Bald wird man sicherlich eine Entscheidung brauchen, aber das liegt dann auch im Interesse des Spielers.

Ich sehe es viel entspannter als einige von euch. Denn wenn er wirklich geht, wird es ohnehin unmöglich einen 1:1-Ersatz zu verpflichten. Dann wird es darum gehen zu evaluieren, wie man die vorhandenen Spieler bestmöglich einsetzt und wen es auf dem Markt noch gibt, um etwaige Umstellungen oder Systemänderungen zu stützen. Der FC Bayern hat hier sogar eine Luxussituation. Wann kommt es schon mal vor, dass man für einen womöglich wegbrechenden Top-Spieler gleich zwei junge Spieler in der Hinterhand hat, wovon einer schon recht hohes Niveau nachgewiesen hat und der andere ab kommenden Sommer entsprechende Schritte gehen kann? Genau genommen ist man dem Kimmich-Thema mit dem Bischof-Transfer sogar schon etwas zuvorgekommen, was zusätzlich etwas Ruhe schaffen darf und muss. Unabhängig davon, ob man dann trotzdem noch Bedarf sieht.

Und auch beim Thema Unruhe bin ich entspannt. Denn die nehme ich trotz des Hin und Hers nur bei manchen Fans wahr, nicht aber im Team oder im Klub. Unruhe ist nicht selten ein Konstrukt, das herausgeholt wird, wenn es nicht läuft. Es liegt ja an der Mannschaft selbst, das zu verhindern, indem man erfolgreich ist. Dafür wird der Vertrag von Kimmich aber keine Rolle spielen, sondern der Umgang der Beteiligten mit der Situation. Ob Journalist X jetzt eine Frage mehr oder weniger zu Kimmich stellt und ob es einen Artikel mehr oder weniger gibt, ist nun wirklich egal.

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Und bei all dem muss man dann noch zusätzlich beachten, dass Kimmich zwar Menschen um sich herum hat, die ihn beraten, er die Verhandlungen aber selbst führt. Mit einem Agenten ginge es vielleicht schneller.

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Wie ist diese Nachricht von der angeblichen Deadline eigentlich an die Öffentlichkeit gelangt? Ich halte es für hochgradig unplausibel, dass der FC Bayern Joshua Kimmich eine Deadline setzt nach dem Motto: Entweder du entscheidest dich bis da und dahin für uns oder du kannst gehen. So verhält sich doch kein normaler Verhandlungspartner gegenüber einem Kontrahenten in Vertragsgesprächen, mit dem man seit mehr als einem Jahrzehnt in einem vertrauensvollen, reibungslosen und für beide Seiten ergiebigen Arbeitsverhältnis verbunden ist. Ich halte dieses Ereignis für höchst unwahrscheinlich. Gibt es dafür wirklich belastbare Evidenz?

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So ist es. Ein Zubiamendi sagt wahrscheinlich auch „wenn ich jetzt die Treppe hochgehe und sage ich will zu Bayern, wars das für mich in San Sebastian. Und ehe ich das mache will ich von euch die Garantie, dass wir es auch definitiv durchziehen.“

Von daher glaube ich, dass das Angebot für Kimmich jetzt nur in der Schublade des Schreibtisch liegt.

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ist bei den „Tiefen“ von Kimmichs Bayernzeit die Corona Sache gemeint? Oder gabs da noch was anders?

Zu 100% verstehe ich deinen Post nicht.

Natürlich ist das eine komplexe Entscheidung mit wichtigen Kriterien wie Familie etc.

Aber wenn er sich bis Ende Februar nicht entscheidet, warum sollte er bis Ende April ?

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Das Problemchen ist aber hausgemacht. Von Brazzo. Wir würden ja nicht solche Probleme mit Verlängerungen haben, wenn wir das Gehaltsniveau in den letzten Jahren nicht so extrem nach oben geschraubt haben - und das auch für eher mittelmäßige Spieler (Hernandez). Und das braucht eben Zeit, um das wieder einzufangen. Ich vermute, dass wir uns viel leichter damit tun würden, Verträge zu verlängern oder Transfers mit Ablöse zu generieren, wenn wir beispielsweise Sané halt 10-12 Mio Jahresgehalt zahlen würden. So sitzen die Spieler halt ihre Verträge aus (wie Sarr), weil sie eben der Vertrag ihres Lebens bei uns abgeschlossen haben. Dummerweise braucht es eben Zeit, das abzuarbeiten, weil die Verträge nunmal ein paar Jahre laufen. 2026/27 ist das dann hoffentlich deutlich besser.

Was passieren kann, wenn man „schnell“ und „leicht (weil teuer)“ verlängert, zeigen uns die Beispiele Gnabry usw. „Unverkäuflichkeit“ Inklusive.

Alaba und Kroos wurden mMn vom Verein unterschätzt, die wollte man „klein“ halten. Verpokert würde ich sagen.

Damit der Fehler nicht nochmal passiert, wurden dann Gnabry und Co „zugeschissen“ mit geld. Mit allen Problemen, die damit einhergehen.

Bei Leverkusen wurde gesagt, das die Kollegen akzeptieren würden, das er, und auch nur er, bei einer verlängerung absolutes Spitzengehalt bekommt. (ob das stimmt, weiß ich nicht) Weil die anderen einsehen, das er der Beste ist und das Geld verdient.

Bei uns verdienen Etliche, Für die BL und teilweise Europa, Spitzngehälter, bei meistens bestenfalls durchschnittlichen Leistungen.

Kein wunder, das dann ein zB Kimmich sagt: wenn zB Coman 20 mio bekommt- jedes Jahr 6 Monate verletzt , 3 Monate in der Rehaphase und 1,5 Monate im Urlaub ist ( :wink: ) dann sind 22 Mio für mich, der 2 Spiele im Jahr fehlt (eines davon durch Gelb Sperre) eigentlich lächerlich wenig…

Könnte ich mir zumindest so vorstellen.

Und das ist eben die Krux bei diesen ganzen Verhandlungen.
Hätten wir zB Gnabry für Lau verloren, wäre das Geschrei groß gewesen- heute würden wir (wahrscheinlich) Geld zahlen, wenn er weg wäre…

Sehe ich auch so. Viele dieser Fragen sind ja Grundsatzfragen und nicht ‘gegen’ den FCB (will man ins Ausland, was passiert mit Familie etc.). Das muss man sich doch überlegen BEVOR es in die Verhandlungen geht und nicht erst kurz vorm potenziellen Umzug.

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Die Qualität der Informationen aus dem Verein ist immer die Frage.
Ich gehe davon aus, dass einfach das Angebot abgelaufen ist. Ist bei mir auf der Arbeit genauso: der Kunde bekommt das Angebot zugeschickt und darauf ist ein Datum, wie lange das gültig ist. Wenn er nicht rechtzeitig unterzeichnet, schaue ich warum und änder das ggf. ab mit einem neuem Datum und schicke es nochmal. Oder die Details geändert werden, was ich hier aber als unwahrscheinlich ansehe.
Ich weiß natürlich nicht, wie das intern funktioniert beim FC Bayern, aber ich gehe davon aus, das das so in etwa passieren wird und sehe da nicht das Riesen Drama bei der Sache. Die Medien nehmen sowas gerne an, ich sehe das bei der Arbeit regelmäßig

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Weil Ende April nicht Ende Februar ist.

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