Euphorie rund um den FC Bayern: Warum das Ende der Serie absehbar ist

Wenn Bayern will, dann wird es eine ungeschlagene Saison werden.

Es hätte auch gegen RB 0:4 stehen können, aber dafür haben wir ja Torwarte, die etwas mehr als Durchschnitt können.

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Manul Neuer war gestern richtig gut, aber RB hat auch einfach eine ziemlich schlechte Chancenverwertung.

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Die 2 Aussagen müssen sich ja aber nicht mal widersprechen:

Ja, es ist im Vergleich zu Dezember klar wieder ne Steigerung.

Aber ebenfalls ja, bis zum Arsenal Spiel war man halt auch wirklich bombastisch konstant unterwegs und das war eben klar dass nicht dauerhaft zu halten…

Letztes Jahr haben wir in der Ligaphase auch gegen PSG 1:0 gewonnen, würde aber behaupten das wir im April oder Mai gegen PSG eher verloren hätten. PSG bleibt eine Mannschaft die einem Wehtun kann und die fußballerische Extraklasse besitzt. Das gilt auch für viele andere Mannschaften.

Die momentane Verfassung der Bayern zeigt ja das Sie nicht mehr auf Ihrem Peak sind wie es im Oktober-November der Fall war. Zudem kommen jetzt die Leistungsschwankungen von Olise (Köln), Karl (Wolfsburg, Köln), Laimer (Wolfsburg) und ein paar Andere hinzu. Klingt jetzt hart nachdem man diese Spiele mit einem Torverhältnis von 16:3 gewonnen hat ist aber realtität.

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Ich denke wenn man sowas liest:

…dürften diese von Dir erwähnten Levels die nächsten Jahre (hoffentlich) unter VK eher die Normalität als die Ausnahme werden?

Natürlich wird sich dieser Zustand ähnlich wie Gegentore um die 20 (waren damals auch völlig neue Dimension und doch ne ganze Weile “normal” bei uns) pro Saison wie rund um die Guardiola Jahre und der klar besten Abwehr der Vereinsgeschichte nicht wirklich dauerhaft (was nach VK und zB HK kommt steht in den Sternen, keine Frage) konservieren lassen. Aber mit der aktuellen Mannschaft und Trainer denke ich könnte auf absehbare Zeit die 100 Tore Marke wirklich eher zur Formsache (wo ähnlich wie bei der Meisterschaft vor allem spannend an welchem Spieltag sie eingetütet) werden - potentiell zumindest.

Dass das für die Spannung der BL Gift ist - ebenso keine Frage. Aber da die Hauptaufgabe der Bayern-Stars ja eigentlich sehr klar die Unterhaltung speziell der Bayern-Fans ist sollte man sich wohl einfach zurücklehnen und genießen…

Der Zirkus ist in der Stadt oder besser gesagt im Stadion!

:partying_face:

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Je länger du den Zeitraum streckst, desto eher wird Bayern wieder auf das übliche Niveau zwischen 90 und 100 Toren im Schnitt pro 34 Bundesliga-Partien “fallen”. Saisons wie diese werden selten bis nie zur Normalität. Insofern genieß lieber das Jetzt, als darauf zu hoffen, dass daraus Normalität entsteht. Das ist extrem unwahrscheinlich. Ich halte es auch nach wie vor für unwahrscheinlich, dass Bayern in dieser Saison extrem deutlich über die 101 Tore fliegt. 110 mit diesem Vorsprung? Nicht unwahrscheinlich. 120? Da würde ich schon nicht mehr Geld drauf setzen. Es kommen noch extrem viele englische Wochen, es kommen mit Sicherheit noch die eine oder andere Verletzung und es wird der Zeitpunkt kommen, an dem man nicht mehr in der Lage ist, jedes Spiel, das holprig läuft, so zu drehen, wie man das aktuell schafft.

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Lasst uns lieber im Hier und Jetzt bleiben. Is grad zu schön….

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Entscheidend hierfür wird mMn sein, wie viele exzellente Offensivspieler dauerhaft zur Verfügung stehen. Wenn es möglich ist, pro Spiel drei bis vier Hochkaräter einzuwechseln, dann werden gefühlt v.a. in der Schlussviertelstunde die Tore weiterhin gefühlt wie am Fließband fallen, weil hier dann mehrere Faktoren zusammenkommen:

