Ggf sind drei neue Talente im Anflug
Unsere U19 traf heute zum Auftakt der RR in Karlsruhe auf den KSC.
Die Karlsruher, ein Team aus dem Mittelfeld, auffallend dadurch, dass sie die Remiskönige der Liga sind, sollte man eigentlich schlagen können.
Trainer Galm überraschte wieder mit einem bunten Mix aus U19-Spielern, Amateuren, ehemaligen U17-Spielern und Rekonvaleszenten. Individuell vielleicht jeweils nachvollziehbar, ist es so natürlich schwer eine Mannschaft zu entwickeln.
Paul Wanner fehlte natürlich, Ibrahimovic erstmal auf der Bank und die Amateure Sieb, Copado und Metu in der Startelf.
Einige Spieler fehlten ebenfalls etwas überraschend im Aufgebot. So z.B. Sanyang, Manuba und auch der Neuzugang aus Schweden Perez Lindlöf. So herrschte ein beträchtlicher Mangel an AV, was dazu führte das Luca Denk in ungewohnter Position als RV ran musste.
Was sich als ein fataler Fehler erweisen sollte.
Galm hatte wohl grundsätzlich eine offensive Gangart im Sinn und formierte seine Mannschaft meist im 4-1-4-1.
Umsetzen konnte man allerdings nicht sehr viel davon. Die Karlsruher in keiner Weise eine Übermannschaft, boten aber meist ein sehr hohes Pressing an. Und wie fast immer in dieser Saison fand unser Team keine Lösung dagegen.
Ein strukturiertes Ballbesitzspiel gelang kaum einmal in Ansätzen. Gute Szenen konnte man meist nur verzeichnen, wenn man in ein schnelles Umschaltspiel kam. Dann hatten vor allem Copado, Yildiz und ab und zu Sieb ein paar schöne Ballstafetten, die allerdings auch nie zu einer echten Chance gerieten.
Bei den Karlsruhern gelang das etwas besser, sie hatten in der ersten HZ, die eine oder andere hochkarätige Chance. Einmal eine Doppelchance nach einem bösen Fehler im Aufbau durch Hülsmann, als der Ball erst an Pfosten ging und dann auf der Linie geklärt wurde.
Vor allem die Seite des völlig überforderten Denk geriet zur Achillesferse, worüber die Karlsruher fast alle guten Szenen einleiteten.
Das 0:0 zur HZ war also ziemlich schmeichelhaft. Leider änderte sich nach der Pause nicht allzu viel. Bis in der 55. Minute Sieb etwas überraschend zum 0:1 traf. Auch das etwas glücklich, da er durch einen ausrutschenden Mannschaftskollegen den Ball direkt serviert bekam.
Doch schon wenige Minuten später kamen die Karlsruher durch einen Elfer zum verdienten Ausgleich. Denk hatte im Strafraum gefoult.
Das hätte es dann auch schon sein können. Weder Bayern noch Karlsruhe hatten nennenswerte Torchancen.
Bis es dann zu wirklich bemerkenswerten letzten Minuten kam. Nachdem die Karlsruher wieder einmal auf der Denk-Seite durchgebrochen waren, ließ sich Hülsmann zu einem Foul vor dem Strafraum verleiten. Ob er da überhaupt hin musste ist fraglich, glücklich sah sein Eingreifen auch nicht aus. Der Schiri bewertete es als Notbremse und Hülsmann musste runter. Auch das fraglich, das noch zwei Bayern-Spieler bereit waren.
Der Freistoß der darauf folgte führte dann zum nächsten Elfer, da Ersatztorwart Dressel einen Gegner ohne Chance auf den Ball ziemlich humorlos umrempelte. Hätte vielleicht nicht jeder und immer gegeben. Aber beschweren konnte man sich nicht.
Der Elfer wurde verwandelt, 2:1, das Spiel war aus.
Im Ergebnis eine ernüchternde und schwache Vorstellung unserer Elf. Im Grunde schaffte man es 90 Minuten hindurch nicht eine einzige klare Chance herauszuspielen. Während man hinten immer wieder Angebote machte. Alles in allem eine verdiente Niederlage.
Man muss nun feststellen, dass es Galm auch nach der Pause nicht gelungen ist, eine Mannschaft zu entwickeln, die nach Bayern München aussieht. Mit dem Ball hat man keine Lösungen zu bieten, die Abwehr bietet immer wieder zu viel an.
Die Rahmenbedingungen, wie oft schon ausgeführt, sind sicher nicht leicht. Aber im Ergebnis ist das einfach zu wenig.
