FC Bayern Frauen: Zu gut für die Bundesliga, zu schlecht für die Champions League?

meinte nicht diese 3 , habs falsch ausgedrückt, sondern 3 von Bayern

Ah ja, verstehe. Bin über drei Namen und dann “drei sind EM geworden” gestolpert bzw. habe das im Kopf zusammen gezogen.

war dumm geschrieben,

Das ist ehrlich gesagt sowohl meine Hoffnung als auch Erwartung.

Zwar verschwindet leider auch viel Frauenfußball-Tradition bspw. mit Turbine Potsdam oder SGS Essen - aber über kurz oder lang haben wir eine erste Liga mit dem VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Schalke 04, …
Da werden sich die Vereine, die jetzt nur moderat investieren, strecken müssen, um überhaupt drin zu bleiben. Sprich, die allgemein zu investierende Summe wird dann steigen.

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Laura Dafinger
Laura Fühler
Clara Choisy

Die drei sind es

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Ganz kurz: ja. Und nein.

Gefühlt gab es immer mal wieder Tickets, was aber meinem Gefühl nach daran lag, dass nicht abgerufene Gästekontingente sehr konsequent dann bei uns eingestellt wurden.

Bei wenigen Vereinen gibts so viele Auswärtsfahrer wie bei uns. Oder wie der Bereichsordner beim HSV am Sonntag meinte “ihr seid einer der wenigen Vereine, bei denen sich eine Materialkontrolle überhaupt lohnt und die Fans mitbringen”

Kapazität realistisch ca 4.500. Aber zugelassen halt nur 2.500

Und das wird sich auch nicht mehr ändern.

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Wo bleibt die Brücke oder der Tunnel von Campus zur Arena? :wink:

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soll er mit seiner moderaten Wachstumsstrategie weitermachen

ganz klar dafür - mir geht das eh alles viel zu schnell und zu krass in Richtung „Perversität“ des Männerfussballs…

Meine große Sorge ist, dass es mal wieder too little too late ist.

Im Artikel schreibe ich ja von den Siebenmeilenstiefeln der Borussinnen. Bloß: Die anderen, allen voran natürlich die WSL, bleiben ja nicht stehen und warten. Die geben selbst weiter Gas. Bis alleine der BVB wirtschaftlich auf aktuellem Bayernniveau angekommen sind wird, wachsen die Personalkosten bei Arsenal und Chelsea wahrscheinlich auf über 20 Millionen.

Dass Potsdam, Essen und Co. diese Entwicklung nicht mitmachen können, finde ich auch sehr, sehr schade. Ohne jetzt ein Patentrezept in der Hosentasche zu haben, wie man es hätte anders lösen können.

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Ich habe ja anders als du auch nicht gesagt, dass irgendeins der beiden Spiele besser war. Die Ausgangsthese von Georg ist aber faktisch belegbar und richtig: Die Unterschiede zu den Top-Teams waren in beiden Jahren groß. Da jetzt so zu tun, als wäre es dieses Jahr so viel besser gewesen, weil 30 Minuten ganz ordentlich waren, verfälscht doch total, wie es wirklich gegen Barca lief.

Greift viel zu kurz. Wir alle haben das Spiel gesehen. Wenn du ernsthaft glaubst, das Spiel und das gesamte Halbfinale müssten nicht zur Halbzeit in Barcelona schon längst vorbei sein, dann kommen wir hier nicht weiter und können es dabei belassen. Man war extrem gut bedient damit, dass Barca sich aus diesem Übergewicht nicht noch mehr erspielt hat. Das hatte mit Bayern genau nichts zu tun, sondern war reines Glück.

Wenn “noch näher” meint, dass man eine Zehenspitze näher rangekommen ist, meinetwegen. So wie die beiden Spiele gelaufen sind, glaube ich nicht, dass Bayern aus 100 Versuchen auch nur zehnmal weitergekommen wäre. Lass es vorher fünf gewesen sein. Macht die These von Georg im Artikel nicht falscher. Der Abstand ist so groß, dass eine Finalteilnahme so gar nicht in Sicht ist.

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Also man käme jetzt schon zu Fuss hin (ca. eine Stunde). Superschöner Weg durch die Fröttmaninger Heide.