  • der Gegner verteidigt ab einem gewissen Punkt bei bestimmten Spielständen nicht mehr so konsequent. Schafft es ein Underdog z.B. mit einem 1:1 in die Schlussphase zu gehen, dann machen die vom dauerhaften Nachlaufen schon müden Beine (und auch der Kopf) eher mit als wie wenn man schon mit 2 oder mehr Toren Differenz im Rückstand liegt. Die Aussicht auf eine Sensation (z.B. einen Punktgewinn gegen Bayern) setzt ganz andere Kräfte frei als das Ziel, sich nicht “abschlachten” zu lassen. Daher gibt es weniger Gegenwehr.
  • es macht für die Bayernspieler einfach auch mehr Spaß, gegen Gegner zu spielen, die ihr Busparken nicht mehr so konsequent durchziehen, weil sie das Spiel schon verloren haben und eigentlich nur noch in die Kabine wollen. Sie haben Spaß daran, jetzt auch mal etwas freier aufspielen zu können.
  • man will auch als Bayernspieler, der von der Bank kommt, noch Zählbares vorweisen. Die Stammspieler wollen, dass ihre Tor- und Assistquote hoch bleibt und die Ergänzungsspieler wollen sich aufdrängen für weitere Einsätze. Somit ist es nicht so wahrscheinlich, dass das Spiel einfach so “austrudelt”.

Solange es also Alternativen auf der Bank gibt, ist es möglich, dass man auch in Spielen, die schon entschieden sind, weiter Gas gibt. Wenn die Alternativen verletzungsbedingt wegfallen, wird es mMn auch wieder mehr Spiele geben, bei denen nach einem 3:1 nicht mehr so konsequent weiter nach vorne gespielt wird, v.a. wenn die Belastung hoch ist.

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Das war doch aber genau mein Punkt. Eben wie die 20 Gegentore über mehrere Jahre vor 10 Jahren. Die waren ja eben auch bei weitem nicht zu halten aber doch ne Weile (paar Jahre, es waren aber immerhin 5 um die 20) eine gewisse Konstante.

Ich würde aktuell klar eher tippen dass wir nicht nur heuer mehr als 100 (und natürlich keine 134 wie aktuell anvisiert, eh klar) Tore sehen werden, sondern dass wir das noch weitere Male erleben werden die nächsten Jahre.

Wir werden sehen…

PS: und wenn man 2013 gefragt hätte nach erstem Mal brechen der 20 Gegentore ob der Schnitt unter 20 für 5 Jahre zu halten sein wird hätte das auch schon kaum einer geglaubt. Ich würde aber auch jetzt tippen - wir liegen im Schnitt für mindestens 3 Saison über 100 Toren

Ich könnte mir es schon vorstellen, dass sich Bayern in Zukunft zwischen 100 und 110 einpendelt.

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Das hängt aus meiner Sicht auch davon ab, wie groß der Unterschied in der Liga noch wird, was die Qualität anbelangt. Finanziell wird die Schere eher weiter auseinandergehen als zu stagnieren, eh klar. Aber auch mit finanziellen Mitteln hast du ja irgendwann eine Grenze an sportlichem Abstand erreicht. Und die Frage wird sein, wo sich dieser einpendelt.

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Da wäre gleich mal ne Grafik mit dem Tore und Gegentore Schnitt der Bayern über eben zB 3 oder 5 Jahre sehr spannend zu sehen um da die großen Trends auszumachen.

Könnte nen schönen Artikel hergeben, @justin :winking_face_with_tongue:

Nicht ganz ernst gemeint von meiner Seite: Bin gespannt, ob es Bayern gelingt, gegen weitere Teams außer RB in dieser Saison noch mehr als 10 Tore in 2 Spielen zu schießen. RB ist jetzt eher am oberen Ende der Fahnenstange anzusiedeln. RB hat auch sicher mehr Geld zur Verfügung, als es z.B. 2/3 der Teams Mitte der 2010er Jahre hatten, als die Pep-Bayern dann doch ziemlich klar daran scheiterten, die 100er-Marke zu knacken.

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Darüber musste ich auch schon nachdenken.

Das wären ja mindestens diese sieben Mannschaften:

  • VfL Wolfsburg
  • SC Freiburg
  • Hamburger SV
  • VfB Stuttgart
  • TSG Hoffenheim
  • Werder Bremen
    1. FC Heidenheim 1846

Also nochmal entspannte 30-35 Tore und schon sind wir bei 100.

Es wird passieren. Sagte ja schon der große Philosoph @Faenger wenn auch in einem anderem Zusammenhang, an den wir jetzt viel entspannter zurückdenken können.

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Guardiolas Fokus lag woanders, der konnte es sich mit seinem Kader und dem damaligen Fußball in D auch erlauben, den Fuß vom Gas zu nehmen. Weil die Spieler einfach so phänomenal gut waren und das auch mit 80-90 Prozent kontrolliert haben. Die ganze erste elf war Weltklasse. Wenn Kompany heute rotiert, braucht es weiter 100 Prozent. Haben wir im Slack neulich auch diskutiert. Der Fußball hat sich seitdem verändert. Kann man nicht vergleichen. Natürlich kann man jetzt Beispiele rauskramen wie Leipzig. Aber das zweite Spiel gegen die war auch kein 5:1-Spiel. Im Mittel ist die finanzielle Lücke größer geworden von oben nach unten. Ob sich das sportlich auch weiter so zeigen wird, bleibt abzuwarten. Allein mit CL-Geldern hat Bayern ja schon in zehn Jahren 500 Mio. Euro mehr eingenommen als die Brausefiliale.