Als Kommentar zur Stärke seines Kaders kann man die Auswechselpolitik nehmen. Trotzdem das Spiel nie berauschend lief, wechselte Galm nur einmal nach einer Stunde. Die Wechsel direkt in den Schlussminuten übergehen wir einmal. Offensichtlich gab es nicht sehr viele, denen Galm eine Wende zum Besseren zutraute.
Wie man allerdings Denk 90 Minuten mit diesem Spiel quälen konnte? Schon seltsam.
Man kann nur hoffen, dass die restliche Partien in dieser Runde etwas glücklicher verlaufen. Vielleicht findet man auch mal so etwas wie eine Mannschaft, die sich dann entwickeln kann.
Mittlerweile wird der Gerüchtemarkt für Jugendspieler fast so heiß gehandelt, wie der für Topstars. 
Unsere U19 traf heute am Campus auf das Team von Astoria Walldorf. Gegen den in der Tabelle im letzten Drittel anzutreffenden Gegner, sollte ein klarer Heimsieg Pflicht sein.
Allerdings wurden die Bayern vorab von Corona heimgesucht, so dass für das ausfallende Trainerduo Galm/Teschke das AmateureGespann Demichelis/Buck übernahm. Möglicherweise war auch der als krank gemeldete Ibrahimovic betroffen.
Wer auch immer die Aufstellung gemacht hat, sie entpuppte sich wieder als bunte Mischung diverser Mannschaften.
Schenk
Salihamidzic-Morrison-Janitzek-Brückner
Metu-Rhein-Lee
Sieb-Kabadayi-Wagner
Wen man da welchem Team zuordnet, ist aktuell kaum zu sagen.
Bemerkenswert, dass Brückner der unter der Woche noch bei den Profis trainierte, bei der U19 auflief. Auch die Debüts des U17-Stürmers Wagner und von Lee, unseres Neuzugangs aus Korea, zu beachten.
Das Spiel entwickelte sich schnell in unsere Richtung. Walldorf verzichtete im Gegensatz zu vielen Gegnern in den letzten Spielen auf das aggressive Pressing das unserem Team so große Schwierigkeiten bereitet hatte. Meist im angedeuteten MF-Pressing, ließ man sich dann aber gerne und schnell tief fallen.
Also lief es auf die in solchen Fällen übliche Belagerung des Gegners in seiner Hälfte und an seinem Strafraum hinaus. Auch das natürlich oft ein hartes Brot, gelang es unseren Jungs doch in regelmäßigen Abständen zu Chancen zu kommen. Zweimal Kabadayi, ein schöner Freistoß von Sieb, und eine Standardabnahme von Janitzek seien erwähnt.
Erst nach 30 Minuten kamen die Walldorfer durch einige kleine Unachtsamkeiten auf unserer Seite zu einigen Halbchancen, das Spiel verflachte etwas. Man ging mit einem für Astoria glücklichen 0:0 in die Pause.
Gleich danach war es allerdings soweit. Lee war im Strafraum durch und wurde gefoult. Kabadayi verwandelte den Elfer, 1:0.
Das gab unserem Team deutlich Auftrieb. Wenige Minuten später waren die Walldorfer dann auch noch einen Mann weniger. Lee, der oft nur durch Fouls zu bremsen war, wurde mal wieder gelegt. Platzverweis.
Wieder ein paar Minuten später legte Lee mit einem schönen Schlenzer kurz vor der Strafraumkante nach, 2:0.
Das Spiel war natürlich gelaufen, wir hatten nun auch viel mehr Platz. Es gab dann noch einige schöne Kombinationen zu sehen, gekrönt durch das 3:0. Nach einem Doppelpass mit Sieb vollendete Yildiz.
Ein insgesamt hochverdienter Sieg, gegen einen allerdings auch deutlich überforderten Gegner, der sich oft nur durch Fouls zu helfen wusste.
Besonders hervorheben muss man heute unseren Neuzugang Lee, ohne Zweifel „Man of the match“.
Bei allen entscheidenden Situationen hatte er die Füße im Spiel. Auch sonst mit einer wirklich guten Partie. Quirlig, wendig, kaum vom Ball zu trennen, mit einem guten Auge für den Nebenmann.
Auch der sehr rührige und auffällige Sieb wären zu nennen, oder Rhein und Metu die souverän das MF beherrschten.
In einer Woche geht es nach Ingolstadt, bisher Tabellennachbar von Walldorf. Auch dort sollte ein Sieg Pflichtprogramm sein.
Ja, war eine wirklich gute Leistung von ihm.
Einschränkend muss man natürlich sagen, es war ein U19-Spiel und ein Gegner der kein Maßstab sein kann.
Unsere U17 hatte heute zum Auftakt in die Rückrunde die Elf des KSC am Campus zu Gast.
