Mal eine andere Perspektive auf Fußball - nämlich eine linguistische.
https://x.com/fussballinguist/status/1793720277647688047?t=c6jrIqXqnA7DroJa6MU_UA&s=19
Seine linguistischen Beiträge auf Linguistik-tok sind meistens recht gut ![]()
Mal eine andere Perspektive auf Fußball - nämlich eine linguistische.
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Vor drei Jahren brachte spielverlagerung.de eine Reihe von Podcasts mit ihm heraus. Martin Rafelt und Tobias Escher diskutierten mit ihm in jeder Folge über die Bedeutung einer gängigen Fußballphrase unter der Überschrift „Die Phrasendrescher“, z.B. „optisches Übergewicht“ oder „100 %ige Chance“. Zu finden dort unter „Autoren → Tobias Escher“. Aufschlussreich und unterhaltsam.
Kein echter Buchtipp, weil es ein Interview mit Frank Goosen zu seinem Buch „Spiel ab!“ von Februar 2023 ist - aber wer etwa 30 Minuten seiner Lebenszeit „investieren“ möchte, dem kann ich nur wärmstens das folgende Interview empfehlen: (ich komme zwar nicht direkt aus dem Ruhrgebiet, aber quasi von „nebenan“ und kann sehr vieles nachvollziehen) :
Edit: sehe gerade, dass @cheffe schon etwas dazu geschrieben hat - kann ich nur zustimmen.
Tobi Escher hat ein neues Buch draußen, das ich nur empfehlen kann:
DIE WELTMEISTER VON BERN - Biografie einer Jahrhundertmannschaft
Erschienen bei Rowohlt.
Diesmal nicht nur für Taktik-Nerds, sondern fast ein Geschichtsbuch. Die Kapitel lauten:
Das macht schon klar: hier geht es nicht nur um die WM '54, auch nicht nur um Sportliches, und ganz bestimmt nicht nur um Helmut Rahn, der aus dem Hintergrund schießen müsste.
Tolles Buch!
https://x.com/arete_verlag/status/1843665952371814631
„Heute kam die Klaus Augenthaler-Biografie aus der Druckerei. Jetzt haben wir „Auges“, soweit das Auge reicht.“
Auges Biografie kommt in den Handel.
Ich weiß nicht, ob man dazu nein sagen kann. ![]()
Auf keinen Fall! Alleine deswegen, weil Auge einer der paar Spieler war, weswegen ich einst als Bub Bayernfan wurde! ![]()
Ein Klassiker: Peter Handke’s „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“, sehr lesenswert!
Ziemlich gutes Buch! Um Fußball gehts da aber eher am Rande. ![]()
Ja schon. Allein der Satz als Buchtitel ist doch schon super
Ich stelle hier mal eine Rezension rein, die ich vor 11 Jahren über Ronald Rengs „Spieltage - Die andere Geschichte der Bundesliga“ verfasste; das Buch behandelt die Geschichte von Heinz Höher. Als Spieler war er am Sensationserfolg des Regionalligisten (damals direkt unter der Bundesliga) VfL Bochum gegen die Bayern im Pokalhalbfinale 1968 beteiligt (im Video der Blonde mit der 9; Cajkovski extrem sympathisch. Der andere Interviewpartner war Kölns Stürmer Löhr). Später war er - und davon handelt das Buch hauptsächlich - Trainer in Bochum und Nürnberg.
Ein Buch, das die Tragik eines - wenn auch nicht herausragenden, so doch charakteristischen - Protagonisten der Traumfabrik „Fußball“ auf bewegende, weil nicht penetrante Weise aufscheinen lässt. Die bei der Lektüre aufkommende Trauer erinnert an ein anderes Buch zum gleichen Thema: den vor knapp 50 Jahren erschienenen Roman „Der Profi“ des britischen Autors Brian Glanville. Was dessen fiktive Hauptfigur Gerry Logan mit dem realen Heinz Höher bei Ronald Reng verbindet, ist die Mischung aus großem, wenngleich vielleicht nicht überragendem Talent und den Schwächen eines Menschen, der an den Versuchungen der Traumfabrik zu zerbrechen droht. Was die beiden trennt: der eine redet - darin manchem bekannten Heroen nicht unähnlich -
zu viel, der andere - Heinz Höher - des öfteren zu wenig. Beide Werke zeichnet eine große Sympathie des Autors für seinen „Helden“ aus, ohne ihn zu glorifizieren oder seine Schwächen zu kaschieren. Soweit man am Fußballgeschehen Anteil nimmt, kann einen schon nachdenklich machen, welche Last an Erwartungen die Akteure tragen.
Interessant ist auf jeden Fall der zeitliche Abstand zwischen beiden Veröffentlichungen. In England und Italien, den Schauplätzen des Romans, war die Entwicklung des Profifußballs eben derjenigen in Deutschland um Längen voraus. Glanville war übrigens derjenige, der sich bei der Europameisterschaft 1972 und der Weltmeisterschaft 1974 mit prononcierten Äußerungen zum DFB-Team hervortat. 1972 meinte er vor dem Finale gegen die UdSSR, eine Niederlage des deutschen Teams würde die Qualität des internationalen Fußballs für viele Jahre sehr negativ beeinflussen. Vor dem 74er Finale gegen die Niederlande wünschte er diesem Team den Sieg, allerdings - wenn ich mich recht entsinne - ohne für einen anderen Ausgang eine ähnlich düstere Prognose wie 2 Jahre zuvor zu stellen.
Zu Reng und speziell Spieltage habe ich mich schon einmal geäußert.
Mittlerweile habe ich auch Der große Traum gelesen. Über 3 Jungs, die Profis werden wollen - einer von Ihnen ist Marius Wolf. Auch nur zu empfehlen.
