Finanzen der FC Bayern AG

Das ist richtig, dabei aber 2 Dinge nicht vergessen: Streaming ist global ein Draufzahl-Geschäft. Das hat nicht unbedingt nur mit Deutschland zu tun. Angebot und Nachfrage ergeben kein wirtschaftliches Modell und hier wird es früher oder später zur Bereinigung kommen.

Zumal - Punkt 2 - wir in Deutschland seit Jahrzehnten ein flächendeckendes Pay-TV fest implementiert haben: ein Großteil der Bevölkerung zahlt über die GEZ für TV-Inhalte, unabhängig von der Höhe der Nutzung. Das ist weltweit recht einmalig und sinkt hierzulande natürlich die Bereitschaft, mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Hinzu kommt die inzwischen extrem unübersichtliche Verteilung der Sport-Angebote aus zahlreichen Kanälen, Devices, Anbietern und Formaten. Das wird sich mMn früher oder später konsolidieren, wie oben geschrieben.

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Ich denke für den FC Bayern ist es gar nicht so schwer. Er braucht die nationale, regionale Identität. Das ist ja das was dem interessierten Zuschauer im Ausland so gefällt. Wir werden im Ausland trotz Musiala und Davies ein Image Problem bekommen, wenn Thomas Müller nicht mehr für Bayern München spielt. Ein schuhplattelnder Bayern Spieler bei dem die Tracht kein Kostüm ist, ist ein identitätsstiftender Botschafter des Vereins regional und gleichzeitig auch global. Diese Dinge kann Dir kein gekaufter Superstar jemals bieten. Es sind solche Typen die den FC Bayern von anderen Klubs unterscheiden.

Es ist natürlich ein Spagat, aber ob der FC Bayern in Deutschland noch populärer wäre, wenn er das Trainingslager wieder in Bonn oder am Tegernsee abhalten würde, bezweifle ich. Die Spieler müssen einfach nahbarer sein. Ein Problem, dass aber nicht neu ist. Durch die extreme Kommerzialisierung sind Fans aber sensibler geworden.

DAZN ist ja kein reiner Streaming Anbieter mehr. Über Sky kann man ja DAZN 1 und 2 via Satellit (wahrscheinlich auch über Kabel) sehen.

Ich bin mir nicht sicher, ob es am Streaming liegt. Sky war nie eine richtige Cash Cow. DAs war ja ein langwieriger Kraftakt bis man das etablieren konnte.

Das ist tatsächlich ein wichtiger Hinweis. Wenn man aber die Gesamtausgaben sieht die ein TV Konsument in England oder Spanien bezahlt um den ganzen Bums zu sehen und in D die GEZ mit einbezieht, dann sind die Konsumenten in anderen Ländern trotzdem bereit für Fußball deutlich mehr Geld zu bezahlen. Ich glaube an diesem Fakt wird sich noch mancher Anbieter die Zähne ausbeißen. Am ehesten sehe ich Möglichkeiten für Amazon, die damit nicht per se Geld verdienen müssen sondern damit ihre anderen Sparten pushen wollen.

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Ja, kann man sicher noch verbessern. Aber ich finde es auch nicht so schlecht. Gerade in der Rubrik „Transferrechte noch im Klub“ liegen wir ja richtiggehend gut.

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@Lerby91: Möglich wär’s. Der Parc de Princes hat eine Kapazität von rund 48.000 Plätzen, davon ca. 4.800 VIP-Seats und -Boxen. Mit diesen ca. 10% der Plätze verdient PSG ca. 50% seiner Spieltagseinnahmen.

In der Saison 21/22 betrugen die Spieltagseinnahmen für PSG €132 Mio. Das heißt, ca. €66 Mio. stammten von ca. 43.000 Plätzen und ca. €66 Mio. von ca. 4.800 Plätzen.

Die Spieltagseinnahmen der Bayern in derselben Saison betrugen ca. €68 Mio. PSG hat also 21/22 mit knapp 5.000 Plätzen im Parc de Princes ungefähr so viel Geld in der Kategorie Spieltagseinnahmen umgesetzt wie der FCB mit seinem gesamten Stadion.

In Anbetracht dieser Zahlen ist die Vermutung, dass einige der PSG VIP-Plätze im Parc de Princes von ganz besonders spendierfreudigen Scheichs aus Katar gemietet werden, vielleicht - möglicherweise, unter Umständen - nicht ganz abwegig…

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Wäre tatsächlich interessant. Wäre ein weiterer der unendlichen Wege Einnahmen zu verschleiern.

Müsste da nicht auch, wie bei Sponsoring Verträgen, geschaut werden, ob es „marktübliche“ Preise sind? Das ist ja alles Irrsinn.

Erinnert sich noch jemand an Sebastian Rudy? Zumindest unsere Buchhaltung tut es.
Kürzlich ging anscheinend die letzte Rate seiner damaligen Ablösesumme bei uns ein.

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Kägi hätte Bock drauf :slight_smile:

Sport und Schoki ist nicht ganz so einfach. Ich glaube das Problem ist, dass hierzulande die Margen sinken im Süßwarenbereich. Dann noch Themen wie Zuckersteuer etc. Ob man da jetzt relativ viel Geld für ein Sponsoring mit einem Fußballklub ausgeben will? Gut, vielleicht macht es Cadbury genau deshalb.

Lindt fände ich super :slight_smile:

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Lindt setzt quasi nur auf Roger Federer und ich wüsste nicht wo Nagelsmann den aufstellen sollte. Kägi ist ziemlich klein und wird wohl kein Sponsoring im Millionenbereich abschliessen, die sind ja nicht Teamviewer. Chocolat Frey hat den hüftsteifen Migroskonzern als Klotz am Bein.

Eine Kooperation mit Nestle sehe ich bei vielen Marken ihrer unendlichen Palette, aber wohl eher nicht bei der Schokolade. Vielleicht könnte Musiala wie einst Beckenbauer bei Knorr sich eine leckere Maggisuppe reinschaufeln. Kommt wohl glaubwürdiger als wenn er zeitnah ebenfalls Werbung für Rasierer macht.

Oder man verbleibt mit Schokoosterhasen der Firma Riegelein.

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Was gut nachvollziehbar ist.
Kägi war ein Witz :wink:

Mondelez könnte was sein. Aber wie geschrieben bezweifle ich im aktuellen Umfeld, dass
ein Hersteller von Schokolade so viel Geld locker hat für ein solches Sponsoring. Also ich meine jetzt nicht mit Cadbury sondern mit Milka.

Die machen es vielleicht gerade darum.

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Also Musiala und Schokolade? Hört sich für mich nach einer perfekten Kombination an. :slightly_smiling_face:

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Nennt mich gerne altmodisch, aber wenn man die Werbung für Qatar kritisiert, dann sollte man vielleicht auch nicht auf Werbung für minderwertige, chemisch angereicherte und industriell hergestellte Lebensmittel setzen: Nestlé und Mondelez sind skrupellose Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich kaum von dem der Tabakindustrie unterscheidet.

Auch Süßigkeiten sind als Werbung im Sport mMn nicht ganz unbedenklich.

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Nestlé mit dem Kauf der Wasserrechte in armen Ländern ist nochmal eine andere Qualität. Die sollte man sich wirklich nicht ins Boot holen.

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Das ist m.E. Quatsch.

Das ist m.E. Quatsch.

Das ist m.E. Quatsch.

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Ne, Musiala muss Werbung für Brezn machen!

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Da der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Hygiene ein eigenes UN-Menschenrecht ist und auch das sechste der 17 UN Sustainable Development Goals sich darauf bezieht, sind Verfügbarkeit und Zugang zu sauberem Wasser weltweit fraglos ein sehr sensibles Thema und jedwede Skepsis gegenüber unmoralischer privatwirtschaftlicher Ausbeutung höchst angebracht. Bezahlen für Menschenrechte? Sounds awfully wrong.

Allerdings möchte ich, nachdem ich mir das Wassergeschäft des Konzerns für drei der besonders umstrittenen Fälle Pakistan, Äthiopien und Südafrika einmal näher angeguckt habe, als advocatus diaboli zugunsten von Nestlé einwenden, dass dort, wo das Unternehmen in diesen Ländern Wasser fördert, abfüllt und verkauft, ansonsten leider fast gar kein sauberes Wasser für die Bevölkerung verfügbar wäre, weil es in der Regel mit Giftstoffen (wie z. B. in Pakistan mit Arsen) kontaminiert und nicht für den Gebrauch als Trinkwasser verwendbar ist - wenn es denn überhaupt Wasser gibt, weil sich die staatlichen Institutionen in den fraglichen Kommunen und Regionen nicht darum kümmern, Brunnen zu bohren, Leitungen zu legen und das Wasser zu reinigen.

Es ist also keineswegs so, als würde Nestlé in diesen Ländern mit seinen Brunnen einfach ansonsten frei verfügbares, sauberes Grundwasser ohne Gegenleistung für die Allgemeinheit abpumpen und damit praktisch der dortigen Bevölkerung auf eine höchst zynische Weise entziehen, sondern dort, wo Nestlé dieses Grundwasser hochpumpt, reinigt und abfüllt, wäre ansonsten, so bitter es ist, für die Bevölkerung oft gar kein Wasser verfügbar, und wenn doch, dann zumindest kein genießbares.

Ich finde somit, vor die Wahl gestellt, ob entweder

a) gar kein oder nur giftiges Trinkwasser kostenfrei für alle;

oder

b) sauberes Trinkwasser, aber dafür im Privatverkauf und bezahlbar nur für einige

wäre b) jederzeit meine präferierte Wahl (zumal in einem funktionierenden Staatswesen Nestlé ja mit seiner Wasserabfüllung auch noch bezahlte Jobs in armen Regionen schafft und auf seinen Umsatz und Gewinn Steuern bezahlt, die der Staat theoretisch für das Bauen eigener Brunnen oder die Reinigung das Trinkwassers aus den bereits verfügbaren einsetzen könnte).

Selbstverständlich wäre es noch besser, wenn der Staat an den Orten, an denen Nestlé seine Brunnen bohrt, seiner ureigensten Pflicht zur Gewährleistung der grundlegenden Daseinsvorsorge seiner Bevölkerung inklusive lückenloser Versorgung mit sauberem Trinkwasser nachkommen würde, das versteht sich von selbst, aber solange das nicht gegeben ist, fällt es mir schwer, Nestlé für seine geschäftlichen Wasser-Praktiken so rundheraus zu verurteilen, wie es die meisten Leute (auch von Euch) auf de ersten Blick wahrscheinlich instinktiv tun würden.

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Und das Palmöl (Nestlé)
Und die Streaming Anbieter (Energieverbrauch)
Die Wettanbieter (Suchtgefahr, kann Menschen in den Ruin treiben)
Die Anbieter von Videospielen (Fettleibigkeit, soziale Vereinsamung)

Gibt es da allgemein gültige Regeln oder macht die jeder für sich, wer dann werben darf für den FC Bayern?

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Nestle würde ich auch ablehnen. Und diese ganze Tipico & Co Scheisse regt mich schon seit Jahren auf. Kann ich nicht verstehen, dass diese Art von Werbung erlaubt ist.

Fand es schon immer peinlich, dass sich Loddar, Kahn und die anderen für so was hergeben

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Wettanbieter finde ich auch immer furchtbar. Nestlé als Megacooperation ist auch irgendwie pervers in seine Geschäftspraktiken, aber nahezu allgegenwärtig.

Und hey! Ich fühle ich hier angegriffen! :joy:

Also legst Du das jetzt fest nach Deinen Massstäben wofür der FC Bayern werben darf oder nicht?
Oder macht es jemand anders hier im Forum? Nestlé Nein, und Unilever oder Modelez?
Tipico Nein, Lotterie Bayern ja?

Die Frage war ernst gemeint. Wer soll das bestimmen oder gibt es da gesellschaftliche Normen? Ist Werbung überhaupt in der heutigen Zeit noch vertretbar? Soll ja den Konsum ankurbeln, dabei sollten wir doch auf Konsum vermehrt verzichten.

Vielleicht ist Profifußball generell nicht mehr zeitgemäss.

Wo fängt man an und wo hört man auf?

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