Die Karlsruher, auf einem Abstiegsplatz und seit Monaten sieglos, sollten eigentlich ein passender Gegner für einen guten Beginn sein.
Unsere Mannschaft hatte eine schwierige Vorbereitung mit einer Komplett-Quarantäne. Auch waren etliche Spieler bei anderen Teams im Einsatz.
Zum Start heute waren sie fast alle wieder da und auch Sammy Unsöld war nach Delegation zur U19 und langer Verletzungspause wieder dabei.
Der Auftakt verlief alles andere als gut. Schon in der zweiten Minute traf Karlsruhe nach einem Freistoß. Der Schütze etwas alleingelassen am Strafraumrand traf mit einer herrlichen Bogenlampe. Ob das so beabsichtigt war, mag man bezweifeln.
Das gab den Karlsruhern sichtlich Aufwind und in den nächsten 10 Minuten schafften sie es uns mit einer Serie von Eckbällen und Freistößen an unserem Strafraum so ziemlich aus dem Spiel zu nehmen.
Fast etwas überraschend fiel dann der Ausgleich. Einen Schuss von Rüger kurz vor dem Strafraum konnte der Torwart nicht weit genug klären und Verteidiger Emci staubte alleine vor dem Tor ab. Ein platzierter und hoppeliger Schuss, allerdings ohne große Schärfe. Hätte man vielleicht besser klären können.
Und fast im Anschluss auch schon das 2:1. Ein schöner Steilpass von Unsöld erreichte Wagner, der allein vor dem Torwart zuerst scheiterte, dann den Nachschuss aber verwertete. Hier war das nach vorne abprallen lassen, schon deutlich als Torwartfehler zu bewerten.
Nicht genug der Torwartfehler, sorgte wieder einer, nur Minuten später für den Ausgleich. Bei einem Schuss aus Richtung Strafraumeck ließ sich Ballis in der kurzen Ecke erwischen und den Ball durchrutschen.
Nach dieser turbulenten und torreichen Anfangsphase beruhigte sich das Spiel, oder versandete wenn man so will. Mit einem Unentschieden ging man in die Pause.
Vor allem eine starke Vorstellung der Karlsruher, die sich sehr variabel zeigten, immer wieder die Anlaufhöhe veränderten und auch munter nach vorne spielten.
Zur Pause wechselten Altintop/Moj zweimal. Aber wer dachte dies würde für einen Sturmlauf des FCB in HZ 2 sprechen, sollte sich getäuscht sehen.
Nach wenigen Minuten stellten die Karlsruher auf 2:3, als nach einer Ecke der Ball an allen vorbei durch den Fünfmeterraum flutschte und der Karlsruher Torjäger,am langen Eck freistehend, nur noch einschieben musste.
Zwar gelang es uns so allmählich die Feldüberlegenheit zu erlangen, aber außer einem Unsöld-Schuss sprang nicht viel dabei heraus.
Die Schlussphase konnte es dann allerdings an Dramatik durchaus mit dem Beginn aufnehmen.
Zuerst traf dann doch noch Unsöld mit einem schönen Schlenzer vom Strafraumeck.
Die Karlsruher allerdings dachten gar nicht daran aufzugeben. Wenige Minuten vor Schluss, wieder nach einem Eckball setzte sich ein Karlsruher mit einem schulbuchmäßigen Kopfball durch und stellte zur erneuten Führung.
Das war es dann immer noch nicht. In der fünften Minute der Nachspielzeit, mit der letzten Aktion und aufgerücktem Torwart, gelang nach einem Eckball der Ausgleich. Der eingewechselte Sadat vollendete nach einer Kopfballablage.
Am Ende stand ein für beide Seiten verdientes Unentschieden.
Zuerst muss man wieder die Karlsruher hervorheben. Eine klasse Leistung eines Teams, dass an diesem Tag seine Möglichkeiten wohl voll ausschöpfte.
Im Gegenzug hört sich das für uns nicht allzu schmeichelhaft an. Einen Gegner vom Format des KSC muss man zuhause einfach besiegen. Wenn das Spiel an sich auch sehr vergnüglich anzuschauen war, war das keine gute Leistung des Teams. Nie gelang es den Gegner wirklich zu beherrschen oder richtig unter Druck zu setzen. Mag sein, man hatte durch die lange Pause etwas Rost angesetzt, aber das war in allen Belangen, offensiv wie defensiv zu wenig.
Schon allein drei Gegentore nach Standards?
Und offensiv hatten wir außer den Toren nur sehr wenige Chancen zu bieten. Und zwei der Tore waren mehr oder weniger der gütigen Mithilfe des Torwarts zu verdanken.
Positiv herausheben muss man den Comebacker Sammy Unsöld, der bei dem meisten gefährlichen Aktionen beteiligt war und ein Tor und einen Assist zu verzeichnen hatte.
Auch Kurt Rüger, der in der Saison bisher fast gar nicht zum Zuge kam, konnte einige schöne Ballaktionen verzeichnen.
Derby-Time am Campus.
Unsere U19 hatte heute Unterhaching zu Gast, die vielleicht etwas überraschend in der Tabelle noch einen Platz vor uns lagen.
Wie schon im letzten Spiel hatten wir diesmal ein Aufgebot, das vermutlich das reale U19-Team für die RR darstellt, nachdem in den Spielen davor oft ein bunter Mix aus verschiedenen Mannschaften auflief. Etwas überraschend ist, dass Torben Rhein immer noch bei der U19 spielt. Sollte sich das so fortsetzen, kein gutes Zeichen für seine weitere Karriere.
Darüber hinaus sind einige Spieler wieder aufgetaucht, andere fehlen noch. Alles ohne größere Erklärungen, was vermuten lässt, dass einige infiziert bzw. in Quarantäne waren oder sind. Der Verein hält sich diesbezüglich sehr bedeckt, was bei so jungen Spielern auch gerechtfertigt sein mag.
Das Spiel begann äußerst verheißungsvoll. Nach einer gelungenen Umschaltaktion konnte sich Haching nur durch ein Foul im Strafraum an Dibrani helfen. Elfmeter, den Capitano Neziri sicher verwandelte.
In der Folge entwickelte sich ein ziemlich munteres Spiel. Eines dieser „Hin und Her-Spiele“, die man bei unserer ersten Mannschaft oft kritisch betrachtet. Beide Mannschaften pressten nur gelegentlich hoch, ließen sich durchaus Raum, den sie dann nutzten um viele kleine Fehler einzustreuen. Alles sicher nicht hochklassig, aber ganz unterhaltsam.
Ab Mitte der 1HZ begannen die Hachinger allerdings immer deutlicher das Kommando zu übernehmen. Unser Team verlor so ziemlich seinen Faden und auch die taktische Orientierung. So kam es zu einigen seltsamen Situationen, in denen Marcel Wenig als Einmann-Pressingkommando agierte, aber auf den nächsten 20 Metern kein anderer Bayern-Spieler zu entdecken war.
Da die Hachinger auch zu 2,3 ganz ordentlichen Chancen kamen, war das 1:0 zur Pause ziemlich glücklich.
Zur Halbzeitpause gelang es dann Danny Galm sein Team wieder etwas wachzumachen. Die Mannschaft straffte sich nun sichtlich, ging aggressiver drauf und belohnte sich auch nach kurzer Zeit. Einen unter Druck schlecht gespielten Rückpass erlief Mamedova und schob aus spitzem Winkel am Torwart vorbei zum 2:0 ein. Seht gut gemacht!
Bei Mamedova gibt es übrigens widersprüchliche Angaben in den diversen Vereinskanälen zu seinem Namen. Möglicherweise heißt er jetzt auch Ranos. Nun, das wird sich sicher bald klären.
Das Spiel entwickelte sich nun wieder Richtung Beginn 1HZ. Ein ziemlich offener Schlagabtausch, bei dem nicht sicher war in welche Richtung sich die Waage neigen würde.
Das war dann spätestens in der 74.Minute klar. Eine weite Flanke, nach einem guten ausgeführten Freistoß, segelte in der Strafraum und der aufgerückte IV Tarek Buchmann brachte den Ball zum 3:0 über die Linie.
Das war es dann auch. Die Hachinger waren nun sichtlich geknickt und unsere Jungs konnten das Ding nun relativ gelassen runterspielen.
Der einzige „Höhepunkt“ war noch ein Platzverweis für Haching in der letzten Minute wegen Ballwegschlagens.
Insgesamt ein vielleicht knapp verdienter Sieg, der aber deutlich zu hoch ausfiel. Positiv ist, man hat nun zum ersten Mal in dieser Saison drei Spiele am Stück gewonnen und rückt nun in der Tabelle allmählich in Gefilde, die etwas nach FC Bayern aussehen.
Was weniger nach FC Bayern aussieht, ist die grundsätzliche Performance der Mannschaft. Es gelingt eher selten einen Gegner wirklich zu dominieren und auszuspielen. Zumindest gilt das für diejenigen in der oberen Tabellenhälfte.
Aber dieses Thema der diesjährigen U19 ist ja schon zur Genüge diskutiert. Und Holger Seitz bestätigte noch vor dem Spiel diese Strategie, in dem er auf die 16 Spieler abhob, die mittlerweile schon aufgerückt wären und der U19 nicht mehr, oder eben sehr selten, zur Verfügung stünden.
