FC Bayern Jugend U19/U17 - Spiele/Kader/Entwicklung

Nach den zwei klaren Siegen zum Auftakt hatte die U19 heute den ersten Gegner auf Augenhöhe zu Gast am Campus. Die traditionell starke Auswahl des VfB Stuttgart stellte sich vor.
Und die Bayern begannen gleich bärenstark. Druckvoll, überlegen, Chancen wurden herausgespielt, allerdings nicht verwertet. Das gelang den Stuttgartern besser. In der 19.Minute gingen sie völlig aus dem Nichts in Führung. Dieses Tor drehte das Momentum nun völlig. Die Gäste waren da, spielten auf einmal wie aufgedreht, die Bayern wankten. Und schon neun Minuten später klingelte es wieder im bayrischen Kasten. Nun schienen sich die Münchner wieder etwas zu fangen. Diesen kleinen Aufwärtstrend beendeten die Stuttgarter aber in der 35.Minute schon wieder mit dem 0:3.
Nun ging es dahin und die Bayern irrten fast wehr- und hilflos übers Feld. Und wahrlich nicht überraschend legten die Stuttgarter in der 42.Minute auch noch das 0:4 nach. Enis Redzepi traf mit seinem fünften Torschuss zum vierten Mal. Einer hatte heute wenigstens seinen Spaß. Ein Highlight gab es aus bayrischer Sicht noch. Das war der erlösende Pausenpfiff. Vor allem die in den bisherigen Spielen kaum geforderte Abwehr hatte heute ihre Feuertaufe zu bestehen und scheiterte daran. Aufgescheuchter als dieser Hühnerhaufen hätte sich kein aufgescheuchter Hühnerhaufen präsentieren können.

Coach Haas wechselte zur Pause dreimal, versuchte ein Zeichen zu setzen. Das hielt aber nur bis zur 50.Minute und in dem 0:5. Torschütze? Genau der. Das Spiel war natürlich durch. Haas wechselte gleich noch mal dreimal, so dass sich nun eine fast neue Elf präsentierte. Der gelang das nun auch etwas besser. Die Stuttgarter wollten das Spiel nur noch nachhause bringen, die Bayern etwas Ehrenrettung betreiben. So war das Spiel nun ziemlich ausgeglichen und siehe da in der 66.Minute gelang den Münchnern das Ehrentor. Chris Afanou jagte den Ball aus spitzem Winkel, wie einst van Basten, ins Tor. Die Bayern waren nun etwas im Aufwind, hatten nun auch mehr Chancen. Aber wie zu Beginn des Spiels mangelte es an der Chancenverwertung. Das konnte man dem VfB nicht nachsagen und so hatten der das letzte Wort. In der 91. Minute traf man zum 1:6 Endstand.
Ein sehr ernüchterndes Spiel, mit ein paar guten Phasen, aber in der Gesamtsicht ein Debakel, fast eine Vorführung.

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Football, bloody Hell. Das Spiel war wirklich wild und zeigt wie eine gute Aktion das komplette Spiel ändern kann.

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Zeit für Wiedergutmachung. Nach dem Debakel gegen den VfB empfing die Bayern U19 heute den FC Ingolstadt am Campus. Und Trainer Haas reagierte deutlich auf das letzte Spiel. Es gab sage und schreibe 8 (!) Veränderungen in der Startelf. Ingolstadt war als starker Gegner avisiert, der immerhin den Bayernbezwinger Stuttgart geschlagen hatte.

Die Startelf

Die Bayern begann stark. In der vierten Minute vergab Afanou eine 110%ige Chance, eine Szene für den Jahresrückblick, nur um vier Minuten später das erste Tor zu erzielen. Rechtsaußen setzte er sich durch, um aus spitzem Winkel ins Tor zu treffen. Alles schien gut zu laufen. Aber wieder war unerwartet der Gegner dran. In der 16.Minute reichte ein weiter Schlag um die Bayernabwehr zu überraschen. Torhüter Podar-Stiube und Momouni brachten den Angreifer gemeinsam im Strafraum zu Boden. Der fällige Elfmeter wurde zum Ausgleich verwandelt. Das Spiel gestaltete sich nun deutlich schwieriger für die Bayern.
Die Ingolstädter verteidigten engagiert und brachten die Bayernabwehr einige Male mit ihren langen Bällen in Schwierigkeiten. Denen verblieb aber weiterhin die Spielkontrolle, wenn auch keine echten Chancen mehr herausgespielt wurden.
Dafür sollte gleich die nächste in der 35.Minute verwandelt werden. Philipp von Taube setzte sich am linken Flügel durch. Seine Hereingabe ging einmal quer durch den Strafraum und am anderen Eck war wieder Afanou. Der traf nun zum dritten Mal in Folge aus recht spitzem Winkel. Davon aufgemuntert machten die Bayern noch einmal Druck und erzielten in der 43.Minute den 3:1 Halbzeitstand.
Imade war links eigentlich schon gestoppt, aber Nuraj setzte nach und legte den Ball von der Torauslinie zurück. Dort stand von Taube am Fünfmeterraum und belohnte sich für seine starke Leistung mit seinem vierten Saisontreffer. Eine verdiente Führung zur Halbzeit in einem Spiel, das streckenweise schwieriger war, als das Ergebnis aussagte.

Nach der Pause waren die Ingolstädter sofort da, kamen aggressiv raus und stellten die Bayern vor einige Probleme. Diese Phase dauerte allerdings nur einige Minuten, dann übernahmen die Bayern eindeutig das Kommando. Man kam nun auch zu einigen guten Chancen, die Verwertung war nun aber nicht mehr optimal. In den letzten 15-20 Minuten ließen die Bayern die Zügel wieder etwas lockerer. Und wieder waren die Gäste sofort da. Es gab nun Torgelegenheiten auf beiden Seiten, fraglich war nur, wer als erster treffen sollte. Am Ende war es gar keiner und das Spiel endete mit einem 3:1 Sieg für die Bayern. Ein verdienter Sieg, nach einer über weite Strecken gute Leistung. Aber Ingolstadt musste man auch als einen zähen Gegner würdigen, der es den Bayern nicht leicht machte.
Am Ende glückte die Wiedergutmachung.

Individuell kommt man natürlich nicht am Doppeltorschützen Afanou vorbei, der jenseits seiner Treffer die Abwehr auch ansonsten dauernd in Atem hielt.
Ebenso erwähnenswert sein Angriffspartner von Taube, der einen Treffer und einen Assist zu verzeichnen hatte.
Und auch heute wieder weit vorne Kapitän und Regisseur Matosevic.

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