FC Bayern: Das Ende von Thomas Tuchel! Chance oder Risiko?

Man kann sich ja ungefähr denken, wie das gelaufen ist: Da rufen der Leon, der Joshua und vielleicht auch der Thomas beim Uli in Tegernsee an und stöhnen demonstrativ, dass das mit dem Tuchel so nicht geht. Irgendwann mischt sich der Uli ein und schwupps ist auch einer der besten deutschen Trainer Geschichte. Dass der Joshua, der Leon und auch ab und zu der Thomas nicht mehr so spielen, dass man nationale oder gar internationale Spitzenklasse ist, ist ja egal. Jeder Trainer sitzt da von vorhinein auf einem Schleudersitz und muss tunlichst darauf achten, die Egos der selbst ernannten Superstars bloß gut zu streicheln, sonst wars das. Dass der Xabi da keinen Bock drauf hat, ist nachvollziehbar. Wird wohl der Hoeness. Bin gespannt, ob der Uli den genauso absägt bzw. absägen lässt.

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Dito - Danke für diesen absolut treffenden Beitrag vor allem mit dem Hinweis auf das „verschmähte“ Boulevard mit seiner durchschaubaren Kampagne, die genüsslich jeglichen vermeintlichen „Fehler“ ausschlachtet (und das sich nebenher kräftig ins Fäustchen lacht, da jede möglichst negative und noch so absurde Meldung die Klicks in die Höhe treibt). Von den ganzen Aufmerksamkeits-Trittbrettfahrern mal zu ganz zu schweigen.

Sicher gibt es für die Trennung mehrere Gründe, die negative Meinungsmache hat da schon ihren Anteil. Allein die aus meiner Sicht doch verwegene Anspruchshaltung mit jährlichem „mindestens Double-Abo“ / dass ein Verein mit x-Faktoren immun gegen gegen jegliche Phase des Misserfolgs zu sein hat, ist doch fernab jeglicher Realität.
Wir reden ja hier nicht vom Weltuntergang, Hauptsache man zeigt aber erst mal wieder irgendeinen (Aktionärs-) Aktionismus, um vermeintlich „Ruhe in die Sache zu bringen“ und wieder „in die Erfolgsspur zu kommen“.

Absolut unwürdig wie man vor allem beim Boulevard eingeknickt ist, ich fand es großartig wie TT in den Pressekonferenzen bei den bis zu 80% spielfremden Fragen stets mit Haltung und rhetorisch absolut glanzvoll aufgetreten ist / gekontert hat bzw. als es dann zu sehr unter die Gürtellinie ging, völlig zu Recht auf den Tisch gehauen hat.

Fairness hat hier leider schon länger keine Rolle mehr gespielt, Fairplay ist nur noch eine lächerliche Worthülse, Kontinuität entspricht nicht mehr dem Zeitgeist, man darf gespannt sein.

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Der Artikel ist mit einer großen Analyse soeben geupdatet worden. Ich werde den jetzt nicht hier rüber kopieren, der „update“-button funktioniert leider nicht. Also bitte im Blog lesen:

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Dass dieser nicht erfolgte, hatte viele Ursachen – unter anderem auch jene, dass die nationale Konkurrenz nicht in der Lage war, gleich mehrere Schwächephasen des Rekordmeisters nicht zu nutzen.

Ein „nicht“ zu viel :wink:

Man zeigte weder Einsicht für die eigenen Fehler in der Kaderplanung, noch hatte man die Geduld, einen Weg der Entwicklung zu gehen . Nagelsmann hat Fehler gemacht, hatte wie Flick und …

Ein Punkt zu wenig… :slight_smile:

dass der Weg zurück zum Erfolg mitunter kürzer sein kann , als es in Zeiten des Misserfolgs scheint.

Und noch ein Komma… :grimacing:

:grimacing:
#7-Rotst!ft/…>Uli-Macht-Den-Weg-Frei_oderFragtSichBloßObFür(DasRummenigge´sche/…Vorder-gründige)Alonso-RisikoOderDochEherFürDieMaxi…äh…Sebi-Hinter…-Chance? :face_with_peeking_eye:
:face_with_raised_eyebrow:

:anguished:

Es greifen mal wieder die berühmten Mechanismen der Branche: wenn was schief läuft, fliegt der Trainer, auch wenn es noch so viele Hinweise auf fundamentalere Misstände gibt. Mitleid mit Tuchel muss man nicht haben, schliesslich ist er selber durch eine ähnliche Kurzschlusshandlung erst an den Job gekommen. Damals musste Nagelsmann gehen, weil man glaubte, nur ein knappes Zeitfenster für Tuchels Verpflichtung zu haben und diesen unbedingt wollte; inzwischen muss ich sagen, dass es dieses Intermezzo nicht wert war - da hätte man auch gleich Nagelsmann weitermachen lassen können. Ein Aktionismus, den man so auch bei x-beliebigen Dauerkrisenklubs beobachten kann, und der leider gar nichts von „Mia san Mia“ hat.

Der Verein zeigt sich dadurch mal wieder in keinem guten Licht, und auf die Sündenböcke Kahn und Brazzo kann man es diesmal nicht schieben. Wer will sich diesen Job eigentlich als nächstes antun? Die ganz grossen Namen wohl erstmal nicht.