Hat von euch jemand das Buch von Augenthaler gelesen? Die Bewertung und Empfehlung von @Sophia habe ich bereits gelesen.
Neben den Musik-Faves hätte ich auch noch zwei Bücher in meiner Jahres-Empfehlung:
Belletristik
Miranda July AUF ALLEN VIEREN
Der Hype war mal berechtigt! Das Allround-Genie Miranda liefert den Roman des Jahres:
Extrem witzig, weise und lehrreich (zumindest ich verstehe Frauen jetzt noch besser als vorher schon. Nicht.
)
Ohne Scherz: Lesen. Sofort.
Sachbuch
Wolfram Eilenberger GEISTER DER GEGENWART
Der dritte Teil der ganz speziellen Philosophie-Geschichte von Ex-Philomag-Chef Eilenberger. Hier nimmt er sich die Beschreibung einer neuen Aufklärung vor, die er anhand der vier Individuen Theodor Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul Feyerabend aufkommen sieht.
Mitreißend geschrieben wie immer, und hinterher ist man doppelt so schlau wie vorher. Versprochen.
Miranda July AUF ALLEN VIEREN muss ein tolles Buch sein. Die Kritiker auf „Perlentaucher“ überschlagen sich fast in ihren Besprechungen.
Ist es.
Wie ich eins weiter oben schrieb: Lesen. At once. ![]()
Inspiriert durch das tolle Interview von @thunder24mh mit Dietrich Schulze-Marmeling fühlte ich mich fast dazu genötigt, mir die „Die Bayern Chronik“ zuzulegen. Was soll man sagen: Das ist ein in jeder Hinsicht umwerfendes Werk! Ein Gewicht von mehr als 6 kg, zwei Bände, in denen einem auf jeder Seite tolle Bilder, Texte und Eindrücke vermittelt werden. Mit einem Hintergrundwissen, das wirklich mehr als beeindruckend ist. Ich bin noch nicht mal ansatzweise durch, aber mehr als schwer begeistert bis hierhin. Meine Empfehlung: unbedingt kaufen (oder schenken lassen zu einem guten Anlass)!
Lange nicht mehr so gelacht wie beim Anhören dieser Mischung aus Gespräch und Lesung. Der in der DDR aufgewachsene Kinder- und Jugendpsychiater und renommierte Autor Jakob Hein liest aus seiner Neuerscheinung „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“. Mit seinem lakonischen Witz und seiner selbstironischen Art macht er sowohl das Gespräch mit einem Literaturredakteur als auch die abschnittweisen Lesungen zu einem großen Vergnügen. Was auch schon für den Plot gilt.
Wahrscheinlich haben es einige schon mitbekommen:
Christoph Kramer hat einen Roman geschrieben. Das Leben fing im Sommer an.
Ja, der Christoph Kramer.
Ich konnte dann doch nicht an mich halten und hab’s mir angetan. Ich war neugierig.
Es ist gar nicht schlimm, wenn Ex-Sportler mit sowas um die Ecke kommen, zumindest solange sie wirklich selber am Werk sind. Natürlich haben nur die wenigsten wirklich Talent, aber nach dem, was ich über das Buch hörte, und weil ich Kramer als Experte im TV wirklich sehr mag (sagt kluge und oft witzige Sachen), dachte ich, probieren wir’s mal - hoffend, dass er seine Eloquenz irgendwie in seine Schreibe einfließen lässt.
Natürlich hab ich nicht erwartet, quasi die männliche Ausgabe von Andrea Petkovic vor mir zu haben; die Petko war ja schon als Tennisspielerin fast noch besser in ihren Interviews als auf dem Platz, hochintelligent, cool, gebildet, belesen. Und ich gehöre zu denen, die sie als Autorin fast - fast - noch besser finden denn als Sportlerin.
Aber zurück zu Christoph Kramer.
Taugt das Buch was?
Hm. Gar nicht leicht zu sagen.
Also, für das, was der Roman sein will, ist er gar nicht so übel. Geht in Richtung Coming-of-Age, verdichtet auf drei Tage, speist sich wohl ziemlich Eins-zu-Eins aus seinen eigenen Erinnerungen und Erlebnissen, nicht umsonst heißt der Protagonist wie der Autor.
Ich merke, dass Kramer schon noch mal ein deutliches Stück jünger ist als ich. Ich finde seinen Ansatz offen und mutig, ohne Angst vor Peinlichkeiten oder Fremdschämen. Das macht ihn - und das Buch - sympathisch.
Kann der Mann schreiben? Nun. Sagen wir mal, nach den üblichen Maßstäben eines Ex-Sportlers ein wenig über Gebühr. Nicht schlecht, aber im Endeffekt schreibt er ein wenig so wie er auch spricht. Da sein Alter Ego 15 Jahre ist, passt das schon. Manchmal zerfasert es etwas und das Lektorat hätte bei manchen Redundanzen vielleicht eingreifen sollen. Aber es ist auch stellenweise witzig und für Menschen, die ähnliches in diesem Alter erlebt haben (also schonmal alle Männer), durchaus anrührend.
Bereue ich es? Nein, passt schon. Ist ja auch schnell durch.
Eine Andrea Petkovic haben wir hier sicher nicht… ![]()
Und ich lese die SPIEGEL-Bestseller-Liste und sehe Christoph Kramer auf Platz 2. (!!!)
Das finde ich dann doch übertrieben
.
Dies gehört m.E. auch hierher.
„Hunger sprach aus den Blicken, die fast schon schmachtend waren, die Erwartung starker männlicher, starker väterlicher Hilfe, und ich entschloß mich, zu tun, worauf sich der Mythos der Männlichkeit gründet, ich entschloß mich, zu schwindeln.“
ich liebe diesen Satz und das Buch ![]()
Auflösung: