FC Bayern vor Stadionkauf in Unterhaching: Die perfekte Lösung?

Veröffentlicht unter: FC Bayern Frauen & ihr Stadion: Das Dilemma mit Unterhaching

Seit einiger Zeit stehen die FC Bayern Frauen vor einem Stadionproblem – der Campus ist mittlerweile zu klein geworden und die Allianz Arena ist zu groß. In Unterhaching gibt es ebenfalls ein großes Dilemma. Mehreren Medienberichten zufolge plant der FC Bayern für etwa 7,5 Mio. Euro das Stadion in Unterhaching zu kaufen. Der Sportpark Unterhaching ist die Heimspielstätte der SpVgg Unterhaching und der Munich Ravens (American Football). KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Der Sportpark ist derzeit Eigentum der Gemeinde Unterhaching, diese möchte das Stadion gerne verkaufen. Bisherige Verhandlungen zwischen der Gemeinde und der SpVgg Unterhaching sind…

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Die Thematik Munich Ravens sollte kein so großes Problem darstellen. Die EFL-Saison läuft von Mitte Mai bis Mitte August (+ Playoffs bis Anfang September). Terminliche Überschneidungen sind also nicht in großem Ausmaß zu erwarten.
Wie es mit der EFL weitergeht, steht aktuell ohnehin noch in den Sternen, da in etwa die Hälfte der bisherigen Teams unter dem bisherigen Dachverband nicht mehr weitermachen will.

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auch wenn es im Artikel angesprochen wird, kommt mir in der Diskussion der entscheidende Punkt zu kurz:
wir beabsichtigen, einem anderen Verein einfach so so seine Heimat zu nehmen!
was ist das wieder für eine Überheblichkeit und Arroganz?

wie würden wir uns fühlen, wenn das geschähe?

ich finds unverschämt und hoffe, dass es eine andere Lösung gibt!

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Es ist verständlich, wieso Unterhachinger so fühlen. Aber realistisch gesehen, wird das eher dafür sorgen, dass der FC Bayern der Spielvereinigung ihre Heimat rettet. Die Kommune hat kein Geld, um das Stadion instand zuhalten. Der Verein ist zu klein, um es selber zu kaufen.

Der FC Bayern könnte hingegen Geld in das Stadion stecken, es renovieren, moderne Infrastruktur errichten und damit langfristig auch der Spielvereinigung massiv weiterhelfen. Wichtig ist wohl aber schon, das Projekt so zu gestalten, dass die Unterhachinger sich mitgenommen fühlen.

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Win-win für alle.
Das Schweigen der Hachinger Verantwortlichen ist hier beredt genug. Die wissen auch, was gut für sie ist.

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wir beabsichtigen, einem anderen Verein einfach so so seine Heimat zu nehmen!

Inwiefern die Heimat zu nehmen? Niemand plant doch, die SpVgg rauszuschmeißen. Im Endeffekt würde sich für die nur der Vermieter ändern. Und dass Vereine nicht Eigentümer des eigenen Stadions sind ist eher die Regel als die Ausnahme. Waren wir ja selbst bis zum Einzug in die Allianz Arena nicht. Auch dass das eigene Stadion einem anderen Klub gehört ist jetzt keine komplett außergewöhnliche Situation-siehe unsere Basketballer, deren Stadion Red Bull gehört.

Ich habe auch Verständnis für die Hachinger, aber da weder diese doch recht kleine Gemeinde noch die derzeit sportlich wenig erfolgreiche Spielvereinigung die für den Erhalt des Stadions notwendigen Mittel haben müssen sie eigentlich froh sein. Wenn dort sportlich wieder rosigere Zeiten sind kann man ja wieder neu verhandeln.

Die Auslastung des Stadions sehe ich auch nicht als Problem. Die Football-Saison fällt großteils in die Sommerpause im Fußball und im Frauenfußball werden noch immer weniger Spiele gespielt als bei den Herren-erst Recht, wenn die Frauen (in Zukunft hoffentlich eher noch häufiger) zu Highlight-Spielen in die Arena umziehen.

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Inhaltlich haben andere ja schon geantwortet, aber auf den Part möchte ich nochmal gesondert eingehen. Warum bitte ist das „Überheblich und arrogant“?? Ist ja nicht so, dass der FCB aus Jux und Dollerei sagt: „Mei, wir ham aus Spaß und mal nach kleinen, unwichtigen Vereinen und deren Stadien umgeschaut und kaufen jetzt ein paar, einfach weil wir’s können! Wir sind die Größten!“. Keiner von uns war bei den Gesprächen dabei, aber denkst du wirklich, dass die mit Schwabl so reden? Wie glaubst du, kommt so eine Idee in die Welt bei zwei Vereinen, die bereits auf anderen Ebenen eng kooperieren? Warum gleich wieder die negativste mögliche Interpretation?