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Wenn wir jetzt noch ähnlich gute Fußballer im Kader hätten …… hust

Aber in der Tat verblüffend ….

Hier ist mir tatsächlich zu viel Weltuntergangsstimmung. Wir waren 11 Mal in Folge Meister, sind jetzt Zweiter in der BL und im Achtelfinale der CL. Effektiv hatten wir 5 richtig schlechte Spiele diese Saison und versprühen insgesamt wenig Esprit. Wenn mir das vor 11 Jahren jemand gesagt hätte, hätte ich unterschrieben. Wenn mir vor 11 Jahren jemand gesagt hätte, dass Fans das Handtuch werfen, weil das zu viel Chaos für sie ist, hätte ich mich gewundert.

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Starke Analyse.
Mein Lieblingssatz:
„Klar ist aber auch, dass die Situation standesgemäß stärker dramatisiert wird, als sie ist.“

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Ich wage mal gerne die steile These, dass der Verein froh sein kann, dass TT sich die restliche Zeit überhaupt noch antut.

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Stimme Dir da völlig zu! :+1:t4:

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Schlaf doch nochmal drüber…wäre schade!

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Super Artikel.
Das Gehaltsgefüge der Kaderstruktur anzupassen finde ich eine der größten Herausforderungen. Ich bin mir nicht sicher ob es für einige unserer sehr gut bezahlten Spieler einen großen Markt gibt.

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Das ist ja genau das Kernproblem. Wer nimmt uns denn Goretzka, Kimmich, Sané usw ab? Die werden (mit noch laufenden Verträgen) nicht auf die Kohle verzichten. Und wer genau hinsieht, der wird sich mit diesen Underperformern nicht die eigene Gehaltsstruktur kaputt machen. Also abwarten - und das heißt bis 2025 und 2026 Spieler durchschleppen, die schon mehrere Trainer auf dem Gewissen haben, obwohl sie keine Leistung bringen. Irgendwie hat einigen der CL-Sieg 2020 einfach nicht gut getan.

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Aber ist das nicht der ganz normale Gang der Dinge?

Früher ging für uns alle zwei bis drei Jahre die Welt unter. Nun nach über 11 Jahren.

Und so wird es immer wieder sein.

Da hat niemand jemanden auf dem Gewissen. Irgendwann ist es eben vorbei.

Bei keiner anderen Spitzenmannschaft ist es anders … und wenn, dann höchstens dahingehend, dass niemand 11 Meisterschaften hintereinander geschafft hat.

Von daher gibt es keinen wirklichen Grund, Trübsal zu blasen ;).

Es wird auch alles wieder gut :+1:t4:

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Da gebe ich dir Recht.

Die derzeitige Situation hat aber schon einige Besonderheiten finde ich. Nach unseren letzten Champions League Sieg sahen viele 5 bis 10 sorgenfreie Jahre auf uns zukommen. Die Interviews von KHR und Kimmich habe ich noch im Ohr, wo über Brüderlichkeit und die goldene Zukunft gesprochen wurde. Alles nicht so lange her, aber jetzt haben wir 3 bis 4 Spieler im Kader, welche zu den Großverdienern zählen und im besten Fußballalter sind, wir aber loswerden wollen. Ich kann mich an eine ähnliche Situation nicht erinnern.

Es gab jedoch nie so große Abstände zb bei den Finanzen. So eklatant war das doch früher auch nicht.

100 mio für einen Spieler …. Das konnten die Bayern eben nicht. Heute sind bei uns 20 mio Ablöse günstig……

Deswegen können wir auch so gelassen in die Zukunft schauen. Unsere nationale Stellung ist doch gar nicht mehr zu gefährden. Vielleicht werden wir mal nicht Meister?
So what?
In spätestens 1,2 Jahren ist auch Alonso bei Bayer weg, die Mannschaft auseinander gekauft. Dann werden dort auch schon wieder kleinere Pillen gedreht.

International sieht es natürlich etwas anders aus. Aber solange wir den Heimatmarkt beherrschen, werden wir auch an der Stelle immer wieder da sein.

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Das ist der Grund, weshalb seit Jahren nix vorwärts geht mit der Mannschaft und nur Ergänzungsspieler unterschiedlicher Qualität kommen. Noch gar nicht so lange her, da hat man wenigstens noch mit Leihen gearbeitet, die teils, zumindest kurzfristig, von guter Qualität waren. Inzwischen scheint man sich von Qualität gänzlich verabschiedet zu haben, oder man hat schlichtweg keine Ahnung, wie man an diese kommt.

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Justin sieht nicht die alleinige Verantwortung aber eine grosse bei Tuchel: taktisch und kommunikativ unflexibel, vermutlich zumindest teilschuldig an den vielen Muskelverletzungen, sowie keine Weiterentwicklung im Spiel mit Ball.

Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich weder Nagelsmann noch Tuchel den Ansprüchen Bayerns nicht genügten. Vielleicht sind die Erwartungen einfach zu gross. Nagelsmann war zu flapsig, Tuchel zu unflexibel in der Kommunikation. Unter Nagelsmann war das Positionsspiel schwach, unter Tuchel ist das Spiel zu starr und unkreativ. Und so weiter und so fort. Wahrscheinlich lässt sich bei jedem Trainer eine ähnliche Mängelliste aufstellen, wenn es insgesamt mit der Kaderstruktur und der Position des Trainers im Verein nicht passt.

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