Ex-Trainer Julian Nagelsmann

bin ich theoretisch mit dabei. Aber gibt’s das wirklich? Wir spielen tollen Fußball und gewinnen nichts? Wie sollte das dann aussehen?

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Richtig. Außer eine andere Mannschaft spielt wirklich mal eine Saison lang die Sterne vom Himmel, so wie Dortmund 2012.

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Das würde wohl nur funktionieren, wenn die Konkurrenz endlich wieder stärker wäre. Wäre tatsächlich mein - frommer - Wunsch. Leider unrealistisch.

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Oder 2018 / 19, da hatte der BVB Pech.

Oder 2015 / 16, als sie mit 78 Punkten Zweiter waren.

Stimmt schon :grinning:
Aber vielleicht mit jungen Spielern, gar aus der eigenen Jugend, statt neuer teurer Stars.
Bevor Mané hier vorgestellt wurde beispielsweise hätte ich es auch gut akzeptieren können, wenn der Verein sagt, wir gehen jetzt mal einen anderen Weg und setzen voll auf die jungen Spieler, die schon da sind (Tel, Gravenberch). Dann hätte man (mit zugegeben niedrigeren Erwartungen) guten Fussball spielen und vielleicht doch nicht Meister werden können.
Ich sage nicht, dass ich das lieber gesehen hätte, denn ich habe mich wie viele andere auch über den Mané-Deal gefreut. Zusammen mit der Verpflichtung von de Ligt ist das aber genau das Statement, nach dem es dann eigentlich nicht mehr reicht, irgendwie um den Titel mitzuspielen.

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das ist tatsächlich der andere Weg.
Für diesen Weg müsste man sich aber auch von ein paar Leistungsträgern trennen. Die spielen beim FC Bayern weil sie Titel gewinnen wollen und in der CL mit den Besten mindestens mithalten wollen. So werden sie auch bezahlt.

Würde man diese Spieler behalten, die unter ganz anderen Voraussetzungen unter Vertrag sehen, gäbe es auch eine große Unruhe und Unzufriedenheit. Alle würden weg wollen etc. Ob sich da das Gewünschte unter diesen Voraussetzungen entwickeln könnte?

Zum Schluss wären auch die Sponsoren nicht happy. Die bezahlen auch für einen FC Bayern der national dominiert und international eine große Nummer ist.

Das auf den ersten Blick ein toller Weg, den ich auch Lust hätte zu gehen. Aber die Konsequenzen darf man dabei nicht aus den Augen verlieren.

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mit dem aktuellen Trainer hat das nichts zu tun. Der hat die Aufgabe eine internationale Top Mannschaft aus dem Kader zu formen. Das ist die Messlatte. Die muss man im Winter 23 noch nicht erreicht haben, aber im Frühling 23 werden die Verantwortlichen entscheiden, ob das ein gangbarer Weg wäre.

An eine Umkehr der Zielsetzungen mag ich aus den dargelegten Gründen nicht glauben. Ich bezweifle auch, ob das funktionieren kann. Dann bestünde wohl die Gefahr, das die besten Spieler jedes Jahr weggekauft werden würden. Ein BVB 2.0 in roten Trikots.

Die Vorstellung mit einer jungen Mannschaft in ein paar Jahren Europa zu rocken ist eine sehr schöne, romantische Vorstellung. Viele Fans würden da wohl gerne mit dabei sein, wenn das realistisch wäre.

Was gibt es denn schöneres als ein junges talentiertes Team wachsen zu sehen , ihre Erfolge zu feiern und ihre Niederlagen zu beweinen bis zum Schluss die Krone Europas auf sie wartet.

Aber realistisch ist das eben nicht.

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Es wurde ja nun schon x-mal darauf hingewiesen, dass die höchsten Ansprüche von der Clubführung selbst formuliert werden, und zwar in Person von Kahn, der meint, Bayern müsse in der Lage sein, jede Saison um den Gewinn der CL mitspielen zu können, was ja wohl suggeriert, dass man über das Achtelfinale hinauskommen muss. Und Nagelsmann selbst sprach davon, man wolle möglichst alle Titel diese Saison gewinnen. Das erzeugt natürlich Erwartungshaltungen, zumal diese noch befeuert wurden durch Artikel, die Nagelsmann für seine taktischen Kniffe vorab gefeiert haben. Wenn jetzt die gleichen Leute dann die Fans dafür schelten, sie stellten unrealistische Forderungen an Team und Trainer, ist das doch ein wenig ironisch.