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Dazu ergänzend: Wir haben aktuell auch eine unfassbare Ausbeute mit 71 Toren aus 56 xGoals (Quelle: understat). -15 ist so ein krasser Ausreißer, dass ist realistisch gar nicht haltbar. Die 56 xGoals sind 106 auf 34 Spieltage. Das ist immer noch sehr stark, aber ein deutlich greifbarer Wert. Zieht man davon noch ein bisschen was ab, weil man gegen Saisonende den Fokus auf die CL legen wird, kommt man auf eine realistische Erwartungshaltung. Der höchste Wert in den letzten Jahren war 99 xGoals in 21/22. Die aktuelle Saison ist davon gar nicht so weit weg. Aber die Chancenverwertung ist gigantisch.

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Wobei man sagen muss, dass Bayern seine xG in den vergangenen Jahren meistens outperformt hat. Aber ja, die aktuelle Outperformance ist trotzdem krasser als das, was normal ist.

Vergleichen kann man es nicht. Ich denke allerdings, dass man mit der Spielidee von Kompany oder auch der von Flick (damit meine ich Vollgas bis zum Schlusspfiff) mit dem Kader, den man ab der Saison 2012/13 bis in etwa zur Saison 2017/18 zur Verfügung hatte, auch in Bereiche jenseits der 100 Tore hätte vorstoßen können. Da spielen Mehreinnahmen etc. mMn keine so große Rolle. Gerade bei Pep sah es in den letzten Minuten in Spielen, in denen man mit 2 oder 3 Toren vorne lag, häufig so aus, als ob man sich mit dem Gegner geeinigt hätte, dass nichts mehr passiert. Bayern spielte sich den Ball größtenteils in Zonen zu, in denen es für den Gegner nicht unmittelbar gefährlich war und die Gegner verzichteten darauf, Bayern durch Pressing dazu zu zwingen, das Spiel in andere Bereiche des Spielfelds zu verlagern. Und das war es auch, was Spieler wie Lahm, Schweinsteiger, Alonso, Thiago, Alaba etc. liebten. Mit Spielern wie Diaz, Davies etc. könnte man so etwas gar nicht machen, weil ihnen zum einen natürlich diese Weltklasse im Passspiel fehlt, aber auch weil sie sich vermutlich “eingesperrt” vorkämen, wenn man ihnen der unbedingten Vorwärtsdrang ausreden möchte, wo doch so viele freie Wiese da ist, wenn der Gegner schon besiegt ist. Und deswegen fallen hinten raus so viele Tore. Ich bin mir aber sicher, dass das auch vor etwa 10 Jahren der Fall gewesen wäre, wenn es denn so gewollt gewesen wäre. Es ist auf jeden Fall die aufwändigere Variante, die mehr Physis erfordert, ein größeres Risiko für Verletzungen birgt (mehr Sprints, mehr Zweikämpfe), die Gefahr, sich Gegentore einzufangen evtl. erhöht, aber eben einfach auch den aktuellen Spielern und der Mehrheit unter den Zuschauern mehr Spaß macht.

Am nächsten war man unter Pep im Übrigen in dessen erster Saison an den 100 Toren dran, als es am Schluss 94 waren. Es gab hier auch ein paar Kantersiege, u.a. ein 7:0 in Bremen , ein 6:1 in Wolfsburg oder mehrere Fünferpacks gegen Bremen, Schalke oder Frankfurt aber eben ziemlich viele Spiele, in denen man bei einer 2 oder 3 Tore-Führung nicht noch auf weitere Treffer drängte, weshalb die Schlussviertelstunde bei weitem weniger ertragreich war als in dieser Saison. In dieser Saison gab es in der Bundesliga tatsächlich nur 3 Spiele, in denen nach der 75. Minute kein Bayerntor mehr fiel und das war in Augsburg, gegen den HSV und gegen Leverkusen. In den beiden letztgenannten Spielen würde ich von Verwaltungsmodus in Pep-Tradition sprechen. Ansonsten legte man oft genug noch Tore nach, auch wenn das Spiel schon lange entschieden war und die Gegner sicher nichts dagegen gehabt hätten, wenn Bayern sich den Ball nur mit 80-90 Prozent zugeschoben hätte und man das ganze austrudeln lässt.

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Und dass, obwohl Spieler, wie gerade Diaz oder auch Olise, gerne auch mal den ein oder anderen Hochkaräter liegenlassen… aber dann halt oft doch noch treffen…

Sané und Coman haben zwar auch recht häufig getroffen, aber (zumindest gefühlt) häufiger auch einfach nur die Hochkaräter ausgelassen…

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