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Weil negative Menschen negativ interpretieren!

Also ich hab noch nirgends gelesen, dass der FCB den Hachingern dann verbietet in „ihrem“ Stadion zu spielen. Natürlich hätte das ganze noch den netten Nebeneffekt, dass für die Bilanz ein paar Mieteinnahmen reinkommen

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Man muss das m.E. auch damit im Zusammenhang sehen. Vor einigen Monaten haben wir noch gerätselt, warum für so eine banale Kooperation Millionen nach Haching fließen.
Jetzt lüften sich so allmählich ein paar Schleier.

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Ohne das Geld der Kooperation würde es in Unterhachingen auch schlecht aussehen.

Ich denke Unterhaching wäre froh wenn der FC Bayern das Stadion übernimmt und umfassend renoviert und in Stand setzt. Kommt ja Ihnen zu gute und durch die Kooperation wissen sie ja das Sie da nicht einfach rausgeschmissen werden.

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Manni schwabl siehts auch nicht so negativ…

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Sehr schön durchanalyisert im Weiteren, @Olorin2712, Danke dafür!

Vorab: Ich habe dazu noch keine klare Position, würde den Haching-Fans aber zumindest mal nicht absprechen, dass sie berechtigte Kritikpunkte an der Sache haben.

Was mich umtreiben würde als Haching-Fan, ist, wie viele Konstellationen es gibt, in denen die deutlich erhöhte Anzahl an potenziellen Spielen dazu führt, dass sich Anstoßzeiten oder Ähnliches ins Negative für sie entwickeln. Denn klar ist: Wenn der FC Bayern der Vermieter ist, dann haben die Bayern-Teams Priorität. Und da kann Haching dann nicht viel ausrichten. Auch der grundsätzlich gute Willen des FC Bayern mit den Hachingern könnte dann ja theoretisch wenig wert sein, wenn Spiele verlegt werden müssen oder es zu komischen Anstoßzeiten kommt, weil die Frauen das Stadion brauchen. (Oder eine Jugendmannschaft)

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Das finde ich eher ne Untertreibung - im Text klingt es schon eher nach „godsend“ da sie mit den Kosten, die jetzt dann der FCB trägt, in der RL wohl kaum mehr oder nur noch gerade so über die Runden gekommen wären…

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würde den Haching-Fans aber zumindest mal nicht absprechen, dass sie berechtigte Kritikpunkte an der Sache haben.

Pauschal absprechen würde ich ihnen das auch nicht. Aber wenn ich mir deren Schreiben so ansehe fällt es mir schon sehr schwer, darin berechtigte Kritikpunkte zu sehen

Punkt H: Es gibt jede Menge Vereine, die ganz hervorragend ohne eigene Spielstätte leben können. SC Freiburg oder Mainz 05 seien hier jetzt mal beispielhaft genannt. Das Beispiel 1859+1 geht komplett fehl-deren Absturz begann erst so richtig, als sie (Mit-)eigentümer eines Stadions geworden waren. Ein Stadion ist ein gewaltiger Kostenblock, der Vereine in den Ruin reißen kann. Alemannia Aachen ist ein anderes abschreckendes Beispiel.
Punkt A ist regelrecht witzig-die SpVgg Unterhaching ist ebenso eine Kapitalgesellschaft wie die FC Bayern München AG. Deren Anteile sind sogar börsennotiert. Aber gut, solcherlei stupide „Kapitalismuskritik“ gehört in Teilen der Fanszene fast aller Vereine irgendwie dazu.
Punkt H: die Polizei untersteht dem Freistaat Bayern, nicht Unterhaching. Reinigungen im Stadion wären auch keine Aufgabe der Gemeinde. Verkehr und Feuerwehr schon, aber demgegenüber würden ja dann erhöhte Einnahmen durch mehr Gäste stehen.
Punkt C, I und N verstehe ich gar nicht (warum sollte ein schlichter Eigentümerwechsel dazu führen dass etwas weniger wird? Warum sollte der FCB verhindern, dass dort Olympia-Wettbewerbe stattfinden?)