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Der Abstand ist in meinen Augen so klein wie seit 5 Jahren nicht mehr, immernoch deutlich vorhanden, aber ich sehe Chancen.
Also sportlich…
Wirtschaftlich geht die Schere halt weiter auseinander.
Aber ich bleibe optimistisch.
Daher agree to disagree an der Stelle.

Erste Halbzeit in Barcelona: 2,53 xG zu 0,29; 15 zu 4 Abschlüsse; 4 zu 0 Großchancen – und da sind noch mindestens drei Szenen nicht dabei, die brandgefährlich waren, aber keinen Abschluss dabei hatten.

Ich sehe wirklich nicht, wie Bayern gegen so einen Gegner bestehen soll. Auch nicht, wenn ich all das ignoriere und auf die Schlussphase blicke. Wenn Barca muss, drehen sie halt auf und dann wars das auch wieder.

Das Hinspiel war in der Arena auch nur minimal besser. Da hatte man defensiv etwas mehr Kontrolle, aber Barca hat auch da nicht mehr getan, als es muss. Wenn Barcelona und Lyon in den kommenden Jahren einen großen Aderlass haben oder eine Phase erwischen, in der es für sie nicht so läuft, dann geht vlt. mal was. Aber selbst dann muss man Arsenal, Chelsea und Co. erstmal schlagen. Sehe ich etwas optimistischer als das aktuelle Barca/Lyon, aber auch das muss erstmal in einem K.-o.-Duell gelingen.

Die harten Fakten sind, dass Bayern bisher kein K.-o.-Duell mit diesen Giganten hatte, bei dem man wirklich und ernsthaft davon sprechen kann, nah dran gewesen zu sein.

Also ich habe bei weitem nicht alle Spiele aller Teams gesehen. Doch für meinen persönlichen Geschmack war der FC Bayern in dieser Saison auch eher näher an den Top Teams als in der vergangenen Saison. Jetzt war das Los im Halbfinale der FC Barcelona und knapp fand ich es auch nicht, aber ich hatte doch das Gefühl, dass auf der anderen Seite des Turnierbaums ein Einzug in das Finale durchaus im Bereich des möglichen lag.

Für mich war der FC Bayern unter Barcala ein Top 4 Team in der CL. Unter Strauß waren wir für meinen Geschmack eher nur in unter den besten 5-8.

Doch bei allem was ich diese und letzte Saison gesehen habe, ist der FC Bayern unter Barcala

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Wenn man einen Marathon laufen muss, sind 500 Meter näher am Ziel auch “näher” als die 500 Meter, die man zuvor gelaufen ist. Wenn man die aber ohne Laufschuhe läuft, wirds trotzdem schwer, das Ziel zu erreichen.

Fand ich ehrlicherweise nicht. wir haben Barca ziemlich kaltgestellt.
Sie hatten zwar den Ball, konnten sich aber nichts rausspielen.
Man kann das fussballphilosophisch natürlich ablehnen.
Aber es hat einfach sehr gut funktioniert.
und wenn man Barca anschaut in den KO Duellen, gab es kein Team in den letzten Jahren, die spielerisch das ganze wirklich ausgeglichen gestalten konnten.
Sei es Chelsea, Arsenal oder auch lyon.
Chelsea hat letzte Saison 2x 4:1 kassiert von Barca.
Also auch schon im Hinspiel.
In all diesen Duellen hatte Barca immer das deutliche spielerische Übergewicht.
Besonders über 2 Spiele.
Daher sehe ich zwar den Abstand zu Barca schon , aber nicht zum Rest,.
Kann natürlich trotzdem sein, dass ich falsch liege und gebrochen werde nächste Saison.
Aber dann hatte ich immerhin Hoffnungen bis zu dem Moment.
Aber ich sag jetzt einfach, wir sehen uns in Warschau 2027.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Und der Verein soll trotzdem bitte deutlich mehr investieren.
Da sind wir uns ja einig.