Positiv erwähnen muss man heute die Abwehrleistung, da man über 90 Minuten doch sehr wenige klare Chancen der Hachinger zuließ und die nahezu perfekte Chancenverwertung. Dann steht dann am Ende halt auch mal ein 3:0, von dem man sich fragt, wie das denn zustande kam.
[Lohndumping Vorwurf: FC Bayern beschäftigt keine Minijobber mehr | BR24]
Gut, dass man diese Praktiken nun offenbar eingestellt hat.
Umso verwunderlicher, dass ein Klub wie Bayern glaubte so etwas nötig zu haben.
If you pay peanuts, you get monkeys.
Unsere U19 trat heute zum Traditionsduell gegen die Mannschaft des FCK in Sichtweite des Betze an.
Der FCK in der Tabelle hinter uns und in Abstiegsgefahr, aber mit einer ganz guten Heimbilanz.
Da fast zeitgleich die Amateure spielten, konnte man zum ersten Mal abschätzen, mit welcher Mannschaft wir vsl. in den Rest der Runde gehen werden.
Janitzek und Morrison waren bei den Amateuren, Wanner natürlich bei den Profis. Ibrahimovic noch nicht recht fit und Yildiz verletzt.
Von den immer wieder bei der U19 eingesetzten Amas war nur Torben Rhein übrig geblieben.
Dafür heute zum ersten Mal dabei und in der Startelf Matteo Perez Vinlöf aus Schweden.
Nach einem verhaltenen Beginn beiderseits begann Lautern immer mehr die Initiative zu übernehmen. Am Anfang noch etwas vorsichtiger pressten sie bald weit vorne und aggressiv. Dagegen fanden wir wie immer keine Mittel und hatten große Mühe uns mal aus der eigenen Hälfte zu befreien.
Nach einer halben Stunde dann auch die verdiente Führung für den Gastgeber. Der Lauterer Spieler marschierte unbehelligt von der Mittellinie bis zu Strafraum und schloss erfolgreich ab. Einer rutschte aus, zwei andere waren sich nicht einig. Tja!?
Und vor der Pause noch die 2:0 Führung, Muster Karo einfach. Eckball, der hünenhafte Mittelstürmer überspringt alle. Kopfball, Tor.
Nach der Halbzeit sammelte sich die Mannschaft etwas, frische Kräfte kamen, während die Lauterer im Laufe des Spiels nicht mehr so hoch anlaufen wollten oder konnten. Im Ergebnis war das Spiel dann ziemlich ausgeglichen. Chancen hatten wir allerdings Zero.
Deshalb kamen wir schon etwas überraschend zum Anschlusstreffer. Neziri setzte sich am Flügel durch. Seine flache Hereingabe von der Grundlinie kam aus unerfindlichen Gründen am Torwart vorbei und Ranos musste nur noch eindrücken.
Jetzt gerieten die Lauterer doch etwas in Hektik, der eingewechselte Sanyang sorgte für Bewegung. Er war es auch, der kurz vor Schluss nach dreimaligen Nachsetzen die Kugel über die Linie brachte. Und als er kurz darauf noch eine weitere gute Chance hatte, war man fast geneigt das Remis für gerecht zu halten.
Dann kamen allerdings in der Nachspielzeit die großen Minuten von Ritzy Hülsmann. Mit zwei guten Paraden rettete er uns noch das Unentschieden.
Nach Spielverlauf und Chancenverteilung dann ein eher schmeichelhaftes Ergebnis.
Insgesamt war das eine weitere enttäuschende Vorstellung der U19. Individuell war das zu großen Teilen schon sehr bieder. Und mannschaftliche Geschlossenheit und Selbstverständnis ist bei einem derart zusammengewürfelten Team nun einmal kaum zu erwarten.
Man muss natürlich sagen, dass das aus den eingangs beschriebenen Umständen, mittlerweile eher ein C-Auswahl, als eine B-Auswahl der zur Verfügung stehenden Spieler ist.
Interessant wird es am nächsten Wochenende, wenn das Highlight der Runde, das Pokalhalbfinale gegen den VfB, ansteht. Interessant vor allem in Bezug darauf welche Mannschaft wir stellen können und wollen.
Zu unserem Neuzugang aus Schweden: Vinlöf hatte so seine Probleme, vor allem das Pressing schien ihm gar nicht zu schmecken. Fast folgerichtig musste er zur Pause dann auch runter. Wobei das jetzt noch nichts weltbewegendes bedeuten mag. Der Junge ist noch nicht lange 16 Jahre alt, es war sein erstes Spiel, in einer nicht gut funktionierenden Mannschaft usw., usw.
