Fankultur - Fanklubs

Na gut, aber das sind ja alles nur weit entfernte Uli Claqueure, die anders als die Kurve hier keine Ahnung haben, wie schlecht es um den Verein wirklich steht. Kann man nicht ernst nehmen, diese „Fanboys“ (und -girls). :wink:

Hmm… Interessante These. Aber wer behauptet das?

Natürlich in diesen Worten niemand hier wörtlich. Aber es schwingt in den Diskussionen hier schon immer wieder die Arroganz mit, dass man sich besser auskennt als andere Bayernfans. Und deshalb die wahren Probleme erkennt, die diejenigen, die angeblich „rosa rote Brillen“ aufhaben da draußen nicht sehen, wenn sie den Verein und deren handelnden Personen überwiegend richtig gutfinden und zB Eberl und Kompany (aber auch UH) nicht so an den Pranger stellen. Gedankenexperiment: Du machst heute eine Umfrage zu den „Approval ratings“ bzgl. der Personen, der Transferpolitik etc hier in der Kurve und „da draußen“ in den Weiten der neuen Fanclubs. Welches Ergebnis erwartest du? Und wie wäre die Reaktion der Chefkritiker hier in der Kurve auf das Ergebnis, wie würden sie es erklären?

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Ich denke, dass z.B. Uli Hoeneß bei vielen Anhängern immer noch besser wegkommt, als es hier z.B. ist.
Aus dem eigenen Bekanntenkreis kann ich aber berichten, dass es quasi keinen mehr gibt, der zum aktuellen Bild, das der FCB in der Öffentlichkeit abgibt, positiv gestimmt ist. Da sind die meisten schon eher besorgt und zeigen Unverständnis. Ist natürlich nur eine kleine Stichprobe… das sind in meinem Umfeld jüngere, aber auch einige ältere (50+) Fans und Sympathisanten.

Wie darauf die „Chefkritiker“ reagieren würden und wie sie es erklären würden, kann ich Dir nicht beantworten.

streich die Ironie - es stimmt ja… also ob irgendjemand in Amiland etc. angemessen kritisch auf die Altvorderen schauen würden…

man könnte die Liste auch noch ewig fortführen - erstnehmen kann man diese Pseudofans nicht wirklich!

qed

Keine weiteren Fragen, Euer Ehren!

Das hat doch alles nichts mit schlauer sein, die Wahrheit kennen oder ein echter Fan sein zu tun. Es ist primär eine Frage dessen, wie viele Informationen man hat.

Wer sich jedes Spiel komplett anschaut, wird zwangsläufig mehr fundiertes zu den Spielen schreiben können, als jemand, der sich nur die Zusammenfassung in der Sportschau ansieht. Deswegen ist der Sky-Abonnent aber nicht der „bessere“ Fan.

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wie sollte man irgenswelche Menschen, die z.B. Kane oder Musiala toll finden, dann feststellen, dass sie bei Bayern spielen und dieser Verein extrem erfolgreich ist und deshalb „Fan“ werden ernst nehmen?

das ist genau so bescheuert wie Menschen in Deutschland, die auf einmal American Footbal toll finden, weil es gehypt wird und sich dann die erfolgreichen Chiefs aussuchen…

das hat Fan-sein nichts zu tun - sondern ist einfach nur peinliches sonnen im Ruhm eines erfolgreichen Vereins, zu dem ich keinerlei Beziehung habe!

das hat auch nix mit Arroganz zu tun - die Bindung zu einem Verein wächst über Jahre und Jahrzehnte, meist seit Kindesbeinen und hat diverse persönliche Bezüge und dann kenne ich auch die Historie, Abläufe und Zusammenhänge - und lasse mich nicht von irgendeiner Pseudoberichterstattung, vereinsgesteuerter Propaganda und Starkult beeinflussen und blenden!

Genau so läufts bei ManU seit Jahrzehnten. Bei Real auch, wobei natürlich die erfolgreicher sind.

Ein Verein, der nur auf treue und langjährige Fans setzt, spielt im Grünwalder. :wink:

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Gibt viele US-Amerikaner unter den FC Bayern Fans, die 2010 und 2014 nach der Weltmeisterschaft wegen Vorlieben für Müller oder Schweinsteiger zum FC Bayern kamen. Ich finde das gar nicht so seltsam - mein Nachbar ist durch Uwe Seeler in den 60ern zum HSV Fan geworden, da war er noch ein Kind. Und ist es immer noch. Ich kenne auch eine US-Amerikanerin die durch Gerd Müller als Kind zum FC Bayernfan wurde - da gab es noch den Bezug, dass Mutter oder Vater deutsch waren und sie in Fort Lauderdale wohnte. M.E. ist es eher dann die Langjährigkeit und nicht warum man zum Fan wurde, die zählt.

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Ich hab kein Problem damit, wenn jemand Fan eines Vereins geworden ist, weil der Verein irgendwas gewonnen hat oder weil da ein Spieler spielt, den man toll findet.

Was ich ein Bisschen komisch finde sind so Leute wie mein Kollege. Der ist Leipzig Fan aber kennt vielleicht drei Spieler aus dem aktuellen Kader und weiß oftmals gar nicht, wann Red Bull spielt oder wie die Spiele ausgegangen sind.

Aber hey, wenn das für ihn reicht, ist das auch ok, ich finde es halt komisch.

Wer bin ich denn um jemandem sagen zu dürfen, dass er kein „richtiger“ Fan ist?

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So lange es noch keinen verbindlichen Fan-Führerschein gibt, müssen auch solche Leute geduldet werden. :grin:
Es gibt eben auch Leute, die es etwas lockerer nehmen als der Hardcore-Fan.

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Das sehe ich etwa anders. Fan sein, heißt für mich in erster Linie, dass ich Interesse an einem Verein habe, mich mit seiner Geschichte und seinen Spielern befasse und es mich emotional mitnimmt, ob dieser Verein gewinnt oder verliert.
Wenn sich also jemand im Zuge der immer größer werdenden Popularität des American Football für die Sportart interessiert und irgendwann auch ein Team für sich findet, dass er/ sie cool findet und dann sogar bereit ist, sich Nächte um die Ohren zu schlagen, um das Team zu sehen, dann sind das für mich schon auch Fans.
Ich habe vor 3 Jahren die Minnesota Vikings für mich entdeckt (wahrscheinlich auch ein bisschen wegen ihrer guten Vorrunde 2022) und verpasse seitdem kaum ein Spiel im Fernsehen, auch wenn das bedeutet, dass ich mir eine komplette Nacht um die Ohren schlagen muss. Das mache ich mittlerweile bei Bayern nicht mehr. Da kann es sogar sein, dass ich mir mal eine zweite Halbzeit in der CL schenke, um früher ins Bett zu kommen.
Obwohl die Allianz Arena nur knappe 150 Kilometer von mir entfernt liegt, war ich seit fast 10 Jahren nicht mehr im Stadion. Mitglied bin ich immer noch und mittlerweile mit einer Nummer unter 25.000. Ich würde mich guten Gewissens schon noch als Bayern-Fan bezeichnen, aber eben auch als Fan der Minnesota Vikings im American Football. Peinlich ist mir das nicht. :wink:
Und es wird auch einige Chiefs-Fans geben, die zwar nur durch den Erfolg Fans wurden aber trotzdem emotional bei den Spielen ihres Teams mitfiebern.
edit: beim American Football (genau wie bei anderen US-Sportarten) wird sich die Treue der Fans in den nächsten Jahren ohnehin zeigen, denn hier liegt es in der Natur der Sache, dass Teams, die oben stehen irgendwann wieder nach unten rutschen, ehe evtl. eine neue erfolgreiche Ära gestartet wird. Wenn man sich vor einigen Jahren aufgrund des Erfolgs die New England Patriots als Team ausgesucht hat, wurde man in den letzten Jahren schon auf so manche Probe gestellt.

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Bei mir isses allgemein der American Football. Ich hoffe immer noch darauf, dass ich eines Tages eine Erleuchtung habe und ich dann Fan eines bestimmten Teams werde.

Bei der NHL hab ich Seattle Kraken. Warum? Weil Grubi da spielt und weil ich die Teamfarben mag :wink:

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Mit American Football werde ich auch nicht warm. Aber NHL verfolge ich ein wenig, v.a. weil ich Penguins Fan bin. Hat aber eher damit zu tun, dass ich bei NHL97 auf der Konsole immer mit den Penguins gespielt habe. Lemieux und Jagr waren einfach nur mega :wink:

Das ist auch mein Ziel. Irgendwann muss ich ein Spiel von Pittburg live sehen. Wenn ich Crosby noch sehen will, muss ich mich aber etwas beeilen…

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Bei mir sind es die Packers. Einerseits weil ich Aaron Rodgers ziemlich cool fand (von seinen fragwürdigen Ansichten hat man vor Corona ja nicht so viel mitbekommen). Zum anderen weil es das einzige Team mit einer vereinsähnlichen Struktur ist und eben auch einiges an Historie und verrückten Fans mitbringt.
Ich finde das immer noch sehr befremdlich, wenn dem Multimilliardärseigentümer als erstem die Trophäe überreicht wird.

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Go Bills!
Bin 1991 Bills-Fan geworden,
ich fand den Namen und das Team-Logo cool und die No-huddle Offense war auch eine neue und attraktive Spielführung …
haben zu der Zeit dann ja 4x mal hintereinander den Super-Bowl erreicht, bin also typischer Erfolgsfan … oder vielleicht doch nicht, haben ja alle Finals verloren :see_no_evil_monkey:

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Geht mir in der NFL genauso. Ich liebe den Sport, ich liebe die Liga. Ein Team habe ich noch nicht gefunden. Am ehesten die Bills.

NHL Eishockey kann ich wenig mit anfangen. Bin im Hockey Fan meines lokalen Teams. Dafür aber sehr leidenschaftlich. Auch wenn sie jetzt nur noch drittklassig sind.

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Die finde ich auch super. Josh Allen ist mir sehr sympathisch und die Fans scheinen auch ziemlich cool zu sein.
Schön, dass doch einige Football-Fans dabei sind.
Wäre evtl. eine gute Idee, wenn wir einen eigenen Thread gründen.

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Wie bin ich Bayern Fan geworden?
Ich war einer von irgendwelchen Menschen, die z.B. Rummenigge und Breitner toll fanden. Dann stellte ich fest, dass sie bei Bayern spielen. Und Bayern gewann immer wieder mal. Und dann wurde ich Fan.

Wie unterscheidet sich dieser bescheuerte, nicht ernst zu nehmende Weg, Bayern-Fan zu werden, bitte sehr von einem aufgeklärten, echten, erwachsenen und ernst zu nehmenden Weg?

Anders gefragt: Weil Du zufällig Fan von Kindesbeinen an bist, ist das „The Real Thing“ - echte Fan-Hingabe, die sich …

… lässt?
Und jedeR, der die Erleuchtung deiner Kindertage als Erwachsener erlebt, ist daher weniger erleuchtet- im Gegenteil:

Oder ist der Amerikaner, die Brasilianerin, der Nigerianer, der Bayern-Fan wird, oberflächlicher als Du und ich, weil erst durch CL oder N11 auf Musiala und Kane aufmerksam geworden?
Gibt’s da sowas wie die Fan-Gnade der frühen Geburt?

Ich halts da eher mit…

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