Nach drei Halbzeiten stand es nach xG ca. 4:1 für Barca. Mit bisschen mehr Effizienz, die sie normalerweise haben, steht es auch ergebnistechnisch zu diesem Zeitpunkt bereits irgendwas zwischen 4:1 und 7:1 in drei Halbzeiten. Und das vollkommen verdient. Das Hinspiel war besser als das Rückspiel, aber auch nur, weil Heimvorteil und für Barca kein Grund, all-in zu gehen. Bayern war selbst offensiv im Hinspiel über weite Strecken so harmlos, dass das eine Tor am Ende schon eine Überperformance war.

Das heißt nicht, dass Bayern schlecht war. Aber wenn das der Hoffnungsschimmer für die nächsten Jahre sein soll, ein Finale zu erreichen, dann sehe ich ihn nicht, wenn im Sommer nicht einiges überraschendes passiert. Und an der Stelle dann offenbar agree to disagree.

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Ich weiß ja nicht, wie es bei den Frauen ist, aber bei den Männern gelang es dem FCB durchaus schon, ins CL-Finale zu kommen, obwohl man nicht zur absoluten Spitze gehörte.
2010 z.B. war so ein Fall. Ich denke, wenn Bayern da irgendwann auf Barcelona getroffen wäre, dann wären sie wahrscheinlich klar gescheitert. Statt dessen hatte man Los- und Spielglück gegen Florenz, ziemliches Spielglück gegen ManUnited und dann wieder mit Lyon einen dankbaren Gegner im Halbfinale. Und schon steht man im Finale und da wäre einem sogar der große Brocken Barca erspart geblieben, weil Mourinho es schaffte, das Offensivfeuerwerk von Barca mit Inter irgendwie zu überleben. Meine Prognose: wenn ich mir anschaue, wie ManUnited im Rückspiel Bayern in der ersten Halbzeit zerlegte, könnte ich mir vorstellen, dass ein Duell gegen Barca - trotz der Verbesserungen in Kader und Taktik im Vergleich zum Vorjahr - wahrscheinlich in einem ähnlichen Fiasko geendet wäre wie das Viertelfinalduell 2009 mit dem 4:0 in Barcelona, bei dem Bayern in der ersten Halbzeit so chancenlos war wie wohl in kaum einem Spieler der letzten 30 Jahre.
2012 war es auch so, dass ein Duell mit Barca im Viertelfinale oder Halbfinale wahrscheinlich alle Hoffnungen auf das Finale dahoam beseitigt hätte. Man hat sich den Finaleinzug zwar verdient, denn auch Real musste erst einmal ausgeschaltet werden, aber auch hier glückte der Finaleinzug mMn vor allem deswegen, weil man Barca aus dem Weg gehen konnte.
Und das bringt mich zurück zum Frauenfußball:
Ist es bei den Damen komplett auszuschließen, dass ein Finaleinzug in nächster Zeit klappt, wenn der Gegner in einer KO-Runde nicht Lyon oder Barcelona heißt?
Das könnte über eine sehr gute Ligaphase klappen und in Spielen gegen die nicht ganz so großen Gegner haben die Damen ja diese Saison ziemlich überzeugt.
Natürlich wäre es schön, wenn man irgendwann auf einem Level ist, auf dem man sagen kann: wir können das Finale erreichen, komme wer wolle. Aber auch wenn man nicht so weit ist, kann es mit etwas Losglück (in dem Fall in der Ligaphase) und etwas Spielglück vielleicht für ein Finale reichen.
Wie gesagt: bei den Herren klappte das auch schon hin und wieder.
Und dann gibt es auch noch den Fall B, dass man wie der BVB 2024 im CL-Finale steht und keiner weiß wie das klappen konnte. Gefühlt hatte PSG damals mehr Chancen als in den beiden Spielen gegen Bayern, aber trotz eines xG-Wert von 5,10 in beiden Spielen gelang PSG kein einziges Tor. Auch so eine Konstellation könnte man ja mal erwischen.

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Ich stehe ziemlich in der Mitte von euch beiden…

@justin’s Argumente sind eigentlich nicht außer Kraft zu setzen. Im Prinzip kann ja auch beides wahr sein - also, dass man bei grundlegender Sicht noch eine ziemliche Klippe zwischen uns und Barca sieht und zugleich unsere Chance, sie zu besiegen, in einem oder zwei Spielen höher liegt/lag als die erwähnte Klippe das hergibt.