Positiv fielen heute nur die beiden Einwechselspieler Sanyang und Ibrahimovic auf, die noch einmal Leben in unser Spiel brachten. Und Goalie Hülsmann, der mit einigen guten Paraden aufwartete.
Hülsmann hat in der Schlussphase den Punkt gerettet. Seine Rettungsaktionen sahen stark aus.
Die U17, unter der Woche zuhause dem FCK unterlegen, traf heute am Campus auf Elversberg.
Die erste Mannschaft von Elversberg spielt übrigens in der RL Südwest. Von daher höchst beachtlich, dass deren Jugend in der höchsten deutschen Nachwuchsklasse spielt.
Dort allerdings hat die Mannschaft beträchtliche Probleme. In der Tabelle ziemlich abgeschlagen Vorletzter, fast schon abgestiegen, ohne Auswärtssieg. Da sollte das Feld für einen souveränen Heimsieg bereitet sein.
Unsere Mannschaft, für Bayern-Verhältnisse fast schon konservativ, mit einer im Wesentlichen zu erwartenden Aufstellung.
Das Spiel wartete dann mit erstaunlich mutigen Gästen auf, die durchaus mitspielen wollten. Bayern, natürlich feldüberlegen, hatte Schwierigkeiten zu klaren Torchancen zu kommen. So fielen die beiden Tore vor der Pause nach Standardsituationen, die nicht gut verteidigt wurden. Ramsak und Klanac nahmen die unzureichend abgewehrten Bälle auf und vollendeten. Da Elversberg auch zwei Chancen hatte, war der Pausenstand wohl um ein Tor zu hoch.
Nach der Pause dann gleich das erste schön herausgespielte Tor, wieder durch Ramsak.
Das Spiel war entschieden, nahm den zu erwartenden Verlauf. Die Elversberger hatten auch noch Chancen, wir konnten uns nun auch einige Male gut durchspielen. Jetzt war es ein für den Zuschauer durchaus ansehnliches Spiel.
In den letzten 10 Minuten belohnte sich Ricardo Wagner für sein gutes Spiel mit zwei weiteren Toren. Das Spiel endete dann 5:0, die wackeren Elversberger wurden so wohl etwas unter Wert geschlagen. An dem Sieg der Bayern gab es aber nichts zu deuteln.
Die beiden Doppeltorschützen Ramsak und Wagner muss man hervorheben. Wobei Wagner auch neben seinen Toren positiv auffallen konnte. Ein flinker, ballsicherer Stürmer, mit einer guten Ausstrahlung.
Auch Max Scholze wusste zu gefallen, der als RV auf seiner Seite mächtig anschob und bei allen drei Toren aus dem Feld die Füße entscheidend mit im Spiel hatte.
Und Keeper Markert, zwar wenig geprüft, aber in diesen Situationen immer da, verdiente sich ein Lob.
Insgesamt der erwartete Pflichtsieg, ohne größere Höhen und Tiefen. Der Unterschied in Bezug auf die individuelle Klasse war einfach zu groß.
In den nächsten drei Spielen kann die U17, zum Ausklang der Saison ,dann noch einmal zeigen wo sie steht.
Dann geht es gegen Haching, den VfB und Mainz, die ersten drei der gegenwärtigen Tabelle.
[FC Bayern: Neuer Stürmer aus dubiosem Projekt-Team kommt - und wird in den USA geparkt]
Jetzt scheint bei dem World Squad-Projekt doch ein Spieler für uns dabei herum gekommen zu sein. Das Team hatte als Highlight des Projekts am Schluss ein Spiel gegen unsere U19.
Offenbar scheint in diesem Fall auch die Zusammenarbeit mit Dallas zu funktionieren.
Warum man das in der Überschrift ein dubioses Projekt nennen muss, erschließt sich mir allerdings nicht.
Klingt zumindest kreativ…
Ein kolumbianischer Stürmer hätte mal wieder was…
[https://fcbayern.com/de/news/2022/03/behar-neziri-im-interview]
Ein Interview mit Neziri zur Einstimmung auf das Pokalhalbfinale gegen den VfB.
Es wird wirklich spannend, mit welcher Mannschaft wir dort antreten. Einerseits ist es die letzte große sportliche Herausforderung für die U19, andererseits spielen am Freitag die Amateure, für die es immerhin auch noch um den Aufstieg geht.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn z.B. Wanner am Samstag für die U19 spielt. Ich weiß ja nicht was man mit ihm für seine weitere Entwicklung besprochen hat, aber so richtig prickelnd finde ich das Arrangement nicht.
Gut, er trainiert mit den Profis. Spiele auf Wettkampfniveau hat er aber gar keine mehr.
Das Training bei der ersten ist sicher zielführend und wichtig, aber das sind eben keine echten Spiele über 90 Minuten.