Blockzitat
Was mich umtreiben würde als Haching-Fan, ist, wie viele Konstellationen es gibt, in denen die deutlich erhöhte Anzahl an potenziellen Spielen dazu führt, dass sich Anstoßzeiten oder Ähnliches ins Negative für sie entwickeln. Denn klar ist: Wenn der FC Bayern der Vermieter ist, dann haben die Bayern-Teams Priorität. Und da kann Haching dann nicht viel ausrichten. Auch der grundsätzlich gute Willen des FC Bayern mit den Hachingern könnte dann ja theoretisch wenig wert sein, wenn Spiele verlegt werden müssen oder es zu komischen Anstoßzeiten kommt, weil die Frauen das Stadion brauchen. (Oder eine Jugendmannschaft)

Also zum einen kann man solche Dinge ja im Kaufvertrag regeln. Zum anderen wüsste ich nicht, warum Jugendteams des FCB in Haching spielen sollten. Die ganze Infrastruktur der Jugendteams ist am Campus und für Jugendteams ist dessen Kapazität auch völlig ausreichend (dafür ist er ja gebaut worden). Im Endeffekt würden sich zwei Teams das Stadion teilen. Das ist ein recht häufiges und gut erprobtes Szenario: wenn Mannschaft A ein Heimspiel hat hat Mannschaft B an diesem Wochenende eben ein Auswärtsspiel und dann kommt man sich höchstens mal ganz selten in die Quere. Unser Verein hat sich mit Ausnahme der letzten zehn Jahre immer ein Stadion mit einem anderen geteilt. Das lief zwar alles andere als unproblematisch, aber Terminkollisionen waren da das geringste Problem

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Und welches große Mitspracherecht sollte Haching da haben? Wenn der FC Bayern das Stadion will, nimmt er es sich. Da haben die doch gar keine Verhandlungsposition, irgendwas für ihre Fans zu fordern.

Sehe ich auch so. Fand es dennoch spannend, dass die Jugendteams erwähnt wurden in manchem Bericht. Irgendeinen Grund dafür muss es ja geben. Aber auch wenn es „nur“ die Frauen wären, gäbe es da das Potenzial zu berechtigtem Fanärger aus genannten Gründen.

Wenn beide Teams in derselben Liga spielen, ist das oft sehr simpel. Ich bin gespannt, wie sich das dann in der Realität ausgeht und ob es nicht doch zumindest vereinzelt zu Kompromissen kommt, unter denen die Haching-Fans leiden müssen. Denn ligaübergreifend gibt es in der Spielplanung eben noch mehr zu beachten und da kann es durchaus zu dem einen oder anderen Wochenende mit Konfliktpotenzial kommen. Aus Fansicht kann ich hier die grundsätzliche Sorge zumindest verstehen.

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Es gibt im deutschen Fußball nichts Zerstückelteres als einen Spieltag in der Frauen Bundesliga, denn es findet normalerweise kein Spiel zeitgleich statt. Der Spieltag erstreckt sich über 4 Wochentage von Freitag bis Montag. Am Samstag, also dem Regelspieltag der Regionalliga Bayern gibt es 2 Spiele. Man kann davon ausgehen, dass die Bayern-Frauen höchstens 50% (schon hochgerechnet) ihrer Heimspiele an Samstagen bestreiten. Wir reden hier also von 6-7 Samstagen pro Saison, an denen die Damen den Sportpark belegen. Ich traue dem bayerischen Fußballverband bzw. der 3. Liga durchaus zu, das bei der Planung der Spiele der Regionalliga zu berücksichtigen und entweder Haching an diesen Wochenenden auswärts spielen zu lassen oder sie auf den Sonntag zu legen, wenn der Platz am Samstag belegt sein sollte.
PS: Haching spielte heuer bisher häufiger am Freitagabend daheim als an irgendeinem anderen Wochentag. Den werden ihnen die Bayernfrauen eher selten streitig machen.

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Ist mir zu sehr aus dem „Jetzt“ heraus und zu engstirnig gedacht. Die Pläne sind, dass die Bundesliga perspektivisch weiter wächst. Der Stadionkauf ist nicht für eine Saison. Solche Sachen sind dynamisch und ändern sich über die Jahre – auch je nach TV-Vertrag.

Was hat Haching Optionen, wenn Bayern das Stadion nicht kauft?

Es heißt ja in mehreren Berichten, dass die Gemeinde das Stadion auf jeden Fall verkaufen möchte.
Im Zweifel müsste der Verein sonst mit einem anderen Vermieter auseinandersetzen.
Kann besser oder schlechter für Haching sein.
Aber der Draht zwischen den beiden Clubs scheint zumindest zu funktionieren.