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War ja auch fast zu schön um wahr zu sein. Der junge Taktikfuchs und Bayernfan aus Landsberg, der uns auf ein neues Level hievt.
War dann doch ziemlich naiv zu glauben, dass er mit überlegenem Training und überlegenenTaktiken den finanziell stärkereren die Stirn bieten kann. Bei denen arbeiten ja auch keine blinden, sondern eher die weltbesten, gerade die Trainer betreffend.

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Hier haben wir doch die Begründung für die Unentschieden… :wink:

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Aber „abledern“ sollte man die „anders Denkenden“ schon?

Sollte man dich eigentlich für deine 500 „Nagelsmann muss weg“ Posts pro Tag auch abledern?

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Grundsätzlich kann/sollte man als FC Bayern den Gewinn der Champions League schon anpeilen, aber mit Hinblick auf die Ergebnisse der vergangenen Jahre sollte man auch realistisch sein.
Nach der Zeit von Guardiola war man nur 2 Mal im Halbfinale und 2020 hat man die Champions League gewonnen, wobei 2020 auch eine Ausnahme war, da es nach dem Achtelfinale keine Rückspiele mehr gab, und wir im Halbfinale und Finale eigentlich auch ein paar Tore hätten kassieren müssen.
Mit diesem Hintergrund würde ich sagen dass das Erreichen des Viertelfinals das Ziel sein sollte und alles darüber hinaus Bonus ist.

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top artikel - der beschreibt teilweise auch was hier für ein anspruch im Forum stattfindet

Die Verantwortlichen haben selbst die höchsten Ansprüche an die Mannschaft. Sogar die Spieler selbst. Warum sollten die Fans geringere haben?

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Ist ja auch die Ureigne DNA- markentechnisch im Mia san Mia abgebildet- des Fc Bayern. Die Anderen dürfen gerne niedrigere Ziele ausgeben.
Alleine der Verteidiger, der jetzt geliehen werden soll/Ist?), hat ja einen höheren Marktwert als gefühlt die ganze Kölner Manschaft- einschl. dem Trainer und seiner Mütze.
:wink:

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Ansprüche sollte man haben aber man muss auch Erfolge und Misserfolge richtig einordnen. Schon nach der Auslosung war klar, dass das Spiel gegen Paris ein 50/50 Spiel wird. Wir waren da keine Favoriten und sind es jetzt noch weniger. Mit diesem Hintergrund sollte man auch ein Ausscheiden gegen Paris bewerten.

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Eine sehr interessante Frage!
Ich denke es gibt da sehr wohl einen Unterschied in der Berechtigung von Ansprüchen.
Der Verein lebt vom Erfolg, von der damit verbundenen Strahlkraft und finanziellen Einnahmen. Und er bezahlt die Spieler. In der Gewichts- und Gehaltsklasse des FCB lassen sich da schon höchste Ansprüche ableiten.

Dass Fans den Wunsch nach maximalem Erfolg haben, verstehe ich - geht mir ja genauso. Aber daraus lässt sich (nach meinem Verständnis der Beziehung zwischen Verein und Fans) noch lange kein Anspruch ableiten.

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Ich denke, als Fan kann man schon den Anspruch formulieren, dass nach dem Frankfurter Ausgleich in der 69. Minute der FCB sich für die restlichen gut 20 Minuten tunlichst vornehmen sollte, drei, vier mal gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen.
Wenn stattdessen keine einzige Großchance mehr kreiert wird, ist das: ein Armutszeugnis.

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Er war Leichtathletik Trainer. Eigentlich ein Fall für 59+1

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Natürlich sollte man sich das vornehmen, und wenn es nicht passiert bin ich auch sauer. Auf alles und jeden. Und das geht auch am Anspruch des Vereins vorbei.
Aber es ging nicht um ein Spiel oder eine halbe Stunde, sondern um die generelle Frage, ob man als Fan automatisch den gleichen Anspruch auf Erfolg stellen kann, wie der Verein den Spielern gegenüber. Und das sehe ich halt nicht so. Der Verein schuldet mir gar nichts.