Wäre schon, wenn er wenigstens dieses Highlight mitnehmen könnte, statt in Hoffenheim 90 Minuten die Bank zu wärmen.
[FC Bayern: Paul Wanner fehlt gegen TSG Hoffenheim - das steckt dahinter]
Gute Entscheidung, wenn es denn so kommt.
Für die Quali-Spiele der U17 im März zur EM wurde Wanner auch nominiert.
Zusammen mit Buchmann, Manuba und Ibrahimovic.
Heute großer Pokaltag am Campus. Die U19 traf im DFB-Pokal Halbfinale auf den VfB Stuttgart.
Einen besonderen Anreiz lieferte vielleicht der Vortag, als sich der BVB gegen Freiburg für das Finale qualifizierte. Ein großes Finale gegen den BVB, das wäre doch was.
Die starken Stuttgarter, Tabellenführer in unserer Staffel, waren vor dem Spiel favorisiert. Nicht zuletzt weil sie uns in der Liga zuhause mit einem verdienten 1:4 abgefertigt hatten. Wenn sie in der Liga auch in den letzten Wochen zwei Niederlagen zu verzeichnen hatten.
Bei uns war die große Frage, wie vor jedem Spiel, mit welcher Mannschaft treten wir an. Für dieses Mal gab es keine großen Überraschungen. Von den Amateuren, selbst im Wettkampfmodus, gab es keine größeren Abstellungen. Die spektakulärste Personalie war sicher, dass Paul Wanner nach einigen Monaten wieder für die U19 auflief.
Aber so war es im Grunde auch nur die Aufstellung, die wir über weite Strecken der Hinrunde hatten.
Das Spiel begann gleich denkbar schlecht als sich Torben Rhein nach 10 Sekunden 30 Meter vor dem eigenen Tor den Ball abluchsen ließ, wenn auch ohne Folgen.
Danach pendelte sich das Spiel aber schnell auf das so oft übliche Pokalspiel ein. Beide Mannschaften wollten nicht alle riskieren, belauerten sich gegenseitig. Etwas überraschend, und für uns sehr positiv, wie passiv die Stuttgarter teilweisen agierten. Es ist mittlerweile ja kein Geheimnis mehr, wie empfindlich unser Team auf aggressives Pressing reagiert. Die Stuttgarter verzichteten weitgehend darauf, wohl auch im Hinblick, dass eine durchaus längere Pokalschlacht anstehen könnte. Allerdings wurde es jedesmal wenn vorne richtig zugepackt wurde, sofort kritisch für unser Team.
Da das selten der Fall war, entwickelte sich ein nach Spielanteilen halbwegs ausgeglichenes Spiel.Ein richtig gutes Offensiv-Spiel konnten wir selten entfalten, dazu waren es einfach zu viele leichte Fehler im Spielaufbau. Eine vernünftige Chance war für uns nicht drin. Das traf allerdings auch auf die Stuttgarter zu. Die hatten dagegen ein Plus an Halbchancen und halbwegs gefährlichen Situationen im Strafraum. Insofern ging es mit einem 0:0 und einer etwas besseren VfB-Elf in die Pause.
Die zweite HZ starteten die Stuttgarter etwas energischer, übernahmen das Kommando. Etwas überraschend dann nach einer Stunde die erste Chance für die Bayern. Ibrahimovic mit einem Schuss aus spitzem Winkel, war aber kein Problem für den Torwart.
Kurz darauf, ebenso überraschend, die Führung mit der besten Aktion des Spiels. Einen weiten Schlag von Rhein in den Strafraum, nimmt der gut einlaufende Ranos perfekt aus der Luft und lobbt/chippt den Ball über den Torwart. Wunderbar anzusehen.
Die Stuttgarter waren herausgefordert, verstärkten ihre Bemühungen, kamen aber weiter zu keinen klaren Chancen. Bis dann in der 83.Minute, auch aus dem Nichts, der Ausgleich fiel. Der eingewechselte Jonathans schlug im Strafraum am Ball vorbei. Stuttgart bedankte sich.
Verlängerung. Die gleich katastrophal begann. Janitzek spielte vor dem Strafraum einen Ball direkt in die Füße der Stuttgarter, Buchmann verlor den Zweikampf, 1:2.
Die Mannschaft berappelte sich aber schnell wieder, kam noch zu zwei guten Chancen.
Aber die erste Hälfte der Verlängerung endete genauso böse wie sie begann. Ballverlust, Umschaltspiel, der schwer zu kontrollierende, profierfahrene Tibidi setzte sich im Zweikampf durch, Hülsmann ließ den harmlosen Schuss durch die Beine rutschen, 1:3.