Ich finde, ähnlich wie @maestroflave, dass wir heuer näher dran waren. Und doch: richtig, die Zahlen und Stats geben diese Sicht nicht her - die Spielverläufe haben es eher enger aussehen lassen als es war. Hinzufügen würde ich aber, und daraus speist sich meine Sicht, dass wir näher dran waren, dass ich es speziell im Rückspiel gern gesehen hätte, wenn wir mit einem anderen Mindset aufgetreten wären (von Beginn an). Das haben wir nach dem Spiel bereits ausdiskutiert; aber ich halte es für legitim, davon auszugehen, dass der Unterschied nicht so groß ist wie die Dominanz von Barca wirkte, wären wir nur mutiger und aggressiver vorgegangen. Und, mit Verlaub: wenn wir nur endlich mal das Glück hätten, in so einem Duell mit vollster Kapelle anzutreten, die sich auch in Top-Form und -Fitness-Zustand befindet (betrifft natürlich zuvorderst Bühl und Oberdorf).

Natürlich ist das ein sehr großer Konjunktiv. Aber dass speziell die Verpflichtung von Oberdorf mit der Absicht geschah, ebendiese Kluft zu Lyon/Barca deutlich zu verringern, dürfte Konsens sein. Vielleicht sehe ich das zu positiv und naiv, aber grade gegen solch spielerische Klasse ist ein zentrales Mittelfeld mit der körperlichen Präsenz einer Prime-Oberdorf gepaart mit ihrer auch vorhanden technischen Klasse in der Ballbehauptung elementar.

Die Ironie besteht jetzt vielleicht darin, dass mir ein @maestroflave, womöglich auch ein @Sascha_11 :wink: , unterstellten, dass mein taktischer Ansatz gegen ein Barca ganz falsch, suizidal gar, sein würde. Ich wäre aber trotzdem auf “eurer” Seite, dass wir eventuell näher dran sein könnten als wir es gesehen haben - denn bezüglich der Spielanalyse muss ich eben @justin Recht geben. Barca war, ob nun ein knapperes Ergebnis oder nicht, so klar besser, dass ich auch einen baldigen Finaleinzug als sehr unwahrscheinlich sehe, solange die (und Lyon) ihr Niveau halten können.

EDIT:

Lese gerade den Beitrag von @willythegreat und stimme ihm zu. Bei günstiger Konstellation kann man natürlich auch mit dem Jetzt-Zustand das Finale erreichen. Aber ich glaube, worum es @justin geht, ist ja weniger als eine glückliche Fügung, die dich besser erscheinen lässt als du bist, sondern eine sachliche Analyse, die dich die notwendigen Schritte machen lässt. Und nur so wirst du zu einem dauerhaften natürlichen Aspiranten auf den Titel.

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Dort ist der Weg ins Finale viel weiter. Außerdem ist die Spitze historisch betrachtet viel breiter. Es ist wahrscheinlicher, dass die Spitzenteams auch mal an anderen Spitzenteams scheitern. Bei den Frauen ist der Abstand der absoluten Spitze aktuell deutlich größer zum Rest als es bei den Männern zumindest in den letzten 20-30 Jahren der Fall war. Hinzu kommt, dass die Masse an Weltklassespielerinnen oder denen, die nahe dort rankommen, noch nicht so vorhanden ist, wie es damals der Fall war. Damals konnte sich auch mal einer wie Arjen Robben oder Franck Ribéry zum FC Bayern verirren. Vergleichbare Transfers sehe ich bei den Frauen eher nicht im Bereich des Möglichen. Man könnte hier Stanway anführen, aber ob sowas wiederholbar ist, weiß ich nicht. Und halten konnte man sie ja auch nicht. Ein weiterer Punkt, der mich sehr skeptisch stimmt. Ihre Bedeutung fürs Spiel war enorm.

Bayern bräuchte eigentlich die günstige Konstellation, dass Lyon und Barca im Halbfinale aufeinandertreffen und sie irgendwie auf der anderen Seite des Baums landen und dort gegen Arsenal oder Chelsea oder so weiterkommen. Da muss aber schon extrem viel zusammenlaufen.

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