In der zweiten Hälfte der Verlängerung hatten beide Mannschaften noch die eine oder andere Chance. Unser Team bemühte sich zwar, konnte die Stuttgarter aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Ausgeschieden im Halbfinale, nichts mit einem Finale gegen den BVB.
Es war ein Spiel, das in jede Richtung hätte kippen können. Hätten wir genauso gut gewinnen können wie der VfB. Der eine entscheidende Fehler, oder eher auch zwei entschieden die Partie. Gegen einen Gegner der mindestens auf Augenhöhe ist auszuscheiden, ist nun keine Tragödie, aber natürlich doch enttäuschend.
Man stellt, wie die ganze Saison über, fest, dass die individuelle Klasse eben nicht reicht um Spiele gegen diese Kaliber zu gewinnen, zumindest im Regelfall.
Individuell galt für alle Spieler, wie für das gesamte Spiel, Licht und Schatten verteilten sich gleichmäßig. Die Abwehrleistung war mannschaftlich gut, man gestand dem VfB über weite Strecken keine Chancen zu. Offensiv war es dann einfach ein wenig zu dünn.
Der Spieler der am meisten unter Beobachtung stand, Paul Wanner, mit einer sehr unauffälligen Partie. Man könnte auch sagen, nicht gut. Nach 75 Minuten von Krämpfen geplagt, wurde er nach 80 Minuten ausgewechselt.
Torben Rhein, mit einer schlimmen ersten HZ, biss sich im Laufe der Partie ins Spiel.
Janitzek, mit einer guten Leistung als Abwehrorganisator, machte sich mit seinem Bock zum 1:2 viel zunichte.
Die Saison neigt sich jetzt dem Ende entgegen, eine Qualifikation für das HF der Meisterschaft, die theoretisch noch möglich wäre, steht praktisch nicht zur Diskussion. Vielleicht gelingt es noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle aufzuholen, denn der aktuelle Platz 7 tönt in Bayernohren denn gar nicht so schön.
Ich will das gar nicht zu hoch hängen. Es war jetzt einfach mal ein schwaches Spiel von ihm. Immerhin das erste echte Spiel, dass er seit einem Vierteljahr zu bestreiten hatte. Seitdem hat er auch nicht mehr mit der U19 trainiert.
Er hat als Achter gespielt, ist allerdings nie so richtig ins Spiel gekommen. Er hatte sehr viele Fehlpässe und Ballverluste zu verzeichnen, hatte kaum eine richtig überzeugende Aktion. Nur einmal hat er sich wanneresk im Strafraum durchgedribbelt, blieb letztlich aber auch hängen. Am Schluss hat man dann gemerkt, dass ihm die Luft ausging.
Mag sein er wollte zu viel, oder hatte mit der Erwartungshaltung zu kämpfen.
Wie schon im Vorfeld erwähnt, würde ich es für sinnvoll erachten, er macht noch einige Spiele bei der U19. Vor allem, wenn es eh schon klar ist, dass er im Profikader nicht eingesetzt wird, oder nur noch für drei Ballberührungen in den letzten Minuten.
[https://fcbayern.com/de/news/2022/03/laenderspielabstellungen-campus-talente]
Kann man sich mal in Ruhe zur Gemüte führen. Zahlenmäßig ein stolzes Aufgebot und für den FC Bayern ein Vereinsrekord.
Ich habe Wanner noch nicht häufig spielen sehen. Aber wenn ich ihn in der Jugend gesehen habe, dann ist er eher durch individuell starke Einzelaktionen aufgefallen. Aber er war nicht durchgehend den anderen haushoch überlegen. Von daher denke ich, dass er da schon richtig aufgehoben ist.
[https://www.transfermarkt.de/kein-sprung-in-die-u21-bayern-talent-wanner-bleibt-vorerst-u17-nationalspieler/view/news/401368]
Das sagt der DFB dazu.
Ob das zielführend war, wird man erst beurteilen können, wenn der EM-Zyklus vorbei ist.
Ich sehe das aber grundsätzlich als gerechtfertigt an. Man muss den Fußballer Wanner von dem Hype-Wanner trennen, wenn es auch gerade aus Bayern-Sicht schwerfällt.
Bei dem Fußballer Wanner ist es so, dass er in der Realität in der höheren Altersstufe durchaus nicht alles an die Wand gespielt hat, wie @solari hier richtig anmerkt.
Wichtig ist, dass er zum Spielen kommt, dass er relevante Spiele spielt. Das mag in der U17 aktuell tatsächlich besser gewährleistet sein.
Der DFB verspricht sich wohl einiges von dieser U17. Vielleicht kommt er ja als dekorierter Europameister zurück. ![]()